… DE-78207 Singen am Hohentwiel …

„Mein liebster Suppenwürfel kommt aus Singen“ sang Reinhard Mey, Jürgen Sprenzinger schrieb an den sehr geehrten Herrn Maggi. Mich reizte an Singen allerdings nicht das Maggi-Werk, sondern zum einen die Nähe zur Schweiz und zum Bodensee und zum anderen das dortige EasySports Studio.

Singen (428 m über dem Meer) gilt als Industriestadt und hat (Stand: 2004) 43.000 Einwohner. Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Singen ein Bauerndorf, erst 1899 wurde Singen zur Stadt erhoben. Aufgrund der späten Stadterhe-bung besitzt Singen weder eine Altstadt noch historische Baudenkmäler. Doch die Stadt hat trotzdem ihren Reiz: Nördlich vom Rathaus (1960), das mit Fresken von Otto Dix ausgeschmückt ist, steht das 1810 erbaute ehemalige gräfliche Schloss. Dort ist heute das Hegaumuseum zu finden. Außerdem hat Singen eine „bärige“ Innenstadt. Bril-lenbär, Parfümbär, Pagenbär – an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet befinden sich Skulpturen, die meisten davon in der Fußgängerzone August-Ruf-Straße die direkt am Bahnhof beginnt.

Die Singener Innenstadt hat nicht allzu viel Grün zu bieten – Parkanlagen gibt es eher am Stadtrand. 1,5 km entfernt vom Singener Hauptbahnhof befindet sich das (ehemalige) Landesgartenschau-Gelände. Mitten in der City finden sich vor allem viele Cafes und Retaurants sowie Läden (Lebensmittel, Drogerie, Kosmetik, Mode) und in der Bahnhofstraße ein Kino. Auf der anderen Bahnseite befinden sich direkt in Sichtweite des Bahndamms das Maggi-Werk und der 17stöckige Hegau-Tower mit zwei transparenten (gläsernen) Aufzügen. In diesem befindet sich in der 12. Etage ein EasySports Fitness-Studio mit unglaublichem Ausblick auf die Stadt, die Gleisanlagen des Bahnhofs und auf den Hohentwiel (686 m über dem Meer).

Dieser Vulkanschlot ragt westlich der Stadt auf, ihn krönt eine mächtige Burgruine – die größte Festungsruine Deutschlands. Auf der Anhöhe erhebt sich der Turm der zerstörten Kirche. Das heute als Naturschutzgebiet ausgewie-sene Gelände ist eine besondere Mischung von Kultur- und Naturerlebnis. 1994 richtete man am Fuß der Ruine ein Informationszentrum ein, das zusammen mit einem Geschichtspfad die Geschichte von Burg und späteren Festung vermittelt. Zu diesem fährt kein regulärer Busverkehr, es wird nur ein Anrufsammeltaxi angeboten.

Singen liegt ca. 12 km von Radolfzell, 25 km von Konstanz, 29 km von Überlingen, 20 km von Schaffhausen, 66 km von Zürich und 110 km von Basel entfernt. Mit dem Zug erreicht man Singen umsteigefrei mit Nahverkehrszügen von Stuttgart, Ulm, Friedrichshafen, Konstanz, Karlsruhe, Offenburg, Donaueschingen und Basel Badischer Bahnhof aus. Singen ist auch ICE-Halt (Linie Stuttgart – Zürich), außerdem halten hier einige IC-Züge (Konstanz Richtung Norden bzw. aus Richtung Norden kommend).

In Singen kann es im Sommer sehr warm werden, dann lässt es sich wahrscheinlich eher direkt am Bodensee aushalten wo der Seewind wenigstens dann für eine leichte Erfrischung sorgt. Im Herbst sieht es dagegen anders aus – hier steigen dann die Chancen auf Sonne, wenn woanders erhöhte Nebelneigung ist.

FAZIT
Ich habe mich in Singen recht wohl gefühlt und dort durchaus einen erholsamen Kurzurlaub verbracht. Die Stadt ist nicht so überlaufen wie Orte die direkt am Bodensee liegen (in Überlingen und Konstanz ist da eher der Bär los, hier steht er nur rum. Ich buche mich in dieser Stadt nächstes Jahr sicher wieder ein und dann geht es wahrscheinlich einmal nach Zürich und einmal wieder in meine Lieblingstherme nach Überlingen am Bodensee.

© by Andreas Loy, 27. September 2009
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