Neuigkeiten aus der Welt der Bäder und Saunen

- Bäder-News 05/2012 -

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== Qualität siegt immer ==
Dass es bei Altbau-Sanierungen, speziell im Bäderbereich, oftmals im Bauverlauf zu schlimmen Überraschungen kommt, ist nichts Neues. Nur in den seltensten Fällen werden die prognostizierten Renovierungskosten eingehalten und vorgesehene Wiedereröffnungs-Termine verzögern sich schon regelmäßig um mehrere Monate. Zu den meist um Millionenbeträge höheren Baukosten kommen dann noch der Image-Verlust, abwandernde Stammgäste sowie horrende Einnahme-Einbußen hinzu. Die Ausschreibungs-Praxis zwingt jedoch Baufirmen und Betreiber zu sehr knappen Kalkulationen. Das bedingt dann qualitative Abstriche, die eigentlich keiner will. Angemessene Löhne für Facharbeiter und Servicekräfte will heute niemand mehr zahlen. Gewerke werden zunehmend an billige Subunternehmer weitervergeben, wobei man hofft, dass die zu erwartende, mangelhaf-te Bauausführung erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist entdeckt wird. Für den Fall, dass dennoch Garantie-Ansprüche geltend gemacht werden könnten, sichert man sich mit für Laien undurchschaubaren Vertragskonstrukten ab.
Besonders schlimm ist es, wenn bereits während der Bauphase so gravierende Schäden oder Pfusch zutage treten, dass das ganze Projekt in Frage gestellt wird. So geschehen beispielsweise in Wien, wo sich die Sanierung des Stadthallenbades an-scheinend zu einer unendlichen Geschichte entwickelt hat. In solchen Fällen rollt dann nicht mehr der Rubel, sondern regelmä-ßig Köpfe. Ob es nun Geschäftsführer, Amtsleiter, Kurdirektoren, Bauleiter, Architekten, oder Bürgermeister sind, hängt von den regionalen Verhältnissen ab. Wie der Fall g1 zeigt, kann es aber auch mal einen cleveren Betreiber erwischen. Die Pleite von Bad Mergentheim läßt sich nicht regional begrenzen, sie schlägt hohe Wellen in der ganzen Branche. Welche Auswirkun-gen das auf künftige Vergabeverfahren bei der Betreibersuche hat, ist noch gar nicht abzusehen. Die Vertrauensbasis scheint jedenfalls auf allen Seiten tief erschüttert zu sein.
Es heißt aber nicht umsonst, dass man aus Schaden klug wird. Vielleicht erkennt man ja künftig wieder eher, dass gute Arbeit und Qualität stets ihren Preis haben und das billigste Angebot nicht unbedingt auch die beste Lösung sein muss. Vielleicht be-merkt man auch, dass eine sorgfältige Vorbereitung und Planung trotz höheren Aufwandes meist preisgünstiger ist als ein Schnellschuß mit unabsehbaren Folgen. Vielleicht gewinnt man auch die Erkenntnis, dass gerade bei Beton-Bauwerken aus der Nachkriegszeit eine Sanierung oft unrentabel ist und selbst ein vermeintlich teurerer Ersatz-Neubau letztendlich billiger sein kann. Und vielleicht besinnt man sich auch, dass selbst die angesehensten Experten nicht alles wissen und erkennen können und man sich als kluger Planer Rat von mehreren, unabhängigen Fachleuten einholen sollte. Dann, und nur dann, wird man Bau-Katastrophen wie in Wien oder Bad Mergentheim künftig vermeiden können. Damit verbindet sich auch die Hoffnung, dass man sowohl Fremd-Arbeiter als auch das eigene Personal leistungsgerecht vergütet, denn nur gut ausgebildete und hoch motivierte Fachkräfte sind für einen Betrieb auch wirklich wertvoll. Qualität zahlt sich immer aus, Pfennigfuchserei hingegen selten. Quelle: www.familand.de

Altdorf (Bayern)
Während andere Kommunen ihre Lehrschwimmbecken aus Kostengründen schließen, plant die Gemeinde Altdorf den Bau ei-nes neuen Schulschwimmbades. Noch in 2012 soll mit dem Bau beim Leibnitz-Gymnasium begonnen werden. Vorgesehen sind ein Sportbecken mit 25 m Länge und fünf Bahnen sowie ein Gewöhnungsbecken mit 100 m² Fläche. Die Baukosten wer-den mit ca. 7 Mio. € beziffert. Quelle: www.altdorf.de

Bad Mergentheim (Baden-Württemberg)
Das Solymar wurde bereits im Jahre 1975 eröffnet und gehört damit zu den ältesten noch existierenden Freizeitbädern Deutschlands. Das Angebot umfaßte zuletzt elf Becken mit rund 1.750 m² Wasserfläche sowie eine Saunalandschaft mit sechs Schwitzräumen. Zu den Highlights zählten eine 70 m lange Blackhole-Röhrenrutsche und ein großes Wellenbecken. Die Bedeutung des Solymar für den 22.400 Einwohner zählenden Kurort kann man am Besucher-Aufkommen ermessen. Trotz der in den letzten Jahren immer heftiger gewordenen Konkurrenzsituation konnte im März 2011 der elfmillionste Besucher begrüßt werden. Das sind rund 310.000 Gäste im Jahresschnitt. Zuletzt waren es immerhin noch mehr als 270.000 Jahresgäste. Nach 35 Betriebsjahren stand allerdings eine umfangreiche Sanierung an. Laut Gutachten aus dem Jahre 2007 sollte der Sanierungsbedarf je nach Umfang der Arbeiten zwischen 9 und 17 Mio. € betragen. Land und Kreis sagten eine Unterstützung in Höhe von 3 Mio. € zu, zogen sich im Gegenzug aber zum Jahresende 2010 aus der Geschäftsführung der Solymar-GmbH zurück.
Nach Beschluß des Gemeinderates wurden die Sanierungs-Maßnahmen an die Fa. g1 aus Schwabach als General-Übernehmer übertragen. Die g1 (Geschäftsführer Peter Gooss und Marcus Steinhart) sollte anschließend auch als Betreiber die Geschäfte führen. Nachdem die Baupläne veröffentlicht wurden, gab es zunächst heftige Kritik. Vor allem der Wegfall des be-liebten Wellenbeckens zugunsten von zwei weiteren Solebecken sowie die künftige Ausstattung des Sportbereiches sorgte für Aufregung. Man hielt jedoch an der Planung fest und ab Oktober 2011 wurde das Solymar für die Bauarbeiten geschlossen. Die Planung sah einen Umbau in drei Abschnitten vor, wobei vor allem für die Saunalandschaft eine deutliche Aufwertung vorgesehen war. Die Baukosten wurden auf 16,5 Mio. € festgeschrieben. Zum Jahres-Ende 2012 sollten alle Arbeiten abge-schlossen sein. Mit dem neuen Solymar wollte man die Gästezahl um etwa 100.000 pro Jahr steigern und die bislang 800.000 € jährlichen Zuschußbedarf auf Null herunterfahren.
Zunächst lief alles nach Plan, doch spätestens im März 2012 traten weitere, massive Bauschäden zu Tage, die nicht eingeplant gewesen waren. Die Mehrkosten für die Sanierung von Dach, Fassade, Trägern und Betonsanierung wurden nach erstem Anschein mit etwa einer Mio. € beziffert, doch nur wenige Wochen später sprach man bereits von 5,5 Mio. € höheren Baukosten. Offenbar sah der Vertrag vor, dass die über den beschlossenen Maximalbetrag von 16,5 Mio. € hinausgehenden Kosten vom General-Übernehmer zu tragen seien. Das war für die g1 jedoch nicht realisierbar und so meldete die g1-Baugesellschaft Ende Juni 2012 Insolvenz an. Damit ruht die Baustelle seit Juli 2012 erst einmal. Etwa vier Wochen später kündigte die Stadt die Zusammenarbeit mit der g1 und ihrem Insolvenz-Verwalter (Dr. Ampferl aus Nürnberg) auch als Betreiber auf. Welche Auswirkungen das auf die anderen von der g1 betriebenen Bäder (momentan etwa ein Dutzend) sowie die g1-Baustellen in Meersburg und Söll hat, ist momentan noch nicht sicher. Laut Presseberichten soll aber das neue Thayatal-Bad in Raabs ebenfalls von der g1-Pleite betroffen sein.
In Bad Mergentheim ist man derweil um Schadensbegrenzung bemüht. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits über fünf Mio. € verbaut, ein Rückzug scheint undenkbar. Oberbürgermeister Udo Glatthaar gab bekannt, die nun mindestens 22 Mio. € teure Sanierung wolle die Stadt künftig in Eigenregie weiterführen. Da sich die Kommune einen kostendeckenden Betrieb unter ei-gener Führung aber offenbar nicht zutraut, sucht man zunächst nach einer neuen Betreibergesellschaft. Die Wiedereröffnung wird sich jedenfalls um einige Monate verzögern, zumal ein neuer Betreiber sicherlich auch eigene Ideen verwirklicht sehen möchte. Man spricht derzeit von frühestens Herbst 2013. Quellen: www.solymar-online.de, Tauber-Zeitung, Main-Post, Süd-west-Presse

Basildon (England)
Im April 2011 eröffnete das Basildon Sporting Village. Haupt-Attraktion des Sport-Hallenbades ist das 50-m-Wettkampfbecken, das in zwei 25-m-Becken gesplittet werden kann. 400 Zuschauerplätze stehen für Wettbewerbe zur Verfü-gung. Auch ein Lehrbecken wurde errichtet. Das 38-Mio.-Pfund-Projekt (ca. 49 Mio. €) umfaßt weiterhin ein Fitness-Center (100 Stationen), eine 8-Feld-Sporthalle, ein Gymnastic-Center, zwei Mehrzweckräume, eine Indoor-Kletterwand sowie Leseraum und Gastronomie. Im riesigen Außenbereich findet man weiterhin über 30 Sportplätze für Fußball, Tennis, Cricket, Hockey sowie ein Leichtatlethik-Stadion mit 750 Plätzen. Der nahegelegene Gloucester-Park Swimming-Pool von 1968 (eben-falls eine 50-m-Schwimmhalle) wurde mit Eröffnung des neuen Centers geschlossen und ist zwischenzeitlich abgerissen. An seiner Stelle entstehen über 500 Wohnhäuser. Quelle: echo-news.co.uk

Berlin (Bundeshauptstadt)
Die Sanierung der Außenbecken im Kombibad an der Weddinger Seestraße ist abgeschlossen. Die Becken sind nun nicht mehr mit Fliesen ausgekleidet, sondern in Edelstahl. Neu ist auch eine Zwillingsrutsche. Im Mai 2012 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden. Die Beckensanierung kostete 1,7 Mio. €, die aus dem Etat der BBB bestritten wurden. Damit ist nach der be-reits zuvor erfolgten Modernisierung von Lüftung und Heiztechnik der zweite Sanierungs-Schritt abgeschlossen. Nun steht noch eine neue Fassaden-Dämmung aus. Wann diese Arbeiten durchgeführt werden, steht noch nicht fest. Quelle: www.bbb-infra.de

Berlin (Bundeshauptstadt)
Im Sommer 2011 mußte die Schwimmhalle in der Thomas-Mann-Straße wegen starker baulicher Mängel geschlossen werden. Es handelt sich um eine DDR-Typenschwimmhalle aus den späten 1970er Jahren, baugleich mit der erst kürzlich sanierten Schwimmhalle Fischerinsel. Die Hallenbäder vom Typ Berlin C verfügen jeweils über ein 25-m-Becken mit fünf Bahnen und ein dahinter gelegenes Lehrbecken mit 100 m² Fläche sowie eine kleine Kellersauna. Die Sanierung der Schwimmhalle Fi-scherinsel wurde vor drei Jahren für 2,5 Mio. € durchgeführt. Für das Projekt des als Schul- und Vereinsbad genutzten Objektes in der Thomas-Mann-Straße wird mit Kosten von etwa 3,6 Mio. € gerechnet. Die Ausschreibung für die Generalplaner-Leistungen läuft noch bis 25. Oktober 2012. Mit der Fertigstellung ist wahrscheinlich im Frühjahr 2014 zu rechnen.
Die Sanierung wird vom Berliner Abgeordnetenhaus finanziert. Im Haushalt 2012/2013 wurden den Berliner Bäderbetrieben zusätzliche zehn Mio. € für Sanierungs-Maßnahmen bewilligt. Außer der Thomas-Mann-Schwimmhalle sollen von dem Geld-segen auch weitere Bäder profitieren. Ganz oben auf der Sanierungsliste stehen das Kombibad Gropiusstadt, das Freibad Tegel und das Kombibad Spandau-Süd. Deren Instandsetzungskosten werden auf insgesamt 6,3 Mio. € geschätzt. Quellen: www.berlinerbaederbetriebe.de, www.berlinerhaie.de, www.morgenpost.de

Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Seit Juli 2012 gibt es in der Bundesstadt einen neuen Bäderchef. Der Verwaltungs-Mitarbeiter Martin Herkt wurde zum Leiter des Sport- und Bäderamtes berufen. Der 49-Jährige soll sich nun um die Weiterentwicklung der Bonner Bäderlandschaft kümmern. Quelle: www.bonn.de

Bremgarten (Schweiz)
Das Hallen- und Freibad von Bremgarten befindet sich in einem schlechten Zustand. Die Gemeindeversammlung hatte im Juni 2012 zu entscheiden, ob Abriß und Neubau oder Sanierung angegangen werden sollen. Nun soll das Hallenbad um ca. neun Mio. CHF generalsaniert werden. Zur Finanzierung soll zu einen der Steuersatz angehoben werden, zum anderen hofft man auf eine finanzielle Beteiligung der umliegenden Gemeinden. Quelle: www.drs.ch

Calw (Baden-Württemberg)
Das Carl-Schmid-Hallenbad am Schießberg stammt aus dem Jahre 1962 und ist nicht mehr zeitgemäß. Der bauliche Zustand läßt hohe Renovierungskosten erwarten und die Parkplatz-Situation ist unbefriedigend. Darum wird derzeit diskutiert, wie lan-ge das Bad noch betrieben werden kann. Im Gespräch ist ein Neubau am Standort Im Krappen, jedoch ist die Finanzierung nicht gesichert. Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de

Cham (Bayern)
Das Freizeitbad der romantischen Kleinstadt am Fluß Regen erfuhr in den letzten Jahren eine deutliche Aufwertung. Ende 2009 wurde der Saunabereich für 200.000 € renoviert. Auf rund 400 m² Fläche präsentiert sich dort nun die Spa-Landschaft Fun & Ice mit Aufguß-Sauna, Bio-Sauna, Blockhaus-Sauna, Eisbrunnen und Sonnenwiese. Angeschlossen ist auch eine Mas-sage- und Kosmetik-Abteilung.
Neue Attraktionen erhielt aber auch das Freibad. Die Fa. Klarer installierte hier zum Sommer 2012 eine in Deutschland neuar-tige Rutschen-Kombination. Eine 23 m lange Wellen-Breitrutsche aus GFK wendet sich an die Familien. Für Abenteuerlustige gibt es außerdem eine Trichterrutsche mit 78 m Länge. Die beiden Rutschen grenzen an das Wellenbecken, verfügen jedoch über ein separates Auffangbecken. Etwa 490.000 € soll die neue Rutschen-Anlage gekostet haben. Für das Jahr 2013 steht nun noch die Sanierung des Planschbeckens auf dem Wunschzettel. Quelle: www.mittelbayerische.de

Chemnitz (Sachsen)
Im Juni 2012 wurde das neue Sparpaket der Stadt Chemnitz vorgestellt. Demnach soll die Schwimmhalle Bernsdorf nicht mehr wie vorgesehen saniert, sondern endgültig geschlossen werden. Das zugehörige Freibad soll noch bis zum Saison-Ende 2014 betrieben werden. Danach soll es entweder an einen privaten Betreiber übergeben oder geschlossen werden. Die Pläne für den Neubau eines Allwetterbades in Bernsdorf sollen frühestens im Jahre 2016 und nur bei einer verbesserten Haushaltslage wieder diskutiert werden. Quelle: www.news-chemnitz.de

Deggendorf (Bayern)
Das Lehr- und Bewegungsbad im Klinikum Mainkofen mußte Anfang 2011 endgültig geschlossen werden. Die Erneuerung der veralteten Technik wäre mit etwa 600.000 € zu Buche geschlagen. Dieses Geld war nicht vorhanden. Zudem spart man nun die jährlichen Unterhaltungskosten in Höhe von 70.000 €. Quelle: Plattlinger Zeitung.

Fichtelberg (Bayern / Franken)
Die Kristallbäder AG hat im September 2012 wie angekündigt bei der Gemeinde Fichtelberg einen Bauantrag für eine neue Therme eingereicht. Das dortige Radon-Thermalbad war Ende Mai 2012 kurz vor der geplanten Schließung niedergebrannt. Bäderfürst Heinz Steinhart fühlt sich nach einer Klausel seines Betreiber-Vertrages aus dem Jahre 2000 dazu verpflichtet, die Therme unverzüglich wieder aufzubauen. Das gemeindliche Einvernehmen dazu steht freilich noch aus, denn zuletzt war es zu Unstimmigkeiten zwischen Betreiber und Eigentümer gekommen. Laut Presseberichten soll die Kommune noch offene Forde-rungen in Höhe von 1,5 Mio. € an Steinhart haben. Eine bereits anberaumte Gemeinderats-Sitzung zum Thema Neubau wurde vom verstimmten Bürgermeister José Ricardo Castro-Riemenschneider jedenfalls auf unbestimmte Zeit verschoben. Letztendlich wird aber das Landratsamt Bayreuth über den Bauantrag zu entscheiden haben. Laut Presseberichten soll Heinz Steinhart auch mit finanziellen Forderungen gedroht haben, falls man ihn bei der Durchführung seines Projektes behindert.
Auch war zuletzt offiziell noch nicht klar, an wen die Versicherung die Entschädigung von mehreren Mio. € zahlen soll - falls sie zahlt. Die Brand-Ursache konnte nämlich nicht definitiv ermittelt werden. Fest steht aber wohl, dass kein technischer De-fekt zu dem flammenden Inferno geführt hat, bei dem etwa 300 Badegäste in Lebensgefahr waren. Man geht zwar davon aus, dass der Brand-Ursprung im Sauna-Freihof lag, doch ob es sich um eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelte und wer dafür verantwortlich war, bleibt im Dunkeln. Wohl niemand wird aber Kommune oder Betreiber eine Schuld dafür zuweisen wollen. Zu ungeheuerlich wäre die Vorstellung, von diesen Seiten habe jemand absichtlich Menschenleben aus finanziellen Interessen in Gefahr gebracht. Gerüchtehalber soll die Versicherung jedoch bereits erste Abschlagszahlungen an Herrn Steinhart geleistet haben, wohingegen der Gemeinde angeblich kein Einblick in die Unterlagen gewährt wurde. Das könnte für die Gemeinde einen jahrelangen Rechtsstreit mit sehr ungewissem Ausgang bedeuten.
Auch von einer weiteren Seite droht jetzt Ärger. Ein Dutzend ehemaliger Mitarbeiter der Therme hat nämlich im September 2012 Klage gegen ihre betriebsbedingte Kündigung eingereicht. Das ist immerhin ein knappes Drittel der ehemaligen Beleg-schaft. Die Mehrzahl der früheren Beschäftigten dürfte bei der Personal-Auswahl für ein neues Bad in Fichtelberg wohl kaum eine Chance haben - zumindest nicht zu den gleichen Konditionen wie früher. Neuverträge werden in der Regel nämlich deut-lich geringer honoriert und unterliegen auch wesentlich schlechteren Kündigungsschutz-Kriterien.
Ende August 2012 haben jedenfalls die Abriß-Arbeiten an der Bad-Ruine begonnen. Der von Herrn Steinhart geplante Neubau sieht ein Thermalbad in deutlich größeren Dimensionen als bisher vor. Laut Architekten-Modell sind u. a. drei Radon-Becken, eine Saunalandschaft für 200 Personen und zwei Riesenrutschen mit jeweils 120 m Länge geplant. Das Kostenvolumen hierfür soll etwa 20 Mio. € betragen. Bereits Anfang 2014 könnte bei optimalem Planungsverlauf die Wiedereröffnung der Fichtelberg-Therme gefeiert werden. Quellen: www.nordbayerischerkurier.de, Bayerischer Rundfunk, www.bt24.de

Herrenberg (Baden-Württemberg)
Das Freibad an der Aischbachstraße stammt aus dem Jahre 1931 und entspricht nicht mehr den Anforderungen an ein moder-nes Bad. Da eine Sanierung nicht sinnvoll erscheint, planen die Stadtwerke Herrenberg nun den Neubau eines Freibades auf dem Gelände des bestehenden Hallenbades im Längenholz. Das Freibad soll aus einem Mehrzweckbecken mit 6 Bahnen je 50 m Länge, einem Sprungbereich mit 5-m-Turm und einem Kinderbecken bestehen. Die Wasserfläche ist mit ca. 1.600 m² ge-plant. Die Wasser-Aufbereitung im Mehrzweckbecken soll rein biologisch erfolgen, wohingegen das Kinderbecken konventio-nell gechlort werden soll. Bis zur Freibad-Saison 2015 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Als Kostenrahmen wurden 4,2 Mio. € inklusive Landschaftsgestaltung und Infrastruktur festgelegt. Quelle: www.herrenberg.de

Kleinblittersdorf (Saarland)
Das Hallenbad der Gemeinde an der Saar wird wahrscheinlich für immer geschlossen bleiben. Das Bad aus dem Jahre 1974 kostet jährlich 500.000 € an Unterhalt. Dringende Sanierungs-Maßnahmen in Höhe von 1,3 Mio. € wären nötig, um das Bad vorläufig weiterzuführen. Weitere vier Mio. € wären in spätestens sechs Jahren fällig, um die Technik zu erneuern. Das kann die Kommune, die bereits hoch verschuldet ist, nicht stemmen. Quelle: www.saarbruecker-zeitung.de

Koblenz (Rheinland-Pfalz)
Das Stadtbad in der Weißer Gasse bleibt vorläufig geschlossen. Nach Begutachtung des Bauzustandes im Sommer 2012 wurde von einer Wiedereröffnung abgesehen. Eine Sanierung ist dringend nötig. In den nächsten Monaten werden die voraussichtlichen Sanierungskosten ermittelt. Danach will man entscheiden, ob sich eine Renovierung lohnt oder ob das über 45 Jahre alte Bad für immer geschlossen bleibt. Quelle: www.rhein-zeitung.de

Köln (Nordrhein-Westfalen)
Nachdem das Bickendorfbad bereits im Jahre 2010 abgerissen wurde, wurden im Rahmen der Umstrukturierungs-Maßnahmen der Kölner Bäderbetriebe nun auch das Nippesbad und das Weidenbad endgültig geschlossen. Die beiden Sport-Hallenbäder aus den 1970er Jahren mit 25-m-Becken und Sprunganlagen waren als nicht mehr sanierungswürdig eingestuft worden. Ein Abriß der Gebäude für die anderweitige Nachnutzung wurde direkt nach den Schließungen im Februar 2012 eingeleitet. Als Ersatz dienen die im letzten Jahr neu eröffneten Sport-Hallenbäder in Köln-Nord (Lentpark) sowie in Müngersdorf (Stadionbad).
Wiedereröffnung konnte Ende Februar 2012 im Zollstockbad gefeiert werden. Die Sanierungs-Maßnahmen hatten rund drei Jahre gedauert, nachdem eine außerplanmäßige Betonsanierung und der Neubau des 3-m-Turmes notwendig geworden waren. Das neue Zollstockbad verfügt über ein 25-m-Sportbecken mit 5 Bahnen, ein separates Sprungbecken, Lehrbecken und Planschbecken. Neu hinzugekommen ist das Vierjahreszeiten-Becken im Außenbereich mit Sprudelliegen, Wasserfall und Massagedüsen. Im angeschlossenen Sommerbad sind weiterhin ein 500 m² großes Erlebnisbecken, ein Planschbecken sowie eine große Liegewiese mit diversen Sport- und Spielmöglichkeiten im Angebot. Eine Saunalandschaft wird es aus Kosten-gründen vorerst nicht wieder geben, jedoch ist der Raum dafür vorhanden. Die Kosten der Umbaumaßnahmen wurden mit rund acht Mio. € beziffert.
Das mittelfristige Bäderkonzept der KölnBäder GmbH sieht für die Jahre 2009 bis 2013 Investitionen in Höhe von über 70 Mio. € vor. Für die Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen im Ossendorfbad, Lentpark, Stadionbad und Zollstockbad wurden bereits 70 Mio. € investiert (Ossendorfbad 18 Mio. € in 2009, Schwimm- und Eisstadion Lentpark 25 Mio. € in 2011, Hallen- und Freibad Stadionbad 19 Mio. € in 2011, Zollstockbad 8 Mio. € in 2012). Als nächstes steht die Sanierung des Rodenkirchener Hallenbades an, wofür vier Mio. € eingeplant sind. Die Baumaßnahmen sollen im Januar 2013 beginnen und Mitte 2014 abgeschlossen sein. Quellen: www.koelnbaeder.de, Köln-Magazin, Kölner Stadtanzeiger

Langenau (Baden-Württemberg)
Das Hallenbad der Alb-Donau-Stadt soll nach Beschluß vom Juli 2012 für rund 6 Mio. € saniert werden. Die Fritz Planung GmbH aus Bad Urach hat hierfür Pläne ausgearbeitet. Spar-Varianten zur reinen Bestands-Sicherung inklusive Erneuerung der Kellersauna waren zuvor mit fast vier Mio. € veranschlagt worden. Man entschied sich jedoch für eine umfassendere Variante mit großzügiger Dach-Saunalandschaft. Diese soll kostendeckend betrieben werden können. Quelle: www.swp.de

Meersburg (Baden-Württemberg)
Seit Juli 2012 laufen Sanierungs-Maßnahmen in der erst Ende 2003 eröffneten Therme am Bodensee. Den Sommer über hatte lediglich das Freibad geöffnet - worüber potentielle Gäste allerdings nicht informiert wurden. Probleme gab es mit dem Becken-Umgang des Thermen-Innenbeckens und auch im Saunaland sind verschiedene Veränderungen geplant. Insgesamt sollen die Bauarbeiten laut Gutachter der g1 rund 700.000 € kosten, wovon etwa die Hälfte auf das defekte Thermalbecken entfällt. Mit den Bauarbeiten ist das Stuttgarter Architekturbüro Feil beauftragt. Thermen-Architekt David Strobilus aus Bad Boll war bei der Auftrags-Vergabe nicht berücksichtigt worden. Er war laut Presseberichten der Meinung, der Schaden könne zu einem Bruchteil der veranschlagten Summe beseitigt werden. Es war dabei von lediglich 80.000 € die Rede. Laut Herrn Strobilius soll die Gewährleistungsfrist bereits 2005, die Frist für die Nachhaftung von Architekt und Fachplaner in 2010 abgelaufen sein. Bürgermeister Martin Brütsch soll darüber jedoch anderer Meinung sein. Inwiefern sich die Insolvenz der g1-Baugesellschaft auf die Bauarbeiten auswirkt ist offiziell noch nicht bekannt. Man spricht zwar von einem Image-Schaden für die Stadt Meersburg als Eigentümer, will jedoch offenbar an der g1 als Betreiber festhalten. Die g1 hatte den Betrieb im Januar 2011 übernommen, nachdem die zuvor beauftragte Fa. GMF aus Neuried, die das Bad seit 2002 geführt hatte, beim Bieter-Wettbewerb denkbar knapp unterlegen war. Die Wiedereröffnung der Saunalandschaft ist momentan noch für September 2012 geplant, die Baumaßnahmen im Thermalbad-Bereich sollen im Oktober 2012 abgeschlossen sein. Quellen: www.schwaebische.de, www.see-online.info

Oberentfelden (Schweiz)
Das Freibad Entfelden erfährt derzeit eine Renovierung. Dabei wurde zum Saison-Beginn 2012 eine Weltneuheit installiert, nämlich die neu entwickelte Racer-Rutsche von klarer. Für die Montage der 3,5 Tonnen schweren Aufstiegs-Wendeltreppe wurde ein großer Hubschrauber benötigt. Die graue, flache Rutschenanlage in Form einer liegenden Acht erinnert an eine Carrera-Bahn. Die seitlichen Begrenzungen der oben offenen, dreispurigen Rutsche wurden in Rot und Weiß markiert. Alle drei Spuren haben die gleiche Länge, so dass ein Wettbewerbsrutschen auf Augenhöhe möglich ist. Am Ende wird für jeden Rutscher die Zeit angezeigt. Auch eine neue Trocken-Spiellandschaft wurde installiert. Im nächsten Bauabschnitt wird bis Frühjahr 2013 das Garderoben-Gebäude neu gebaut. Quelle: badi-entfelden.ch

Osnabrück (Niedersachsen)
„Sloop“ - so heißt die neueste Rutschen-Attraktion des Nettebades, die zum Jahreswechsel eingeweiht wurde. Es handelt sich um eine Turbo-Rutsche von ProSlide, errichtet von Wiegand.Maelzer. Für die 94-m-Rutsche aus transluzentem, blauem Kunststoff mußte der Rutschenturm auf 23 m Höhe aufgestockt werden. Gestartet wird aus einer Plexiglas-Kabine mit Fall-klappe, einem sogenannten Raketenstart. Nachdem der Operator den Knopf gedrückt hat, beginnt ein Countdown und man stürzt erst mal sieben Meter im freien Fall nach unten, bevor es Körperkontakt mit der 80-cm-Röhre gibt. Dann geht es durch eine doppelte Vollkurve, wobei man heftig angedrückt wird. Der Turn dauert etwa sieben Sekunden, bis man relativ sanft ins Auslaufbecken eintaucht. Die Durchschnitts-Geschwindigkeit beträgt um die 50 km/h. Mit der neuen Rutsche wollen die Stadtwerke Osnabrück als Betreiber der Bäder die Besucherzahlen weiter steigern. Im Jahre 2011 konnte die Millionenmarke für die Bäder nach 2006 zum zweiten Mal überschritten werden. Künftig möchte man das jedes Jahr schaffen. Als nächstes sollen die Loma-Saunalandschaft erweitert sowie Gastronomie und Fitneßclub im Moskaubad eingerichtet werden. Auch ein Bademoden-Shop im Schinkelbad sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Besucherflusses und der Energie-Effizienz stehen auf der To-Do-Liste. Für 2012 sind 1,1 Mio. Besucher geplant. Quellen: www.nettebad.de, www.noz.de

Payerbach (Niederösterreich)
Vor fast 15 Jahren plante man, in den Wiener Alpen am Fuße der Raxalpe eine riesige Thermen-, Hotel- und Freizeitanlage mit 600 Zimmern im 5-Stern-Standard und Europas größtem Zentrum für Gesundheitsmedizin zu errichten. 1,1 Milliarden Schil-ling, also umgerechnet etwa 80 Mio. €, sollte das Projekt „Alpentherme“ seinerzeit kosten. Dadurch sollten 900 neue Arbeits-plätze geschaffen werden. Daraus ist nach heftigen Partei-Querelen allerdings nichts geworden.
Im Oktober 2011 konnte die Alpentherme Payerbach dennoch eröffnet werden. Allerdings ein paar Nummern kleiner. Das Hotel Payerbacherhof schmückt nämlich seinen neuen Wellnessbereich mit dem Namen „Alpentherme light“. Light bedeutet in diesem Falle, dass man mit zwölf m² Wasserfläche und zwei Schwitzräumen auskommt. Allerdings ist das neue Spa sehr ge-mütlich. Das entspricht ganz der Tradition des 150 Jahre alten, von der Familie Hübner geführten Hauses. Quelle: www.schwarzataler-online.at

Pfäffikon (Schweiz)
Das Schweizer Alpamare am Zürichsee wurde bereits vor 35 Jahren eröffnet und zählt damit zu den ältesten reinen Spaßbädern Europas. Zunächst gab es hier vor allem ein Indoor-Wellenbecken sowie ein schwefelhaltiges Heilwasser-Außenbecken und einen Whirlpool. Im Laufe der Jahre wurde der Erlebnis-Charakter immer weiter entwickelt. Es folgten ein großes Außenbecken mit 100 m langem Strömungskanal sowie mehrere hangverlegte Riesenrutschen. Allein im Jahre 1990 erbaute die Fa. Klarer hier fünf abenteuerliche Slides mit insgesamt fast 700 m Länge. Zwischenzeitlich gibt es insgesamt elf Riesenrutschen mit über 1.500 Metern Rutschenspaß. Das ist die größte Rutsch-Landschaft der Schweiz und die Nummer zwei in Europa. Namen wie „Cresta Canyon“, „Cobra“, „Thriller“ oder „Ice Xpress“ sind in Rutscher-Kreisen legendär. Dass es immer noch etwas spektakulärer geht, zeigt die neueste Attraktion. Es handelt sich um die erste Cone-Slide-Trichterrutsche von klarer und erst die dritte ihrer Art weltweit. Fast 17 Meter Höhendifferenz gilt es auf 153 Metern Länge zu überwinden. Dabei wurden gleich drei riesige Kegel-Trichter als Hindernisse und Richtungswechsler in die Reifenrutsche eingebaut. Die Rutsche ist seit Juni 2012 in Betrieb und hat sich von Beginn an zum Publikums-Magneten entwickelt. Quelle: www.zsz.ch

Plettenberg (Nordrhein-Westfalen)
Das vor rund zehn Jahren eröffnete AquaMagis im Sauerland ist für die Umsetzung innovativer Ideen bekannt. Schließlich er-öffnete in dem erfolgreichen Erlebnisbad bereits vor über vier Jahren die erste Looping-Rutsche Deutschlands. Damit katapul-tierte man sich aus dem Stand in die Top-Ten-Listen aller Rutschen-Communities. Doch Bäderleiter Dr. Uwe Allmann hatte noch einige weitere Pläne für Alleinstellungs-Merkmale. Im Juli 2012 wurde nun die neueste große Erweiterungs-Maßnahme abgeschlossen. Dafür wurden rund drei Mio. € investiert.
Auch diesmal erfuhr die Rutschenlandschaft augenfällige Veränderungen. Nicht zu übersehen ist die neue Turbo-Rutsche „Green-Kick“. Die schlanke, grüne Röhre zieht sich quer durch die Spaßbad-Halle über die Köpfe der Badenden hinweg, die gerne zu Zuschauern beim Rutsch-Spektakel werden. Das können sie auch, denn ein acht Meter langes Segment der Röhre wurde über dem Wellenbecken transparent ausgeführt. Das visuelle Erlebnis dauert allerdings nur Sekunden-Bruchteile, denn die 53 Meter lange Rutsche ist mit einem Fallstart versehen, so dass hier irre Geschwindigkeiten erreicht werden. Die Startbox wurde als gläserne Kabine mit Klapp-Boden ausgeführt.
Weniger abenteuerlich, aber für die ganze Familie interessant ist die zweite neue Großrutsche namens „Captain´s Canyon“. Die flache, breite Rutsche wird mit Einzel- oder Doppelreifen befahren und ebenso wie die bereits vorhandene Crazy-River-Reifenrutsche und die Blackhole-Rutsche ganze 123 m lang. Außen in unscheinbarem Grau lackiert, präsentiert sie sich innen in knalligem Rot. Magic-Eye-Bullaugen, Daylight-Ringe und Jumps sorgen für eine abwechslungsreiche Fahrt.
Neu ist auch eine kleine Triple-Slide-Rutsche für Kinder bis 12 Jahre, die hier ihre eigenen Abenteuer erleben können. Wie be-reits die Looping-Rutsche wurden auch die drei neuen Rutsch-Angebote von der Schweizer Firma Klarer aus Hallau geliefert. Die Bausumme betrug etwa eine Million €.
Etwa eineinhalb Mio. € verschlang das neue Panoramabad. Es handelt sich dabei um eine großzügig verglaste Halle, die das ehemalige Sport-Außenbecken überdeckt und damit zum Ganzjahres-Angebot macht. So stehen künftig stets insgesamt zehn 25-m-Bahnen für die Sportler, Schulen und Vereine zur Verfügung. Im Sommer können die Glasfronten zur Liegewiese hin mit breiten Türen geöffnet werden, so dass es auch weiterhin eine Art Freibad-Feeling geben wird. Auch ein weiteres Planschbecken fand seinen Platz in der neuen Halle. Künftig wird diese vom normalen Freizeitbad-Betrieb abgekoppelt sein und somit flexiblere Nutzungen erlauben. Die Sommerwiese wurde außerdem mit einem Beach-Volleyballfeld und einem Beach-Soccerfeld aufgewertet.
Bereits Ende 2011 wurden die Umbauten in den Entspannungs-Bereichen eingeweiht. In der neuen Relaxwelt findet man nun die größte Salzgrotte Nordrhein-Westfalens, die SaLounge. Außerdem sind hier noch Textilsauna, Wärmebad, Dampfbad, Er-lebnisduschen und Massageräume untergebracht. Ebenfalls erweitert wurde die Fitnesswelt „Wellcome“. Besonders interessant für die Saunagäste ist die neue Baumhaus-Sauna, mit der nun ganze sieben Schwitzräume im textilfreien Bereich zur Verfü-gung stehen. Quelle: www.aquamagis.de

Poing (Bayern)
Das Lehrbad der Grundschule in der Karl-Sittler-Straße ist seit Anfang 2011 endgültig geschlossen. Eine Sanierung hätte laut Expertise rund 2,5 Mio. € gekostet. Das wollte man angesichts der ungewissen Zukunft der Schule nicht mehr investieren. Quelle: www.merkur-online.de

Raabs / Thaya (Ober-Österreich)
Nach nicht einmal zwei Jahren Betrieb mußte g1-Betriebsgesellschaft für das Thayatalbad im Waldviertel Ende Juni 2012 In-solvenz anmelden. Es geht laut Presseberichten um noch offenstehende Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 300.000 €. Als Masseverwalter ist Rechtsanwalt Gerhard Rößler aus Zwettl bestellt. Bereits nach etwa zwei Wochen wurde das Bad wieder in Betrieb genommen. Zunächst soll alles wie bisher weiterlaufen. An einer Lösung mit eigener Betriebsführung wird derzeit ge-arbeitet. Eventuell wird zum Oktober 2012 eine neu gegründete GmbH die Geschäfte übernehmen. Quellen: www.noen.at, www.wienerzeitung.at

Schwabach (Bayern / Franken)
Das Hallenbad am Schulzentrum Mitte stammt aus dem Jahre 1971 und ist sanierungsbedürftig. Bereits in 2009 wurden die Kosten für eine Renovierung inklusive der darüberliegenden Turnhalle auf 6,4 Mio. € geschätzt. Im Juli 2012 sprach sich der Stadtrat nun dafür aus, einen Ersatz-Neubau zu errichten. Dieser soll auf dem weitläufigen Grundstück des Parkbades entste-hen. Die Besucherzahlen des Freibades liegen stets zwischen 100.000 und 200.000 Gästen pro Jahr, was auch eine hohe Ak-zeptanz eines Hallenbades an diesem Standort erwarten läßt. Zudem ergäbe sich ein Synergie-Potential, das mehr Flexibilität bei Personalplanung und Betriebszeiten zuließe und Baukosten sparte. Als zukünftiger Betreiber ist die Stadtbäder-GmbH vor-gesehen, eine Tochtergesellschaft der Schwabacher Stadtwerke. Das Mindestprogramm sieht ein Sport-Hallenbad mit vier Bahnen je 25 m und einem Lehrbecken vor. Der Finanzbedarf dafür wurde mit etwa 5,8 Mio. € angegeben. Auf dem Wunsch-zettel stehen jedoch auch Zusatzbausteine wie sechs Bahnen, Kinderbereich, Solebecken, Saunalandschaft sowie Gastronomie. Die Maximallösung wäre nach ersten Berechnungen für ca. 10,3 Mio. € zu haben. Ob, wie und wann das neue Hallenbad errichtet werden kann, hängt allerdings vor allem von einem noch nicht fertiggestellten Finanzierungskonzept sowie eventuellen Fördermitteln ab. Auch ist es noch nicht völlig vom Tisch, das alte Schul-Hallenbad vielleicht doch noch zu sanieren. Quelle: www.nordbayern.de

Söll (Tirol)
Seit April 2011 läuft der Umbau des Sport- und Erholungszentrums „Panoramabad“ mit Freischwimmbad, Hallenbad und Saunaland zum Wellness-Center. Im Pflichtenheft des Generalübernehmers g1 stehen Solebecken, Ganzjahresrutsche, 25-Meter Sportbecken, neue Saunalandschaft, Bade- und Saunasee. Die Baukosten, die mit rund zehn Mio. € (netto) beziffert wurden, werden von der Raiffeisen-Tochter Solida vorfinanziert. Die Rückzahlung soll durch die Gemeinde und die Söller Ortsgruppe des TVB Wilder Kaiser in monatlichen Raten von jeweils 45.000 € erfolgen. Laut Planung soll die Gemeinde dafür nach 20 Jahren Eigentümer werden. Als künftiger Betreiber ist ebenfalls eine g1-Gesellschaft vorgesehen. Probleme macht nun allerdings die Insolvenz der g1-Baugesellschaft vom Juli 2012 (Inhaber: Marcus Steinhart und Peter Gooss). Es ist zweifelhaft, ob die geplante Eröffnung der sanierten Anlage im Dezember 2012 zumindest noch teilweise stattfinden kann. Bereits im Juli war von zu erwartenden Kostensteigerungen in Millionenhöhe die Rede. Am Betreibermodell will man jedoch trotz der finan-ziellen Schieflage der g1-Bauabteilung weiterhin festhalten. Mit Ausnahme des neuen Thayatal-Bades in Nieder-Österreich soll kein weiteres der g1-Bäder von der Insolvenz betroffen sein. Derzeit betreibt die g1 ein gutes Dutzend Bäder, etwa hälftig in Deutschland und Österreich. Quellen: www.tt.com, www.meinbezirk.at

Stuttgart (Baden-Württemberg)
Das Mineralbad Leuze gehört mit durchschnittlich über 800.000 Jahresbesuchern zu den beliebtesten Thermen Deutschlands. Das am Neckar gelegene Heilbad besteht bereits seit dem Jahre 1842, wurde jedoch zwischenzeitlich mehrfach erneuert. Nachdem die Saunalandschaft vor zwei Jahren saniert und großzügig erweitert worden war, stand nun auch die Renovierung der Badelandschaft an. Die jetzige Warmbadehalle wurde 1983 eröffnet und war nach 27 Jahren Betrieb nicht mehr up to date. In 15-monatiger Bauzeit wurde nun die komplette Technik inklusive Lüftungsanlagen und Sanitärräumen erneuert. Stellenweise mußten auch Betonsanierungen durchgeführt werden. Ebenso wurden die Deckenverkleidung, die Fassade, die Fliesen im Sitz- und Liegebecken und die Bodenbeläge ersetzt. Ein neuer Ruheraum entstand an Stelle des kleinen Bewegungsbeckens und das ehemalige Planschbecken, das schon vor ein paar Jahren durch die Eröffnung des neuen Kinderlandes überflüssig geworden war, ersetzte man durch ein Warmsprudelbecken. Auch die Gastronomie wurde einer Grunderneuerung unterzogen.
Stuttgarts Bäderchefin Anke Senne zeigte sich bei der Wiedereröffnung Mitte August 2012 sichtlich zufrieden mit dem Ergeb-nis, wenngleich einige unvorhergesehene Schwierigkeiten zu einer dreimonatigen Bauverzögerung geführt hatten. Auch der Besucherschwund während der Bauphase war trotz 20-%iger Preisminderung höher gewesen als erwartet. Die Gesamtkosten für die Sanierung beliefen sich auf 7,73 Millionen €. 2,5 Mio. € trugen die Stuttgarter Bäderbetriebe selbst, der Rest kam als Investitionszuschuss von der Stadt Stuttgart. Zu den Baukosten muss man allerdings noch Minder-Einnahmen in Höhe von mehr als vier Mio. € addieren. Die Planung der Umbau-Maßnahme lag in den Hände von Architekt Wolfram Völlger vom Stuttgarter Büro "Freie Architekten Geier + Völlger". Quellen: www.stuttgart.de, www.stuttgarter-nachrichten.de

Traben-Trarbach (Rheinland-Pfalz)
Die Saunalandschaft der Moseltherme im Ortsteil Bad Wildstein präsentiert sich nach einer grundlegenden Umgestaltung seit Herbst 2011 wesentlich freundlicher. Sämtliche Inneneinrichtungen der Schwitzräume wurden erneuert. Es stehen nun fünf Schwitzräume im Innenbereich zur Verfügung. Die Aufgußsauna bietet nun wesentlich mehr Platz und wurde mit einem Dop-pelofen sowie asymmetrischen Sitzgelegenheiten ausgestattet. Das Dampfbad präsentiert sich in schöner Kachelung und mit Sternenhimmel. Außerdem gibt es Trockensauna und Bio-Sanarium mit Farbwechsel-Deckenleuchten. Neu hinzugekommen ist die Infrarot-Sauna „Salisarium“. Die Wärmestrahler hat man versteckt angebracht. Eine Wand wurde aus unregelmäßig be-hauenen Himalaya-Salzsteinquadern errichtet, wobei eine Hinterleuchtung für ein orangefarbenes Kolorit im Raum sorgt. Die Bauarbeiten wurden in der Rekordzeit von 73 Tagen durchgeführt und kosteten 300.000 €. Quelle: www.volksfreund.de

Waldbröl (Nordrhein-Westfalen)
Das Hallenbad von Waldbröl wurde Anfang der 1970er Jahre in holländischer Leichtbauweise erstellt. Zwischenzeitlich hat es starken Sanierungsbedarf. Es wird nun an einer Lösung gearbeitet, die Schwimmhalle (4 Bahnen) in ein Niedrigenergie-Bad umzubauen. So lange es jedoch keinen Fördermittel-Bescheid gibt, muss das Bad mit Notreparaturen am Laufen gehalten werden. Quelle: www.waldbroel.de

Weggis (Schweiz)
Die Rigi ist ein Bergmassiv in der Zentralschweiz, auch unter dem Beinamen „Königin der Berge“ bekannt. Über 500 Jahre lang war die angeblich durch ein Wunder entstandene, kalte Fels-Quelle auf der Rigi ein beliebter Wallfahrtsort. Man tauchte nackend dreimal ins eiskalte Heilwasser ein und rannte dann betend um eine Kapelle, um Linderung von seinen Leiden zu er-halten. Ab dem 18. Jahrhundert wurde die Rigi zum Treffpunkt der High-Society. Dabei lockte vor allem das Erlebnis des Sonnenaufgangs, der hier seinesgleichen sucht. Die größte Blütezeit erlebte die Rigi nach der Einweihung der ersten Zahnrad-bahn Europas im Jahre 1871 und der Eröffnung des Grand-Hotels in 1886. In den Nachkriegsjahren war es hier allerdings im-mer ruhiger geworden, vor allem seit das Grand-Hotel 1961 abgebrannt war und ein Ersatzbau wegen des Investoren-Bankrotts zur Ruine verfiel. Zwischenzeitlich erstrahlt das Dorf Rigi Kaltbad jedoch in neuem Glanz. Im Mai 2012 konnte das neue Spa-Hotel eröffnet werden. Es verfügt über 120 Betten.
Seit Juli 2012 kann in Rigi Kaltbad auch wieder luxuriös gebadet werden. Eigentlich könnte man die Gemeinde nun in Rigi Warmbad umbenennen. Das heilsame Wasser des Drei-Schwestern-Brunnens wird nämlich durch Holz aus den heimischen Wäldern auf bis zu 37 °C aufgeheizt. Überall wurde in dem nach Minergie-Standard errichteten Bad großer Wert auf Nachhal-tigkeit gelegt. Das Thermalbad & Spa verfügt über ein Innen- und Außenbecken mit herrlicher Aussicht. Außerdem gehören Dampfbad, Kräutersauna, Kristallbad und Massagen zum Angebot. Mit dem Hotel ist das Bad über einen Bademantelgang verbunden. Das Dach des Gebäudes bildet den neuen Dorfplatz, Giardino Minerale genannt. Hier ragen 3,50 m hohe Glaskris-talle aus dem Boden, die dem Lichteinfall ins Badeland dienen.
Die naturverbundene und dennoch aufsehenerregende Architektur stammt vom Tessiner Star-Architekten Mario Botta, der auch bereits die Therme Meran erbaute. Die Bauarbeiten gestalteten sich ob der Lage und der Witterung als extrem schwierig. Nahezu alle Materialien mußten mit der Zahnradbahn von Weggis aus auf 1.450 m Höhe den Berg hinauf transportiert werden. Die Bauarbeiten währten drei Jahre und kosteten rund 30 Mio. CHF. Die Therme steht im Eigentum der Anlagestiftung Real Estate Switzerland der Credit Suisse. Betreiber ist die Berner Aqua-Spa-Resorts (ASR). Quellen: www.mineralbad-rigikaltbad.ch, www.gemeinde-weggis.ch

Weil am Rhein (Baden-Württemberg)
Das im Umbau befindliche Laguna-Badeland in Weil am Rhein bekommt einen neuen Geschäftsführer. Ab Ende 2012 wird Carl Stephan Matti den Betrieb leiten. Seit 2004 war der 52-jährige Leiter der Bäder-Betriebsgesellschaft Oldenburg. Dort war er unter anderem für die Geschicke des erfolgreichen Freizeitbades OLantis zuständig. In Weil löst er den ausscheidenden Ge-schäftsführer Holger Schumacher ab. Quelle: www.badische-zeitung.de

Weinheim (Baden-Württemberg)
Schon seit der Eröffnung im Jahre 1973 zählt das Miramar zu den beliebtesten Erlebnisbädern im Südwesten Deutschlands. Für das Jahr 2012 werden etwa 600.000 Besucher in Wellen-Spaßbad, Sole-Therme und Saunaland erwartet. Dazu soll auch die neueste Attraktion beitragen. Im August 2012 wurde eine umfangreiche Erweiterung der Rutschenlandschaft eingeweiht. Drei neue Riesenrutschen sind nun im Angebot. Dazu gehört neben einer Trichterrutsche auch die erste Doppel-Loop in Deutschland. Die neue Rutschenlandschaft wurde von der Fa. Hartwigsen ausgeführt und soll rund 4 Mio. € gekostet haben. Insgesamt gibt es nun in dem von der g1-Gruppe betriebenen Spaßbad nun acht Riesenrutschen mit zusammen über 750 m Länge. Quelle: www.miramar-bad.de

Weinstadt (Baden-Württemberg)
Das Allwetter-Mineralbad Cabrio im Ortsteil Endersbach musste im Jahre 2008 wegen schlechter Bausubstanz endgültig ge-schlossen werden. Seitdem wird über einen Ersatz-Neubau diskutiert. Nachdem im Januar 2010 noch 53 % der Weinstädter bei einer repräsentativen Umfrage der Meinung waren, es sollte ein neues Hallenbad gebaut werden, ergab die durchgeführte Bür-gerentscheid ein anderes Bild. Fast zwei Drittel der Bürger sprachen sich gegen ein neues Bad aus. Dabei kam aus Endersbach interessanterweise die geringste Zustimmung mit nicht einmal 16 %. In allen anderen Ortsteilen war die Zustimmung mehr als doppelt so hoch. Wahrscheinlich kommt das Thema Mineralbad nun erst frühestens Ende 2013 wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Quelle: www.weinstadt.de

Wien (Bundeshauptstadt)
Seit Mai 2010 läuft nun die Generalsanierung des denkmalgeschützten Stadthallenbades aus dem Jahre 1974. Eigentlich wollte man bereits Anfang September 2011 die Wiedereröffnung feiern. Nun, über ein Jahr später, ist immer noch kein Ende der Bauarbeiten in Sicht. Derzeit dürfen lediglich Gutachter das Bad besuchen. Nachdem zunächst ein defekter Hubboden sowie eine Undichtigkeit des 50-m-Sportbeckens bekannt wurden und darauf ein Baustopp zur Beweissicherung verkündet wurde, fallen nun sogar schon frisch verlegte Fliesen aus gefährlicher Höhe von den Wänden. Zwischenzeitlich wird gemunkelt, dass einige der Stahlkabel, die das Sportbecken umspannten und damit dicht hielten, bereits vor Jahren gerissen seien. Bei den jetzigen Bauarbeiten wurden offenbar weitere Kabel durchtrennt, als neue Löcher für die Beckendurchströmung gebohrt wurden. Auch der Farbtest für die neue Durchströmung soll nicht zufriedenstellend abgelaufen sein. Es ist nun fraglich, ob eine Beton-Sanierung des Beckens überhaupt noch Sinn macht. Laut Presseberichten bestand außerdem die Gefahr, dass ein Becken hätte zerbersten und die darunter liegenden Garderoben unter Wasser setzen können. Sogar von einem jetzt drohenden Abriß des Gebäudes ist die Rede. Inwiefern die Gerüchte der Wahrheit entsprechen, sei dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass bislang etwa 17 Mio. € in die Sanierung investiert wurden und es noch nicht sicher ist, ob und wann das Bad wie-der eröffnet werden kann. ÖVP-Gemeinderätin Isabella Leeb bringt es auf den Punkt: "Einmal mehr stellt sich die Frage, warum man vor der Sanierung nicht genau geprüft hat", meinte sie. Die Folgekosten seien nun um ein Vielfaches höher, der Schaden nicht absehbar. Quellen: www.orf.at, www.kurier.at

Wien (Bundeshauptstadt)
86 Jahre hat das wohl schönste Wiener Hallenbad nun auf dem Buckel - Zeit für eine Renovierung. Bei dem 1926 im Art-Déco-Stil errichteten, imposanten Komplex des Amalienbades ist vor allem eine energetische Sanierung dringend nötig. Etwa fünf Mio. € werden dafür investiert. Kernstück der neuen Technik sind drei neue Klimageräte von Wolf GmbH Mainburg. Die Summe aller Maßnahmen zur Optimierung der Energie-Effizienz soll künftig über eine Mio. € an Kosten pro Jahr einsparen. Möglich wurde die Investition durch ein intelligentes Finanzierungs-Modell. Die Baufirmen übernehmen vorab die kompletten Kosten, die Rückzahlung erfolgt durch die eingesparten Beträge. So soll binnen fünf Jahren der komplette Invest refinanziert sein. Weiterhin wird in die Barriere-Freiheit und die Optik investiert. Dafür werden weitere fünf Mio. € aufgewendet. So wird beispielsweise ein Aufzug eingebaut und die Saunalandschaft saniert. Die Beleuchtung wird komplett auf LED-Technik umge-rüstet. Ab Dezember 2012 soll das renovierte Amalienbad dann wieder in frischem Glanz erstrahlen. Quelle: www.wien.gv.at
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