Gumbala Freizeitbad Gummersbach
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== Prolog ==

Heute will ich mal über ein Schwimmbad berichten, das ich auf meinen Fahrten rund um den Ruhrpott gerne mal als Zwischenstopp wähle.

== Facts ==
Adresse: „Gumbala“, Singerbrinkstraße 31, D-51643 Gummersbach-Oberberg
Region: Nordrhein-Westfalen, Bergisches Land
Typ: Freizeitbad / Sportbad / Familienbad / Wellen-Hallenbad / Saunaland
Eignung: Kinder / Erwachsene / Senioren / Sport / Behinderte / Textilfrei
Motto: Ferien ...das ganze Jahr!
Telefon: (+49) 02261 - 789 796
Fax: (+49) 02261 - 816 376
e-mail: info@gumbala.de, stadtwerke@stadt-gummersbach.de, info@gmfneuried.de
Internet: gumbala.de, stadtwerke-gm.de, gmfneuried.de
Eröffnung: Februar 2003; Umbau Sauna 04.09.2009
Anfahrt: A4 Köln - Olpe bis Gummersbach oder B55 Olpe - Windhagen. Am Stadtrand.

== Gummersbach ==
Mit rund 50.000 Einwohnern ist Gummersbach ein Mittelzentrum im Oberbergischen Land. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts nannten die Einwohner ihre Stadt gerne „Klein-Paris“ oder auch „Lindenstadt“. Durch die Schrecken des 2. Weltkrieges hat das Stadtbild zwar gelitten, doch es hat auch heute noch seine Reize. Sehenswert sind beispielsweise der Oberbergische Dom aus dem 11. Jahrhundert oder die Fußgängerzone mit der „Burg“ und dem Stadtpark. Überregionale Bekanntheit erlangte die Stadt vor allem durch den „VfL Gummersbach“, dessen Handballer seit einem halben Jahrhundert zu den erfolgreichsten der Welt gehören. So wurde der Verein zuletzt 2010 und 2011 zweimal in Folge Europapokalsieger der Pokalsieger. Im Schwimmsport sind die Gummersbacher zwar nicht so erfolgreich, dafür können sie sich aber an einem noch relativ neuen, attraktiven Freizeit-Hallenbad erfreuen - dem „Gumbala“.

== Gumbala? ==
Der Name ging aus einem Wettbewerb hervor und ist die Abkürzung für „GUMmersbacher BAde-LAnd“. Es handelt sich um ein vor rund zehn Jahren neu erbautes Sport- und Erlebnis-Hallenbad mit angeschlossenem Saunaland, das sich großer Beliebtheit erfreut. Vor allem für die Kids ist die Badelandschaft eine feste Größe. Das spiegelt sich auch in einem Gespräch zwischen zwei vielleicht zwölfjährigen Jungs nieder, das ich zufällig in einem Eiscafé in der Innenstadt sitzend mitbekam. Ein Junge mit einer Sporttasche kam vorbei und wurde wohl von einem Kumpel angehalten. Der Dialog: „Hey, Alter! Du Fußball?“ „Nee, Schwimmbad“ „Gumbala?“ „Yolo!“ „Leider geil! Du warte. Ich mit!“. Nicht gerade das, was ich mir unter gehobener Konversation vorstelle, aber die Kids drücken sich heute eben knapp und klar aus...

== Öffnungszeiten ==
Freizeitbad: Mo bis Fr: 08 - 21:30 Uhr
Sa/So/Fei: 09 - 21 Uhr

Saunaland: Mo bis Fr: 10 - 22 Uhr (Mo außer Fei Damensauna)
Sa/So/Fei: 10 - 21 Uhr

== Tarife ==
Freizeitbad: Ermäßigte: 2 € (1 Std.), 3 € (2 Std.), 4 € (3 Std.), 5 € (Tag)
Erwachsene: 4 € (1 Std.), 5 € (2 Std.), 6 € (3 Std.), 7 € (Tag)
Familien: 16 € (Tag)

Sauna + Bad: Ermäßigte: 9,50 € (3 Std.), 11,50 € (Tag)
Erwachsene: 11 € (3 Std.), 13 € (Tag)

Ermäßigte sind Kinder, Schüler, Studenten, Behinderte (ab 80 %). Familien sind 2 Erwachsene + 2 Kinder. Kinder bis 2 Jahre frei. Sonderpreise für Abendsauna (Mo bis Fr ab 18 Uhr), Sommertarif (3 Std. = Tageskarte), Oberberg-Paß und Wertkarten. Stand: 05/13

== Anfahrt ==
Die Anreise mit dem Auto erfolgt über die A4 Köln - Olpe, die A1 Leverkusen - Hagen oder die A45 Dortmund - Siegen. In allen Fällen geht es anschließend noch ein paar Kilometer über Hügel und Täler des Bergischen Landes. Ebenso muss man sich das Stadtgebiet vorstellen. An einer Hangstraße liegt auch das „Gumbala“. Eine Ausschilderung ist zwar vorhanden, aber nicht sonderlich auffällig. Am besten man folgt dem Navi.

Die Parkplätze befinden sich etwa 50 Meter unterhalb des Eingangs. Das Parken ist kostenlos, vielleicht 50 Plätze gibt es im Freien. Man kann außerdem eine Tiefgarage benutzen. Diese befindet sich unter der Sporthalle, die ans Gumbala anschließt. Von hier aus können Gehbehinderte auch einen Aufzug benutzen, der ins Foyer des Gumbala führt. Durch die Zufahrts-Schranke sollte man sich nicht abschrecken lassen. Zwar beträgt die reguläre Park-Gebühr 1 € je Stunde, für Badbesucher ist die Nutzung aber kostenlos.

== Empfang ==
Der Haupteingang befindet sich zur Straße hin und ist über ein paar Treppenstufen zu erreichen. Mitten im großzügigen Foyer steht der Kassentresen, der zumindest bei meinem Besuch von zwei Damen betreut wurde. Auch ein Shop und eine Gastronomie für externe Besucher sind vorhanden. Von einer netten Kassendame erhielt ich ein Chip-Armband und die Erklärung, wie dieses zu benutzen sei. Dann gelangte ich mithilfe des Armbandes durch die Schranke in den ebenerdigen Umkleidebereich. Wer Bademantel oder Tücher vergessen hat, kann sich nicht nur im Shop welche kaufen, sondern sie werden an der Rezeption auch - gegen Gebühr versteht sich - verliehen.

== Umkleiden ==
Zunächst geht es in eine der reichlich vorhandenen Umkleidekabinen, wo man sich erst einmal der Schuhe entledigt. Dann sucht man sich einen der 420 Schränke aus - die freien erkennt man an dem herausstehenden, schwarzen Stift mit senkrecht stehender, grüner Markierung. Zum Abschließen drückt man den Stift bei geschlossener Tür mit dem Chip an und dreht ihn nach links. Aber das hat ja die Kassendame schon erklärt.

Die eigene Schranknummer sollte man sich dabei tunlichst merken, denn ansonsten muss man das Personal bemühen. Zwecks Diebstahl-Sicherheit wird nämlich am Info-Terminal die Schranknummer nicht angezeigt. Also am besten eine Nummer wählen, zu der man einen eigenen Bezug hat, wie z. B. Geburtsdatum oder Hausnummer. Die Spinde gibt es in drei verschiedenen Ausführungen, sie sind aber alle nicht sehr geräumig. Dicke Wintermäntel und große Sporttaschen sollte man hier nicht verstauen wollen.

== Sanitäre Anlagen ==
Durch die ebenfalls behindertenfreundlich ebenerdig angelegten Duschräume - nach Damen und Herren getrennt - gelangt man in die Badelandschaft. Duschen und Toiletten sind hellweiß gekachelt mit einem blauen Streifen oberhalb Kopfhöhe, wo sich die Brauseköpfe befinden. Die Duschen sind in der Temperatur regelbar, so dass sich jeder seine Wunschwärme aussuchen kann. Es sind ausreichend Duschen vorhanden, jeweils zehn für Damen und Herren. Abtrennungen zwischen den Duschen gibt es nicht.

Toiletten gibt es bei den Herren zwei, ebenso wie die Duschräume und die Umkleiden sauber und gepflegt. Hier wuselt durchgehend eine Reinemachefrau herum und so wirkt alles noch wie am Tag der Eröffnung. Schmierereien oder Vandalismus, wie man sie aus manch anderem Bad kennt, scheinen hier unbekannt zu sein. Für die Hygiene gibt es also schon mal einen Pluspunkt. Saunagäste duschen hier übrigens normalerweise nicht, für sie stehen eigene Räume im Obergeschoß bereit.

== Badehalle ==
Eine abgeschrägte Holz-Konstruktion überspannt die Schwimmhalle, wobei mittig - dort wo die Rutsche angelegt ist - eine Glas-Pyramide für natürlichen Lichteinfall sorgt. An drei Seiten ist die Halle zudem von raumhohen Glasfronten begrenzt. Man hat also bei schönem Wetter fast das Gefühl wie im Freien, nur ohne Wind und Stechmücken. Es sind insgesamt sechs Bassins vorhanden, womit nahezu alle Bedürfnisse abgedeckt werden können.

== Schwimmbecken ==
Nicht riesig, aber zum Bahnenschwimmen ausreichend ist das Sportbecken. Es gibt hier vier Bahnen je 25 m Länge bei einer durchgehenden Wassertiefe von 180 cm. Bedingt durch die Beckentiefe ist natürlich keine Sprunganlage vorhanden. Zum Einspringen stehen aber vier Startblöcke zur Verfügung. Während der Woche sind hier vormittags vorwiegend Schulklassen anzutreffen, ab 15 Uhr kann man aber relativ ungestört seine Bahnen ziehen. Wer des Schwimmens noch nicht mächtig ist, der ist im Nichtschwimmerbecken nebenan gut aufgehoben. Jenes ist 100 m² groß, 80 - 135 cm tief (mit Trennseil in der Mitte) und ein paar Grad wärmer als das Schwimmbecken.

== Erlebnisbecken ==
Abenteuerlicher geht es im größten Becken zu, das in der Regel auch am besten frequentiert ist. Hier findet man nämlich diejenigen Attraktionen, die für die Kids am interessantesten sind. Dabei ist vor allem die Reifenrutsche zu erwähnen. Sie befindet sich sozusagen in der Mitte des Raumes unterhalb der Glas-Pyramide. Relativ flott, aber dennoch recht gefahrlos geht es die rote Halfpipe-Rutsche in engen Windungen nach unten. Mit 34 Metern gehört sie zwar nicht zu den längsten Rutschen, doch dafür muss man auch nicht lange anstehen. Der Auslauf ist vom übrigen Becken abgegrenzt.

Ebenfalls beliebt ist der Strömungskanal, der unter der Wasseroberfläche grün gekachelt ist und bei abendlicher Beleuchtung mystisch strahlt. Den Mittelpunkt bildet ein schneckenförmig gerundetes Becken, wo ein großer, roter Ball vor sich hin dümpelt. In regelmäßigen Abständen beginnt sich dieser wie von Geisterhand zu bewegen und erzeugt dabei Wellen. Natürlich ist das keine Zauberei, sondern er wird über ein Kabel, das am Boden befestigt ist, ferngesteuert. Solche Wellenbecken sind allerdings recht selten anzutreffen, weshalb man den ungewöhnlichen Wellengang schon mal erlebt haben sollte. Weitere Attraktionen im 30 °C warmen Erlebnisbecken sind Bodensprudler, Massagedüsen, Schwalldusche, Wasserkanone und Sprudelliegen. So hat man einiges zum Ausprobieren.

== Babybecken ==
Das Spielbecken für die Kleinsten befindet sich neben der Cafeteria. Es ist rund und bunt und etwa 20 bis 30 cm tief. Den Mittelpunkt bildet ein Wasserpilz, weiterhin gibt es eine Minirutsche sowie eine Spritzschlange am Beckenrand. Die Eltern können es sich auf Liegestühlen bequem machen.

== Whirlpools ==
Sehr gerne genutzt werden auch die beiden Sprudelbecken. Sie sind etwas erhöht angelegt und erlauben damit den Blick über das Erlebnisbecken. Schön, dass es hier gleich zwei Jacuzzis gibt, denn damit sitzt man nicht so gedrängt. Die Gäste sind zufrieden und aalen sich teilweise recht lange in den angenehm temperierten Becken. Ich persönlich hätte mir zwar zwei verschiedene Wassertemperaturen gewünscht, doch ist das nachträglich kaum noch umzurüsten.

== Wellness ==
Die beiden Solarien, die man hier bis vor kurzem nach nutzen konnte, wurden zwischenzeitlich stillgelegt. Ich finde das sehr schade, denn es handelte sich um hochwertige Anlagen von Ergoline. Da die Bestimmungen zum Betrieb von Solarien vom Gesetzgeber in den letzten Jahren aber bis ins Lächerliche hinein immer weiter verschärft wurden und sich kein Betreiber eine Schadensersatz-Klage wegen unsachgemäßer Verwendung ans Bein heften möchte, werden die Solarien wohl bald aus allen Schwimmbädern verschwunden sein.

Als Ersatz für die Sonnenbänke hat man allerdings eine Infrarot-Kabine aufgestellt, die für zwei Personen zugelassen und nach außen hin verspiegelt ist. Eine halbe Stunde ungestörtes Wohlfühlen kostet hier 3 €. Direkt nebenan hat man außerdem eine Shiatsu-Massageliege aufgestellt. Eine automatische Rücken-Massage wird mit drei € für eine Viertelstunde verbucht. Eine weitere Massageliege findet man übrigens im Saunaland. Weitere Wellness-Angebote sind allerdings nicht im Angebot, jedenfalls habe ich keine Hinweise auf manuelle Massagen gefunden.

== Gastronomie ==
Bei mir jedenfalls meldet sich nach spätestens zwei Stunden der kleine Hunger. So begab ich mich also zur SB-Cafeteria, die sich zwischen Erlebnisbecken und Kassenbereich befindet. Das Angebot hier ist typisch für ein Familienbad, also vorwiegend Fast-Food für den kleinen Geldbeutel. Ich will mal einen kleinen Auszug aus der Speisekarte geben: belegte Brötchen, Pommes, Hamburger, Schnitzel, Hähnchen-Nuggets, Fischstäbchen, Reibekuchen, Ofenkartoffeln, Frikadellen, Bratwurst, Currywurst.

Die Preise sind erschwinglich. So zahlt man beispielsweise für ein Kindermenü „Hähnchen-Nuggets mit Dip und Pommes“ 3,50 €. Aus meiner Sicht erfreulich, dass es auch Salate gibt, z. B. mit Putenstreifen zu 6,50 €. Das ist dann auch das teuerste Gericht. Heute war mir aber eher nach Ruhrpott-Carpaccio, also Currywurst mit Pommes rot-weiß. Das war nach ein paar Minuten fertig und schmeckte ganz lecker. Letztes Mal hatte ich mir Ofenkartoffel mit Beilagen bestellt, das war auch okay.

Bezahlt wird übrigens auf Chip, d. h. der Betrag wird aufs Armband aufgebucht und beim Verlassen des Bades an der Kasse bezahlt. Essen kann man auch oben auf der Galerie mit schönem Blick über das Bad. Außerdem gibt es ein Sauna-Bistro mit dem gleichen Angebot. Dort sollte man nach Möglichkeit vorbestellen oder in der Zeit kurz nach dem Aufguß, da die Saunakraft auch das Bistro mit bedient. Externe Besucher, die nicht ins Bad wollen, können es sich im Foyer gemütlich machen und dort ebenfalls die ganze Karte genießen, dort natürlich gegen Barzahlung.

== Rauchen ==
Mir als Nichtraucher fehlt die Zigarette nach dem Essen natürlich nicht, andere mögen sie jedoch vermissen. Bislang gab es im Gumbala - das wie alle öffentlichen Gebäude im Innenbereich natürlich Rauchverbot hat - die Möglichkeit ins Freie zu gehen, um dort zu qualmen. Dazu war eine Tür neben den Whirlpools immer nutzbar und es gab öfters Zugluft. Das ist seit April 2013 nicht mehr möglich. Raucher müssen sich ihre Zigarette also für die Dauer des Besuches verkneifen.

== Saunalandschaft ==
Zum Saunaland geht es zwischen den Sanitärblocks direkt von den Umkleiden aus eine Treppe höher. Zunächst muss man natürlich ein Drehkreuz passieren. Auf halber Höhe hat man einen sehr netten Blick auf die Badelandschaft. Man kann aber auch über die Galerie im Badeland zur Sauna gelangen. Beim Durchschreiten der Schranke wird für Badegäste automatisch der Saunatarif aufgebucht. Der ist übrigens recht preisgünstig, denn der Eintritt ins Badeland ist ja stets inkludiert und das Angebot im Saunaland ist recht umfangreich.

Obgleich es fünf Schwitzgelegenheiten gibt, wirkt die Saunalandschaft überschaubar. Den Mittelpunkt bildet ein künstlicher Baum unter einer großen Lichtkuppel, um den herum Fußbecken und Sitzgelegenheiten gruppiert sind. Die vier Finnsaunas fassen jeweils rund 20 bis 30 Gäste, hinzu kommen das Dampfbad und die Ruhebereiche. Die gleichzeitige Kapazität dürfte also bei etwa 70 Personen liegen.

== Sauna-Sanitäranlagen ==
Die Vorreinigungs-Duschräume im Saunaland sind nach Damen und Herren getrennt, wobei es jeweils drei regelbare Brausen und ein WC gibt. Weitere fünf regelbare Brausen und eine kalte Kübeldusche findet man im gemischten Duschbereich am anderen Ende des Raumes. Hier duscht man sich in der Regel nach dem Aufguß ab. Weiterhin findet man an dieser Stelle ein hochgesetztes Schnecken-Tauchbecken mit einer hinterleuchteten Salzziegel-Wand sowie einen erfrischenden Eisschnee-Brunnen.

== Schwitzräume ==
Zum Aufwärmen bin ich zunächst ein paar Minuten in die Bio-Sauna gegangen, die mit etwa 55 °C und rund 50 % Luftfeuchte ein sanftes, längeres Schwitzen ermöglicht. Der Farbwechsler sorgt dabei für immer neue Stimmungen. Nach einem warmen Fußbad besuchte ich dann einen Aufguß in der „Bergischen Stollensauna“. Die Aufgüsse werden hier immer zur vollen Stunde durchgeführt und wenn man nicht ganz oben sitzen möchte, sollte man rechtzeitig da sein. Die Stimmung war gut, der Aufguß mit fruchtigem Aroma angenehm. Drei Aufgußrunden wurden bei „vollem Haus“ gefahren, also vielleicht 25 Mitschwitzern.

Der Aufgußplan ist übrigens neben dem Dampfbad aufgehängt, so dass man sich sein Lieblings-Aroma aussuchen kann. Meine zweite Schwitzrunde startete ich nach dem Schwimmen. Dabei besuchte ich kurz die Bergische Kräutersauna mit trockenen 90 °C. Hier hängt ein Kupferkessel-Verdampfer über dem Ofen und sorgt für eine geringe Luftfeuchte bei angenehmem Geruch. Anschließend wechselte ich zur Salzkristall-Sauna nebenan. Hier machte ich es mir auf der untersten Bank bequem. Bei etwa 70 °C Raumtemperatur und dem angenehm orangefarbenen Licht der von hinten illuminierten Salzziegelsteine war das Schwitzen so angenehm, dass ich fast eingeschlafen wäre. Nach etwa einer halben Stunde verließ ich die Salzkammer dann aber und begab mich nach dem Duschen in den Freilufthof, wo der leichte Nieselregen richtig wohltuend wirkte.

Zum Nachruhen nutzte ich dann aber doch eine bequeme Liege im Ruheraum, wo ich dann wirklich ins Reich der Träume abglitt. Nach dem Essen - siehe Gastronomie - gönnte ich mir eine Rückenmassage auf der Shiatsu-Liege und erkundete ausgiebig die Attraktionen des Erlebnisbeckens. Blieb noch das Dampfbad, das ich mir als Abschluß aufhob. Sehr angenehm ist hier das Raumklima mit 45 °C und voll dampfgesättigter Luft, wobei ein leichter Eukalyptus-Duft zu spüren ist.

Man sitzt in einer runden Schwitzgrotte auf edlen Marmorbänken und unter einem künstlichen Sternenhimmel. Heute hatte ich mir eine Salz-Einreibung ausgesucht. Die Zeremonie wird wohl zweimal täglich durchgeführt und ist sehr gut für die Haut. Danach ist sie nämlich glatt wie ein Kinderpopo. Wirklich empfehlenswert und im Gumbala ohne Aufpreis zu haben. Das wolle ich mal mal positiv vermerken, da in einigen Saunas für das Salz bezahlt werden muss.

== Events und Aktionen ==
Die Aktionsplanung im „Gumbala“ ist recht umfangreich. Mindestens einmal pro Woche stehen besondere Angebote auf dem Plan, z. B. Spiel-Nachmittage, Familientage, Feiertags-Programme, Wettkämpfe und lange Saunanächte. Toll ist beispielsweise die „Duo-Sauna“ (zwei Leute kommen, nur einer zahlt). Im Badeland gibt es außerdem wochentags Kurse wie Aqua-Fitness oder Schwimmen lernen.

== Betreiber ==
Geleitet wird das „Gumbala“ von Beginn an durch die Fa. GMF aus Neuried, die als größter privater Betreiber von Bädern in Deutschland gilt. Laut Bäderkarte auf der Internetseite betreibt die GMF derzeit fünfzehn Freizeitbäder, darunter das „Badeland Wolfsburg“, das „Calypso“ in Saarbrücken und das „AquaPalace“ in Prag. Relativ neu im Portfolio sind die österreichischen Bäder „Alpen-Therme Ehrensberg“, „Asia-Spa Leoben“ und „Narzissenbad Bad Aussee“ sowie das dänische „Swimcenter Randers“.

== Verbesserungs-Möglichkeiten ==
Der Standort setzt Erweiterungs-Wünschen natürlich sehr enge Grenzen. So gibt es nur an einer Seite noch Platz, wobei der Talkessel hier wahrscheinlich noch Naturschutz-Einschränkungen hat. Falls man hier bauen könnte, wünschte ich mir ein warmes Sole-Außenbecken für die totale Entspannung, gerne auch einen richtigen Saunagarten. Machbar dürfte es aber auf jeden Fall sein, hier eine größere Rutsche zu installieren, vielleicht eine X-Tube mit Lichteffekten oder auch eine Wettkampf-Rutsche mit zwei Bahnen und Zeitmessung.

== Fazit ==
Beim „Gumbala“ handelt es sich um ein mittelgroßes Freizeitbad, das gute und preisgünstige Angebote für die ganze Familie bereithält. Auch die Saunalandschaft ist trotz relativ geringer Größe recht interessant. Man kann sich hier wohlfühlen und es sich auch mit mehreren Personen gut gehen lassen, ohne danach ein Riesen-Loch im Portemonnaie zu haben. Sauberkeit, Freundlichkeit und Preise stimmen. Darum von mir vier wellSterne und eine Besuchs-Empfehlung....
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