Bädertour Thermen in Ober-Österreich 2012
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Die Besichtigungsreise des Österreichischen Bäderverbandes fand in 2012 wiederum am Vortag des Bä-der-Kongresses statt. Startpunkt war das Messegelände in Wels. Mit etwa 25 Teilnehmern unter Leitung von Kurt J. Bruk vom Österreichischen Bäderverband ging es bei strahlendem Sonnenschein zunächst nach Linz. Am dortigen Hummelhofbad wurde die Gruppe vom Technischen Leiter der Linzer Bäderbetriebe, Herrn Ing. Thomas Lettner erwartet, der auch die kompetente Führung vornahm.

Das Waldbad Hummelhof wurde ursprünglich im Jahre 1958 als Freibad eröffnet. 1973 kam ein Hallen-bad hinzu. Nach Sanierungen in den Jahren 1978 und 1993 erhielt das Kombibad mit einem Komplett-Umbau im Jahre 2006 eine Erweiterung und neue Positionierung als Wellness-Oase. Eine vorgesetzte Glasfassade und neue Anbauten sorgen für mehr Transparenz und eine Leichtigkeit des Baukörpers. Da-bei wurde beim Umbau darauf geachtet, dass möglichst viele Stilelemente aus dem Altbau übernommen wurden. Durch den weitgehenden Verzicht auf Pflanzen und Wandschmuck wirkt der Sportbereich allerdings auch stellenweise sehr technisch. Zum Ausgleich gibt es Wohlfühl-Temperaturen im Wellnessbereich und ein ganzes Dutzend Schwitzräume. Diese teilen sich in zwei Textil-Warmbäder und weitere zehn Saunas in den drei textilfreien Bereichen (Damen / Herren / gemischt) auf. Vor allem die Saunalandschaft wird von 80.000 Jahresgästen sehr gut angenommen, doch auch der Sole- und Wellnessbereich, das Erlebnis-Freibad mit Großrutsche und der Sportbereich erfreuen sich guter Besucherzahlen.

Zweite Station war die Therme Mediterrana im EurothermenResort Bad Hall, die 1975 gebaut und 2008 revitalisiert wurde. Die Führung erfolgte sehr interessant und kompetent durch Betriebsleiter Ernst Salzin-ger. Nach der Übernahme durch die OÖ Thermenholding GmbH wurde das Bad bis Ende 2008 im mediterranen Stil mit marokkanischen, griechischen und römischen Elementen umgestaltet. Mit einer warmen Farbgebung in Ocker- und Brauntönen, vielen liebevollen Details und dem warmen Heilwasser (Jod-Sole) strahlt die Therme eine große Anziehungskraft aus. Für die Neugestaltung des Heilbades sowie dem Kur-hotel Vitana mit dem Gesundheitszentrum Physikarium und dem 4-Sterne-Hotel Miraverde wurden von der oberösterreichischen Thermenholding insgesamt 27,25 Mio. € investiert. Damit konnten auch 250 Arbeitsplätze gesichert werden. Seit der Umstrukturierung kommt das gesamte EurothermenResort Bad Hall ohne Landeszuschüsse aus und macht jährlich steigende Gewinne, die für die Rückzahlung von Investitionskosten verwendet werden. Die Gästezahl in der Therme Mediterrana liegt bei 250.000 Zutritten pro Jahr. Dass sich die Gäste im neuen Wellness-Resort rundum wohl fühlen, sieht man an den durchweg glücklichen Gesichtern.

Zum Ausklang der Rundfahrt wurde das peb in der Dreiflüssestadt Passau besucht. Hier wurde mit großem Aufwand in mehreren Bauabschnitten ein Erlebnisbad für alle Besuchergruppen erbaut. Insgesamt wurden etwa 40 Mio. € investiert, wobei auf höchste Qualität bei den Baumaterialien (Edelstahl-Becken, Holz, Naturstein) Wert gelegt wurde. Vor allem durch die hohen Kosten für Zinsen und Tilgung entsteht ein vergleichsweise sehr hohes Defizit, das momentan bei rund 2,9 Mio. € jährlich liegt. Davon entfallen allerdings weniger als 900.000 € auf die reinen Betriebskosten, die wegen der sozialverträglich niedrigen Eintrittspreise subventioniert werden müssen.

Die Besucherfrequentierung ist allerdings als überdurchschnittlich hoch zu attestieren. Im Durchschnitt besuchen etwa 351.000 Badegäste pro Jahr das Hallenbad, davon etwa 50.000 inklusive Saunanutzung. Das Freibad lockt zusätzlich im Schnitt über 150.000 Besucher, wobei hier die Spanne wetterbedingt zwischen rund 95.000 (schlechtester Sommer 2011) und über 220.000 (Super-Sommer 2003) variierte. Prokurist Alfred Thral übernahm freundlicherweise die Führung durch die sehr moderne Anlage. Die Gestaltung des Bades wurde von den Besichtigungs-Teilnehmern durchweg gelobt. Die Technik-Räume sind absolut vorbildlich in allen Belangen. Sämtliche Becken wurden in Edelstahl ausgeführt und die Sauna- und Wellnesslandschaft wirkt edel und gemütlich zugleich. Verbesserungsfähig ist hingegen noch die gastronomische Versorgung, doch man ist um Abhilfe bemüht. Insgesamt kann Stadtwerke-GF Gottfried Weindler allerdings sehr zufrieden mit dem peb sein und der rege Gäste-Zuspruch spricht für die Beliebtheit in einem weiten Umkreis.

Alle drei besuchten Bäder hinterließen einen durchweg guten Eindruck. Die Teilnehmer waren begeistert und man freut sich schon auf die Fahrt im kommenden Jahr. Dann werden drei der attraktivsten Bäderanlagen der West-Slowakei besucht (Kurbad Piestany, Erlebnisbad Bratislava-Senec sowie Therme Corvinus). Termin: Dienstag, 25. März 2013. Abfahrt ab Schwechat.
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