Restaurant Hörder Treff Dortmund

… DE-44265 Dortmund-Hörde Restaurant Hörder Treff…

Besuchsbericht wellSPAss vom 29. Mai 2011: Nach unserem Stadtbummel in Dortmund stellte sich der Hunger ein. Nach den ortstypischen Gerichten Currywurst oder Döner war uns heute nicht und die Restaurants in der Stadtmitte konnten uns mit ihren teilweise horrenden Preisen auch nicht locken. So entschieden wir uns für das Restaurant „Hörder Treff“ im Stadtteil Hörde, das uns schon von einem früheren Besuch bekannt war und damals einen sehr guten Eindruck bei uns hinterlassen hatte.

Hörde liegt im Süden von Dortmund, also unterhalb der B1 und damit im schöneren Teil der Stadt. Zu den Zeiten der Industrialisierung befanden sich wegen der vorherrschenden Südwinde die Arbeiter-Siedlungen stets im Norden der Industriestädte, während die Parks und die Villenviertel der bessergestellten Bürger immer in den südlichen Stadtvierteln zu finden waren. So ist das noch heute, obgleich die großen Stahlhütten längst nicht mehr existieren und die Luft sehr sauber geworden ist. Im Dortmunder Süden befinden sich beispielsweise der Zoo, der Westfalenpark mit dem Fernsehturm, das Stadion oder die Westfalenhalle. In Hörde, das an den Westfalenpark angrenzt, wurde das Stahlwerk vor ein paar Jahren demontiert und durch einen großen See ersetzt. Hier findet man heute außer dem frisch restaurierten Schloß noch einige schöne Bürgerhäuser aus dem Klassizismus und dem Jugendstil, die den Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges überlebt haben. In einem dieser historischen Häuser befindet sich das Restaurant „Hörder Treff“.

Die Anfahrt ist problemlos, da Hörde von der Schnellstraße aus in fünf Minuten erreichbar ist. In der Nähe der autofreien Innenstadt von Hörde gibt es viele Parkplätze und ein großes Parkhaus. Kostenfreie Parkplätze sind ebenfalls zu finden. Das Restaurant liegt direkt am Hörder Marktplatz, nur 50 Meter von der U-Bahn-Station entfernt. Man kann also leicht auch mit der Bahn binnen höchstens zehn Minuten vom Dortmunder Hauptbahnhof oder der Innenstadt aus nach Hörde kommen.

Das riesige Haus, in dessen Erdgeschoß das Restaurant liegt, stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde erst kürzlich renoviert. Schon von außen wirkt das Lokal mit seinen großen Fenstern anheimelnd und einladend, zumal im Sommer auch noch viele Tische und Stühle vor dem Haus zum Verweilen einladen. Das ist dann so wie in einem Biergarten. Heute war der Himmel aber eher bedeckt, so dass wir uns einen Platz drinnen suchten. Der Zugang durch einen Windfang ist ebenerdig und damit auch für Gehbehinderte leicht nutzbar.

Der Gast-Raum ist mit Eichenholz ausgestattet, ganz wie vor hundert Jahren. Schöne Bilder an den Wänden, alte Bierkrüge und passende Polstersitze sowie Blumen auf den Tischen gehören dazu. Eine gemütliche und rustikale Atmosphäre also. Hier kehrt man seit Generationen gerne ein, um am Abend ein Bierchen zu zischen oder - wie wir - eine schmackhafte Mahlzeit zu sich zu nehmen. So war es nicht verwunderlich, dass bei unserem Besuch am frühen Samstag-Abend vorwiegend Senioren an den Tischen saßen und wohlgefüllte Teller vor sich hatten. Offensichtlich kommt man gerne zum Essen hierher und gerade die ältere Generation ist ja bekannt dafür, dass sie großen Wert auf die Auswahl der Speisen, Qualität und Preise legt.

Mir persönlich kommt es außerdem vor allem auf die Sauberkeit an. Da gab es wirklich nichts zu meckern. Alles tiptop sauber, kein Fleck auf den blütenweißen Tischdecken und auch die Toiletten in einem einwandfreien Zustand. Der Blick in die Küche zeigte mir, dass auch dort alles aufgeräumt und blitzeblank war. Beste Voraussetzungen für ein sorgenfreies Abendessen.

Wir suchten uns also einen schönen Eck-Platz aus, mit Ausblick auf den Marktplatz und etwas oberhalb des Stammtisches, wo sich gerade ein Dutzend Einheimische zum Meinungsaustausch trafen. Sehr interessante Gespräche übrigens, die wir da mitbekamen. Derweil hieß uns die Inhaberin willkommen und brachte uns die Speisekarte. Eine sehr umfangreiche Karte, die uns wirklich die Qual der Wahl ließ. Die Bandbreite reicht von kleinen Snacks, Suppen und Salaten über Reis- und Nudelgerichte bis hin zu Geflügel, Fisch und Steaks. Das liest sich schon so lecker, dass man am liebsten alles durchprobieren möchte. Dabei gibt es neben der typisch deutschen Hausmannskost auch raffinierte Balkan-Gerichte, wie man sie bei uns ansonsten eher selten findet.

Mir war heute nach etwas wirklich Deftigem. So bestellte ich Rinderfilet mit Champignons und Sauce Bearnaise, dazu Bratkartoffeln und Salat, dazu ein Malzbier. Meine Frau wählte Entrecote - also Rumpsteak - mit Djuvec-Reis, Pfefferrahmsauce, Pommes und Salat sowie ein Mineralwasser. Die Getränke wurden sogleich serviert. Es dauerte keine fünf Minuten, bis der Salat auf den Tisch kam. Das sah nicht nur lecker aus, sondern schmeckte auch so. Frisch zubereitet und mit einem leichten Joghurt-Dressing. Genau so, wie ich ihn gerne esse.

Kaum waren wir mit dem Salat fertig, da kam auch schon der Hauptgang. Das Essen war liebevoll zubereitet und duftete verführerisch. So stelle ich mir den Abschluß eines schönen Urlaubstages vor. Die Bratkartoffeln beidseitig goldbraun angebraten, dünn geschnitten und bißfest, einfach perfekt. Dazu ein saftiges, herrlich zartes Filet, wie man es besser wohl nicht machen kann. Nicht zu vergessen die tolle Sauce Bearnaise, verfeinert mit angebratenen Champignons. Es schmeckte einfach himmlisch und ich putzte den Teller komplett leer.

Ebenso lecker war das Essen meiner Frau. Auch das Rumpsteak war perfekt zubereitet, der Djuvec-Reis wie auf dem Balkan und die Sauce einfach nur lecker. Nicht verwunderlich, dass auch mein Schatz vom Essen nichts übrig ließ. Wir waren wirklich gesättigt und rundum zufrieden. Doch dann kam noch eine Nachspeise, nämlich hausgemachter, ganz frisch gebackener Käse-Mandarinenkuchen mit Sahne. Den konnten wir natürlich auch nicht stehen lassen. Danach waren wir dann so satt, dass wirklich nichts mehr reinpasste.

Wir unterhielten uns anschließend noch mit den beiden Besitzern, den Geschwistern Mary und Miki, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Dort kommt auch die Köchin her, die uns das Essen gezaubert hatte. Also quasi ein Familienbetrieb, der mit viel Liebe geführt wird. Die Gäste fühlen sich hier wohl und kommen gerne wieder. Das erfuhren wir auch an der Theke, wo wir schnell mit den einheimischen Dortmundern ins Gespräch kamen und uns gleich aufgenommen fühlten. Übrigens kann man hier nicht nur die berühmten Dortmunder Biere und einen Kurzen bestellen, sondern man hat die Auswahl aus einer Vielzahl von Getränken bis hin zu raffinierten Cocktails. Das alles übrigens zu einem moderaten Preis. Ein echter Geheimtipp also. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden und können den „Hörder Treff“ guten Gewissens uneingeschränkt weiterempfehlen. Sicher ist, dass wir hier gerne wieder einkehren werden, sobald wir in der Nähe von Dortmund sind.

 © by wellSPAss / familand, DE-27624 Bad Bederkesa, 29. Mai 2011
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