… DE-30159 Hannover …

Anfang Juni 2010 bin ich mal übers verlängerte Wochenende an der Leine unterwegs gewesen – genauer gesagt in Hannover an der Leine. Die Hauptstadt des Bundeslandes Niedersachsen liegt 55 m über dem Meer und hat 526.000 Einwohner.

Bei der Tourist-Information am Hauptbahnhof ist Start- und Endpunkt des 4 km langen roten Fadens, der auf das Straßenpflaster aufgemalt ist und zu 36 sehenswerten Punkten in der Innenstadt führt. Darunter zum Opernhaus, der Aegidienkirche, dem Neuem Rathaus (1901 – 1913 erbaut) am Maschteich. Im neuem Rathaus fährt auch ein Schräg-aufzug (gegen Gebühr) zu einer Aussichtsplattform. Des Weiteren liegen das Leineschloß, die Altstadt und der Markt am Roten Faden. Ich habe ihn allerdings kaum wahrgenommen, nur ab und zu hab ich mal was Rotes am Boden ge-sehen.

In der Fußgängerzone, rund um Kröpcke und Georgstraße finden sich zahlreiche Kaufhäuser wie Galeria Kaufhof, H&M, Karstadt, C&A und Peek & Cloppenburg. Hier sind auch mobile Bratwurstverkäufer, Cafes und Restaurants zu finden. Auch ein Fitness First Studio ist in der Fußgängerzone. Am Ende der Fußgängerzone, am Steintor, gibt es auf der einen Seite Kunst an der Straßenbahnhaltestelle und den Rotlichtbezirk an der anderen Seite.

Nicht mehr ganz in der Innenstadt, sondern knapp 2 km entfernt befindet sich der Maschsee. Dieser ist 2,4 km lang und bis 530 m breit. Er wurde von 1934 – 1936 künstlich angelegt und ist am besten über die U-Haltestellen Aegidientorplatz und Altenbekener Damm (je ca. 10 Minuten Fußweg) erreichbar. Auf dem Maschsee sind Segelschif-fe, Linienverkehr-Boote der Üstra (Rundfahrt ca. 50 Minuten, sechs Anlegestellen) und auch Autos auf dem Wasser (eine spezielle Form von Booten) anzutreffen. Auf der einen Maschsee-Seite läuft es sich ruhiger, auf der anderen ist eine Hauptstraße nebenan. Viele Bäume sorgen für Alleecharakter und somit auch schattige Wege.

Weiter südlich liegt Hannover-Laatzen, wo es den Park der Sinne gibt. Der etwa sieben Hektar große Park ist wie ein Talkessel auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie angelegt. Da gibt es zum Beispiel den Treffpunkt am Wasser, einen Teich der von einem Rondell eingerahmt ist. Des Weiteren gibt es einen Barfußpfad im Park, im Sommer ist der Garten der Düfte ein Ort vieler Gerüche. Das Trockental ist eine Mulde, die mit Kalksandsteinblöcken bedeckt sind. An heißen Sommertagen flimmert die Luft vor Wärme, so wird Energie sichtbar gemacht. Dann gibt es noch ein Hecken-Labyrinth, einen Echo-Hof mit geräuscherzeugenden Stationen. Für Kinder interessant ist der Spielwald, ein steiler baumbewachsener Hügel, auf dem Wurzeln und Baumstämme liegen die beklettert werden können. Der Park ist täglich tagsüber geöffnet, der Eintritt ist frei. Es gibt dort auch Gastronomie. Zu erreichen ist der Park mit der Stadtbahn-Linie U1 bis „Park der Sinne“, dann nach links die stadteinwärtige Straße überqueren, dieser kurz folgen und dann führt eine Rampe aufwärts in den Park der Sinne. Wer mit der Stadtbahn-Linie U2 oder der Bahn kommt steigt am Bahnhof Laatzen aus, läuft stadtauswärts und biegt bei der Bahnunterführung wie die U1 nach links ab.

Nördlich der Innenstadt liegen die Herrenhäuser Gärten, eine der schönsten Parkanlagen Europas und gleichzeitig Geschichte der Gartenkunst. Im großen Garten finden sich barocke Ornamente und prächtige Wasserspiele. Im Berg-garten sind botanische Schätze und Schauhäuser mit blühenden Orchideen und exotischen Pflanzen zu entdecken. Der Georgensgarten ist im englischen Stil angelegt. Geöffnet ist er täglich ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, von Mai bis August bis 20 Uhr. Nur der Berggarten kostet 3,50 EUR, kommt der Große Garten hinzu werden 5 EUR fällig. Ende März bis Ende Oktober finden täglich von 11 – 12 und 15 – 17 Uhr (an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen nachmittags bereits ab 14 Uhr) Wasserspiele statt. Gastronomie ist in der Schloßküche Herrenhausen zu finden. Kostenlos zu besuchen ist der öffentliche Georgengarten.

Hannover hat auch einen interessanten Zoo, auf dem man sogar Boot fahren und dabei Tieren ganz nah sein kann. Hier stören keine Glasscheiben und Gitter, Wasser und Steine dienen als Begrenzung. In der Unterwasserwelt kann man Robben und Eisbären beim Planschen zusehen. Die Preise für den Zoo sind im gehobenem Bereich zu finden.

Im Frühjahr finden in Hannover die CeBIT und die Industriemesse „Hannover Messe“ statt, es gibt auch weitere Mes-sen im Jahresverlauf wie die Interschutz. Das Stadtbahnnetz ist im Innenstadtbereich großteils unterirdisch angelegt, teils gibt es große Haltestellenabstände. Die Station Kröpcke wird derzeit umgebaut und ist an Unübersichtlichkeit nicht zu überbieten.

FAZIT
Hannover ist durchaus eine Reise wert und grüner als gedacht. Ich schließe einen neuerlichen Besuch nicht gänzlich aus.

© by Andreas Loy, 13. Juni 2010
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