... DE-66424 Homburg (Saar) ...

... 016kf ... "Fragebogen-Heimatstadt"

1. Wie heißt die Stadt in der du wohnst oder aus der du stammst?
Ich wohne zwar momentan in Bad Bederkesa (Niedersachsen), aber geboren und aufgewachsen bin ich in Homburg (Saar). Nicht zu verwechseln mit Bad Homburg vor der Höhe (Hessen) oder gar Hamburg (das ist diese Kleinstadt im Norden).

2. In welchen Bundesland liegt sie?
Tja, im Saarland natürlich. Das ist dieses kleine Bundesland im Südwesten der BRD, das sich dummerweise zweimal für Deutschland entschieden hat und dadurch verarmt ist...

3. Kannst du sagen wo das ungefähr liegt?
Siehe oben. Genauer: Zwischen Saarbrücken (30 km) und Kaiserslautern (35 km) oder zwischen Zweibrücken (10 km) und Neunkirchen (12 km) oder zwischen Pirmasens (30 km) und Kusel (30 km) oder zwischen Metz (100 km) und Mannheim (100 km) oder zwischen Karlsruhe (100 km) und Trier (100 km). Ganz genau: 49° 19 ' Nord, 7 ° 20' Ost. War das genau genug? Oder braucht ihr die GPS-Koordinaten?

4. Ist es denn überhaupt eine Stadt?
Ich meine wohl schon. Stadtrecht gibt es seit ca. 450 Jahren. Außerdem gibt es hier eine der größten Brauereien in Deutschland mit dem wohl einzig guten Bier (Karlsberg Urpils). Schade nur, daß ich keinen Alk trinke. Homburg ist Verwaltungssitz des Saar-Pfalz-Kreises mit den Städten St. Ingbert, Bexbach und Blieskastel und den Verbandsgemeinden Kirkel, Mandelbachtal und bestimmt habe ich noch was vergessen. Der Saar-Pfalz-Kreis hat insgesamt

5. Wie viele Einwohner hat deine Stadt?
Geschätzt sind das zwischen 1.000 und 100.000, genau wohl 44.093, hoppla, gerade ein Neugebornes, also 44.094.

6. Kennst du die Geschichte deiner Stadt?
Klar. Aber wen interessiert die?

7. Möchtest du sie kurz Zusammenfassen, insofern du sie kennst?
Okay. Es gab hier schon eine Siedlung zur Keltenzeit und später ein römisches Dorf (Schwarzenacker, bedeutende Ausgrabungen). Im Mittelalter entstand auf dem Schloßberg die Festung Hohenburg, die jedoch von den Franzosen zwar nie eingenommen, aber nach Aushungerungsaktionen wohl drei mal komplett geschleift wurde (danke noch mal nach Frankreich). Heute sind die Ruinen zu besichtigen (sehr eindrucksvoll). Außerdem gab es auf dem Karlsberg mal ein ganz tolles Schloß (Schloß Karlsberg), das jedoch schon kurz nach der Eröffnung in der Französischen Revolution niedergebrannt wurde (hier haben die Franzosen aber vorher noch wochenlang alles geklaut). Nach den üblen Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges kam Homburg nur noch schwer auf die Beine, entwickelte sich aber unter den Grafen von Nassau-Zweibrücken zur drittgrößten Stadt des Saarlandes (nach Saarbrücken und Neunkirchen). Zwischezeitlich gehörte Homburg noch zu Bayern und zur Pfalz. Nach den Weltkriegen behielt man das Saargebiet und damit auch Homburg jeweils als Sklaven-Kolonie, die nur zögerlich zurückgegeben wurde (bedeutender Bergbau und Schwerindustrie). Im März 1945 wurde die Stadt - unverteidigt - dann noch mal von einer Bomberflotte platt gemacht (Danke, Amerika). Heute gibt es leider nur noch wenige wirklich alte Häuser in der Stadt, echt schade. Die sind aber recht hübsch.

8. Bist du zufrieden mit "deiner" Stadt?
Na ja, im Großen und Ganzen schon.

9. Und wieso, oder wieso nicht?
Die politische Führung der Stadt läßt doch stark zu wünschen übrig. Stillstand bedeutet Rückschritt und konservativ zu sein sollte nicht bedeuten, daß man die Zukunft verhindert...

10. Was würdest du denn gerne ändern wenn du könntest?
Neues Erlebnisbad bauen. Flohmarkt wieder in die Altstadt verlegen. Verkehrssituation verändern. Einzelhandel in der Innenstadt halten. Keine neuen Gewerbegebiete am Stadtrand. Baulücken in der Innenstadt schließen (Wohngebäude!!!). Mehr Freizeit-Angebote. Erlebnis-Wald schaffen. Schloßberg-Höhlen besser vermarkten. Tourismus insgesamt stärken. Das alles, und noch viel mehr, würd ich machen, wenn ich OB von Homburg wär....

11. Wie sieht es mit der Freizeitbeschäftigung für Erwachsene aus? Die Stadtfeste sind schon okay, das Stadtmarketing macht schon einiges (Maimarkt, Kirmes, Nikolausmarkt, Oktoberfest, Gewerbefest etc.). Flirtfaktor: groß. Kneipen gibt es auch genügend, auch ein paar ganz urige (z. B. in einem alten Brauereikeller). Nachtclubs oder Pärchenclubs gibt es vor allem in Vororten, aber bescheiden. Man ist hier doch eher bieder. Fürs Schwimmen und Saunieren muß man nach Saarbrücken (Calypso), Kaiserslautern (monte mare), Zweibrücken (Erlebnisbad) oder St. Ingbert (Das Blau). Fußball ist in Homburg relativ stark (ehemals 1. Bundesliga), auch Handball (ehemals 1. Bundesliga) und Radfahren (Weltmeister Andreas Walzer 1992).

12. Was hat die Stadt denn sportlich zu bieten?
Siehe oben. Der FC 08 Homburg (die grün-weißen) spielte jahrzehntelang in der 2. Bundesliga ganz oben mit und war sogar insgesamt 3 Jahre lang in der 1. Bundesliga. Außerdem errang er mal die Deutsche Amateur-Meisterschaft und hat so manche renommierte Mannschaft aus dem DFB-Pokal geworfen (Grüße an Bayern Müchen, HSV, Borussia Dortmund etc. pp.). Im Handball waren sowohl Homburg als auch der TV Erbach (Vorort) jahrelang in der ersten Liga. Auch der Kleingolf-Club KCH spielt in der Bundesliga. Die Homburger Bergrennen (Autorennen) sind auch sehr bekannt und im März 2006 spielte die deutsche Frauen-Nationalelf gegen China im Waldstadion. Damals wurde mit über 20.000 Zuschauern ein neuer Rekord für Damenfußball aufgestellt. Reicht das?

13. Gibt es in Deiner Stadt bedeutende Betriebe?
Kann man so sagen. Die großen Stahlhütten sind zwar weitgehend verschwunden (bis auf ThyssenKrupp, 1.100 Arbeitstiere), aber es gibt hier die Karlsberg-Brauerei (900 Beschäftigte), eine große Bosch-Niederlassung (6.400 Mitarbeiter) und ein Reifenwerk von Michelin (1.500 Arbeiter). Außerdem noch die INA Kugellagerwerke (2.500 Sklaven) und nicht zu vergessen die berühmten Universitätskliniken (4.700 Angestellte), eine Stadt in der Stadt. Insgesamt hat Homburg fast so viele Arbeitsplätze wie Einwohner.

14. Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?
Zunächst die Ruinen von Schloß Karlsberg und der Hohenburg, dann die Schloßberg-Höhlen, die Römerstadt in Schwarzenacker, die Altstadt, die Klosterruine Wörschweiler, die Ruine Merburg in Kirrberg (11. Jh.), das Jagdschloß in Jägersburg…

15. Wenn du einen Tag lang Oberbürgermeister wärst, was würdest du tun?
Mich für die nächsten 20 Jahre im Amt bestätigen, damit sich mal wieder was tut in der Stadt.

16. Würdest du gerne umziehen in eine andere Stadt?
Längst schon geschehen, aber eher unfreiwillig (Jobs).

17. Wenn ja, und wohin würde es dich ziehen?
Zwischenzeitlich habe ich schon fast überall gewohnt (na ja, stark übertrieben). Mal in Mannheim, mal in Berlin, außerdem in Ingolstadt, Dortmund, Bochum, Illertissen und nun eben bei Cuxhaven und bei Sindelfingen.

18. Und wieso?
Der Job eben... Ansonsten hätte ich in Homburg auch alt werden können (aber nur mit mindestens 3 x Urlaub im Jahr).

Okay, jetzt wisst ihr alles über meine Heimatstadt (genauer steht es sicher unter www.meinestadt.de oder www.wikipedia.de.

© by wellSPAss / familand, DE-27624 Bad Bederkesa, 16. Oktober 2007
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