… DE-86161 Augsburger Zoo …

Ziemlich spontan entschloss ich mich, mal den Zoologischen Garten aufzusuchen, den ich quasi vor der Haustüre (ca. 4 km entfernt) habe. Laut einem ADAC-Reiseführer hat sich der Augsburger Zoo (gegründet im Jahr 1937) zu einem der schönsten Landschaftszoos in Deutschland entwickelt. Der Tiergarten liegt malerisch am Rand des Siebentischwaldes, direkt gegenüber des Botanischen Gartens. Besonders jetzt im Herbst zeigt sich der Zoo von seiner landschaftlich schönsten Seite.

Zum Zoologischen Garten kann man sowohl mit dem Auto, mit dem Bus und mit der Straßenbahn fahren. Die Park-plätze sind zahlreich vorhanden, der 32er Bus fährt täglich im 15-Minuten-Takt ab Hauptbahnhof und Königsplatz (Fahrzeit ca. 10 Minuten) bis fast vor den Eingang. Die Endhaltestelle „Zoo/Botanischer Garten“ liegt dabei in der Tarifzone 20. Wer nur einen Fahrschein für die Tarifzone 10 (Innenstadt) hat kann auch mit der Straßenbahnlinie 2 ab Königsplatz bis Berufsschule fahren (alle 5 – 15 Minuten) und dann noch etwa 10 Minuten durch den Siebentischwald laufen.

Vor dem Eingang des Zoos zeigen zwei Pfauen absolut keine Scheu vor den Autos und spazieren auf dem Parkplatz umher. Nachdem ich meine Eintrittskarte erworben habe bittet mich ein Stoff-Affe im Käfig, mal herzukommen. Das könnte kleine Kinder bereits davon ablenken, gleich zu den Pavianen loszulaufen während die Eltern noch den Geld-beutel aufräumen. Ich folge nun dem Rundgang und komme am neuen Pavian-Gehege am Eingang vorbei. Hier ist be-reits Leben in der Bude, gegenüber dösen die Löwen im Glashaus und gucken gelangweilt in meine Richtung. Der Weg durch den Zoo führt auf überwiegend ebenen Wegen durch das Gelände, es gibt nur einmal kurz einen teils steilen Berg bei den jungen Zicklein. Den muss man aber nicht gehen, das wäre nur ein Umweg. Aufpassen heißt es besonders für kleine Kinder bei einigen Treppenstufen die zu „Guckscheiben“ in Gehege führen und bei gewissen Unebenheiten im Boden.

Wie auch die Löwen sind die Seelöwen sehr faul und dösen in der Sonne – vielleicht auch, weil man ihnen wegen Reinigungsarbeiten gerade das Wasser genommen hat. Deutlich mehr los ist da bei den Pinguinen die durch ihr Was-serbecken schwimmen und sich wenn gewünscht auch unter Felsen und Baumstämmen verstecken können. Mein Weg führt mich weiter an Nashorn, verschiedenen Arten von Vögeln (die im Tropenhaus schreien sogar um die Wette, hier ist es etwas laut), Mähnenwolf, Meister Petz (Bär), Giraffe, Zebra und Tiger vorbei. Auch an den Wächtern der Wüste (der Erdmännchen) und weiteren Tieren.

Im Bereich des Ziegenbergs tummeln sich vor allem junge Zicklein, Kletterkünstler. Die ersten Kinderstimmen werden laut wann man denn eine streicheln darf? Mama muss noch um etwas Geduld bitten, denn der Streichelzoo liegt etwas ungünstig nahe des Ausgangs und hier ist für die größeren Kindern drübersteigen oder für die kleineren Kinder in den Streichelzoo heben angesagt. Erst mal geht es an weiteren Gehegen, zwei gastronomischen Betrieben, einem Kinderspielplatz und an einer aufpreispflichtigen Parkeisenbahn vorbei. Im ganzen Zoo verteilt sind verzierte Nashörner der „Rhinoparade“, so zum Beispiel ein silbernes, das in der Sonne glänzt und glitzert. Am Kinderspielplatz befindet sich eines mit einer Alkohol-Werbung, das mir an dieser Stelle ganz und gar nicht gefällt. Bleibt zu hoffen, dass die Kleinen nur Augen für die Spielgeräte haben.

Die Tiere haben relativ großzügig Platz, manche Gehege sind durch Wasserläufe und Wasserfälle aufgelockert. Vor allem die Zebras können sich frei bewegen, bei den Giraffen bin ich mir da nicht so sicher weil die großen Tiere zwar gut sichtbar, aber etwas weiter weg sind. Mindestens die Löwen, Tiger und Elefanten haben sowohl ein Außen- als auch ein Innengehege. Die Erdmännchen können sich in kleine Höhlen unter der Erde zurückziehen, wenn ihnen danach ist. Doch die Wächter der Wüste sind viel zu neugierig. Der Mähnenwolf kann in einem kleinen Waldstück spazieren gehen – so etwas wie natürlicher Lebensraum kann auch im Zoo verwirklicht werden. Im gesamten Gelände sind immer wieder Toiletten zu finden, die offenbar regelmäßig gereinigt werden. Ein Bewegungsmelder sorgt für die nötige Helligkeit wenn mal jemand muss, ansonsten für das Energiesparen. Im gesamten Zoo besteht Fütterungsverbot für die Besucher – Ausnahme: für die Fütterung des Wassergeflügels stehen an den Teichen Automaten, die mit artgemäßem Futter gefüllt sind und gerne benutzt werden können.

Damit der Zoo-Besuch zu einem Erlebnis wird, hat man sich einiges einfallen lassen. Da gibt es nicht nur die üblichen Fütterungsvorführungen zum Beispiel bei den Seelöwen, sondern auch demnächst eine begehbare Katzenmaki-Anlage. Bei nachtaktiven Tieren hat man die Beleuchtung umgestellt, so dass für die nun Tag ist wenn die Besucher schlafen. Auf Anfrage ist es sogar möglich, auf einem Elefanten zu reiten. Blicke hinter die Kulissen bei den Elefanten sind für 100 EUR möglich, Blick hinter die Kulissen bei Giraffen, Erdmännchen, Robben, Katzen, Bären, Nasenbären, Vögeln, Pinguinen und Alpakas für 70 EUR jeweils zuzüglich Eintritt. Es wird um rechtzeitige Terminvereinbarung gebeten, an Samstagen ist dieser Special Service grundsätzlich nicht möglich.

Im Eingangsbereich befinden sich auch einige Nachziehwagen. Die einen nutzen diese für mitgebrachte Rucksäcke, ein kleines Mädchen spielte „Gepäckstück“ und ließ sich von der Mama durch den Zoo nachziehen. Mir fielen diese Wagen allerdings erst am Ausgang auf, macht nichts ich hatte ohnehin nur eine Umhängetasche dabei.

PREISE UND ÖFFNUNGSZEITEN
Für Erwachsene gehen die ab 5 EUR los, für Familien (6 Kinder und 4 Erwachsene) gibt es eine Tageskarte für 44 EUR. Jahreskarten für Kinder kosten 15 EUR, für Erwachsene werden 30 bzw. 35 EUR fällig. Hunde kosten extra und sind an der Leine zu führen. Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr, geschlossen wird im Sommer (01.03. - 31.10.) um 18 Uhr und im Winter (01.11. – 28.02.) um 16:30 Uhr. Mit der KAROCARD (für Kunden der Stadtwerke Augsburg egal ob Strom, Gas, Wasser oder Verkehr) und der easyLiving Card (für LEW-Kunden) gibt es Ermäßigungen. Weitere Infos unter http://www.zoo-augsburg.de

FAZIT
Ich muss ehrlich sagen, dass mir der Zoo in Kindertagen zwar gefallen hat, ich als Jugendlicher aber die Lust daran verloren habe. Was auch daran lag, dass der Zoo wenig geboten hatte. Seit einigen Jahren ist das anders, die Paviane sind nun umgezogen und derzeit wird eine begehbare Katta-Anlage gebaut.

© by Andreas Loy, 20. September 2009
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