… DE-70342 Zoo Wilhelma Stuttgart …

Das schöne Wetter am vergangenen Wochenende nutzte ich für einen Ausflug in die Wilhelma. Kurz vor 8 Uhr machte ich mich auf dem Weg vom Hotel zur Wilhelma und kam dort um 08:20 Uhr an. Dort fanden sich erst mal viele Kassen, die jedoch nicht alle besetzt waren. Zu dieser Uhrzeit mehr als verständlich, denn von Andrang konnte keine Rede sein. Wobei ich trotzdem das Gefühl hatte, das hinter mir immer mehr Menschen kamen. Meine Eintrittskarte musste ich in ein Lesegerät stecken und dann durch ein Drehkreuz (getrennt nach Einzel- und Jahres-/Dauerkarten) gehen. Und schon konnte der Rundgang losgehen, der sowohl bergwärts als auch bergab möglich ist. Da es auf beiden Wegen immer wieder mal bergauf und immer wieder mal bergab geht, sollte die Frage welcher Weg gewählt wird, egal sein. Ich hatte kein gewisses Lieblingstier im Auge und wählte den bergwärts Weg für meinen Rundgang.

Mein Weg führt mich zunächst an den Flamingos vorbei, ehe ich zum „Betriebshof“ komme, wo Unbefugte keinen Zutritt haben. Es folgt viel Grün, ein Pfau spaziert frei herum. Weiter geht es an den Vogelvolieren vorbei, wo ein Papagei sich an der Käfigdecke festkrallt und ein anderer den bequemen Sitz auf einem Ast gewählt hat. Weiter führt mich mein Weg vorbei an den Ziegen und Affen, die hier im selben Gehege sind. Ich finde zwar das passt nicht ganz zusammen, störe mich aber auch nicht wirklich dran. Meine Augen sehen nun Giraffen, die neugierig ihre Hälse recken und Elefanten, die gelangweilt rumstehen. Meine Augen erfreuen sich wenig später bei den Erdmännchen, eines hat es sich unter der künstlichen Sonne (Lampe) aufrecht sitzend gemütlich gemacht. Ob er sich als König Kalle Wirsch fühlt?

Bei den Bären liegt einer gelangweilt rum, der andere geht auf und ab. Schön angelegt, die haben sogar einen alten Autoreifen mit dem sie spielen können. Hier bei den Bären gibt es auch tolle Ausblicke auf den Stuttgarter Talkessel, rechts zur Stadt, links zu Industrieanlagen. Bei den Eisbären klingt das Warnschild wie blanker Hohn für mich. „Eis-bären werfen mit Spielzeug“ – von wegen. Die beiden dösen faul in der Sonne rum. Bei den Bibern und Fischottern ist auch nichts los, weder im Außengehege noch im Haus ist von diesen Tieren was zu sehen. Kinder gehen mit enttäuschten Gesichtern vorbei. Hinter dem Eisbärgehege gibt es ein schönes Naturlandschaft-Gehege mit Wasserfall, in dem Enten untergebracht sind.

Weiter führt mich mein Weg über die Mammutbäume und weiteren Pflanzen zu einem Seerosenteich und einem „Aquarium“ (großes Haus), in dem es auch verschiedene Flusslandschaften zu sehen gibt. Hier führt mich auch ein Weg zu den Krokodilen, die bewegungslos im Wasser verharren. Deutlich quirliger sind die Seehunde, einer liegt gerade auf dem Rücken *knips*. Der Schnappschuss ist gelungen. Nebenan sind Pelikane mit einem schönen bunten Schnabel zu finden. Bei den Känguruhs ist gerade nichts los, statt hüpfen guckt man den Besuchern nur neugierig zu. Bei den Pinguinen ist dafür wieder mehr los, die können an manchen Stellen sogar duschen da es mehrere Wasserschwall-Anlagen gibt.

In der Wilhelma gibt es teils steile Wege, meist gut ausgebaute Teerwege. Bei den Mammutbäumen ist nur ein schmaler, dafür ein weicher ebener Waldweg vorhanden. Nebenan gibt es aber einen etwas steilen Teerweg. Auf manchen Steigungen dürfte man mit Kinderwagen und Rollstuhl einige Mühen haben. An einigen Stellen müssen Treppen oder Umwege in Kauf genommen werden, zwischen den Papageien und den Giraffen gibt es eine Treppe mit einem „Kinderwagenlauf“. Optimal finde ich dies jedoch nicht. Auch im Hinblick auf kleine Kinder – wenn diese zum nächstem Tier springen wollen ist die Gefahr bei Treppenstufen natürlich größer, dass sie eine Bauchlandung machen.

Eine weitere Gefahr für kleine Kinder besteht bei Elektrozäunen, die teilweise ohne Absperrung am Weg stehen. Auch bei den Wildeseln sollten die Kinder an die Hand genommen werden, denn wenn diese sehr nahe an den Wegrand kommen beißen die laut eines Warnschildes auch mal. Für Kinder ist ein Spielplatz und ein Streichelzoo vorhanden. Kioske und ein Restaurant sind ebenso vorhanden, am frühen Vormittag aber noch teils geschlossen. Entlang des Rundwegs befinden sich genügend Sitzbänke zum Ausruhen und ausreichend WC-Anlagen. Die bei den Eisbären machte einen mäßigen Eindruck, es roch nach Urin und der Boden machte auch keinen sauberen Eindruck. Die bei den Pinguinen befand sich dafür in tadellosem Zustand. Etwa auf der Hälfte des Rundwegs ist der Verkehrslärm einer nahen stark befahrenen Straße zu hören. Es gibt einen etwas versteckten Nebeneingang beim Rosensteinpark, in dieser Ecke ist es in der Wilhelma am ruhigsten.

Die Wilhelma ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Einlass ist ab 8.15 Uhr bis - je nach Monat - zwischen 16.00 und 18.00 Uhr. Die Besucher müssen den Park bei Einbruch der Dunkelheit - spätestens aber um 20 Uhr - wieder verlassen. Nach 16.00 Uhr können Tageskarten nur an den Kassenautomaten gelöst werden. Die Zahlung mit EC- bzw. Kreditkarte ist möglich (mit Familiencard-Stuttgart am Kassenautomat jedoch nicht!).

Die Wilhelma ist aufgrund ihrer vielen Häuser auch für schlechtes Wetter eine echte Alternative. Trockenen Fußes können viele Tier- und Pflanzenhäuser erreicht werden, da sie über überdachte Wandelgänge verknüpft sind. Die Mitnahme von Hunden, anderen Tieren und bestimmten "fahrbaren Untersätzen" in den Park ist nicht gestattet.

Über die Fütterungen informiert die Homepage: http://www.wilhelma.de/de/besuch/fuetterungen-und-aktionen.html
Als Erwachsener habe ich 12 EUR bezahlt, ab 16 Uhr oder im Winter hätte der Eintritt 8 EUR gekostet. Kinder zahlen 6 bzw. 4 EUR. Es gibt auch Familien- und Gruppenkarten.

Am besten erreicht man die Wilhelma mit der U14 über die gleichnamige Haltestelle, alternativ mit der U13 über die Haltestelle "Rosensteinbrücke".

FAZIT
Es waren schöne Stunden in der Wilhelma, der Eintrittspreis hat sich gelohnt. Mich haben auch die teils steilen Wege nicht gestört da ich allein unterwegs war. Mütter mit Kinderwägen werden hier sicher anders denken. Kundenfreundlich finde ich die frühe Öffnungszeit ab 08:15 Uhr, andere Zoos machen da erst teils deutlich später auf.

© by Andreas Loy, 16. September 2010
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