DE-27472 Cuxhaven: Leo´s Käptn Cux Hafen
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== Spiel ahoi! ==
Cuxhaven ist bekannt als Deutschlands beliebtester Kurort an der Nordsee. Die Stadt zwischen Elbe, Weser und Wat-tenmeer lockt jährlich über 3 Millionen Urlauber an. Die wollen natürlich auch etwas geboten bekommen. Sehenswürdigkeiten hat das Städtchen jede Menge zu bieten, z. B. das Wellenhallenbad Ahoi, das Schloß Ritzebüttel oder das Wrack-Museum. Für Familien mit abenteuerlustigen Kindern empfiehlt sich außerdem das Spielhaus „Leo´s Käptn Cux Hafen“. Bei uns im Norden nennt man die ganzjährig geöffneten Kinder-Oasen auch „Spielscheune“.

== Anfahrt ==
Wer kein Navi hat, wird es schwer haben, das Spielhaus zu finden. Ein guter Orientierungspunkt ist der weithin sichtbare Fernmeldeturm, der zuverlässig den Weg zeigt. Hinweisschilder gibt es nämlich erst in unmittelbarer Nähe des Spielhau-ses. Es liegt jedoch nur etwa 100 Meter vom Turm entfernt in einer kleinen Seitenstraße in einem Industriegebiet. Direkt vorm Haus befinden sich über 100 Parkplätze, kostenlos und streßfrei.

== Eintritt ==
An der Kasse zahlt man 4,90 € für Kinder bzw. 2,90 € für Erwachsene. Der Preis geht okay, wenngleich es im benachbarten Otterndorf billiger ist. Am Wochenende wird nochmals ein Zuschlag von einem € pro Person fällig, was den Spaß doch etwas teuer macht. Eine Familienkarte für 2 Erwachsene + 2 Kinder schlägt mit 19 € zu Buche. Wer ab und zu mal raus möchte - was empfehlenswert ist, z. B. um am Auto etwas zu trinken oder zu essen oder einfach mal dem Lärm zu entfliehen - der sollte sich beim Eintritt gleich am Handgelenk abstempeln lassen. Außerdem kann man sich ein Schließfach nehmen, um dort Jacke und Schuhe zu deponieren. Das ist kostenlos gegen einen Ausweis als Pfand. Also Schuhe aus und rein...

== Erster Eindruck ==
Es handelt sich um eine Lagerhalle, wahrscheinlich aus den 1990er Jahren. Eine Wellblech-Dachkonstruktion in ca. vier Metern Höhe wird von durchlaufenden Stahlträgern gestützt, so dass eine freie Grundfläche von vielleicht 2.000 m² bereitsteht. Wir waren an einem Samstag im Januar da, draußen war es sonnig, aber eiskalt und darum war es sehr voll in der Halle. Nahezu alle Sitzplätze, wovon etwa 150 vorhanden sind, waren durch Kindergeburtstage besetzt. Die Gästezahl schätze ich mal auf mindestens 200 gleichzeitig.

== Groß-Spielgeräte ==
Ein beträchtlicher Teil der Halle, vielleicht 500 m², wird von den Klettergerüsten eingenommen. Hier können sich die Kids richtig austoben. Für Erwachsene ist das Beklettern des Stahlgerüstes allerdings äußerst mühsam, da wirklich alle Höhen für Kinder ausgelegt sind und man schon sehr gelenkig sein muss, um durch das Labyrinth zu kommen. Den Kindern ab ca. 3 Jahren macht das aber einen Riesenspaß und die Sache ist auch ziemlich ungefährlich. Zwischendrin gibt es auch einen Bälle-Pool für die ganz Kleinen und eine kurze Breitrutsche. Weiterhin gibt es einen kleinen Fuß-ballplatz mit zwei Toren, rundum auch nach oben mit Netzen gesichert. Zwei Gummi-Hüpfburgen für die Kleinsten runden das Angebot ab. Mehr ist an Großgeräten aber auch nicht vorhanden.

== Klein-Spielgeräte ==
Eigentlich waren wir vor allem zum Billard-Spielen gekommen. Dafür hatte ich extra im Internet nachgesehen, ob hier Billard im Angebot ist. Laut Website ein Ja, doch in Wirklichkeit ist kein Pool-Gerät vorhanden. Sehr ärgerlich. Es gibt aber zwei Tischtennis-Platten (Schlägerverleih gegen Pfand), zwei Tisch-Kicker (ziemlich primitiv, aber kostenlos), zwei Air-Hockeys (50 Cent) und ein paar Spielautomaten. Weiterhin kann man mit dem Mini-Bagger baggern (50 Cent). Nicht wirklich berauschend, aber eigentlich ausreichend.

== Gastronomie ==
Der Großteil der Halle wird von den Tischen eingenommen, die wie gesagt vor allem am Wochenende sehr stark von Kindergeburtstagen genutzt werden. Das Angebot der SB-Cafeteria beschränkt sich auf die typischen Familiengerichte wie Pommes oder Würstchen und diverse Softdrinks sowie jede Menge Süßigkeiten. Wer als Erwachsener etwas „Richtiges“ essen möchte, und sei es nur ein gesunder Salat, der wird enttäuscht sein. Es ist aber auch nicht erwünscht, eigene Speisen und Getränke mitzubringen. Das ist einerseits ja verständlich, da bestimmt die Hälfte des Umsatzes über die Gastronomie erwirtschaftet wird, doch andererseits für den Gast auch unbefriedigend.

== Sauberkeit ==
Wie es zu Betriebsbeginn hier aussieht, kann ich nicht sagen, da wir erst gegen Nachmittag hier ankamen. Wahr-scheinlich ist dann alles frisch gesäubert. Gegen 15 Uhr konnte man von Ordnung und Sauberkeit allerdings nicht mehr viel entdecken. Die Tische werden - wenn überhaupt - von den Gästen selbst abgeräumt, gewischt wird zwischendurch offenbar nicht. Auf dem Boden dann die Hinterlassenschaften der Kinder-Gelage. Natürlich fliegen auch überall die kleinen Bälle herum. Also sauber ist wirklich etwas Anderes, doch hier leistet man sich wohl aus Kostengründen keine Reinemachefrau während des Betriebes.

== Atmosphäre ==
Mit den Wänden hat man sich Mühe gegeben, sie sind mit dicken Folien abgehängt, die Schiffsmotive und Küstenge-gend zeigen. Wirklich ganz nett gemacht. Die Bodenbeläge wechseln zwischen Laminat und teilweise recht ver-brauchtem Teppichboden, wobei ein Teil auch blanker Beton ist. Das sieht nicht allzu schön aus. Auch die Decke mit ihren billigen Neonleuchten macht nicht den allerbesten Eindruck. Entsprechend sind auch die Lichtverhältnisse. Zwar gibt es an zwei Seiten eine Glasfront, wie bei einem Autohaus, doch allzu viel Tageslicht kommt da nicht rein. Gegen Abend wird es dann ziemlich schummrig. Weiterhin ist es zumindest im Winter hier ziemlich kalt. Das kommt daher, dass die Eingangstür keine Luftschleuse hat und bei jedem Öffnen kalte Luft reinströmt. Wer sich also nicht viel bewegt - wie die Erwachsenen an den Tischen -, der sollte sich dick anziehen. Zudem ist es hier höllisch laut, was bis zu Taubheitsgefühlen gehen kann. Die Kinder haben ja offensichtlich viel Spaß und schreien, was das Zeug hält. Lärmschutz-Maßnahmen gibt es keine. Von daher empfehlen sich für Erwachsene schon dicke Kopfhörer oder Ovopax...

== Toiletten ==
Sehr positiv sind mir die Toiletten aufgefallen. Bei den Herren gibt es vier WCs und sieben Pissoirs (verschiedene Höhen) sowie zwei Waschtische. Alles topsauber, wird sicher öfter gereinigt. Ein WC war allerdings als defekt abge-schlossen. Naja. Bei den Damen habe ich nicht geschaut, doch dort gibt es sicherlich auch mindestens vier WCs.

== Website / Prospekte ==
Das Marketing im Leo´s ist ziemlich schwach. Es existiert zwar eine Website, doch die wird offensichtlich nicht gepflegt und ist auch stümperhaft aufgebaut. Schön bunt, doch die Infos stimmen einfach nicht. Prospekte gibt es gleich gar keine. An Außenwerbung habe ich auch nichts gesehen. Offenbar braucht der Laden keine Werbung...

== Fazit ==
Der Besuch hat meinem Sohn sichtlich Spaß gemacht, wobei er vor allem mit Fußball beschäftigt war. Der kleine Gummiball ist zwar zum Kicken ziemlich ungeeignet und das Spielfeld ist winzig, aber für kleinere Kinder reicht es. Ich habe vor allem das angekündigte Billard vermißt, da ich mich aufs Spielen mit meinem Sohn gefreut hatte. Außerdem fand ich die Auswahl an Spielgeräten als ziemlich schwach. Da könnte man wirklich wesentlich mehr machen. Der Platz ist nicht annähernd ausgenutzt. Für die ganz Kleinen habe ich einen Sandplatz und große Legosteine vermißt. Die Größeren würden sich über Elektro-Autos, Großrutsche oder Trampoline freuen. Alles Fehlanzeige. Auch die Gastro läßt mit dem Angebot zu wünschen übrig. Von daher nur drei von fünf Sternen von mir.

© by familand.de / wellSPAss, 17. Januar 2013
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