Neuigkeiten aus der Welt der Bäder und Saunen

- Bäder-News 01/2013 -

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== Zahlenspielereien ==
Alle paar Jahre wird von angesehenen Fachleuten eine Bäder-Studie veröffentlicht, die den weniger Versierten die aktuelle Si-tuation verständlich machen soll. Imposante Statistiken veranschaulichen in bunten Bildern Zusammenhänge und Entwicklungen. Natürlich werden diese Expertisen auch nie angezweifelt und die Zahlen von Jedermann ungeprüft übernommen. So auch im Herbst 2012, als das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit den neuesten Bäder-Statistiken für Deutschland aufwartete.
Stolz wurde verkündet, dass die Zahl der öffentlichen Schwimmbäder in Deutschland seit der letzten „Zählung“ im Jahre 2000 von 6.719 auf 7.040 gestiegen sei (um doppelt gezählte Hallenfreibäder bereinigt). Im Einzelnen werden 3.592 Freibäder, 2.496 Sport-Hallenbäder (davon 410 Freizeitbäder mit Sportbecken), 493 Spaßbäder (ohne Sportbecken) und 459 Kombibäder als akutelle Zahlen genannt. Die auf der Interbad 2012 in Stuttgart präsentierten Zahlenwerke sind zu finden unter www.2hm.eu/documents/BMI-interbad-2012-20121010-SpSKIII-fin.pdf. Diese Statistik wurde zwischenzeitlich selbst von den Fachverbänden übernommen und in verschiedenen Publikationen veröffentlicht - obwohl solche Organisationen eigentlich über eigene, stets aktuelle Listen verfügen sollten.
Allerdings gibt es da einen kleinen Haken: die Zahlen beruhen nicht auf Zählungen oder einer nachprüfbaren Liste, sondern auf einer Schätzung. Im Gutachten der Beratungsfirma, die vom BMWi dafür beauftragt wurde, ist nämlich von einer „Hoch-rechnung“ die Rede, die aus „Stichproben“ ermittelt wurde. Das sollte zu denken geben. Denn insbesondere die Zahl von 493 „Spaßbädern“ (ohne Sportbecken) ist definitiv absolut falsch. Woher wir das wissen? wellSPAss / familand führt selbst seit über 20 Jahren eigene Listen über über 100 verschiedene Freizeit-Einrichtungen, u. a. auch über öffentliche Bäder aller Art. Diese Freizeit-Listen erheben zwar nicht den Anspruch auf absolute Vollständigkeit, kommen dem aber vor allem im Bäderbe-reich ziemlich nahe. Zumindest sind darin ALLE Spaß- und Freizeitbäder, ALLE Thermal- und Warmbäder sowie bislang mindestens 99 % der öffentlichen Hallenbäder und weit über 90 % der Freibäder in Deutschland gelistet. Bei den (nicht-öffentlichen) Lehrbädern gibt es sicherlich noch einige Lücken, ebenso wie bei den halboffiziellen Badestellen an Teichen, Seen, Flüssen und Meeren. Aber diese wurden ja auch in der o. g. Studie gar nicht erfasst und sind somit nicht relevant.
Nun haben auch wir mal zusammengezählt. In den familand-Listen kommen wir mit Stand vom Januar 2013 gerade mal auf 1.868 öffentliche Hallenbäder (Lehrbäder, Hotel- und Kurbäder nicht mitgerechnet). In dieser Zahl enthalten sind genau 409 Freizeit-Hallenbäder (Hallenbäder mit Sportbecken sowie Großrutsche ab 10 m Länge und / oder Wellenbecken) und 179 Thermal-Hallenbäder bzw. Warmbäder (ab 32 °C Wassertemperatur, davon 39 mit Sportbecken), jedoch NUR 54 reine Spaß-bäder (Hallenbäder mit Großrutsche oder Wellenbecken, aber ohne Sportbecken). Selbst wenn man alle Thermen und Warm-bäder ohne Sportbecken (das sind 140) als „Spaßbad“ bezeichnen würde, kämen wir nur auf 194 „Spaßbäder“ (Erlebnis- und Thermal-Hallenbäder ohne Sportbecken). Das sind gerade mal 39,4 % der angeblich 493 Spaßbäder aus der o. g. Studie! Darf eine Schätzung eine solch hohe Ungenauigkeit haben? Oder hat familand ganze 299 Spaßbäder übersehen?
Bei den öffentlichen Freibädern zählt familand derzeit 2.141 (um die Naturbäder bereinigt). Das macht zusammen also 4.009 öffentliche Hallen- und Freibäder (ohne Naturbäder, Lehrbäder, Hotel- und Kurbäder). Haben wir uns also um 3.031 Bäder verzählt? Oder ist vielleicht die oben genannte Hochrechnung viel zu optimistisch? Wir tendieren da jedenfalls zu letzterer Vermutung. Im Gegensatz zu den vom BMWi beauftragten Experten hat familand nämlich seine Listen für jeden einsehbar veröffentlicht (siehe: www.familand.de/listen-baeder-saunas-wellness). Bestimmt sind auch diese nicht absolut fehlerfrei. Fakt ist aber, dass alle Bäder in den familand-Listen einzeln mit kompletten Adressdaten recherchiert und nachprüfbar sind - und nicht etwa nur auf groben Schätzungen beruhen.
Es ist natürlich auch für Experten einfach unmöglich, von Stichproben auf die Gesamtheit aller Bäder hochzurechnen - vor al-lem, wenn die Bäder nur einen von 57 Teilbereichen der Studie ausmachen. Eine solche Untersuchung muss ja zwangsläufig ungenau sein. Schließlich sind die verfügbaren Mannstunden ebenso begrenzt wie die Zeitspanne für die Analyse. Doch wenn alle öffentlichen Stellen sich auf solche Zahlen berufen und ihre Kalkulationen darauf aufbauen, dann gibt es für die Bäder-wirtschaft ein großes Problem. Offiziell wurde nämlich bereits verkündet, es habe ein Bädersterben in Deutschland nie gegeben und die Versorgung wäre derzeit sogar besser als zur Jahrtausendwende. Gemeint ist damit, dass eigentlich keine Förder-maßnamen mehr nötig sind, da es offenbar ja gar keine Lücken gibt. Es muss sich also keine Kommune mehr wundern, wenn Anträge auf Zuschüsse abgelehnt werden.
Dass in den letzten Jahren nicht nur Hunderte von Bädern geschlossen werden mußten, sondern bereits ein riesiger Anteil der Freibäder und kleinen Lehr- und Sport-Hallenbäder nur noch durch die massive Unterstützung von Fördervereinen bis dato überlebt haben, zeigt die BMWi-Studie nicht. Ebenso wenig wie die hohe Zahl an Freibädern, die aus Kostengründen in Naturbäder umgewandelt werden mußten. Der Anteil an beheizten und voll überwachten Sommerbädern ist somit ebenfalls drastisch gesunken.

Wir wünschen uns von daher, dass von offiziellen Stellen nur noch solche Zahlen als „allgemeingültig“ verbreitet werden, die auch wirklich auf Zählungen beruhen und nachprüfbar sind. Minister und Funktionäre sollten ebenso wie die Verbände etwas kritischer mit fremdgefertigten Tabellen umgehen. Das Churchill-Zitat „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“ ist durchaus von hohem Wahrheitsgehalt. Quelle: www.familand.de

Almkerk (Niederlande)
Das traditionsreiche Rutschenbau-Unternehmen Boer, das vor allem Anlagen in den BeNeLux-Ländern erstellte, wurde in 2012 von der innovativen deutschen Rutschenfirma Wiegand-Maelzer übernommen. Das komplette Rutschenprogramm von Boer, bislang Anbieter von GFK-Rutschen, ist weiterhin erhältlich. Hinzugekommen sind nun die vorwiegend aus Edelstahl gefertigten Top-Produkte des deutschen Herstellers Wiegand.Maelzer, wobei vor allem die beliebten V4A-Breitwellenrutschen, tiefgezogene Wasserrutschen, Edelstahl-Vollröhren, Boomerang, Sidewinder Rutschen und der Cannonball hervorzuheben sind. Quelle: www.wiegand-maelzer.de

Avoriaz (Frankreich)
Im Juli 2012 eröffnete mit dem Aquariaz das erste Ganzjahres-Erlebnisbad in der Montagne. Das Top-Skigebiet Portes du soleil bei Avoriaz erfuhr damit eine deutliche Aufwertung. Die autofreie Wintersport-Gemeinde liegt auf 1.800 bis über 2.000 m Höhe. Umso erstaunlicher, dass gerade hier nun eine subtropische Atmosphäre mit echten Urwaldpfanzen und sogar drei mächtigen Affenbrotbäumen entstand. Dabei ist die Grundfläche mit 2.400 m² recht klein ausgefallen. Dennoch fand sich hier ein Platz für die bislang kleinste Sidewinder-Reifenrutsche, die von Wiegand.Maelzer errichtet wurde. Das Aquariaz gehört zur Pierre-et-Vacance-Gruppe, die auch die CenterParcs betreibt. Quellen: avoriaz-vacances.fr, wiegand-maelzer.de

Backnang (Baden-Württemberg)
Das Mittelzentrum des Rems-Murr-Kreises ist im Dezember 2012 „in den Bäder-Olymp aufgerückt“. Als Ersatzbau für das veraltete Hallenbad wurde auf dem Gelände des Freibades der 36.000-Einwohner-Stadt das neue „Murrbäder Backnang Wonnemar“ eröffnet. Das neue Kombi-Freizeitbad verfügt über ein Sportbecken mit sechs Bahnen, Erlebnisbecken, Plansch-becken und Sole-Außenbecken. Für Abwechslung sorgen Attraktionen wie Strömungskreisel, Sprudelliegen, Sitzsprudler und Massagedüsen. Abenteuer verspricht die 70 m lange Edelstahlrutsche mit Makrolon-Abdeckung.
Edel ausgestattet ist auch die Saunalandschaft nebst Spa. Hier können sechs Schwitzräume genutzt werden, davon zwei im Saunagarten. Warmbecken, verschiedene Kalt-Anwendungen bis hin zum Kälteraum und verschiedene Ruhemöglichkeiten runden das Vergnügen ab. Im Winter lockt die Lounge mit holzbefeuertem Kaminofen, im Sommer der Garten mit Naturteich. Auch das umfangreiche Angebot an exotischen Massagen, Packungen und kosmetischen Anwendungen kann sich sehen lassen. Das Verwöhnprogramm läßt kaum Wünsche offen und bietet sogar eine Private-Spa-Suite für Zwei.
Ab Mai 2013 steht außerdem wieder das generalsanierte Freibad zur Verfügung, das in den vergangenen Jahren bereits bis zu 200.000 Gäste jährlich anlockte. Für das neue „Wonnemar“ rechnen Geschäftsführer Volker Kurz und Bäderleiter Wilko van Rijn mit ca. 220.000 Besuchern im ersten Betriebsjahr. Die Bau-Ausführung lag bei der Baufirma Pellikaan aus Ratingen, wo-bei die geplante Bauzeit von 19 Monaten ebenso eingehalten wurde wie der Kostenrahmen von 18,5 Mio. €. Für die Architek-tur zeichnet Peter de Wit verantwortlich. Die Finanzierung wird komplett von der Betreiberfirma InterSPA aus Stuttgart getra-gen, wobei die Stadt Backnang einen Betriebskosten-Zuschuß in Höhe von 380.000 € pro Jahr gewährt. Ein gutes Geschäft für die Stadt, denn bislang waren für die beiden alten Bäder 740.000 € jährlicher Zuschußbetrag fällig. Quellen: www.wonnemar.de, www.murrhardter-zeitung.de

Bad Ems (Rheinland-Pfalz)
Nachdem das Thermalbad aus dem Jahre 1971 nach fast 40 Jahren Betrieb abgerissen wurde, entstand an gleicher Stelle die neue Emser Therme, die im Dezember 2012 eröffnet werden konnte. Rund 23 Mio. € wurden investiert, wovon die Staatsbad GmbH mit 17 Mio. € den Löwenanteil trug. Das Bauwerk ist in einem modernen Stil aus Sichtbeton erbaut, wobei an vielen Stellen die abgerundete Formensprache der 1950er Jahre zitiert wurde.

Bauherr und künftiger Betreiber ist die Kannewischer Holding aus Baden-Baden, deren Portfolio bereits mehrere andere hochwertige Thermalbäder umfasst. Die neue Emser Therme verfügt über 1.000 m² Wasserfläche, wovon drei Viertel ganzjäh-rig nutzbar sind. Drei der sieben Becken werden mit dem leicht salzhaltigen Heilwasser aus eigener Quelle beschickt. Zum Badeland gehören weiterhin ein gläsernes Textil-Dampfbad, ein Sole-Inhalationsraum, Bistro, Fitness-Center und Wellness-Abteilung. Im Eintrittspreis inbegriffen ist stets der Besuch der gemütlichen Saunalandschaft mit zwei Innensaunas, Dampfbad und großer Außensauna. Im Sommer 2013 soll noch eine schwimmende Fluß-Sauna hinzukommen. Für die Architektur zeichnete das Büro 4a aus Stuttgart verantwortlich. Quellen: www.rhein-zeitung.de, www.emser-therme.de

Bad Lutzmannsburg (Burgenland)
Auch in Österreich ist das Rutschen-Wettrüsten noch nicht beendet. Nachdem in Loipersdorf und Wörgl erst kürzlich neue Rutschen-Highlights realisiert wurden, hat nun auch das Familienbad „Sonnentherme“ nachgerüstet. Zu den bisher bereits vier Riesenrutschen ist nun die „XXL Monster-Ride“ hinzugekommen. Es handelt sich um die mit 270 m Länge bisher längste Röhrenrutsche Österreichs. Die X-Tube kann mit Mehrfach-Reifen befahren werden und besitzt außer einem Reifen-Lift auch Uphill-Passagen. Für die Realisierung zeichnet Wiegand.Maelzer verantwortlich. Weiterhin wurden im Kinderbereich noch zwei Kurzrutschen installiert. Die Gesamt-Rutschenlänge beträgt nun rund 800 Meter. Quellen: www.sonnentherme.at, www.wiegand-maelzer.de

Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz)
43 Betriebsjahre hat das Kombi-Freizeitbad Twin zwischenzeitlich absolviert und der Sanierungsstau wächst. Die 73-m-Röhrenrutsche ist seit längerem außer Betrieb und die Reparaturaufträge häufen sich. Bereits seit der Jahrtausendwende wird über einen Ersatz-Neubau beraten, der vor allem den Bedarf des Schulschwimmens abdecken soll. Momentan ist man um die Klärung der Standort-Frage bemüht. Das Haupt-Problem ist jedoch die Finanzierung. Die Vorplanungen gingen von einem Bauvolumen in Höhe von über 9 Mio. € aus, doch das wäre nur mit einer Landes-Förderung zu stemmen, die aber wohl nicht kommen wird. So wird man wahrscheinlich nur eine Spar-Variante ohne Sommerbecken, Rutsche und Sprungturm bauen können. Auch die Sauna-Anlage wird wohl dem Rotstift zum Opfer fallen. Als Übergangslösung ist auch eine Traglufthalle für das Ahrweiler Freibad im Gespräch. Konkrete Beschlüsse wurden allerdings noch nicht gefaßt. Quellen: www.rhein-zeitung.de, www.bad-neuenahr-ahrweiler.de

Bad Schinznach (Schweiz)
Heiße Schwefelquellen sind seit über 350 Jahren das sprudelnde Gold des kleinen Kurortes Bad Schinznach. Rund 400.000 Gäste strömen jedes Jahr hierher, um die Wonnen des heilsamen Thermalwassers zu genießen. Bereits Anfang des 18. Jahr-hunderts entstand hier ein großes Badehaus, das in den Grundzügen bis heute erhalten blieb, freilich zwischenzeitlich mehrfach erweitert und modernisiert. Der klassizistische Rundbau von 1827 ist zwar noch immer das Wahrzeichen der Badelandschaft, doch die eigentlichen Badebereiche sind heute das moderne Freizeitbad Aquarena sowie seit Ende 2011 auch das Thermi Spa. Rund 25 Mio. CHF (etwa 20,75 Mio. €) wurden investiert, um die Badelandschaft auf den modernsten Stand zu bringen. Die Fa. B+S Saunabau aus Dülmen errichtete zusätzlich eine neue Saunalandschaft. Hier findet man nun drei echt-finnische Saunabäder drinnen und draußen, ein Dampfbad sowie Außenbecken, Ruhebereiche, Lounge und Saunabar mit kostenlosen Getränken. Das Thermi Spa feierte im November 2011 Eröffnung. Quellen: www.aargauerzeitung.ch, www.bad-schinznach.ch

Bad Staffelstein (Bayern / Franken)
Mit rund 750.000 Gästen pro Jahr zählt die Obermain-Therme zu den zehn beliebtesten Thermalbädern Europas und belegt in Deutschland Rang vier. Das zeigt sich vor allem in der Saunalandschaft, wo es trotz acht Schwitzräumen (zuzüglich drei Tex-til-Schwitzräumen im Thermalbad) oftmals sehr eng zugeht. Kein Wunder, passieren doch jährlich allein über 180.000 Gäste die Sauna-Drehkreuze. Darum wird das Sauna-Angebot nun wiederum erweitert. Im Pflichtenheft der Saunabauer stehen u. a. fünf zusätzliche Saunas, ein Natur-Badesee (1.000 m² Wasserfläche) und weitere Ruhebereiche mit zusätzlichen 200 Liegen.
Dafür wird die Saunalandschaft auf rund 15.000 m² erweitert - das entspricht einer Verdreifachung der bisherigen Fläche. Auch der Fluß Lauter soll ins Saunaland mit eingebunden werden. Landrat Christian Meißner erhofft sich dadurch, die Füh-rungsposition in der Region weiter ausbauen und die Gästezahl weiter steigern zu können. Dabei hat er auch die Verlängerung der durchschnittlichen Verweildauer im Blick. Die Besucher sollen hier künftig nicht nur ein paar Stunden verbringen, sondern möglichst komplette Urlaubstage. Das läßt sich die Obermain-Therme rund fünf Mio. € kosten - Geld, das sicherlich gut ange-legt ist. Der Baubeginn soll im Jahr 2013 erfolgen, ein genauer Termin ist noch nicht bekannt. Quellen: www.np-coburg.de, www.frankenpost.de

Bamberg (Bayern)
Nach einem Jahr Betrieb kann das Bambados eine positive Bilanz ziehen. Bereits 400.000 Gäste haben das erste Passivhaus-Bad Deutschlands besucht. Diese Zahl gliedert sich in etwa 250.000 Besucher im Freizeitbad, 115.000 Schul- und Vereins-schwimmer im Sportbad sowie 36.000 Saunagäste. Damit wurden die Prognosen bereits übertroffen. Quelle: www.radio-bamberg.de

Berlin (Bundeshauptstadt)
Dass eine Saunalandschaft nicht riesig sein muss, um bei den Gästen einen positiven Zuspruch zu finden, beweist die neue Kiezsauna. Die im September 2012 eröffnete Saunalandschaft findet man mitten in Berlin im Kellergeschoß eines Mietshauses aus den 1950er Jahren, wo sich früher eine Wäscherei befand. Auf 400 m² Fläche entstand hier ein atmosphärisches Kleinod, das wegen der interessanten Innenarchitektur und des nutzerfreundlichen Betriebsformats schon viele Stammgäste gefunden hat. Finnische Aufgußsauna, Sanarium und Dampfbad sind im Angebot, außerdem Ruheraum, Lounge, Fußbecken und eine Terrasse.
Das Ganze täglich von 10 Uhr morgens bis Mitternacht zum Preis von maximal 10 € für vier Stunden (Frühtarif zu 8 €). Neben den original erhaltenen, weißen Klinkern der alten Wäscherei, die schön mit neuen, schwarzen Granitplatten kontrastieren, fällt vor allem der Familien-Samstag auf. Dann gibt es nämlich nicht nur freien Eintritt für Kinder bis 12 Jahre (jeweils bis zu zwei in Begleitung eines Erwachsenen), sondern es werden auch Grimm´sche Märchen im Sanarium erzählt. Somit ist die Kiezsauna eine sympathische, preisgünstige Alternative zu den wesentlich teureren Thermen im Berliner Umfeld. Quellen: www.berliner-kurier.de, www.kiezsauna.de

Berlin (Bundeshauptstadt)
Die Sanierung der Außenbecken im Kombibad an der Weddinger Seestraße ist abgeschlossen. Die Becken sind nun nicht mehr mit Fliesen ausgekleidet, sondern in Edelstahl. Neu ist auch eine Zwillingsrutsche. Im Mai 2012 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden. Die Beckensanierung kostete 1,7 Mio. €, die aus dem Etat der BBB bestritten wurden. Damit ist nach der bereits zuvor erfolgten Modernisierung von Lüftung und Heiztechnik der zweite Sanierungs-Schritt abgeschlossen. Nun steht noch eine neue Fassaden-Dämmung aus. Wann diese Arbeiten durchgeführt werden, steht noch nicht fest. Quelle: www.bbb-infra.de

Bitburg (Rheinland-Pfalz)
Nach 17 Jahren Betrieb denkt man im bierbekannten Eifelstädtchen über eine Modernisierung des Freizeitbades Cascade nach. Hintergrund dafür ist vor allem die Konkurrenz-Situation, die sich in den letzten Jahren verschärft hat. Konnte man anfangs noch fast 1.000 Tagesgäste im Durchschnitt zählen, ist diese Zahl zwischenzeitlich um gut ein Drittel zurückgegangen. Dadurch hat sich der Zuschußbedarf auf nun 400.000 € jährlich erhöht. Cascade-Chefin Elfriede Grewe mag allerdings noch nicht über den Umfang der notwendigen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität spekulieren. Letztendlich wird die finanzielle Situation der Stadt darüber entscheiden - und die ist klamm... Quelle: www.volksfreund.de

Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Seit Juli 2012 gibt es in der Bundesstadt einen neuen Bäderchef. Der Verwaltungs-Mitarbeiter Martin Herkt wurde zum Leiter des Sport- und Bäderamtes berufen. Der 49-Jährige soll sich nun um die Weiterentwicklung der Bonner Bäderlandschaft kümmern. Quelle: www.bonn.de

Bremgarten (Schweiz)
Das Hallen- und Freibad von Bremgarten befindet sich in einem schlechten Zustand. Die Gemeindeversammlung hatte im Juni 2012 zu entscheiden, ob Abriß und Neubau oder Sanierung angegangen werden sollen. Nun soll das Hallenbad um ca. neun Mio. CHF generalsaniert werden. Zur Finanzierung soll zu einen der Steuersatz angehoben werden, zum anderen hofft man auf eine finanzielle Beteiligung der umliegenden Gemeinden. Quelle: www.drs.ch

Buxton (England)
Der Kurort Buxton liegt am Nationalpark Peak District und wurde unter dem Namen Aquae Arnemetiae bereits von den Römern als Heilbad genutzt. Im halbmondförmigen Ensemble The Crescent aus dem 18. Jahrhundert entsteht nun nach dem Vorbild von Bath die zweite Therme Englands. Das vom Baumeister John Carr für den Herzog von Devonshire geplante und 1789 eröffnete Gebäude beherbergte einst ein natürliches Thermalbad, zwei Hotels und sechs Herbergen. Nun wird hier ein 5-Sterne-Haus mit zusätzlicher Ladenstraße und einem Wellness-Center mit Therme errichtet. Die Arbeiten wurden im Juni 2012 begonnen.
Die Kosten werden mit 35 Mio. BP angegeben, was etwa 42 Mio. € entspricht. Die Finanzierung wird von der Ent-wicklungsgesellschaft Trevor Osborne Property Group and CP Holdings mit 15 Mio. britischen Pfund getragen, weitere 12,5 Mio. BP kommen vom Heritage Lottery Fund. Weiterhin sind zwei Councils und die English Heritage an der Finanzierung be-teiligt. Als Betreiber wurde die Hotelgruppe Danubius ausgewählt, die bereits mehrere Wellness-Hotels vor allem in Ungarn, Tschechien und der Slowakei besitzt. Nach der Fertigstellung soll der Marktflecken Buxton mit 21.000 Einwohnern zur Top-Wellness-Adresse von Englands Norden avancieren und eine ähnliche Stellung wie die Römerstadt Bath im Südwesten des Landes erreichen. Quellen: www.menmedia.co.uk, www.danubiushotels.com

Calw (Baden-Württemberg)
Das Carl-Schmid-Hallenbad am Schießberg stammt aus dem Jahre 1962 und ist nicht mehr zeitgemäß. Der bauliche Zustand läßt hohe Renovierungskosten erwarten und die Parkplatz-Situation ist unbefriedigend. Darum wird derzeit diskutiert, wie lan-ge das Bad noch betrieben werden kann. Im Gespräch ist ein Neubau am Standort Im Krappen, jedoch ist die Finanzierung nicht gesichert. Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

Chemnitz (Sachsen)
Im Juni 2012 wurde das neue Sparpaket der Stadt Chemnitz vorgestellt. Demnach soll die Schwimmhalle Bernsdorf nicht mehr wie vorgesehen saniert, sondern endgültig geschlossen werden. Das zugehörige Freibad soll noch bis zum Saison-Ende 2014 betrieben werden. Danach soll es entweder an einen privaten Betreiber übergeben oder geschlossen werden. Die Pläne für den Neubau eines Allwetterbades in Bernsdorf sollen frühestens im Jahre 2016 und nur bei einer verbesserten Haushaltslage wieder diskutiert werden. Quelle: www.news-chemnitz.de

Dissen (Niedersachsen)
Nach nur 13 Monaten Umbauzeit konnte das Sport-Hallenbad im Teutoburger Wald Ende 2010 wiedereröffnet werden. Außer der kompletten Technik des 44 Jahre alten Bades wurden auch Umkleiden und Kassensystem erneuert, Energiespar- und Brandschutz-Maßnahmen durchgeführt sowie ein Mehrzweckbecken neu errichtet. Die neue Verglasung ist um einen Meter schräg nach außen gestellt und eine Gebäude-Ecke wurde für zusätzlichen Lichteinfall geöffnet. Die Bau-Maßnahmen am nun Aktivbad genannten Hallenbad wurden vom Büro DeWitt, Janßen & Partner aus Bad Zwischenahn geplant. Das Bauvolumen betrug 3,2 Mio. € (netto). Quelle: www.dwjp.de

Döbeln (Sachsen)
Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin wurde das Döbelner Stadtbad eröffnet. Seit der Sanierung im Jahre 1995 entspricht der Badetempel auch modernen Standards. Im Jahre 2003 wurde zudem eine schöne Saunalandschaft einge-weiht. Seit August 2012 wird nun wieder gebaut. Für rund 1,5 Mio. € entstehen ein Nichtschwimmerbecken mit Schneckenrut-sche, ein Babybecken und ein kleines Warmbecken. Architekt ist das einheimische Bauplanungs-Büro Maik Schroeder. Quel-le: www.doebelner-allgemeine.de

Essen (Nordrhein-Westfalen)
Wer sich am Originalzustand eines Hallenbades aus der Nierentischzeit erfreuen möchte, sollte sich mit dem Besuch beeilen. Für das im Jahre 1958 errichtete Essener Hauptbad gibt es nämlich keine lange Zukunft mehr. Das verkehrstechnisch schwie-rig gelegene Sport-Hallenbad mit zwei 25-m-Sportbecken und 7,50-m-Sprunganlage ist stark sanierungsbedürftig. Die voraus-sichtlichen Sanierungskosten wurden hier mit mindestens 16 Mio. € beziffert. Erfahrungsgemäß gibt es gerade bei Bäder-Altbauten aber nach oben hin einen riesigen Spielraum wegen nicht erkennbarer Risiken. Da sich solche Investitionen hier wohl nicht lohnen, wurde Mitte 2012 ein Ersatz-Neubau am besseren Standort Thurmfeld (bei der Universität) ausgeschrieben.
Das neue Sport-Hallenbad soll über ein wettkampftaugliches Becken mit acht Bahnen je 25 m verfügen. Hubboden, 3-m-Sprunganlage, Zuschauertribüne und Lehrbecken sollen ebenfalls zur Ausstattung gehören. Die Baukosten dürfen laut Ratsbe-schluß 9,7 Mio. € nicht überschreiten. Den Architekten-Wettbewerb gewann die Fa. GSF aus Hamm (Architekt: Christoph Keinemann). Dieses Büro hatte u. a. auch die Sanierung des Kombibades in der Essener Oststadt durchgeführt.
Bei optimalem Planungsverlauf könnte die Eröffnung des neuen Sportbades Thurmfeld Mitte 2015 erfolgen. Außerdem stehen noch zwei weitere Essener Bäder zur Sanierung an. Das Hallenbad Borbeck soll für 4,7 Mio. € renoviert werden, ins Dellwiger Freibad Hesse sollen 2,5 Mio. € investiert werden. Die Auswahl des Generalunternehmers ist noch nicht abgeschlossen. Es soll nach Möglichkeit eine Baufirma zum Zuge kommen, die zumindest zwei der Projekte gleichzeitig abwickeln kann. Quelle: www.derwesten.de

Filderstadt (Baden-Württemberg)
Durchaus zufrieden zeigt sich Fildorado-Geschäftsführer Felix Schneider mit dem Jahresverlauf 2012. Nach einem leichten Einknick im Jahre 2011 konnte man heuer die 600.000er-Marke wieder überschreiten. Das schreibt Schneider vor allem den verschiedenen neuen Events sowie einer bequemeren Möblierung zu. Im Hinblick auf die neue Konkurrenz in Backnang und Fellbach sowie den Renovierungen der Thermen in Beuren, Stuttgart und Böblingen hält er jedoch weitere Investitionen für notwendig.
Die Planungen seines Vorgängers Wolfgang Hermle wird er jedoch aus Kostengründen nicht weiter verfolgen. So fiel nach der von Hermle geforderten Looping-Rutsche nun auch der gewünschte Whirlpool dem Rotstift zum Opfer. Ganz oben auf Schneider´s Wunschzettel steht ein separater Eingang für die Saunagäste, um die Hauptkasse und die oberen Umkleiden zu entlasten. Damit verbunden wären auch ein zusätzlicher Parkplatz sowie weitere Schwitzräume. Ob die dafür kalkulierten drei Mio. € Investitionssumme jedoch vom Aufsichtsrat und vom Gemeinderat bewilligt werden, ist derzeit noch unklar. Quellen: www.stuttgarter-zeitung.de, www.fildorado.de

Gelnhausen (Hessen)
Kraulschwimmen ist ungesund - jedenfalls kann es das im Hallenbad Mittleres Kinzigtal sein. Hier ist nämlich gemäß Haus- und Badeordnung seit Oktober 2012 sowohl das Kraulen, als auch das Delfin- und Rückenkraulschwimmen generell untersagt worden. Die nachfolgenden Kontroversen zwischen Leistungsschwimmern, Badepersonal und älteren Badegästen, die gerne in ruhigeren Bahnen schwimmen, eskalierten bereits mehrfach und führten zum vorzeitigen Verlassen des gesunden Schwimm-bades. Zwischenzeitlich wurden die entsprechenden, neuen Passagen von Betriebsleiter Volkmar Beer zwar leicht entschärft - es darf nun auf extra dafür abgesperrten Bahnen zu bestimmten Zeiten gekrault werden - doch die Verärgerung der Sportler schlägt immer höhere Wellen. Auch das Mitbringen von großen Badetaschen in die Schwimmhalle ist nun untersagt, was ebenfalls nicht auf große Gegenliebe bei den Schwimmern stößt.
Ob man mit den seniorenfreundlicheren Regelungen nun mehr ältere Gäste aus einem weiten Umfeld ins „erste Brust-Schwimmbad der Welt“ locken kann und dies mögliche Verluste durch „ver-kraulte“ Bahnenschwimmer kompensiert, muss sich noch zeigen. Jedenfalls hat diese Provinz-Posse die Bekanntheit des Schwimmbades in der Barbarossa-Stadt bundesweit schlagartig gesteigert und ist sogar zum Tages-Top-Thema bei Focus-Online avanciert. Bürgermeister Thorsten Stolz zeigte sich darüber ebenso überrascht wie auch leicht amüsiert. Die Badeordnung wird jedenfalls bei der nächsten Gemeinderats-Versammlung erneut auf den Prüfstand kommen. Quellen: www.gnz.de, www.sz-online.de, www.focus.de

Hagen (Nordrhein-Westfalen)
Christoph Köther, der Geschäftsführer der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, zeigt sich mit dem Jahresverlauf 2012 sehr zufrieden. Ihm ist es gelungen, den Zuschußbedarf der Gesellschaft binnen fünf Jahren um ganze 40 % zu senken. Einen großen Anteil daran hatte die Umstrukturierung der Hagener Bäderbetriebe. Vor allem das Ende April 2010 eröffnete Westfalenbad weist ständig steigende Umsatzzahlen auf. Für das Jahr 2012 könnte hier sogar die Marke von einer halben Mil-lion Gästen geknackt werden.
Die Saunalandschaft hat dabei einen Anteil von etwa 75.000 Besuchern, wobei man schon fast an die Kapazitätsgrenze stößt. Dabei mußte man fünf Monate lang auf die Erdsauna verzichten, die im Mai 2012 durch ein Feuer völlig zerstört worden war. Zwischenzeitlich erstrahlt sie jedoch wieder in vollem Glanz. Für 2013 ist der Bau eines zweiten Ruhehauses sowie einer weiteren Außensauna geplant. Damit werden insgesamt acht Schwitzräume zur Verfügung stehen. Dafür hat man den ebenfalls avisierten Bau einer zweiten Riesenrutsche um ein Jahr auf 2014 verschoben. Quellen: www.derwesten.de, www.westfalenbad.de

Halle / Saale (Sachsen-Anhalt)
Fast 100 Jahre lang ist das Stadtbad Schimmelstraße zwischenzeitlich in Betrieb und gehört damit zu den ältesten Schwimm-hallen in Deutschland. Hier kann man noch gut die Architektur der Kaiserzeit erkennen. Leider befindet sich das Bad trotz ei-ner im Jahre 1995 erfolgten Teilsanierung in einem relativ schlechten Zustand. So musste die Frauen-Badehalle im Oktober 2012 wegen Bauschäden am Kuppeldach außer Betrieb genommen werden. Das Herrenbad und die Dampfkammer sind zwar vorläufig noch in Betrieb, doch die weitere Zukunft des Badetempels ist unklar. Quellen: www.mz-web.de, www.baden-in-halle.de

Koblenz (Rheinland-Pfalz)
Das Stadtbad in der Weißer Gasse bleibt vorläufig geschlossen. Nach Begutachtung des Bauzustandes im Sommer 2012 wurde von einer Wiedereröffnung abgesehen. Eine Sanierung ist dringend nötig. In den nächsten Monaten werden die voraussichtlichen Sanierungskosten ermittelt. Danach will man entscheiden, ob sich eine Renovierung lohnt oder ob das über 45 Jahre alte Bad für immer geschlossen bleibt. Quelle: www.rhein-zeitung.de

Kristiansand (Norwegen)
Die im Sörlandet gelegene Stadt der Quadrate ist als sechstgrößte Stadt Norwegens ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Altstadt, Strände und der Tier- und Freizeitpark machen Kristiansand auch zur touristischen Hochburg. Ab Ende März 2013 sorgt hier das Aquarama für zusätzlichen Aufwind. Es handelt sich um eines der größten Freizeitzentren Skandinaviens. Auf einer Fläche von 41.000 m² findet man ein breites Spektrum von Gesundheits-, Sport- und Wellness-Angeboten. Insgesamt 14 Badebecken gibt es, darunter ein Indoor-Wettkampfbecken mit zehn Bahnen je 50 m Länge.
Ein weiteres Highlight ist das Wellenbecken mit der innovativen „Wave Rocket Galaxy“ von API, Strömungskanal und Flow-Rider. Viel Spaß verspricht auch die Rutschenlandschaft, die von Wiegand-Maelzer gebaut wurde. Einzigartig ist die Kombination aus einem mit Reifen zu befahrenden Crazy-River, der schließlich in eine Röhrenrutsche aus Edelstahl mit 91 Metern Länge übergeht. Die zweite Rutsche ist ein Body-Slide mit 55 m Länge. Beide Riesenrutschen sind übrigens nicht wie üblich aufgeständert, sondern von der Decke abgehängt. Gläserne Abschnitte sorgen für schöne Ein- und Ausblicke.
Großen Wert gelegt hat man auch auf eine interessante Saunalandschaft, die von Klafs realisiert wurde. Der Spa verfügt unter anderem über einen Hamam. Es gibt noch viele weitere Gesundheits-Angebote, die sich vor allem an die Silver-Age-Generation wenden. Zum Komplex gehören außerdem ein großes Fitness-Center, eine Sporthalle, Kletterwände und ein Tagungs-Hotel mit 200 Betten. Insgesamt wurden rund 120 Mio. € investiert. Die Besucher-Prognose beläuft sich auf etwa 400.000 Gäste pro Jahr. Quelle: www.aquarama.no

Luzern (Schweiz)
Im Juli 2012 wurden sowohl der Migros-Fitneßpark Triebschen als auch die Schwimmhalle an der Biregger Straße endgültig geschlossen. Für die Luzerner ist das allerdings eher ein Grund zur Freude, denn bereits einen Monat später eröffnete mit dem Sportpark Allmend eine weitaus bessere Ersatz-Anlage. Der Allmend ist ein in der Stadtgeschichte sowohl von der Größe als auch von der Investitionssumme einmaliges Bauprojekt. Hier wurden in den letzten beiden Jahren rund 300 Mio. CHF (ca. 240 Mio. €) verbaut. Als erstes wurde die swissporarena des FC Luzern fertig, der hier seit September 2011 seine Super-League-Heimspiele austrägt.
Zwischenzeitlich sind auch die anderen Gebäude eröffnet worden. Es handelt sich dabei um fast 300 Wohnungen im Doppel-Hochhausturm „Hochzwei“, ein sechsgeschossiges Sportgebäude (inkl. Migros-Supermarkt) sowie das neue Hallenbad Allmend. Die Wohnanlage war bereits binnen kürzester Zeit voll vermietet. Der Fitness-Park, der wiederum von Migros betrieben wird, umfaßt auf 4.700 m² Fläche als größte Fitness-Anlage der Schweiz u. a. eine Doppel-Sporthalle, ein MedBase-Gesundheitszentrum, Gymnastikraum, Pilates-Studio, Kletterwand, Salz-Lounge sowie einen Wellness-Bereich mit Saunalandschaft.
Die zwanzigjährige Diskussion um ein neues Luzerner Hallenbad hat mit dem Allmend nun ein gutes Ende gefunden. Rund 1.000 m² Wasserfläche, verteilt auf fünf Bassins, stehen zur Verfügung. Die Architekten Daniele Marques und Iwan Bühler re-alisierten ein anspruchsvolles Bauwerk, wobei die Schwimmhalle ganz ohne tragende Stützen auskommt. Sechs riesige Stahl-träger, die über das Dach verlaufen, tragen die ganze Last. Eine großzügige Fensterfront erlaubt den ungetrübten Blick auf den Pilatus-Berg sowie die umliegenden Alpengipfel. Die Ausstattung umfaßt ein wettkampfgerechtes Sportbecken mit acht Bah-nen je 25 m Länge, ein Sprungbecken mit Plattformen bis fünf Metern Höhe, ein höhenverstellbares Lehrbecken und ein Planschbecken mit Breitrutsche.
Für einen erlebnisreichen Aufenthalt sorgt das Attraktionsbecken mit Sprudelliegen, Wasser-speiern, Massagedüsen und Bodenblubbern. Abenteuerlustige finden mit der 55 m langen Blackhole-Rutsche ein gutes Betäti-gungsfeld. Auch für die Sicherheit ist bestens gesorgt. Als drittes Hallenbad in der Schweiz wurde das Allmend mit einer Unterwasser-Überwachungsanlage ausgerüstet. 43 Kameras sollen leblos im Becken treibende Körper aufspüren und ggf. Alarm auslösen. Die Anlage wurde als PPP-Modell der Stadt Luzern zusammen mit der Anlagestiftung Credit Suisse Real Es-tate verwirklicht. Die Baukosten für das Hallenbad lagen bei umgerechnet etwa 12 Mio. €. Quellen: www.luzernerzeitung.ch, www.hallenbadallmend.ch

Marktheidenfeld (Bayern / Franken)
Nachdem das beliebte Freizeitbad „Maradies“ Ende 2010 wegen gravierender Baumängel endgültig seine Pforten schließen mußte, wurde nun nach genau zwei Jahren an gleicher Stelle der Nachfolgebau eröffnet. Über zehn Jahre und drei Ausschrei-bungen lang hatte die Entscheidungsfindung gedauert, bis man sich letztlich auf das „Wonnemar-Bad“ des privaten Betreibers „InterSPA“ festlegte.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf einer Grundfläche von fast 10.000 m² entstand ein Sport- und Wellnessbad für alle Alters- und Nutzergruppen. Das Angebot umfasst die Bereiche Sport- und Freizeitbad, Thermalbad, Saunaland und Freibad. Der Freizeit-Bereich wartet mit 25-m-Sportbecken (5 Bahnen), Lehrbecken und Planschbecken sowie einer 80 m langen Blackhole-Röhrenrutsche auf. Für die Gesundheitsbader stehen insgesamt sieben Becken zur Verfügung, davon fünf Warmbecken. Diese sind größtenteils mit Schwachsole befüllt (0,5 % Salzgehalt). Im Saunaland erwarten den Gast sechs Schwitzräume, davon zwei im Garten. Highlights sind hier die runde Erdsauna mit flackerndem Kaminfeuer sowie die große Kelo-Aufgußsauna. Das Freibad mit einer Wasserfläche von rund 1.600 m² wird zur Saison 2013 an den Start gehen.
Das Wonnemar Marktheidenfeld ist für bis zu 800 Gäste gleichzeitig ausgelegt, wobei für das erste Betriebsjahr - je nach Quelle - etwa 220.000 bis 280.000 Besucher prognostiziert wurden. Die Baukosten sollen etwa 16 Mio. € (netto) betragen ha-ben. Die Kommune trägt mit jährlich 840.000 € (zahlbar über den Zeitraum von 30 Jahren) zur Finanzierung der Bau- und Be-triebskosten bei. Im Gegenzug dürfen die Schulen weiterhin das Sportbecken nutzen. Für die Architektur zeichnet Horst Haag verantwortlich, der zusammen mit Volker Kurz auch Geschäftsführer aller Wonnemar-Bäder ist. Generalunternehmer des Bauvorhabens war die Fa. Pellikaan Bäderbau aus Ratingen. Quellen: www.wonnemar.de, www.main-media.de

Melle (Niedersachsen)
Rund 600 leerstehende Bahnhofsgebäude will die Deutsche Bahn bis 2016 verkaufen. In Melle hat man dafür schnell eine in-novative Verwendung gefunden: als Wellness-Zentrum. Der bisherige Pächter des im Herbst 2011 endgültig wegen Baumän-geln geschlossenen Kurmittelhauses Solbad Melle, Dirk Ostermeier, hat das Gebäude ersteigert und umgebaut. Seit Mitte Ok-tober 2012 werden in der Therawell-Praxis entspannende Massagen, physiotherapeutische Anwendungen und Kosmetik ange-boten. Vorbeikommende Bahnreisende werden vom hauseigenen Imbiß angelockt und so mancher nutzt dann auch andere Angebote.
Wie im alten Kurhaus gibt es auch im neuen Gebäude ein warmes Sole-Bewegungsbecken. Erwähnenswert ist auch die kleine, aber feine Saunalandschaft, die zur absoluten Entspannung einlädt. Währenddessen ringt der Stadtrat von Melle seit Jahren um die beste Lösung für ein neues Hallenbad. Die endgültige Entscheidung soll im März 2013 fallen. Derzeit ist ein Minimalprogramm mit 25-m-Sportbecken (5 Bahnen und 1-m-Sprungbrett), Aktivbecken und Planschbecken im Gespräch. Dafür wurden rund 7 Mio. € veranschlagt. Den jährlichen Zuschußbedarf sieht man künftig bei 700.000 bis 1 Mio. € jährlich. Quellen: www.noz.de, www.ndr.de

Mindelheim (Bayern)
Nach 48 Betriebsjahren vermeldet das Mindelheimer Freibad schwerwiegende Mängel. Im Jahre 2013 wird es daher wahr-scheinlich keinen Badebetrieb geben. Ob und wie eine Sanierung stattfinden kann, ist derzeit noch unklar. Die Renovierungs-kosten wurden auf sechs Mio. € geschätzt, was für das schwäbische Städtchen nicht finanzierbar ist. Nun erwägt man für die drei Becken mit rund 2.000 m² Wasserfläche eine schrittweise Erneuerung in mehreren Bauabschnitten. Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

Minsk (Weißrußland)
In der quirligen Hauptstadt von Belarus herrscht seit ein paar Jahren rege Bautätigkeit. Überall schießen neue Einkaufszentren, Hotels, Wohnblocks und auch Freizeit-Einrichtungen aus dem Boden. Darunter befindet sich auch einer der größten Indoor-Wasserparks Europas. Der Komplex hat die Form einer riesigen Speerspitze, die in einen neu angelegten Badesee hineinragt. Etwa 30 m hohe Glasfassaden zu beiden Seiten sorgen für viel Licht.
Auf ein Sportbecken hat man verzichtet. Dafür gibt es jedoch ein großes Lagunen-Wellenbecken, eine Surfwelle und einen Lazy-River. Highlight ist die Rutschenlandschaft, die von Wiegand-Maelzer gebaut wird. Hier findet man nahezu alle Top-Attraktionen, die man heutzutage realisieren kann. Super-Bowl, Freefall-Bodyslide, Boomerango, Rattler-Waterslide, Mat-Racer, Wing-Waterslide, Champaign Bowl und Master-Blaster gehören dazu. Insgesamt sollen es rund ein Dutzend Großrutschen werden. Im Außengelände gibt es außerdem eine vielfältige Waterplay-Structure. Die Eröffnung ist für den Sommer 2013 geplant. Quelle: www.wiegand-maelzer.de

Niederstotzingen (Baden-Württemberg)
Seit Mitte 2012 wird die Saunalandschaft im Jurawell erweitert. Die Kapazität war längst zu knapp geworden. Bis zum Früh-jahr 2013 wird der in den Berg hineingetriebene Neubau fertig sein, von außen nur als Glaswand erkennbar. Der neue Bereich umfaßt 150 m². Dazu gehören eine Erdsauna, ein großer Ruheraum, weitere Umkleiden, Massageräume und ein Gradierwerk. Nach den Zubauten soll die Jahres-Kapazität mindestens 25.000 Gäste betragen. Es werden dafür 1,1 Mio. € investiert. Quelle: www.jurawell.de

Offenburg (Baden-Württemberg)
Die Schwarzwald-Metropole plant den Neubau eines Kombi-Freizeitbades als Ersatz für das marode Stegermatt-Bad. Es wur-den bereits Machbarkeitsstudien erstellt. Beim derzeitigen Raumprogramm geht man von Baukosten in Höhe von rund 25 Mio. Euro aus. Geplant sind Ausschreibungen für das 2. Quartal 2013, der Baubeginn ist für das Frühjahr 2015 vorgesehen. Die Eröffnung des neuen Bades soll Ende 2016 (Hallenbad) bzw. zur Sommersaison 2017 (Freibad) stattfinden. Quelle: www.offenburger-freizeitbad.de

Orange (Australien)
Vor 160 Jahren begann in der Bergbaustadt in New South Wales der australische Goldrausch. Heute rauscht hier das Wasser. Mitte 2012 wurde das neue Aquatic-Centre eröffnet. Das Freizeitzentrum verfügt u. a. über ein 25-m-Sportbecken mit acht Bahnen, Tribüne für 200 Zuschauer und ein Erlebnisbecken im Innenbereich. Das bereits bestehende 50-m-Wettkampfbecken und ein Sprungbecken mit 10-m-Turm im Freibereich blieben erhalten. Die Baukosten für die Schwimmhalle betrugen rund 7,2 Mio. AUD, was etwa 6 Mio. € entspricht. Die Hälfte der Baukosten wurde von der australischen Bundesregierung getragen. Quelle: www.orange.nsw.gov.au

Radevormwald (Nordrhein-Westfalen)
Nachdem das ehemalige Freizeitbad „Aquafun“ Mitte 2009 nach einem Komplett-Umbau als Spiel-, Fitness- und Saunaland „life-ness“ wiedereröffnet wurde, stellte sich bald heraus, dass die Saunalandschaft zu klein geplant war. Dem wurde nun mit einem 500.000 € teuren Erweiterungsbau Abhilfe geschaffen. Im Saunagarten entstand eine große Blockbohlen-Sauna mit zwei Öfen und angeschlossenem Kaltwasserbereich. Neu sind auch ein erweiterter Ruhebereich sowie ein Bistro mit Kamin-Lounge. Die Eröffnung fand im Oktober 2012 statt. Sollte sich die Saunalandschaft weiterhin steigender Besucherzahlen er-freuen, plant GF Ronald Eden auch noch den Bau einer zusätzlichen Erdsauna. Quellen: www.rp-online.de, www.life-ness.de

Rheinfelden (Schweiz)
Das „Sole Uno“ gehört mit weit über einer halben Million Jahresgästen zu den beliebtesten Thermalbädern der Schweiz. So ging es hier auch im Juni 2012 heiß her, als eine neue Finnsauna eröffnet werden sollte. Dazu kam es letztlich jedoch nicht. Durch eine auf dem Ofen liegengelassene Gummimatte entstand beim Einschalten ein Feuer, das sich rasch ausbreitete. Ob-wohl das Personal schnell reagierte und die Feuerwehr binnen Minuten zur Stelle war, wurde der komplette Innenbereich der Saunalandschaft ein Raub der Flammen. Zudem mußten zwölf Angestellte mit Atembeschwerden in eine Klinik eingeliefert werden.
Glücklicherweise waren keine Schwerverletzten oder Tote zu beklagen. Das Thermalbad sowie der Saunagarten blieben nahe-zu unbeschädigt und konnten binnen Tagen wieder in Betrieb genommen werden. Der Wiederaufbau der Innensaunas wurde schnell in Angriff genommen und so wurde bereits Ende Dezember 2012 die Wiedereröffnung gefeiert. Das Konzept blieb na-hezu unverändert, doch nun erstrahlt alles in neuem Glanz. Betriebsleiter Sven Malinowski bezifferte die Investitionskosten auf mehrere Millionen Franken. Durch den Brand gab es außerdem einen Besucher-Rückgang von rund 20.000 im Vergleich zum Vorjahr. Quellen: www.aargauerzeitung.ch, www.suedkurier.de

Salzwedel (Sachsen-Anhalt)
Das Hallenbad der beschaulichen Hansestadt in der Altmark wurde vor rund 23 Jahren eröffnet. Obgleich das Gebäude äußer-lich einen guten Eindruck macht und die Heizungs- und Lüftungstechnik gerade erst für 200.000 € erneuert wurde, gibt es der-zeit heftige Diskussionen über den Erhalt des noch zu DDR-Zeiten geplanten Bades. Den 77.000 Jahres-Besuchern in 2011 stand ein Zuschußbedarf von rund 360.000 entgegen. Daher und auch wegen des steigenden Reparaturbedarfs wünschen sich vor allem Oberbürgermeisterin Sabine Danicke und Hauptamtsleiter Matthias Holz einen Neubau. Dafür steht eine Summe von 6 bis 8 Mio. € im Raum. Geld, das die klamme Kommune aber eigentlich nicht hat. So wünscht man sich einen Investor, der ein neues Bad errichtet, ohne die Haushaltsbelastung zu erhöhen. Ob dies gelingen kann, ist allerdings fraglich. Quelle: www.volksstimme.de

Sinsheim (Baden-Württemberg)
Als Erbauer und Betreiber der Thermen in Erding, Bad Wörishofen und Titisee-Neustadt hat sich das Architektenteam Wund aus Friedrichshafen längst einen Namen gemacht. Nun ist mit dem Badeland Sinsheim ein weiteres Schmuckstück hinzuge-kommen. Im Dezember 2012 konnte die neueste Wund-Therme termingerecht Eröffnung feiern. Das neue „Flaggschiff“ der Wund-Gruppe verfügt in der ersten Ausbaustufe bereits über einen Sport-Bereich mit sechsbahnigem 25-m-Becken, Lehrbe-cken und Kinderbereich sowie über eine Thermal-Badelandschaft und ein Saunaland. Später soll auch noch ein Spaßbad hin-zukommen.
Über 400 echte Palmen sorgen für Südsee-Atmosphäre unter dem hohen Glas-Tonnendach. Im Sommer kann dieses komplett geöffnet werden. Die Gäste entspannen sich derweil in Heilbecken mit Selen, Calcium oder Starksole oder nehmen einen Cocktail an einer der Pool-Bars. Vier Hot-Whirlpools und große Thermalbecken drinnen und draußen bringen weitere Ab-wechslung. Im Saunaland erwarten die Gäste gleich neun, eigenständige Themen-Saunas. Highlights sind dabei die große Koi-Sauna mit über 100 Plätzen, die Kino-Sauna, die Alhambra-Sauna und die Hünenring-Sauna.
Die Wund-Gruppe hat ein Besucher-Potential von bis zu 4 Mio. jährlich errechnet und plant mit bis zu 850.000 Gästen pro Jahr. Die Gewinnschwelle soll allerdings bereits bei 375.000 Eintritten erreicht werden. Dafür stehen 15.700 m² Nutzfläche und über 2.000 Schränke bereit.
Die Baukosten wurden mit ca. 50 Mio. € beziffert. Zur Finanzierung trägt die Stadt Sinsheim für die Dauer von 22 Jahren mit jährlich 1,05 Mio. € bei. Im Gegenzug zahlen die Betreiber jährlich 250.000 € Zuschuß für den Schulbus-Verkehr sowie 300.000 € Pacht für Parkplätze. Ein gutes Geschäft für die Stadt, die künftig außerdem ein Jahres-Defizit in Höhe von 627.000 € jährlich durch die Schließung des alten Hallenbades und zweier Freibäder einspart. Natürlich entfällt auch die ansonsten notwendig gewordene Generalsanierung des früheren Hallenbades, was mit etwa 8,5 Mio. € zu Buche geschlagen hätte. Quellen: Rhein-Neckar-Zeitung, www.badewelt-sinsheim.de

Stein (Bayern / Franken)
Nach über einem Jahr Verzögerung, verursacht durch Anwohner-Proteste, konnte Ende Dezember 2012 endlich die neue Rut-schenlandschaft im größten fränkischen Freizeitbad in Betrieb genommen werden. Aus Lärmschutzgründen mussten bei-spielsweise die Rutschenwände um 3 cm verstärkt werden. Insgesamt acht neue Riesenrutschen wurden von der Firma Aquarena installiert. Dafür wurden rund 6 Mio. € investiert. Zum „Space-Center“ mit seinen bestehenden fünf Rutschen kam nun die „Future World“ hinzu. Schon der Zugang zu der neuen Rutschenlandschaft ist abenteuerlich. Es handelt sich nämlich um einen Skywalk in nahezu 20 Metern Höhe, der den bestehenden Rutschenturm mit einem zweiten verbindet. Wackelböden, Drehtrommeln und Wasserspritzer vermitteln hier quasi Jahrmarkts-Atmosphäre, wobei schon der Ausblick durch die Glasfront in schwindelerregender Höhe nichts für Angsthasen ist.
Die Gesamtlänge der nun insgesamt 13 Röhrenrutschen beträgt über 1.600 Meter, also gut 900 Meter mehr als bisher. Damit liegt das „Palm Beach“ mit der Rutschenlandschaft „Galaxy“ der „Therme Erding“ nahezu gleichauf. Die längste Abfahrt bie-tet dabei die Reifenrutsche „Saturn“ mit 202 Metern. Diese sehr breite Rutsche kann sowohl mit Einzelreifen, als auch mit Mehrfachreifen und sogar Schlauchbooten befahren werden. Alle anderen neuen Slides erfordern mehr Mut. Da gibt es die Spiralrutsche „Tranformer“, die bei Fliehkräften von 3 G die Gesichtszüge schon mal entgleisen läßt. Ebenfalls nicht geeignet für Hosenscheißer ist die Doppel-Loopingrutsche „Pegasus II“ mit einer Starthöhe von 19 Metern und 14 Meter freiem Fall bis zum ersten Kontakt.
In der Super-Nova-Rutsche legt man fast die Hälfte der über 100 Meter langen Strecke in einer geschlos-senen Röhre zurück, bevor man in eine Kugel mit 16 Metern Durchmesser gelangt, wo man langsamer werdend zum Südpol rutscht und dann mit seinem Gummireifen eine zweite Röhre durchquert. Die Blackhole-Rutsche „Mars Mission“ besteht aus zwei rund 40 m langen Geraden, die sich mittels einer langgezogenen Kurve kreuzen. Schließlich ist noch die „Stargate“ zu erwähnen, die als Wettbewerbs-Rutsche mit drei gleichlangen Röhren ausgelegt wurde. Die Landezonen sind jeweils wie in einem Science-Fiction-Film gestaltet. Geschäftsführer Andreas Steinhart und sein Betriebsleiter Vitali Strobel zeigten sich zu-versichtlich, mit diesen neuen Alleinstellungs-Merkmalen den Vorsprung zu den Mitbewerbern weiter ausbauen zu können. Dazu soll auch die durchgehende Thematisierug der 30 Meter langen Auslaufhalle beitragen, wo man die Spuren von Welt-raum-Kämpfen und auch diverse Aliens entdecken kann. Quellen: www.palm-beach.de, www.nordbayern.de

Västeras (Schweden)
Mit 111.000 Einwohnern gehört die Großstadt am Mälaren, etwa 100 km westlich von Stockholm, zu den bedeutendsten Städten Schwedens. Seit fast 900 Jahren ist Västeras Bischofssitz und außer dem Dom sind hier auch mehrere schöne Schlösser zu besichtigen. Zudem war hier Ende des 19. Jahrhunderts die Keimzelle des weltweit tätigen Energiekonzerns ASEA Brown Boveri (ABB). Das ehemalige, fast 100-jährige und denkmalgeschützte Dampfkraftwerk des Konzerns, wo 1953 die ersten synthetischen Diamanten der Welt hergestellt wurden, wird seit 2010 zu einem Erlebnisbad der Superlative umgebaut. Für den Spaßfaktor sorgt dabei die deutsche Rutschenfirma Wiegand-Maelzer. Sie installiert hier gleich fünf Großrutschen. Es handelt sich dabei um einen Wildwasserfluß aus Kunststoff, eine Boomerang-Edelstahlrutsche, zwei Racer-Rutschen aus Edelstahl mit Zeitmessung sowie eine wärmegedämmte X-Tube für 3-fach-Reifen. Die Eröffnung ist für den Herbst 2014 angekündigt. Quellen: www.vasteras.se, www.wiegand-maelzer.de

Waldmünchen (Bayern)
Gut 18 Jahre ist es nun her, dass das aus den 1970er Jahren stammende Freizeitbad AquaFit seine letzte Renovierung erfuhr. Zwischenzeitlich gibt es einen Sanierungs-Stau und ein jährliches Defizit in Höhe von rund 700.000 €. Da sich die Stadt eine Schließung des touristischen Anziehungspunktes nicht leisten kann, wird seit Jahren über Alternativen für einen Weiterbetrieb diskutiert. Ende September 2012 erfolgte nun ein Bürgerentscheid. Die große Mehrheit hat sich für eine Verkleinerung des Angebotes ausgesprochen. Das jetzige Schwimmerbecken (4 Bahnen je 25 m, 3-m-Sprunganlage) soll in ein Mehrzweckbe-cken umgewandelt werden. Die zweite Badehalle mit dem Erlebnisbecken wird hingegen aufgegeben und wohl einer anderen Nutzung zugeführt. Auch die 58-m-Röhrenrutsche wird es künftig nicht mehr geben. Die derzeitige Planung geht von Sanie-rungskosten in Höhe von 5,6 Mio. € aus. Damit soll das Defizit auf künftig etwa 515.000 € jährlich gesenkt werden. Quelle: www.mittelbayerische.de

Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Nach 40 Betriebsjahren musste das Hallenbad Vohwinkel Mitte Dezember 2012 endgültig schließen. Trotz Übergabe an einen Bürgerverein waren die Besucherzahlen im letzten Jahr von rund 87.000 auf etwa 64.000 dramatisch gesunken. Damit konnten die jährlichen Betriebskosten von 210.000 € nicht gedeckt werden. Für das Jahr 2013 hatte der Förderverein einen Fehlbetrag von 120.000 € berechnet - zu viel für die Stadt. Zudem wurde ein Sanierungsbedarf von rund fünf Mio. € ermittelt, den die Schwebebahn-Stadt ebenfalls nicht bewältigen kann. Zur Diskussion steht weiterhin auch der Betrieb des Bandwirker-Bades Ronsdorf aus dem Jahre 1967, wo der dortige Förderverein für das Jahr 2012 ebenfalls einen Rückgang von über 20.000 Badegästen auf nun nur noch rund 52.000 zu beklagen hat. Vorläufig bleibt dieses Hallenbad jedoch noch geöffnet. Quelle: www.wz-newsline.de

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