Neuigkeiten aus der Welt der Bäder und Saunen

- Bäder-News 03/2013 -
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== Prolog: flammendes Inferno ==
Meist sind es unachtsam auf einem Saunaofen abgelegte Gegenstände, oft auch Kurzschlüsse in veralteten Elektro-Anlagen, unsachgemäß ausgeführte Aufgüsse oder auch Brandstiftung, die das schnelle Ende einer Saunalandschaft oder eines ganzen Schwimmbades besiegeln. Ist ein Brand erst einmal ausgebrochen, dann ist das Gebäude in der Regel schon nach wenigen Mi-nuten nicht mehr zu retten. Es geht dann nur noch darum, Gäste und Personal schnell in Sicherheit zu bringen. Die Gefahr einer tödlichen Rauchvergiftung besteht schon nach wenigen giftigen Atemzügen. Dass sich nicht nur die Architekten, sondern auch jeder Betreiber fortwährend Gedanken um den Brandschutz müssen, zeigt die hohe Zahl von Bränden in öffentlichen Bädern und Saunas in den letzten Monaten. Durchschnittlich gab es fast jeden Monat einen Großbrand. Auch wenn die Eigentümer in der Regel gegen Brandschäden versichert sind, bedeutet doch jedes Feuer wirtschaftliche Verluste - wenn nicht sogar Tote und Schwerverletzte zu beklagen sind.
Schließlich vergehen bis zu einem Wiederaufbau meist mehrere Jahre, die auch Einbußen an Stammgästen und Fluktuation beim Personal bedeuten. Darum tun Betreiber gut daran, den Ernstfall (nach Absprache mit der Feuerwehr) regelmäßig zu proben, die Technik ständig im Auge zu behalten und vor allem das Saunapersonal zur Brandvermeidung zu schulen. Wie hoch die Gefahr ist, zeigt die folgende Auflistung größerer Brände in öffentlichen Bädern und Saunas der letzten zwei Jahre: Sauna Adelindis-Therme (01/11); Sauna Easy-Sports Emmerdingen (07/11); Hotel-Sauna Kempinski Grevenbroich (10/11); Saunaschiff Tegernsee (10/11), Wananas Herne (11/11); Fitness-Sauna Oberpfaffenhofen (12/11), Feng-Shui-Sauna Everswinkel (02/12), Erdsauna Verwell (02/12), Saunadorf Dülmen (04/12), Kristalltherme Fichtelberg (05/12), Erdsauna Westfalenbad (05/12), Kelo-Sauna Sole-Uno (06/12), Kelo-Sauna Aggua (07/12), Hallenbad Nordhorn (09/12), Hotelsauna Schwabing (10/12), Sauna im HB Freistadt (10/12); Außensauna Höchenschwand (11/12); Außensauna Werne (11/12); Sauna Siegen-Eiserfeld (11/12), Saunakabine Tirol-Therme Längenfeld 01/13), Außensauna FZB Netphen (02/13), Außensauna AquaOlsberg (02/13), Fitness-Center Ahlen (03/13); Fitness-Center Gladbeck (03/13); Hallenbad Geilenkirchen (04/13). Quelle: familand

Ahlen (Nordrhein-Westfalen)
Bereits 1957 wurde in Ahlen ein Sport-Hallenbad erbaut, das nach einer Komplett-Sanierung und Erweiterung im Jahre 1989 unter dem Namen „Freizeitbad Berliner Park“ wiedereröffnet wurde. Anfang 2011 war dann aber doch das Ende der vertretbaren Lebensdauer erreicht, es musste einem Neubau weichen. Die beliebte Saunalandschaft, die 1989 angebaut worden war, konnte dabei erhalten werden. Ende April 2013 konnte schließlich die Eröffnung des neuen „Parkbades Ahlen“ gefeiert werden. In der Schwimmhalle am Bürgermeister-Corneli-Ring gibt es nun keinen öffentlichen Badebetrieb mehr, sie ist nun nur noch für Schulen und Vereine verfügbar.
Das neue Parkbad verfügt über ein dringend benötigtes Sportbecken (25 m, 6 Bahnen), ein Lehrbecken (125 m²) sowie eine SB-Cafeteria. Die Saunalandschaft wurde überarbeitet und bietet im Innenbereich nun neben der Aufgußsauna auch eine Salzsauna und eine Salzgrotte (auch extern nutzbar). Der schöne Saunagarten mit Maa-Sauna, Kelo-Blocksauna, Bollerofen-Sauna und Ruhehäusern von „B+S“ aus Dülmen konnte beträchtlich erweitert werden und verfügt nun auch über Sinnespfad und Natur-Badeteich. Für die Architektur zeichnet Christian Artmann vom „Planteam Ruhr“ verantwortlich. Die Fa. agn hatte die Projektsteuerung übernommen. Die Baukosten wurden mit 8,3 Mio. € beziffert. Sowohl Bauzeit als auch Kostenrahmen konnten eingehalten werden, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist. Quellen: www.wn.de, www.stadtwerke-ahlen.de

Aurich (Niedersachsen)
Nach dem Blücher-Freibad ist seit April 2013 nun auch das Hallenbad am Ellernfeld Geschichte. Als Ersatz dafür wurde Ende Mai 2013 das neue Kombi-Hallenbad „De Baalje“ (friesisch für „die Badewanne“) eröffnet. Insgesamt fast 1.700 m² Wasser-fläche stehen hier zur Verfügung, davon 760 m² ganzjährig im Innenbereich. Diese teilen sich auf in ein 25-m-Sportbecken mit sechs Bahnen, ein Aktivbecken, ein Planschbecken und einen Whirlpool. Ein- und Drei-Meter-Brett sowie Fünf-Meter-Plattform erlauben auch Wettkampf-Springern ihre Übungen. Das große Aktivbecken ist mit einem höhenverstellbaren Boden sowie Schwallduschen ausgestattet. Zur Entspannung steht außerdem ein ganzjährig nutzbares Sole-Außenbecken mit Sprudelliegen bereit. Erlebnishungrige können sich zudem auf eine 65-m-Röhrenrutsche von Hartwigsen / Aquarena freuen. Das Sommerbad bietet ein achtbahniges 25-m-Becken, ein 400 m² großes Erlebnisbecken für Nichtschwimmer sowie ein dreiteiliges Planschbecken. Neu ist, dass Hallen- und Freibad künftig im Sommer parallel betrieben werden, um vom Wetter unabhängig immer ein gutes Angebot zu haben. Anders als in vielen anderen Bädern wurde auch ein gesteigerter Wert auf bestens ausgebildetes Personal gelegt. So arbeiten im Schwimmbad ganze vier Meister für Bäderbetriebe.
Großer Wert gelegt wurde auch auf eine interessante Saunalandschaft. Im alten Hallenbad hatte es ja nur ein Textil-Dampfbad gegeben, das dort ständig an seine Kapazitätsgrenze von ca. 20 Personen stieß. Im „De Baalje“ wird das anders sein. Nun stehen den Gästen fünf textilfreie Schwitzräume zur Verfügung, darunter eine Erdsauna und eine große Aufgußsauna im Garten. Mehrere Ruhebereiche, Saunabar und Cafeteria runden das Angebot ab. Die Gastronomie wird von der Stadt im Eigenbetrieb geführt, nachdem sich kein geeigneter externer Betreiber gefunden hatte. Die Baukosten sollen rund 18,5 Mio. € betragen haben. Für die Architektur zeichnete das Büro Blass aus Euskirchen verantwortlich. Quellen: baalje.de, aurich.de, oz-online.de

Bad Radkersburg (Steiermark)
Zu Weihnachten 2012 machte sich die beliebte „Parktherme“ an der Grenze zu Slowenien selbst das größte Geschenk: die neue Relaxzone samt Erweiterung der Saunalandschaft wurde eingeweiht. Die Indoor-Nutzfläche beträgt nun 3.600 m². Hinzu kommen 50.000 m² Außenfläche. Im Saunaland stehen nun sechs große Schwitzräume sowie zwei Infrarot-Kabinen zur Ver-fügung. Außer der tollen Weinkeller-Sauna im Garten sind nun die Vulkan-Sauna und das Bio-Saunarium im Innenbereich neue Highlights. Hinzugekommen sind auch ein Eisschnee-Brunnen sowie großzügige neue Ruhebereiche, darunter der „Kern-esche-Ruheraum“. Ergonomische Liegen und Partner-Hängematten laden zum „Abhängen“ ein. In der ebenfalls neuen Relax-Zone kann man die ultimative Tiefenentspannung im Licht-Klang-Tempel und in einer Kräuter-Salz-Grotte genießen. Das „Aktiv-Forum“ sorgt für „hautnahe, multivisuelle Rundreisen“ durch die Region. Natürlich können die sechs großen Entspan-nungsbecken, die mit Thermalwasser aus eigener Quelle befüllt sine, auch weiterhin genutzt werden. Einzigartig in einer Therme ist dabei das 50-m-Sportbecken im Garten. Insgesamt stehen 2.700 m² Wasserfläche zur Verfügung. Für die Kids gibt es den Kinderclub mit Puschel, dem Eichhörnchen. Weiterhin lädt der Thermenshop auf eine Entdeckungstour ein. Spa-Behandlungen im Vital-Studio zu den Themenbereichen Aktiv, Balance und Relax runden einen perfekten Urlaubstag ab. Für die Baumaßnahmen wurden 11,8 Mio. € investiert. Ein zunächst angedachter, weitaus größerer Umbau mit angeschlossenem Bio-Hotel für 22 Mio. € war nach der Abwahl des früheren Bürgermeisters verworfen worden. Dass die neuen Angebote gut angenommen werden, zeigt die Bilanz der ersten 100 Tage. Es konnte nämlich ein Mehrerlös von über 30 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Quellen: www.parktherme.at, www.orf.at, www.krone.at

Bern (Schweiz)
Unter dem Motto „Ganz großes Kino“ wird in den Räumlichkeiten des ehemaligen Kinos CinemaStar derzeit ein neuartiges Bäder-Konzept umgesetzt. Im Kinosaal und im historischen Gewölbekeller werden zwei Thermalbecken mit zusammen 100 m² Wasserfläche eingebaut, die mit 35 °C Wassertemperatur für Wasser-Shiatsu, Wasser-Tanzen, sowie weitere Aquatische Körperarbeiten genutzt werden können. Zudem sollen auf den 600 m² Fläche noch Sauna und Dampfbad, Seminarraum und Therapiezimmer Platz finden. Eine Besonderheit des „Cinébades“ ist die Kino-Leinwand im grossen Bad, die für Themen-Filmwochen genutzt wird. Hier kann man von bequemen Liegestühlen aus oder auch im warmen Becken liegend Bilderserien und besondere Filme genießen. Das alles soll in einem exklusiven Rahmen stattfinden, denn es sind maximal 25 Badegäste gleichzeitig vorgesehen (Events max. 40). So wird mit einer Jahres-Gästezahl von etwa 30.000 Besuchern gerechnet. Die Um-baukosten wurden mit 3,4 Mio. CHF angegeben, die Eröffnung könnte noch im Herbst 2013 erfolgen. Quelle: www.cinébad.ch

Flensburg (Schleswig-Holstein)
Rund zweieinhalb Jahre nach Eröffnung des Flensburger Campusbades ist das dortige ÖPP-Modell am Ende. Nachdem es be-reits Anfang 2011 Befürchtungen wegen zu geringer Besucherzahlen gegeben hatte, musste der Betreiber im November 2012 schließlich die Zahlungsunfähigkeit bekunden. Nach einer dreimonatigen Übergangsphase unter Insolvenzverwaltung haben die Flensburger Stadtwerke nach Presseberichten zumindest vorläufig die Leitung übernommen. Ob dies die endgültige Lösung sein wird und ob es künftig eine engere Zusammenarbeit mit dem nur sechs Kilometer entfernten Mitbewerber „Fördeland-Therme“ geben wird, stand Ende Mai 2013 noch nicht fest. Quelle: www.shz.de

Fohnsdorf (Steiermark)
In die Aqualux-Therme, die seit Beginn an gegen zu geringe Besucherzahlen kämpft, wird weiter investiert. Für die Aufwertung des Außenbereichs mit zwei zusätzlichen Rutschen und einem Pavillon für die Gastronomie werden 600.000 € investiert. Damit will man 8.000 Gäste pro Jahr mehr anziehen. Quelle: www.orf.at

Frauenkirchen (Burgenland)
Die St. Martins Therme & Lodge am Neusiedler See wurde Ende 2009 eröffnet und erfreut sich offenbar guten Zuspruches. Darum wird derzeit eine Erweiterung geplant. Im Januar 2013 wurde der Ausbau von Therme und Hotel für rund 14 Mio. € be-schlossen. Geplant sind z. B. eine neue See-Sauna, mehr Ruhebereiche, ein größerer Spa-Bereich sowie 133 zusätzliche Betten. Baubeginn soll im Herbst 2013 sein, mit der Fertigstellung wird 2014 gerechnet. Quellen: www.stmartins.at, www.kurier.at

Heidelberg (Baden-Württemberg)
Das Alte Hallenbad im Stadtteil Bergheim ist eines der wenigen Jugendstil-Bäder in Deutschland, die beide Weltkriege nahezu unbeschadet überstanden haben. Die Alliierten verschonten die Altstadt vom Bombenhagel, weil sie hier nach dem Krieg ihr Hauptquartier errichten wollten. Dennoch sollte das 1906 eröffnete Meisterwerk des Architekten Franz Kuhn schon im Jahre 1960 abgerissen werden - denn zu dieser Zeit plante man in der Neckarstadt modernere Schwimmhallen. Massive Bürgerpro-teste verhinderten glücklicherweise den Abriß und seit 1978 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. So konnten die Schwimmhallen „Frauenbad“ und „Herrenbad“ sowie das irisch-römische Dampfbad noch bis 1981 genutzt werden.
Dann kam jedoch das endgültige Aus wegen der veralteten Technik und der Eröffnung einer nur wenige Hundert Meter ent-fernten, neuen Schwimmhalle. Für die mehrere Mio. € teure Renovierung des Alten Hallenbades fehlten der Stadt das Geld und vor allem der Wille. So gammelte der historische Bau anschließend rund 20 Jahre vor sich hin und wurde nur noch spora-disch für Theater-Aufführungen und sonstige Events genutzt. Erst 2003 wurden Pläne für eine Weiternutzung des Gebäudes vorgestellt. Zunächst ging man noch davon aus, hier künftig wieder schwimmen und saunieren zu können, doch für eine solche Nutzung hätte es massiver finanzieller Unterstützung durch die Stadt bedurft, wofür sich keine Mehrheit fand. Die Ausschreibung für die Nachnutzung gewann schließlich der Heidelberger Unternehmer Hans-Jörg Kraus. Er hatte ein Markthallen-Konzept entwickelt, das alle Bevölkerungsschichten ansprechen soll. Im April 2013 konnte schließlich nach rund drei Jahren Umbauzeit die offizielle Eröffnung gefeiert werden.
Auf 9.000 m² Nutzfläche wurden unter anderem eine Veranstaltungshalle (Frauenbad), eine Salzgrotte (irisch-römisches Bad), Bio-Supermarkt und Restaurant (Kesselhaus), verschiedene weitere gastronomische Angebote (Herrenbad) sowie Shops, Bü-ros, Praxisflächen und ein Hotel (Neubau) geschaffen. Die Investitions-Summe soll rund 25 Mio. € betragen haben. So konnte eines der schönsten Bäder Europas zwar nicht mehr im Original-Zustand, aber zumindest als Gebäudehülle erhalten und zu ei-nem neuen Schmuckstück gemacht werden. Quellen: www.alteshallenbad.de, www.heidelberg.de

Mistelgau (Bayern)
Die vor allem bei Aufgußfans seit langem ersehnte Sauna-Erweiterung der Therme Obernsees wurde im Mai 2013 abgeschlos-sen. Der im oberen Bereich in den Hang hineingebaute Saunabereich bietet nicht nur einen tollen Ausblick, sondern nimmt auch Bezug zur „Bier- und Genußregion Oberfranken“. Der als „Panorama-Oase“ titulierte Teilabschnitt der neuen Themen-sauna umfaßt neben einer großen Aufgußsauna (90 °C, 80 Plätze) auch einen Brotzeit- und Ruheraum als „Hopfen- und Ka-minstube“ sowie einen Eisschnee-Brunnen. Zudem entstanden ein Naturbadeteich und weitere Liegeterrassen. Die Kosten wurden mit 1,6 Mio. € beziffert. Die außerdem beabsichtigte Umgestaltung des Erlebnisbereichs konnte noch nicht in Angriff genommen werden. Die dafür kalkulierten 3,5 Mio. € können nicht ohne Fördermittel gestemmt werden, jedoch steht die För-derzusage noch aus. Die beliebten Wohnmobil-Stellplätze konnten allerdings auf 40 verdoppelt werden. Das kostete inklusive eines neuen Sanitärgebäudes über 400.000 €. Quellen: www.nordbayern.de, www.therme-obernsees.de

Nordhorn (Niedersachsen)
Mitte September 2012 sollte nach 12-wöchiger Renovierung das denkmalgeschützte Nordhorner Hallenbad wiedereröffnet werden. Daraus wurde aber nichts, denn einen Tag zuvor brannte es vollständig ab. Bei den abschließenden Arbeiten auf dem Dach hatte sich zunächst unbemerkt ein Schwelbrand im Dachstuhl entwickelt. Als Ursache wird Fahrlässigkeit beim Aufbrin-gen von Bitumen-Stücken vermutet. Das erst im Jahre 2006 mit einem Aufwand von 3,5 Mio. € sanierte Hallenbad mit Sauna wurde von der bnn betrieben. Eine vorübergehende Ersatzlösung mit einer Traglufthalle über dem Freibad wurde aus Kosten-gründen wieder verworfen. Dafür wären pro Saison 450.000 € fällig geworden. Nun möchte man das Hallenbad schnellstmög-lich wieder aufbauen oder durch einen Neubau ersetzen. Zielvorgabe ist es, das neue Bad ab der Wintersaison 2015/2016 nut-zen zu können. Ein Kostenrahmen wurde noch nicht festgelegt. Quellen: www.noz.de, www.nordhorn.de
Reichshof-Eckenhagen (Nordrhein-Westfalen)
Die Bedürfnisse der Schwimmbad-Nutzer unterliegen einem ständigen Wandel, der offenbar regional unterschiedlich ausge-prägt ist. So verfügen sehr viele Hallenbad-Neubauten neben einem Sportbecken und einem Lehrbecken heutzutage über eine Großrutsche und ein warmes Erlebnisbecken. Nicht so in Reichshof-Eckenhagen, wo man den umgekehrten Weg gegangen ist. Das Hallenbad wurde im Jahre 1976 als reines Sportbad eröffnet, jedoch in 1993/1994 zum Thermal- und Freizeitbad „monte mare“ mit angeschlossenem Saunaland umgebaut. Aufgrund steigender Energiepreise und einem wachsenden Konkurrenz-druck im Freizeitbad-Segment entschloß man sich vor ein paar Jahren, wieder zu den Wurzeln zurückzukehren. In 16-monatiger Umbauzeit wurde die Badehalle mitsamt zwei Großrutschen abgerissen und wieder durch eine funktionale Schwimmhalle ohne Schnickschnack ersetzt. Damit konnte der Energieverbrauch um etwa die Hälfte reduziert werden. So war es auch möglich, die Eintrittspreise für die Sportschwimmer senken.
Im Angebot sind nun ein 25-m-Sportbecken mit 3-m-Sprunganlage sowie ein Lehr- und Aktivbecken. Die Saunalandschaft wurde beibehalten, jedoch ebenfalls grundlegend modernisiert. Die vormals im „monte mare“ vorherrschende Tropenland-schaft mit Palmen wurde durch eine sachlichere Gemütlichkeit mit mediterranen Elementen ersetzt. Schneekabine, Solarien und Whirlpool gibt es nicht mehr, dafür aber mehr Ruhebereiche. Zudem entstanden neue Schwitzräume im Banja-Stil. Gab es vormals fünf Schwitzgelegenheiten, so sind nun ganze neun Saunas vorhanden. Highlight ist dabei das russische Saunadorf im Garten mit Hühnerfuß-Sauna, Banja-Sauna und Erdsauna. Auch das Massage- und Wellness-Angebot wurde erweitert. Die Umbaukosten betrugen etwa fünf Mio. €. Die Betriebsführung wird auch weiterhin von „monte mare“ wahrgenommen. Bür-germeister Rüdiger Gennies und „monte mare“-Geschäftsführer Herbert Doll zeigten sich zuversichtlich, mit dem neuen An-gebot wieder mehr Gäste ins Bad locken zu können. Quellen: www.oberberg-aktuell, www.monte-mare.de

Salzburg (Salzburger Land)
Direkt neben dem Aya-Freibad aus dem Jahre 1950 wurde im Januar 2013 ein neues Sport-Hallenbad eröffnet. Es verfügt über ein Schwimmbecken aus Edelstahl mit sechs Bahnen sowie ein Lehrbecken. Damit soll für die Schwimmsportler die Lücke geschlossen werden, die durch den Abriß und Neubau des Paracelsus-Bades entsteht. Gleichzeitig wurde auch das Freibad saniert. Die Baukosten wurden mit 4,7 Mio. € beziffert. Quelle: www.salzburg.de

Siegburg (Rheinland-Pfalz)
Im Februar 2013 ging ein weiteres, anfangs hochgelobtes ÖPP-Modell in die Brüche. Die Stadt Siegburg trennte sich vom pri-vaten Betreiber des erst im Sommer 2009 renovierten Freizeitbades Oktopus. Mit der „Rekommunalisierung“ wird das Bad wieder als Tochter der Stadtbetriebe geführt. Das Hallen- und Freibad mit vier Riesenrutschen, Tauchturm, Surf-Welle, Fitness- und Wellness-Bereich sowie Anschluß an ein neues Hotel rechnete sich für den Investor nicht. Bisher zahlte die Stadt 1,1 Mio. € Betriebskosten-Zuschuß pro Jahr und erhielt im Gegenzug eine Pacht in Höhe von 250.000 € zurück. Ab 2013 verlangte der Betreiber jedoch einen um 750.000 € höheren Betriebskosten-Zuschuß. Das wollten die Stadtväter nicht schultern und übernahmen selbst wieder das Ruder. Für die Gäste und die Beschäftigten des Oktopus ändert sich vorerst nichts, der Betrieb läuft wie gewohnt weiter. Quellen: www.rundschau-online.de, www.oktopus-siegburg.de

Tulln (Nieder-Österreich)
Das Tullner Hallenbad stammt aus dem Jahre 1974 und hatte bislang nur ein vierbahniges Sportbecken und eine kleine Sauna zu bieten. Seit April 2013 wird jedoch saniert und erweitert. Dabei steht nicht nur die technische und energetische Sanierung auf dem Programm, sondern auch eine wesentliche Steigerung der Attraktivität. Neu entstehen sollen ein Planschbecken mit Minirutsche, ein Mehrzweckbecken, eine große Wasserrutschbahn sowie mehr Liegeflächen und eine Außensauna. Außer der Technik und der Gebäudehülle werden auch Kassensystem und Garderoben erneuert sowie eine Barrierefreiheit hergestellt. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hallenbad-Dach soll den Strombedarf um 30 % reduzieren und es wird von Gasheizung auf Fernwärme umgestellt. Eine Gastronomie ist hingegen nicht geplant. Für die Neugestaltung des Hallenbades werden etwa 4,5 Mio. € investiert. Die Wiedereröffnung ist für den September 2014 geplant. Die Sauna soll bereits ab November 2013 wie-der genutzt werden können. Quellen: www.tulln.at, www.kurier.at, www.orf.at

Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern)
Das „Saoma“ wurde im Jahre 2001 als eines der schönsten Erlebnisbäder der Welt eröffnet. Umgerechnet rund 38 Mio. € an Baukosten verschlang das thematisierte Sport- und Freizeitbad mit interessanter Saunalandschaft direkt am Ostseestrand. Doch schon nach einem Jahr Betrieb mußte Insolvenz angemeldet werden und nach zwei Jahren kam das endgültige Aus. Seit März 2003 warteten das Wellenbecken auf neue Wellen, die vier Riesenrutschen auf Kinder und die acht Schwitzräume auf Saunagäste. Genau zehn Jahre dauerte der Dornröschenschlaf, bis sozusagen ein rettender Ritter auf dem weißen Pferd kam und die zugewachsene Eingangspforte von den Rosenranken befreite.
Zwischenzeitlich hat sich an der Konzeption allerdings vieles verändert. Neuer Herr im Hause ist Horst Rahe, als Chef der Deutschen Seereederei bekannt. Diese mischte den Markt der Kreuzfahrten seit den 1990er Jahren kräftig auf. Mit den AIDA-Clubschiffen wurden Seereisen, einst nur den Reichen vorbehalten, auch für Pauschalurlauber erschwinglich. Heute umfaßt die AIDA-Flotte bereits zehn Schiffe mit einer Kapazität von über 22.000 Passagieren.
Mit der neuen Marke „A-ja“ will Rahe nun den immer noch wachsenden Markt der Wellness-Hotels aufmischen. Sein erklär-tes Ziel ist es, Wellness-Urlaub für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich zu machen. Erstes Projekt von „A-ja“ ist das „Samoa“, das in einem Komplett-Umbau vom Spaßbad zum Erholungsbad umgewandelt wurde. Es dient nun unter dem neuen Namen „Seebad“ als Wellness-Bereich für ein direkt nebenan neu errichtetes Hotel. Außer Meerwasser-Schwimmbecken innen und außen und „A-Spa“ (zusammen 4.000 m² Nutzfläche) wurde auch ein „Nivea-Haus“ für Beauty-Anwendungen integriert. Die Baukosten für das 420-Betten-Haus inkl. Nebeneinrichtungen sollen rund 43 Mio. € betragen haben. Beim Betrieb setzt man in Warnemünde auf eine Kooperation mit dem benachbarten Luxus-Hotel „Neptun“.
Nach einem Modular-System kann man in den „A-ja“-Hotels an ausgewählt schönen Orten komfortabel übernachten und Zusatz-Leistungen wie Frühstück, Badeland und Wellness nach Bedarf extra hinzu buchen. Als zweites Projekt soll in 2015 das „A-Spa“-Resort in Grömitz folgen. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren bis zu 50 „A-ja“-Wellnesshotels in Deutschland entstehen. Quellen: www.rostock-warnemuende.de, www.ajaresorts.de

Winterberg (Nordrhein-Westfalen)
Nicht einmal ein Jahr hielt das Vorzeige-PPP-Projekt „Oversum“ im Herzen des Sauerlandes. Schon Anfang 2013 gab es Ge-rüchte über Differenzen zwischen Betreiber und der Kommune, die Mitte März 2013 in der vorläufigen Schließung von Sport-bad und Wellnesslandschaft gipfelten. In der Presse war von einem Insolvenz-Antrag die Rede. Dabei hatte eigentlich alles sehr gut angefangen. Planung und Bau des 35-Mio.-€-Projektes mit Vier-Sterne-Hotel, Stadthalle, Restaurant, Fitness-Center, Schwimmhalle und Saunalandschaft waren zumindest nach außen hin problemlos über die Bühne gegangen.
Generalunternehmer Pellikaan übergab die Anlage vereinbarungsgemäß, fristgerecht und mängelfrei im Mai 2012 an den pri-vaten Betreiber. Diesem waren neben einem einmaligen Baukosten-Zuschuß seitens der Gemeinde in Höhe von 4,5 Mio. € auch jährlich 700.000 € an Betriebskosten-Zuschuß für die Bade- und Saunalandschaft gezahlt worden. Das reichte dem Be-treiber allerdings schon Anfang 2013 nicht mehr. Er führte an, dass ein reines Sportbad nicht konkurrenzfähig sei und der Aus-bau zum Familienbad erfolgen müsse, um die Rentabilität zu erhöhen. Zudem müsse der jährliche Zuschuß der Kommune um weitere 450.000 € erhöht werden, um die Betriebskosten auffangen zu können. Das Hotel hingegen scheint gut zu laufen. Es ist von einer durchschnittlichen Auslastung von 70 % und zufriedenen Gästen die Rede. Nun wird darüber spekuliert, ob die Kommune die Bade- und Saunalandschaft künftig in eigener Regie führen soll und kann. Quellen: www.derwesten.de, www.schieberer.net

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© Text & Fotos: 2013 ff by familand.de / wellSPAss Unternehmensberatung
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