Der Weihnachtsstern
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Es begab sich, dass meine Frau, mein Sohn und ich am Weihnachtsabend 2011 von der Nordsee-Küste zur Oma ins Saarland fuhren, um dort Weihnachten zu feiern. Da in Mainz das Benzin zur Neige ging, tankten wir dort noch mal. Das war kurz vor 17 Uhr, als gerade die Sonne am Untergehen war. Auf der Autobahn von Mainz Richtung Kaiserslautern sahen wir dann den Abendstern ganz hell am klaren Himmel. Seit Mittag waren wir nur durch den Regen gefahren, so dass der hier fast wolkenlose Himmel umso schöner auf uns wirkte.

Nach einigen Kilometern Fahrt, es war vielleicht so gegen 17.15 Uhr, näherte sich aus Richtung Sonnenuntergang, also von rechts, ein helles Licht am Himmel. Wir waren zu diesem Zeitpunkt in der Nähe von Alzey. Ich dachte zunächst, es sei ein großes Flugzeug, das gerade startete und überlegte, wo dort wohl ein Flughafen sein könnte. Vielleicht eine Galaxy, die von der Airbase in Ramstein kommt, sagte ich zu meiner Frau. Doch es war merkwürdig. Zwar war ein breiter Kondensstreifen hinter dem Licht zu sehen, aber nur einer. Bei mehrstrahligen Flugzeugen sieht man doch zunächst die Streifen von jedem einzelnen Triebwerk oder wenigstens zwei, einer links und einer rechts. Und die Start-Scheinwerfer hätten eigentlich schon längst mit dem Fahrwerk eingefahren sein müssen.

Zwischenzeitlich war das Licht fast genau über uns. Es war wirklich strahlend, mindestens hundertmal so hell wie die Venus, vielleicht tausend Mal so hell. Meine Frau meinte, das sieht aus wie ein Stern. Ich überlegte da gerade, ob es vielleicht eine Rakete sein könne. Doch wer schießt denn ausgerechnet am Weihnachtsabend eine Rakete ab? Und dann noch mitten im Frieden und Richtung Osten? Es wird doch wohl kein Atomkrieg ausgebrochen sein, dachte ich. Doch bei einer Rakete sieht man das Licht ja wohl erst, wenn sie an einem vorbei ist. Hier war aber das Licht schon am Horizont erschienen. Es war also wohl wirklich ein Komet oder Meteorit, wie auch immer man das nennt. Als mir das klar wurde, waren wir daran aber schon vorbei. Mitten auf der Autobahn konnte ich nicht anhalten und beim Fahren nach links hinten schauen konnte ich auch nicht. So erkannte ich dann auch nicht, wo das Objekt hinflog. Und dummerweise hatte ich auch gar nicht daran gedacht, die Kamera herauszunehmen und das Ganze zu filmen. Das wäre eine ganz tolle Dokumentation geworden, denn wir hatten ja das ganze Spektakel von Beginn an bis zum Ende komplett mitverfolgen können und das bei klarstem Himmel und besten Sichtverhältnissen. Schade, so etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal im Leben.

In den Mittags-Nachrichten am ersten Weihnachtstag erfuhr ich dann, dass noch viele andere den Stern gesehen hatten. Selbst die Astronomen und anderen professionellen Sternengucker haben aber angeblich keine Erklärung. Manche Beobachter wollen gesehen haben, wie der Stern in viele kleine Stücke zerbrach und zu Boden rieselte. Wenn das passiert ist, sollte das vielleicht irgendwo im Norden Baden-Württembergs oder in Südhessen gewesen sein. Vielleicht aber auch ganz woanders, denn manche wollen den Weihnachtsstern auch in Bayern oder Thüringen gesehen haben. Aber niemand hat wohl Bruchstücke gefunden, auch sehr merkwürdig. Offizielle Berichte über einen vielleicht abgestürzten Satelliten gibt es jedenfalls auch nicht. Also wird es wohl doch ein Meteorit gewesen sein. Vielleicht hatte die Erde ein riesiges Glück und wir sind nur ganz knapp an einer riesigen Katastrophe vorbeigeschrammt. Mein Frau und ich werden das Ereignis jedenfalls nicht vergessen, und das noch ausgerechnet am Weihnachtsabend. Wie damals in Bethlehem vor über 2.000 Jahren. Wirklich zu dumm, dass ich das nicht gefilmt habe und dass mein kleiner Sohn Kevyn, der auf dem Rücksitz schlief, davon nichts mitbekommen hat. Ich glaube heute wirklich, wir sind gerade nochmal mit dem Schrecken davongekommen. Möglicherweise war das Ding ja so groß, dass es bei einer Kollision alles Leben auf der Erde ausgelöscht hätte. So, wie es der Maya-Kalender angeblich für 2012 voraussagt - fast genau ein Jahr nach diesem Ereignis...
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© by wellSPAss / familand, 25. Dezember 2011
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