Mitsubishi Cordia Cabriolet

Der Mitsubishi Cordia ist ein von 1982 bis 1990 gebautes Sport-Coupé (bzw. Cabriolet) auf Basis der Mittelklasse-Limousine Tredia. Vorgängermodell ist das auf dem Lancer basierende Sport-Coupé Celeste. Cordia ist eine Verknüpfung von cordorite (einem glänzenden Mineral) und diamonds (Logo von Mitsubishi).

Der Cordia kam als Konkurrenzmodell zum Datsun Sunny Coupé B11 auf den Markt. Trotz besserer Ausstattung und gefälligerem Design erreichte er dessen gute Verkaufszahlen aber nie. Besonderheiten des Cordia waren das Schrägheck mit Heckwischer und von innen zu entriegelnder Heckklappe sowie ausstellbare hintere Seitenfenster. Zudem waren bei den meisten Fahrzeugen serienmäßig zusätzliche Scheibenwischer an den Front-Scheinwerfern eingebaut.

Es gab zwei Modell-Varianten. Die frühen Modelle sind an der glatten Frontpartie erkennbar. Es gab sie vorwiegend als 1600er GSL, von 1985 - 1986 auch (sehr selten) als 1800er Turbo ECI mit 136 PS. Bei den ersten GSL-Modellen wurde ein 1600er Vergasermotor mit 75 PS verbaut. Dieser war mit einem "Sport- uns Spar-Getriebe" gekoppelt. Das Viergang-Getriebe wurde mit einem zweiten Hebel auf Position "Sport" (vorne) oder "Sparen" (hinten) gestellt, wodurch sich die Drehzahl änderte. Somit waren faktisch acht Gangstufen verfügbar. Das Getriebe war allerdings relativ anfällig, der vierte Gang neigte zum Rausspringen. Der 75-PS-Motor war mit Normalbenzin 92 Oktan zu betreiben, die Turbo-Version verlangte Super-Benzin mit mindestens 95 Oktan. Dabei war der Turbo-Motor (A210M) sehr durstig (um die 15 Liter / 100 km). Die 75-PS-Variante begnügte sich durchschnittlich mit 7 bis 8 Litern. Ab Baujahr 1985 waren die Fahrzeuge auch mit Drei-Wege-Katalysator erhältlich, ab 1987 war dies Serien-Ausstattung.

Die zweite Modellgeneration ab 1987 erhielt einen wesentlich höheren, schwarzen Kühlergrill, der eine verbesserte Luftzufuhr zum Kühler gewährleistete. Zudem wurde die Motorisierung verändert. Bei der zweiten Generation fand in der Regel ein 1800er Vergasermotor mit 90 PS und herkömmlichem Fünfganggetriebe Verwendung. Die Vergaser-Motoren waren sehr standfest und für Laufleistungen weit über 300.000 km gut, bei der Turbo-Version gab es häufiger Motor-Probleme.

Als seltene Variante konnte man einen zweisitzigen Roadster ohne Überroll-Bügel ordern, der von der Fa. Vestatec aus Oer-Erkenschwick auf Basis des Coupés umgebaut wurde. Der Dach-Aufbau war dem des Corsa-A-Cabriolets vom gleichen Hersteller sehr ähnlich. Diese Umbauten waren über das Mitsubishi-Vertragshändler-Netz zu ordern, wobei auch der Umbau von bereits zugelassenen Fahrzeugen möglich war.

Vom Cordia haben bis heute nur sehr wenige Exemplare überlebt, da sie vor allem an den hinteren Radläufen sowie an Unterboden und Abgas-System zu frühem Rostbefall neigten und sie nie in den Status eines Liebhaber-Modells kamen.
...