DE-03149 Forst (Lausitz): Sauna am Waldgürtel

Besuchs-Bericht wellSPAss vom 14. Mai 2011:

Wo findet man die nettesten Försterinnen Ostdeutschlands? Natürlich in Forst, einem historischen Städtchen in der Lausitz. Sehenswert sind hier vor allem der hundertjährige Rosengarten, das Textil-Museum, die Nikolai-Kirche und der Wasserturm. Doch nicht nur für Urlauber, sondern auch für Wellness-Freunde und Gourmets gibt es in Forst einen Geheimtipp: die Freizeit- & Saunawelt Am Waldgürtel.

Das Areal liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Stadtrand. Kostenlose Parkmöglichkeiten sind in ausreichender Zahl vorhanden, über Strafzettel muss man sich also keine Gedanken machen. Man betritt das Gelände durch ein schmiedeeisernes Tor und fühlt sich gleich wie in einem Park. Zur Linken ein Springbrunnen, dahinter ein romantischer Erlebnis-Spielplatz für die Kinder der Gäste. Im Sommer laden bequeme Stühle und Tische zum Verweilen ein. Mächtige Bäume wie Fichte, Lärche, Kiefer oder Birke spenden Schatten.

Mich zieht es aber in das mediterran anmutende Hauptgebäude, wo mir die freundliche Empfangsdame die Wahl zwischen Restaurant, Wellness und Saunaland läßt. Als Saunagast erhalte ich ein Schüsselband mit Schrank-Nummer, wobei bargeldloses Aufbuchen aller Leistungen auf den Schlüssel erfolgt. Den Geldbeutel kann man also getrost im Spind lassen. Nach rechts geht es an den Solarien und externen Toiletten vorbei zu den Umkleideräumen, die nominell nach Damen und Herren getrennt sind. Das sieht man hier aber nicht so eng, so dass sich auch Paare gemeinsam umziehen können.

An die Umkleiden schließen sich weitere Toiletten sowie regelbare Duschen an. Dann gelangt man in einen größeren Raum, von dem einzelne weitere Zimmer abzweigen. Drei davon sind als Schwitzräume ausgelegt. Als sehr angenehm empfand ich die Aufguß-Sauna, in der eine Verdampferschale die Nase verwöhnt. In der Bio-Sauna nebenan erzeugt ein Farbwechsler regelmäßig neue Stimmungen. Dritter im Bunde ist das gekachelte Dampfbad mit wallenden Dampf-schwaden bei milder Temperatur. Weiter geht es zum Abkühlbereich mit Schwallduschen in einer Felslandschaft und einem in den Boden eingelassenen Tauchbecken.

Den vierten Schwitzraum findet man im Garten. Dort steht die neue, geräumige Blockhaus-Sauna im finnischen Stil. Außen geschwärzt, erstrahlt sie innen in honigfarbenem Glanz. Den Bademantel und die Schluppen läßt man im großzügigen Vorraum, dann betritt man durch die Glastür den geräumigen Schwitzraum. Rund 50 Gäste gleichzeitig finden auf den drei gegenüberliegenden Bankreihen Platz. Dazwischen befinden sich zwei schöne Majus-Öfen, die ordentlich Hitze produzieren. Hier finden die Erlebnis-Aufgüsse statt.

Das Aufguß-Erlebnis wird in der Förster Saunalandschaft wirklich in den Vordergrund gestellt. Sage und schreibe vier Saunameisterinnen sind hier als ausgebildete Animateure zertifiziert. Das ist für eine doch recht familiäre Anlage sehr ungewöhnlich und zeigt, dass man das Wohlfühlen in den Vordergrund stellt. Man will den Gästen im Rahmen der gesetzten Möglichkeiten wirklich das Optimum an Entspannung und Erlebnis bieten. Zwei der Sauna-Animateurinnen, nämlich Constanze Labs und Marlies Unger, haben sich sogar für die Aufguß-Weltmeisterschaften für Profis und Sauna-Animateure 2011 in der Therme Obernsees qualifiziert.

Ich besuchte die Sauna am Waldgürtel anläßlich der Sauna-Gladiatorenshow, die hier schon zum wiederholten Male durchgeführt wurde. Organisiert wurde die Show wie immer von Georg Danter von www.insauna.com. Beim der Gladiatoren-Show führten Constanze und Marlies u. a. die neuartigen 3D-Aufgüsse durch. Das Erlebnis kann man mit Worten kaum beschreiben, man muss einfach dabei gewesen sein. Bezeichnend ist, dass sämtliche teilnehmenden Gäste nach den Aufgüssen zu „standing ovations“ auf den Bänken standen und minutenlang klatschten.

Doch auch die anderen Show-Aufgüsse, wie z. B. der Karibik-Aufguß von Nancy Förner, der Runen-Aufguß von Petra Borchers aus Köln oder die Rock-Aufgüsse von Klaus-Peter Dieterich aus Stuttgart kamen beim Publikum super an. Toll war auch der Rosen-Aufguß von Stammgast Heinz und sogar ein Gast-Aufgießer aus dem fernen Linz zeigte seine Künste. Die jüngste Sauna-Expertin Deutschlands, die 12-jährige Tilli Unger aus Forst, führte diesmal zwar keinen Aufguß durch, war aber als fachkundiger Gast anwesend.


Nach dem Aufguß geht es unter die kalte Felsen-Dusche oder ins Schnecken-Tauchbecken. Natürlich gibt es auch wohltemperierte Brausen für die Warmduscher-Fraktion, zu der ich mich zähle. Zwei Ruheräume mit je rund einem Dutzend Liegen laden zum Entspannen zwischen den Saunagängen ein. Hier kann man sich auch aus diversen Magazinen mit Neuigkeiten versorgen oder in Büchern schmökern. Im Sommer stehen zusätzlich mehrere Strandkörbe und Liegestühle im weitläufigen Garten zum Schlummern bereit.

Nach oben geht es zu einem weiteren, kleinen Ruhebereich, einem großen Seminarraum sowie zur Wellness-Abteilung. Wellness wird hier wirklich als solche verstanden. Ich gönnte mir eine halbstündige Pediküre, eine ganze Stunde Ausreinigung des Rückens (den sieht man selbst so schlecht) und danach noch eine halbe Stunde Wohlfühl-Massage. Das Ganze kostete 51 Euro, ein fairer Kurs. Zumindest 20 Minuten Massage zu 12 Euro sollte man sich bei jedem Besuch gönnen, man fühlt sich danach einfach wie neu geboren. Natürlich gibt es auch noch eine ganze Palette weiterer Wellness-Angebote bis hin zu ausgefeilten Kosmetik-Programmen.

So viel Entspannung macht natürlich hungrig. Da traf es sich gut, dass gerade diesmal auch der Gourmet-Test durchgeführt wurde. Daher konnte ich die Küche wirklich ausgiebig auf Herz und Nieren testen. So führte ich mir - über meine zweieinhalb Aufenthaltstage verteilt - folgende Gerichte zu Gemüte:
- Tagliatelle mit Pfifferlingssauce und Putenstückchen
- Putenschnitzel mit Pfirsich und Käse überbacken mit Pommes
- Rumpsteak mit Lausitzer Spargel und Bratkartoffeln
- Spargel-Omelette
- gemischter Salat mit Putenstreifen
- Bananen-Split

Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass wirklich alles frisch gemacht, sehr schön angerichtet und sehr lecker war. Auszusetzen hatte ich: NICHTS. Es gibt sogar eine Kinderkarte und eine Karte mit Speisen der Saison, in diesem Falle Spargel aus dem Spreewald. Wohlgemerkt nicht nur mit einem oder zwei Gerichten. Wer die Speisen- und Getränkekarte durchliest, hat schon eine ganze Zeit damit zu tun und es fällt schwer, sich zu entscheiden. Es gibt wirklich für fast alle Geschmacksrichtungen das Passende, von Salaten und Pasta über Suppen, Pute, Schwein, Rind bis hin zu Fisch. Von meinen Kollegen wurde mir beispielsweise das Zanderfilet sehr empfohlen, leider erst nach dem Essen. Vermisst habe ich lediglich die Hähnchen-Gerichte, denn Huhn gibt es aus Platzgründen momentan leider nicht.

Auch die Getränke-Auswahl ist sehr gut, wenngleich - nach meinem Geschmack - noch nicht perfekt. Gefehlt haben Johannesbeerschorle oder Coca-Cola aus der Kronkorken-Flasche. Mit Softdrinks aus dem Zapfhahn kann ich mich geschmacklich einfach nicht anfreunden.

Am Samstag-Abend gab es dann die Auswertung der Gourmet-Tests, die für alle überraschend ausfiel. Erreicht wurden nämlich 20,33 von 24 möglichen Punkten. Das bedeutet ganze fünf Gourmet-Herzen und damit sogar vor dem Satama-Sauna-Resort in Wendisch Rietz Platz Eins aller bislang getesteten Restaurants in Brandenburg. Eine Auszeichnung, mit der sich Restaurant und Koch wirklich schmücken können, denn eine solch hohe Punktzahl wird selten erreicht.

Nach dem - vollbesetzten - Spass-Aufguß gegen Mitternacht am Samstag-Abend verließ ich die Sauna am Waldgürtel wieder. Zweieinhalb wunderschöne Tage lagen hinter mir. Ich kann das Forster Saunaland wirklich empfehlen. Das Angebot an Schwitzräumen zwar nicht riesig, aber vollkommen ausreichend. Überdurchschnittlich gut sind die Aufgüsse, die Wellness-Angebote und das Restaurant. Die Wellness-Abteilung und die Gastronomie kann man übrigens auch als externer Gast nutzen, man muss dafür nicht in die Sauna. Zudem gibt es auch noch drei Zimmer für Übernachtungen. Es lohnt sich also, auch mal einen Umweg zu machen, um beim Freizeit- und Saunaland Am Waldgürtel vorbeizuschauen.
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