… DE-30175 Zoo Hannover …

Auf den Hannover Zoo wurde ich aufmerksam, als ich noch in einem Verlag gearbeitet hatte. Ich erhielt eine Pressein-formation zur Expo 2000 und da ging es unter anderem um den Zoo. Naja mal gucken, irgendwann könnte das was werden. Es wurde auch was, zehn Jahre später im Juni 2010. Ein kleiner Kurzurlaub führte mich mal wieder in den Norden und da ich mich diesmal in Hannover in einem Hotel einbuchte, war auch Zeit für den Erlebnis-Zoo. Erlebnis ist hier auch Programm, es gibt viele Fütterungen, Shows und sogar eine Schifffahrt auf dem Sambesi ist hier möglich.

Den Hannover Zoo erreicht man am besten mit der Stadtbahnlinie 11, Endhaltestelle Zoo. Man verlässt die Haltestelle in Fahrtrichtung und dann kommt nach wenigen Schritten schon der Eingangsbereich in Sicht. Die Linie 11 fährt leider nicht über den Hannover Hauptbahnhof, so dass sich im Innenstadtbereich ein Zustieg am Steintor, Kröpcke oder Aegidientorplatz anbietet. Unter der Woche fährt die Tram alle 10 Minuten.

Kommt man von der Stadtbahn (oder von den Parkplätzen), so fallen einem kurze Zeit später die vielen Kassen auf, an denen sich um die Mittagszeit als ich wieder raus ging lange Schlangen bildeten. Morgens um 9 Uhr war dort noch weniger los. Ich folgte gleich dem Entdeckerpfad und war etwas zu schnell am Sambesi. Die Bootsfahrt startet erst ab 09:30 Uhr, die Hinweistafel habe ich leider übersehen, ging anderen wohl genauso. Ich ging zurück, ging den Sambesi zu Fuß ab und machte ein paar Fotos von den Schiffen. Die Boote fahren auf einer Unterwasser-Schienenbahn, die Technik ist gut versteckt. Während der knapp 15 minütigen Fahrt soll man nicht aufstehen und auch nicht schaukeln und der Bitte nicht ins Wasser zu fassen komme ich doch sehr gerne nach. Freiwillig würde ich in diese Dreckbrühe, in der auch eine Gummibärchentüte schwimmt, nicht fassen.

Das Erlebnis geht los, ich fahre an teils schlafenden Enten, Wildeseln, Bergzebras, Giraffen, Nashörnern, Stelzvögeln, Steppenzebras, Antilopen, Gazellen, Flamingos und Flusspferden vorbei. Den Tieren ganz nah ist hierbei wirklich Programm, denn alle sind ohne Gitter oder Glasscheibe zu sehen. Gefährlich scheint das nicht zu sein. Die Flamingos zeigten sich ziemlich unbeeindruckt von den Booten, die Antilopen waren sich nicht ganz einig was sie von den ersten Fahrgästen des Tages halten sollten. Zwei zogen es vor, aus der Dreckbrühe zu trinken während eine ganz neugierig herguckten. Die Boote würden mal eine gründliche Säuberung vertragen, Spinnweben und Spinnennetz stachen mir sofort ins Auge. Gefahren wird mit 20 m Abstand, beim Ein- und Aussteigen ist Personal vor Ort und hier heißt es für so manchen Erwachsenen Kopf einziehen. Schiff fahren auf dem Sambesi kann man vom 19.03. – 31.10.2010, dann ist Winterpause.

Weiter geht meine Reise an einem Mühlrad bin ich mit einem Wolf auf du und du, nur durch eine Glasscheibe getrennt. Einer schaut mich an, die anderen rennen durch ihr Gehege, rauf auf den Berg und wieder runter. Ein kurzer Tunnel, dann ein Zug wo nebenan Karibus gerade mit Fressen beschäftigt sind. Nun geht es in Richtung Yukon, im Hintergrund taucht ein Stück Ruhrgebiet auf. Bei einem Imbiss-Stand gibt es drei Sorten Popcorn zu kaufen, die junge Dame rührt das poppige Korn allerdings mit der nackten Hand um, was ich nicht sehr hygienisch finde. Nun geht es zur Unterwasserwelt im Bauch eines Schiffes, die über eine kurvenreiche Rampe erreichbar ist. Statt den Robben und Seelöwen sehe ich nur tosendes Wasser, einen ganz eisigen Bär kann ich durch die nicht gerade sauberen Scheiben fo-tografieren. Zurück nach oben, da sind die Robben zu sehen und auch ein Eisbär macht gerade seine Morgengymnas-tik, ich taufe ihn spontan in Yoga-Bär um.

Nun geht es weiter, über den faulen Tiger geht es zu den gar nicht faulen Elefanten. Die realen laufen umeinander, künstliche speien Wasser. Weiter geht es, kleine Hulman-Affen turnen umeinander. Die Lichtverhältnisse in dem kleinem Haus lassen hier nicht allzu gute Fotos zu. Weiter geht es ins Outback nach Australien, die frechen Keas suche ich jedoch vergebens. Aber Känguruhs hüpfen rum, eines bleibt sogar sitzen und lässt sich fotografieren. Sittiche flattern in einer Voliere. Der Weg führt weiter über den Streichelzoo, während Kinder nur Augen für die süßen Zicklein haben fallen mir Tiere beim Zelten auf. Schwein, Hase und Frosch sind da hübsche Details am anderem Ende, nett gemacht. Über einen Bauernhof, wo Wäsche zum Trocknen aufhängt, kommt man zurück zu den Kassen.

Im gesamten Zoo gibt es kinderwagenfreundliche Wege, optional muss mal die eine oder andere Stufe genommen werden. Toiletten sind ausreichend vorhanden, immer wieder. Dasselbe gilt für die Gastronomie, wobei es mal Popcorn, frischen Fisch, Eis oder Pasta gibt. Für Kinder gibt es drei Sommer-Rodelbahnen und einen Spielplatz wo man unter anderem am Strand spazieren oder am Wasser spielen kann. Der Rundgang durch den Zoo ist selbstverständlich auch in umgekehrter Richtung möglich, die meisten folgen aber dem Entdeckerpfad. Es gibt übrigens mehr Tierarten als ich aufgezählt habe, der Flyer listet über 60 auf. Von 09:30 – 17:30 Uhr gibt es irgendwo im Zoo alle halbe Stunde eine Show-Fütterung, vom 02.10. – 14.05. nicht um 12 und 16 Uhr (beide Male Flußpferde).

Shows wie Vorstellungen der Elefantenfamilie (Samstag, Sonntag und Feiertag sowie in den niedersächschen Schulfe-rien stündlich, sonst alle zwei Stunden), Tierische Rekorde und Alle Tiere sind Stars finden zu gewissen Zeiten statt. Ab August 2010 wird das Leben im Yukon Bay zusätzlich vorgestellt.

Geöffnet ist der Zoo von März – Oktober von 9 – 18 Uhr, von November bis Februar von 10 – 16 Uhr wobei der No-vember dieses Jahr bereits am 31.10.2010 anfängt. Hier die Preise an der Kasse für die Sommersaison (incl. Sambesi Schifffahrt), die online gekauften und ausgedruckten Tickets sind je ein Euro günstiger trotzdem noch ganz schön happig.

Kind (bis 3 Jahre) 0 €
Kind (3 bis 5 Jahre) 13 €
Kind (6 bis 17 Jahre) 16 €
Erwachsener (ab 18 Jahre) 23 €
Weitere Informationen auf www.zoo-hannover.de

FAZIT
Ich mach mir ja normalerweise nur wenig aus Zoos, aber bei diesem habe ich gerne eine Ausnahme gemacht. Hier kann man ja teilweise direkt an den Tieren vorbeifahren – ohne Gitter und Glasscheiben. Auch die Möglichkeit Robben und Eisbären unter Wasser zu sehen, ist nicht von schlechten Eltern. Die Öffnungszeit um 9 Uhr kam mir auch sehr gelegen, nur die Sambesi Bootsfahrt hätte früher starten können. Die Wege-Führung im Bereich des Gorillabergs erscheint mir verbesserungswürdig, irgendwie musste ich dran vorbei gelaufen sein, dabei bin ich immer schön brav den Wegweisern des Entdeckerpfads gefolgt.

© by Andreas Loy, 06. Juni 2010
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