Aquaplex Eisenach
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== wellSPAss hat sich mal wieder naß gemacht... ==

== Stadt ==
Eisenach ist eine idyllische Mittelstadt im Westen Thüringens. Mit dem Namen der Stadt verbindet man Begriffe wie Wartburg, Luther oder Bach. Die Wartburg ist eine fast tausend Jahre alte Festung auf einem Berg nahe der Altstadt. In der heute zum Weltkulturerbe zählenden Burg fand Martin Luther unter dem Namen „Junker Jörg“ ein Jahr lang Unterschlupf vor seinen Häschern. Während dieser Zeit übersetzte er das Alte Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.

Nach der weltbekannten Burg wurde auch das Vorzeige-Auto der ehemaligen DDR benannt, das 35 Jahre lang in Eisenach produziert wurde. Mir persönlich hat ja der Kombi mit Panoramadach sehr gut gefallen. Vielleicht wird ja irgendwann mal eine moderne Retro-Version aufgelegt, die würde bestimmt viele Liebhaber finden. Das Automobilwerk existiert übrigens bereits seit 1896 und gehört damit zu den ältesten der Welt. Heute wird es von Opel betrieben.

Eisenach ist auch die Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach, der als einer der bedeutendsten Komponisten und Orgel-Virtuosen aller Zeiten gilt.

Lohnend ist aber nicht nur der Besuch der Wartburg und des umliegenden Naturparks Thüringer Wald, sondern auch ein Spaziergang durch die Altstadt. Sehenswert sind beispielsweise das spätgotische Rathaus, die Georgenkirche, das Nikolaitor, das Stadtschloß und das Sophienbad. Letzteres stammt aus dem Jahre 1899 und ist schön erhalten, wird aber nicht mehr als Bad genutzt. Als Ersatz dafür erbaute man im Jahre 1965 ein modernes Hallen- und Freibad am Stadtrand.

== Namensgebung ==
Das neue Kombibad wurde nach seiner Lage „an der Katzenaue“ benannt und dieser Name blieb auch bis zum großen Komplett-Umbau im Jahre 2007. Neues Bad - neuer Name. Wie die Wortschöpfung „Aquaplex“ zustande gekommen ist, konnte ich nicht herausfinden - sie hat jedenfalls keinen Bezug zur Lage oder Historie des Bades. Ich persönlich hätte einen anderen Namen gewählt, vielleicht „Wartburgbad“ oder "Bach-Badeland". Immerhin ist „Aquaplex“ aber ein eigenständiger Name und wird sonst von keinem anderen Bad weltweit benutzt.

== Factbox ==
Adresse: „Aquaplex“, Sportpark 4, D-99817 Eisenach
Region: West-Thüringen
Typ: Hallenbad / Sportbad / Freibad / Familienbad / Saunaland
Eignung: Kinder / Erwachsene / Senioren / Sport / Behinderte / Textilfrei
Telefon: (+49) 03691 - 682 314 bzw. 68 23 00
Fax: (+49) 03691 - 77 332
e-mail: info@sportbad-eisenach.de
Internet: www.sportbad-eisenach.de
Eröffnung: Kombibad 1965, Umbau FB Juni 2005, Sauna 30. Juni 2007, HFzB 11. Oktober 2007

== Öffnungszeiten ==
Hallenbad:
Di bis Do: 13 - 22 Uhr (Ferien: 10 - 22 Uhr; Mo stets geschlossen)
Fr: 13 - 21 Uhr (alle 14 Tage: 13 - 23 Uhr; Ferien: 10 - 21 Uhr)
Sa: 10 - 23 Uhr (alle 14 Tage: 11 - 23 Uhr; Ferien: 10 - 23 Uhr)
So: 10 - 20 Uhr

Saunaland:
Mo bis Do: 13 - 22 Uhr (gemischt)
Fr: 13 - 23 Uhr (gemischt)
Sa: 10 - 23 Uhr (gemischt)
So/Fei: 10 - 20 Uhr (gemischt)

Freibad:
Täglich: 09 - 20 Uhr (Mai bis September, dann HB geschlossen)

Massagen:
Mo bis Do: 16.15 - 18.35 Uhr
Fr/Sa: 16.15 - 20.35 Uhr
So: 13.15 - 18.35 Uhr

Hallenbad und Freibad sind abwechselnd geöffnet. FB-Saison Mai bis September. Do Frühbaden 06.15 - 07.45 Uhr.

== Eintrittspreise ==
Hallenbad:
6 - 15 Jahre: 2,50 € (1 ½ Std.), 4,20 € (Tag)
Ermäßigte: 3 € (1 ½ Std.), 5 € (Tag)
Erwachsene: 3,50 € (1 ½ Std.), 5,50 € (Tag)
Familien: 9,50 € (1 ½ Std.), 15,20 € (Tag)

Saunaland:
6 - 15 Jahre: 7,50 € (3 Std.), 10,50 € (Tag)
Ermäßigte: 11 € (3 Std.), 14 € (Tag)
Erwachsene: 13,50 € (3 Std.), 16,50 € (Tag)

Freibad:
Ermäßigte: 2 € (1 ¼ Std.), 2,50 € (Tag)
Erwachsene: 2 € (1 ¼ Std.), 3,50 € (Tag)
Familien: 9,50 € (Tag)

Ermäßigte sind Jugendliche 16 - 17 Jahre, Schüler, Studenten, BFW, Stadtpaß, Behinderte (ab 50 %). Sonderpreise für Mehrfach-, Gruppen- und Wertkarten sowie Abendkarten FB (ab 17 Uhr, Erw. = 2,50 €). Kinder unter 6 Jahren frei. Zeitgutschriften bei Nutzung von Massage und Gastronomie. Familien angenommen 2 Erw. + 2 Kinder. Stand: 06/13

== Anfahrt ==
Die Anreise erfolgt über die A4 Kirchheimer Dreieck - Jena bis Abfahrt Eisenach West, dann B19 Richtung Stadtmitte. Das Bad ist direkt neben dem „Sportzentrum in der Katzenaue“ und dem Wartburg-Stadion gelegen. Die alte Straßenbezeichnung „In der Katzenaue“ sollte man ins Navi besser nicht eingeben, da es eine gleichnamige, andere Straße in einiger Entfernung gibt, die aber nicht zum Bad führt. Direkt vorm Bad gibt es einen großen, kostenlosen Parkplatz.

== Empfang / Umkleiden ==
Die Kasse ist personenbesetzt. Von der Kassendame erhält man einen Chip, mit dem man die Drehkreuze passiert. Das Hallenbad ist links angeordnet, die Umkleiden dazu gegenüber. Hier ziehen sich auch die Freibad-Gäste um. Zu den Sauna-Umkleiden geht man zunächst etwa 30 m geradeaus Richtung Freibad, dann links und durch die Sauna-Schranke, dann nach unten.

Es herrscht freie Schrankwahl. Die Schränke in hellem Holz-Design sind in L-Form angeordnet, also nicht üppig groß, aber man kann darin auch einen Mantel aufhängen. Es sind ausreichend Schränke vorhanden (jeweils ca. 150 für Hallenbad und Sauna). Alles ist sauber und funktionsfähig, Beschädigungen habe ich keine festgestellt. Nach Einwurf einer Zwei-Euro-Pfandmünze kann man den Schlüssel abziehen. Der Coin wird im Schlüsselband eingesteckt.

== Duschen / Sanitär ==
Es gibt getrennte Vorreinigungs-Räume für Damen und Herren, die jeweils recht großzügig wirken. Bei den Herren sind die vier regelbaren Brausen in hellblauem Mosaik-Design gestaltet, bei den Damen gibt es das Gleiche in zartgelb. Das sieht sehr ansprechend aus. Jede Dusche ist einzeln ausgeführt. Hier hat man sich richtig Mühe gegeben, eine individuelle Atmosphäre zu schaffen. Die Toiletten sind jeweils an die Duschräume angegliedert. Auch hier alles topgepflegt, wie in einem besseren Hotel.

Es gibt natürlich auch gemischte Duschbereiche, die verschiedene Möglich-keiten zum Abbrausen bieten, z. B. Rundumdusche oder Kübeldusche. Die Duschen sind hier als Schnecke ausgeführt, also von außen nicht einsehbar. Auch hier ist die Kachelung mit kleinformatigen Mosaiken ausgeführt, diesmal in Grün. Im Saunagarten sind weitere Duschen zu finden, außerdem noch ein sehr schöner Brausebereich im großen Blockhaus.

== Innensaunas ==
Schwitzen wie die alten Römer - das war wohl die Intention des Architekten für den Sauna-Innenbereich. Nachdem man die Wendeltreppe oder den Aufzug hinunter geglitten ist, befindet man sich in einer fast kreisrunden Arena, wobei sich die Duschen und Schwitzräume entlang der Wand aufreihen. Die antiken Baumeister bevorzugten für ihre Wellness-Sessions gekachelte Steinbäder und Dampfräume in verschiedenen Temperaturstufen. So ist es auch im „Aquaplex“.

== Dampfkammer ==
Am besten beginnt man im Dampfbad. Schon beim Öffnen der Glastür wallen dem Gast die Dampfschwaden entgegen. Das bedeutet voll wassergesättigte Luft. Bei Temperaturen von rund 45 °C kommt man relativ schnell ins Schwitzen. Die Atmosphäre ist mystisch, relativ dunkel mit bläulichen Spotlights, wobei zwei Salzkristall-Lampen in Wandnischen zusätzlich warmes Licht spenden. Der kreisrunde Raum fasst etwa ein Dutzend Gäste, wobei ein angestrahlter Brunnen das Zentrum bildet. Zum Liegen sind ist die gekachelte, warme Steinbank eher weniger geeignet, aber mit den Füßen auf dem unteren Brunnenring sitzt es sich recht bequem.

== Laconium ==
Schon bei den Spartanern war das Laconium die bevorzugte Art zu schwitzen, von den Römern wurde es später in leicht abgewandelter Form als „Sudatorium“ übernommen. Die beheizte, cremefarbene Rundbank ist leicht körpergeformt. Den Mittelpunkt des Raumes bildet hier ebenfalls ein kleiner Brunnen, der von einer Kugel gekrönt wird. Ein künstlicher Sternenhimmel überspannt das Ganze.

== Tepidarium ==
Vom lateinischen Wort „tepidus“ (etwa mit "lauwarm" zu übersetzen) ist der Name dieses Raumes abgeleitet. Nach den beiden Schwitzgängen, die ja in der Regel etwas länger dauern, geht es erst mal ausgiebig unter die erfrischende Dusche. Auch eine kurze Rast bei den fußwärmenden Becken ist kein Fehler. Danach sollte es aber ins Tepidarium gehen. Hier entspannt man sich auf traditionell römische Art auf einer warmen Steinliege. Man räkelt sich hier gerne bei etwa 50 bis 60 °C und relativ niedriger Luftfeuchte. So zu sehen beispielsweise auf einem Bild von Lawrence Alma-Tadema, das allerdings romantisierend lange nach der Römerzeit entstand. In der Antike schabte man sich gerne mit einer Strigilis die Haut und salbte sie anschließend. Der Körperpflege dieser Art dient das Tepidarium im Aquaplex aus Hygienegründen zwar nicht, aber der Aufenthalt hier ist sehr angenehm.

== Saunagarten ==
Eine Treppe nach oben, dann öffnet sich der weite Saunagarten dem Blick. Die Außenfläche ist rund 10.000 m² groß, von alten Bäumen umrahmt und mit dem Blick auf die umgebenden Berge. Den Mittelpunkt des Gartens bildet ein rundes Entspannungsbecken, davor ein Kneipp-Tretbecken. Links stehen zwei Blockhäuser, ein weiteres, wesentlich größeres bildet den Abschluß des Gartens.

== Blocksaunas ==
Zunächst ließ ich mal die beiden naheliegendsten Schwitzhütten links liegen und stürzte mich in einen Aufguß. Dieser fand im hinteren Blockhaus statt - das wohl größte, das ich bislang gesehen habe. Die aus finnischer Polarkiefer gefertigte Hütte hat wirklich die Dimension eines Mehrfamilienhauses. Die Quadratmeterzahl habe ich zwar nicht ausgemessen, doch sie dürfte bei rund 350 liegen, verteilt auf zwei Etagen. Die beiden anderen Blockhütten haben hingegen eine gewohnte Größe.

== Aufgußsauna ==
Durch einen Windfang geht es also in die Riesen-Blockhütte, dann weiter nach links zur Aufgußsauna. Ein Zentralofen beherrscht den Raum. Um ihn herum steigen drei Sitzreihen auf. Sehr hübsch ist die hinterleuchtete Salzkristall-Wand, die eine gemütliche Atmosphäre zaubert. Gut 50 Personen finden hier Platz, so dass auch bei gutem Betrieb meist noch ein Plätzchen zu finden ist. Ganz oben sollten sich aber nur Sauna-Profis niederlassen, denn auch bei nominell „nur“ 85 °C Raumtemperatur wird einem hier beim Aufguß sehr heiß.

Ich saß oben, weil ich aus dem Fenster schauen wollte, und mir war wirklich alles andere als kalt. Die Aufgüsse finden übrigens immer zur vollen Stunde hier statt und die Ausführung kann ich als professionell bezeichnen. Der Saunameister stellte sich kurz vor, nannte den Duft, erklärte den Ablauf und wedelte wirklich gut.

== Sanarium ==
Am anderen Ende des Blockhauses befindet sich die Soft-Sauna. Nach einem ausgiebigen Erholungs-Gang durch den Saunagarten beherzigte ich natürlich auch hier den an allen Saunatüren zu findenden Ratschlag „Bitte ohne Schlappen in die Sauna tappen“ und machte es mir diesmal auf der untersten, recht breiten Sitzstufe bequem.

Sehr moderate 45 bis 55 °C Raumtemperatur machen den Aufenthalt hier sehr entspannend. Auch hier ist durch zwei Fenster der Blick in den Garten möglich, doch ich verzichtete diesmal und ließ mich vom wechselnden Farblicht einlullen. Beinahe wäre ich ja eingeschlafen, doch mein quirliger Sohnemann sorgte schon nach ein paar Minuten dafür, dass es mit der Ruhe zu Ende war. Er mußte mir nämlich vorführen, wie lange er doch im eiskalten, hölzernenTauchkübel im Vorraum tauchen konnte. Das sind eben die Wonnen eines Vaters...

== Ruhebereiche ==
Frisch geduscht (sehr schöne Duschnischen auch hier im Saunahaus) stieg ich die Treppe nach oben. Hier gibt es drei Räume, wobei der mittlere offen ist und eher der Kommunikation dient. Links und rechts allerdings gibt es durch Türen abgetrennte Schlafräume mit jeweils mehr als einem Dutzend Liegestühlen. So richtig zum rustikalen Stil passend fand ich die stoffbespannten, weißen Liegen zwar nicht, doch immerhin waren sie bequem.

Weitere Liegestühle findet man auf einer Terrasse im Obergeschoß des Haupthauses, dort mit großen Leinensegeln gegen allzu starke Bestrahlung durch Mutter Sonne geschützt und mit schönem Blick auf die Wartburg. Im Sommer kann man es sich auch im Garten beim hüllenlosen Sonnen sehr bequem machen. Dafür stehen außer einer sichtgeschützten Wiese auch weitere Liegen bereit.

== Erdsauna ==
Nahezu Siede-Temperatur herrscht in der halb in die Erde gesetzten Außensauna. Optisch markanter Sichtfang ist hier der holzbefeuerte Kaminofen, auf den bereits die vor dem Eingang aufgeschichteten Buchenscheite hinweisen. Bei 95 °C kommt man hier sehr schnell ins Schwitzen. Dabei herrscht aber eine sehr geringe Luftfeuchte, womit man die Hitze sehr gut aushalten kann. Auf drei Höhen sitzt man sich gegenüber, wobei etwa 40 Personen Platz finden.

== Salzsauna ==
Mein erklärter Lieblingsort im Aquaplex ist die kleinste Kelo-Sauna. Im Vorraum kann man seinen Bademantel abhängen und dann findet man sich in einer angenehm schummrigen Grotte wieder. Die Innenwand links und rechts des Ofens ist mit grob behauenen Salzsteinen aus dem Punjab-Gebirge verkleidet. Sporadisch sind dabei mehrere Steine von innen beleuchtet, was eine sehr interessante Atmosphäre schafft. Dabei herrschen angenehm milde 45 °C Luft-temperatur. Richtig kuschelig.

== Kneippen ==
Natürlich gibt es im Saunaland des Aquaplex auch verschiedene Möglichkeiten der Abkühlung. Sehr empfehlenswert ist der Storchengang durch das Tretbecken nach Art des Pfarrers Kneipp. Hier bekomme ich doch gerne mal kalte Füße. Danach hat es mich aber gleich ins runde Entspannungsbecken in der Mitte des Gartens gezogen. In dem etwa 20 m² großen Bassin liegt die Wassertemperatur bei 30 °C. Richtig kuschelwarm ist das zwar nicht, doch nach dem Kneippgang sehr angenehm.

== Gastronomie ==
Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoß des Saunahauses. Neben der Sauna wird von der Küche auch das Hallenbad mit versorgt. Die Atmosphäre ist gemütlich, alles ist überschaubar. Es gibt Speisekarten auf den Tischen und wir wurden nach kurzer Zeit persönlich bedient. Die Auswahl der Speisen ist gut und es gibt außer den schwimmbad-typischen Fastfood-Gerichten auch gesündere Angebote.

Meine Frau und ich genehmigten sich jeweils einen Salatteller mit gebratenen Putenbrust-Streifen, mein Sohn hatte Currywurst mit Pommes. Alles wurde recht fix zubereitet und war frisch und schmackhaft. Bezahlt wurde bargeldlos über den Chip-Coin - alles ohne Probleme und zu unserer Zufriedenheit. Für die Zeit des Aufenthalts in der Gastronomie gibt es übrigens lobenswerterweise eine Zeitgutschrift, man darf also ohne Aufzahlung länger bleiben. So etwas sollte in jedem Schwimmbad eingeführt werden, dann würden auch die Umsätze der Küche nach oben gehen.

== Hallenbad ==
Die Schwimmhalle stammt zwar noch aus dem Erstbestand, jedoch wurde sie vor ein paar Jahren komplett renoviert. Daher präsentiert sie sich ebenfalls fast wie neu. Allerdings dient sie hauptsächlich der Grundversorgung des Schul- und Vereinssports, also dem reinen Schwimmen. Der Fokus liegt also auf dem Sportbecken, wobei außerdem noch ein Lehrbecken und ein rundes Planschbecken vorhanden sind.

Fünf Bahnen je 25 m Länge sind vorhanden, die Beckentiefe beträgt dabei durchgehend 200 cm. Wer einfach nur seine Bahnen schwimmen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Sozusagen ideal, um Schwimmstil und Zeiten zu optimieren. Ich konnte hier meine persönliche Bestleistung über 100 Meter Freistil auf 49,47 Sekunden verbessern. Nein, Quatsch, nach 50 Metern musste ich wegen völliger Erschöpfung aufgeben. Aber immerhin diese zwei Bahnen habe ich in gut fünf Minuten geschafft. Natürlich sind aber Schwimmkurse für Anfänger und Fortgeschrittene im Angebot und ich überlege ja, mal wieder einen zu nehmen - den für Anfänger.

Elemente von Spaß- oder Thermalbädern gibt es in der Schwimmhalle leider nicht. Mir persönlich hätte nach dem anstrengenden Schwimmen eine mehrstündige Pause in einem Hot-Whirlpool sicherlich gut getan, aber ich bin dann ersatzweise wieder in die Sauna gegangen. Man kann es sich jedoch neben den Becken auf Liegestühlen bequem machen, was vor allem von jungen Müttern gerne in Anspruch genommen wird. Für die Kiddies sollte man vielleicht Wasserspielzeug mitbringen, denn außer einem Mini-Wasserpilz in der Mitte der rund vier Meter durchmessenden Plansche sind mir keine Beschäftigungs-Möglichkeiten aufgefallen. Immerhin sorgt aber eine Unterwasser-Farbwechselanlage für immer neue Eindrücke.

== Freibad ==
Da das Sommerbad zum Zeitpunkt unseres Besuches noch nicht geöffnet war, konnten wir dort leider keine persönlichen Eindrücke sammeln. Allerdings durfte ich auf meine Bitte hin zusammen mit einem Bademeister mal kurz durchlaufen, als noch die Saison-Vorbereitung lief. Ein paar Leute waren mit emsigem Schrubben beschäftigt, um die komplett aus Edelstahl gefertigten Becken nach dem langen Winter auf Hochglanz zu bringen. Das teure Material wird ja bei neuen Außenbecken gerne verwendet, da es auch noch nach Jahrzehnten wie neu ist und es Frostschäden zu befürchten sind. Um abgeplatzte Fliesen muss man sich hier also nie kümmern.

Auch die Halfpipe-Rutsche ist aus Edelstahl gefertigt, wodurch ein durchgehend fugenfreies Rutschvergnügen gesichert ist. In der Mitte der Beckenlandschaft befindet sich der Aufsichtsturm. Aus drei Metern Höhe kann man das Badegeschehen sicherlich entspannt verfolgen.

Aber nun zu den Attraktionen. Sportler wird es besonders freuen, dass es hier ein 50-m-Schwimmbecken mit sechs Bahnen gibt. Auch eine Sprunganlage mit 1-m-Brett und 3-m-Plattform ist vorhanden. In diesem Beckenbereich ist auch das Tauchen bis ca. 350 cm Tiefe möglich - natürlich aus Sicherheitsgründen nur dann, wenn die Sprunganlage gerade nicht in Betrieb ist. Die Wasserrutsche habe ich ja bereits erwähnt. Sie schlängelt sich über eine Länge von ca. 30 Metern, was eine schnelle Rutschfolge ermöglicht. Auch bei starkem Betrieb wird man also nicht lange anstehen müssen. Viel Spaß kann man auch im Erlebnisbecken haben. Hier gibt es Sprudelliegen, Wasserpilz, Schwalldusche und Massagedüsen. Wenn es der Betrieb zulässt, können Anfänger hier auch 20-m-Kurzbahnen schwimmen.

Schließlich gibt es auch noch eine Liegewiese, die etwa zwei Fußballfelder groß ist. Hier findet man einen Spielplatz und ein Spielschiff für die Trocken-Beschäftigung der Kiddies. Neben einem Volleyball-Feld gibt es außerdem noch eine Minigolf-Anlage und natürlich auch einen Kiosk. Ideale Voraussetzungen also für einen abwechslungsreichen und zudem noch preisgünstigen Familien-Ausflug. Weniger als zehn € für die Tageskarte mit einer vierköpfigen Familie ist ein faires Angebot und damit definitiv eine Empfehlung.

== Betreiber ==
Nachdem ein erster privater Betreiber schon nach kurzer Zeit das Feld räumen mußte, wird das „Aquaplex“ seither von der Betreibergesellschaft GMF gemanagt. Das merkt man bei der Professionalität im Service, an der Freundlichkeit des Personals, der Sauberkeit und den angebotenen Aktionen. Hier hebt man sich vom Standard der meisten kommunal geführten Bäder deutlich positiv ab.

== Fazit ==
Wir haben uns im „Aquaplex“ sehr wohl gefühlt, wobei sich unser Besuch aber saisonbedingt hauptsächlich auf die Sauna konzentrierte. Für meinen zehnjährigen Sohn war es nach drei Stunden nicht mehr so interessant, er wäre halt gerne auch gerutscht. Familien finden daher insbesondere im Sommer ideale Besuchs-Voraussetzungen. Wer Entspannung sucht und vielleicht auch etwas für die Gesundheit tun möchte, ist im „Aquaplex“ aber zu jeder Jahreszeit bestens aufgehoben. Vor allem die Saunalandschaft ist eine absolute Besuchs-Empfehlung wert. Von mir daher vier wellSterne.
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