Neuigkeiten aus der Welt der Bäder und Saunas

- Bäder-News 04/2012 -
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== Dach-Konstruktionen ==
Leider kann es keinesfalls nur in Asterix-Comics vorkommen, dass einem „der Himmel auf den Kopf fällt“. Vor allem in Schwimmbädern sind Dachkonstruktionen immer ein Risiko-Faktor. Extreme Temperatur-Unterschiede, hohe Luftfeuchtigkeit und Schneelasten, oftmals gepaart mit vollgesaugten Dämmstoffen, Korrosion oder Holzfäule lassen die Tragfähigkeit immer mehr ermüden. Kommen dann noch eine fehlerhafte Planung oder schlampige Bau-Ausführung hinzu, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Die Horror-Szenarien von Bad Reichenhall oder Moskau, wo unter hohen Schneelasten einstürzende Decken in Schwimmbädern jeweils mehrere Todesopfer forderten, werden wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Dass dies aber keine Einzelfälle sind, zeigen die Decken-Teilabstürze von Krefeld oder Bern. Andernorts wurden Unfälle durch rechtzeitige Kontrollen verhindert, wie in Greifswald oder Jena. Dort hat man nachgebessert bzw. tut es gerade. Alle diese Beispiele zeigen, dass man die Sicherheit gerade bei den Dächern nicht aus dem Auge verlieren darf. Dachsanierungen sind zwar nie eine billige Angelegenheit, doch auf jeden Fall eine sinnvolle Investition. Vielleicht kann man bei dieser Gelegenheit auch gleich noch eine Photovoltaik-Anlage einbauen, was der Energiebilanz zugute kommt. Auf jeden Fall ist es aber sinnvoll, die Deckenkonstruktionen regelmäßig und von wechselnden Fachleuten prüfen zu lassen, möglichst bevor der nächste Winter kommt. Quelle: www.familand.de

Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz)
Wegen dringender Sanierungs-Arbeiten mußte das Salinarium Ende 2011 für über drei Monate geschlossen werden. In dem 27 Jahre alten Freizeitbad mußten Beton-Sanierungen an tragenden Säulen vorgenommen werden. Durch feuchten Estrich waren Schäden entstanden. Während der Schließzeit wurde auch ein neues Kinderbecken eingebaut. Weiterhin wurde eine Trennwand abgerissen, um eine offenere Atmosphäre zu schaffen. In nächster Zeit soll auch die Saunalandschaft einen neuen Zugang zum Badeland erhalten. Quelle: www.bad-duerkheim.de

Bad Liebenzell (Baden-Württemberg)
Mit durchschnittlich über 1.000 Besuchern pro Tag ist die Paracelsus-Therme seit 1968 das touristische Aushängeschild des kleinen Schwarzwald-Kurortes. Ab März 2011 unterzogen sich Bad und Saunaland einer General-Sanierung. Die Wiedereröffnung war eigentlich für den Dezember 2011 geplant, doch unvorhergesehene Schwierigkeiten mit der alten Bausubstanz und den Bodenverhältnissen verzögerten die stellung bis zum Juli 2012. Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen. Es wurde nicht nur eine energetische Optimierung vorgenommen, sondern auch einen sichtbaren Mehrwert für die Gäste geschaffen. Das zeigt sich beispielsweise in einem leistungsfähigeren Kassensystem, einem neuen Farbkonzept, dem neuen Bistro im Obergeschoß, Erlebnisduschen, einem Gradierwerk zur Sole-Inhalation oder der neuen Panorama-Sauna im Garten. Im Außenbereich der Therme wurde ein frei zugänglicher Vita-Parcours installiert. Landrat Helmut Riegger bezeichnete die Paracel-sus-Therme bei der Eröffnungsfeier als neues Vorzeige-Objekt und kündigte die Gründung einer neuen Marketing-Gesellschaft für den Kreis an. Auch Bürgermeister Volker Bäuerle und Kurdirektor Herbert Masino zeigten sich überaus begeistert vom neuen Erscheinungsbild der Therme. Dem schloß sich die Bevölkerung an: fast 2.200 zufriedene Badegäste machten den lang ersehnten Eröffnungstag zu einem vollen Erfolg. Nun können wieder rund 700 m² Wasserfläche in sechs Innen- und Außenbe-cken sowie acht Schwitzräume genutzt werden. Die Renovierungs-Maßnahmen schlugen mit etwa 10,5 Mio. € (netto) zu Buche, wobei 4,4 Mio. € aus verschiedenen Förderprogrammen des Landes beigesteuert wurden. Für die architektonischen Leistungen zeichnet das Büro fritz-Planung aus Bad Urach verantwortlich. Quellen: www.bad-liebenzell.de, www.schwarzwaelder-bote.de

Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein)
Die Sanierung des Hallenbades der ehemaligen Kurstadt an der Trave zieht sich weiter in die Länge. Nachdem immer neue Mängel entdeckt wurden und auch die Bestandspläne offensichtlich Abweichungen vom tatsächlichen Bauwerk aufweisen, spricht man im Finanzausschuß bereits offen von einem „Pfuschbau“. Die ursprünglich für den Sommer 2012 vorgesehene Wiedereröffnung des fast 40 Jahre alten Bades verzögert sich durch die nun umfangreicheren Sanierungs-Maßnahmen bis voraussichtlich April 2013. Die Gesamtkosten sind derweil auf mindestens 7,1 Mio. € angestiegen. Auch der jährlich notwendige Betriebskosten-Zuschuß, der vor dem Umbau bei 800.000 € lag, wird wohl nach der Wiedereröffnung nicht gesenkt werden können. Neueste Berechnungen gehen eher von einer Erhöhung auf etwa eine Million € aus. Im Stadtrat hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen über Abriß und Neubau (durch einen privaten Investor) oder Sanierung gegeben. Die Bürger-Initiative „ProHallenbad“ hatte jedoch die Pläne für den Bau eines Thermalbades oder eines Freizeitbades im Rahmen eines PPP-Projektes per Abstimmung verhindert. Quelle: www.ln-online.de

Bad Saarow (Brandenburg)
Die SaarowTherme hat ihr Angebot erweitert. Ende April 2012 wurden neue Räumlichkeiten in der Südgalerie eröffnet. Hier findet man nun einen Shop, einen exklusiven Beauty-Bereich sowie eine Salarium-Salzgrotte. Die Atemtherapie in dem mit mehreren Tonnen Himalaya-Salz ausgekleideten Raum ist eine ideale Ergänzung zum Bade-Angebot des Thermalsole-Bades. Zudem können nun im Beautybereich weitere Wellness-Anwendungen wie Hot-Stone-Massagen, LavaShell-Muschelmassagen, Apfel- und Schokoladenkosmetik verabreicht werden. Außerdem sind zusätzliche Stempel-Behandlungen sowie Maniküre und Pediküre im Angebot. Der neue Shop bietet ergänzend dazu hochwertige Kosmetik-Produkte sowie ein breitgefächertes Spektrum an Natursalzen. Hier kann man sich aber auch bei der Planung der Ausflüge beraten lassen oder ein Ferien-Apartment buchen. Quelle: www.wellnessbase.de

Bad Säckingen (Baden-Württemberg)
Das ehemalige Kurmittelhaus St. Marien aus den 1970er Jahren hat sein Gesicht in den letzten Jahren stark verändert. Vor al-lem nach der Übernahme durch die schweizerische „Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden“ wurde viel in die nun Aqualon-Therme genannte Thermalbade- und Saunalandschaft investiert. Zum Januar 2012 wurde außerdem das angrenzende Hotel Schweizerblick an der Schneckenhalde aufgekauft. Das 53-Betten-Haus wird künftig noch enger an die Therme angebunden, wovon man sich deutliche Synergie-Effekte verspricht. Der Eintritt in die Therme ist nun im Übernachtungspreis enthalten. Aqualon-Betriebsleiter Dirk Pachera erhofft sich dadurch eine weitere Belebung des Tourismus in der Trompeterstadt. Auch die Vernetzung mit Angeboten des Thermalbades Bad Zurzach und des dortigen Hotels Goldener Knopf soll mit speziellen Angeboten weiter vorangetrieben werden.
Im Mai 2012 wurde nun der nächste Baustein zum neuen Wellness-Paradies eröffnet. Auf rund 1.000 m² vervierfacht wurde die Nutzfläche des Fitness Plus. Hier wurden nicht nur 30 modernste Trainingsgeräte angeschafft, sondern auch größere, ex-klusive Umkleideräume und Duschen geschaffen. Auch Sauna und Dampfbad für Mitglieder wurden errichtet. In der Thermenlandschaft kann man nun das neue Dampfbad „Tiger Eye“ nutzen. Außerdem gibt es einen neuen Privat-Spa-Bereich.
Insgesamt wurden in diesem Jahr fast vier Mio. € investiert. Als nächste Schritte sollen der Eingangsbereich sowie das große Thermal-Innenbecken umgestaltet werden. Außerdem soll der japanische Saunagarten mit neuen Schwitzräumen, Dusch- und Ruhehaus und einem Naturschwimmbad aufgewertet werden. Nach Abschluß der Bauarbeiten im Jahre 2013 will sich die Aqualon-Therme als „Freizeit-, Wellness- und Healthness-Einrichtung“ der Oberklasse etabliert haben. Quelle: www.suedkurier.de

Bad Wurzach (Baden-Württemberg)
Mit Ausnahme des Thermal- und Saunabades vitalium befinden sich die Bäder des ältesten Moorheilbades in Baden-Württemberg in einem schlechten Zustand. Nach einer Bestands-Erfassung des Architektur-Büros Fritz aus Bad Urach würde die Sanierung des Hallen- und Freibades am Riedpark sowie des Freibades Hauerz rund zehn Mio. € kosten. Da das ober-schwäbische Städtchen eine solche Summe nicht schultern kann, soll eine Sanierung in Bauabschnitten und eine Reduzierung auf das Nötigste erfolgen. Zunächst soll für etwa zwei Mio. € das Hallenbad renoviert werden. Nach der Schließung des Lehr-schwimmbeckens Seibranz könnten nun auch das Moor-Freibad am Riedpark sowie das Freibad Hauerz geschlossen werden. Ob und wann ein neues Lehrschwimmbad entsteht (Prognose: 3,365 Mio. € Baukosten) ist noch unklar. Quelle: www.derwurzacher.de

Baienfurt (Baden-Württemberg)
Das Ozon-Hallenbad wurde Ende Mai 2012 wegen dringender Sanierungs-Arbeiten geschlossen. Die Sanierungs-Kosten wur-den vom Architektur-Büro Strobilius & David aus Bad Boll mit etwa 1,6 Mio. € beziffert, wobei der Gemeinderat auf jegliche Umbauten oder Erweiterungen verzichtet hat. Es soll also weiterhin nur das 25-m-Sportbecken (5 Bahnen, 3-m-Sprunganlage) im Angebot bleiben. Der Abschluß der Baumaßnahmen wurde auf den Dezember 2012 terminiert. Nach der Wiedereröffnung soll eine vom Förderverein gegründete Genossenschaft das Hallenbad führen, wobei die Kommune auch weiterhin den jährli-chen Betriebskosten-Verlust in Höhe von voraussichtlich 70.000 € leisten soll. Quellen: www.baienfurt.de, www.schwaebische.de

Bedburg-Hau (Nordrhein-Westfalen)
Nach dem knappen Ausgang einer Bürger-Abstimmung bleibt das BedburgerNass vorerst weiter geöffnet. Das Hallenbad aus dem Jahre 1975 hat einen dringenden Sanierungs-Bedarf, zumindest was Technik und Wärmedämmung angeht. Darum be-schloß die Gemeinde noch Ende 2010, rund 1,5 Mio. € in die Renovierung des Bades zu stecken. Dabei sollte es aber um reine Bestands-Erhaltung gehen, für Verbesserungen der Aufenthalts-Qualität war kein Geld eingeplant. Die es jedoch keine För-dermittel gab, legte man die Baumaßnahmen auf Eis und suchte nach einem „Investor“. Der einzige Interessent, die Stadtwerke Goch, war jedoch letztendlich nicht zum Erwerb des BedburgerNass bereit. Bei den derzeit rund 80.000 Jahresbesuchern laufen insgesamt 250.000 € an Zuschußbedarf auf, der nach einer Sanierung ohne Steigerung der At-traktivität auf etwa 300.000 € ansteigen würde. Darum wurde Anfang 2012 die baldige Schließung des Bades beschlossen. Dagegen wiederum lehnten sich die Bürger auf, so dass nun erst einmal der Status Quo erhalten wird. Ob es jedoch noch zu der dringend benötigten Technik-Sanierung kommen wird, ist weiter unklar. Evtl. könnte auch ein neuer Standort am Sternbusch für einen kompletten Neubau noch im Gespräch sein. Allerdings blickt man wohl zunächst einmal zum großen Nachbarn Kleve, wo ebenfalls ein Ersatz-Neubau für das marode Hallenbad im Gespräch ist. Quelle: www.rp-online.de

Berlin (Bundeshauptstadt)
Noch bis voraussichtlich Frühjahr 2013 ist das Kombibad Gropiusstadt im Umbau. Mit 231.000 Gästen im Jahre 2010 und über 100 Schulklassen, die hier ihren Schwimmunterricht abhalten, ist das Bad sehr gut frequentiert. Die Bausumme in Höhe von etwa 7,3 Mio. € soll vorwiegend aus Fördergeldern des Investitionspakts und Bädersanierungsprogramms finanziert wer-den. Das Geld fließt beispielsweise in ein neues Dach und neue Fassaden, in die Beton-Sanierung und die Modernisierung der Technik. Maßnahmen zur Attraktivierung soll es offenbar nicht geben. Nach der Sanierung sollen 30 % der Energiekosten ein-gespart werden. Geplant wurde das Projekt vom Berliner Büro arcus Architekten. Quelle: www.in-berlin-brandenburg.com

Bern (Schweiz)
Seit April 2011 war es im Designer-Erlebnisbad BernAqua im Einkaufsparadies Westside lange still geblieben. Damals hatte sich während des laufenden Betriebs ein Decken-Element in 15 Metern Höhe gelöst, wobei zwei Badegäste verletzt wurden. Über 13 Monate dauerte es, bis die Beweissicherung abgeschlossen war und eine komplett neue Unterdecke aufgehängt wer-den konnte. Unfall-Ursache soll ein Konstruktions- und/oder Montage-Fehler gewesen sein. Ende Mai 2012 konnte die Wie-dereröffnung gefeiert werden. Die Decke ist nun wesentlich kleinteiliger und sicherer konstruiert, wobei die Montage von mehreren Ingenieuren überwacht wurde. Allerdings muss das Vorzeigebad des New Yorker Architekten Daniel Libeskind nun beim Marketing wieder bei Null anfangen. Zudem sind Einnahme-Ausfälle in zweistelliger Millionenhöhe zu beklagen. Laut Presseberichten wird der Gesamtschaden auf etwa 50 Mio. CHF beziffert. Wer dafür aufkommen soll, müssen nun die Gerich-te klären. Quellen: www.bernaqua.ch, www.derbund.ch

Borgholzhausen (Nordrhein-Westfalen)
Das Familien-Freibad Pium unterzieht sich derzeit einer Sanierung in zwei Bauabschnitten. Zunächst wurde das vormals 27 * 18 m große Schwimmbecken in Edelstahl ausgekleidet (verkleinert auf 25 x 17,50 m) sowie die Technik erneuert. Neu gebaut wurde auch ein separates Kinderbecken. Diese Arbeiten wurden zum Saisonbeginn 2012 beendet. Im Winter 2012/2013 wird das alte Empfangsgebäude abgerissen und durch ein neues an gleicher Stelle ersetzt. Die Sanierungs-Kosten wurden mit insge-samt rund zwei Mio. € beziffert. Die Planung stammt aus dem Büro geising + böker aus Vechta. Quelle: www.borgholzhausen.de

Borna (Sachsen)
In der Bergbaustadt gibt es seit 1979 eine Schwimmhalle vom Typ Grimma, die nach über 30 Jahren Betrieb nach energeti-schen Gesichtspunkten komplett saniert und auch optisch modernisiert wurde. Im März 2012 konnte Wiedereröffnung gefeiert werden, im Mai 2012 war auch das neue Saunaland fertig. In der nun Jahnbad genannten Anlage findet man ein 25-m-Sportbecken mit fünf Bahnen, ein Lehrbecken sowie ein Planschbecken. Die Wasserfläche beträgt rund 400 m², der Becken-Inhalt 745 m³. Die Saunalandschaft mit drei Schwitzräumen erinnert in Gestaltung und Farbgebung an den Braunkohle-Tagebau, der die Stadt in den vergangenen 100 Jahren geprägt hat. So wurde beispielsweise die Außensauna wie ein Bergwerks-Stollen gestaltet. Die Investitionssumme wurde mit 5,7 Mio. € (netto) beziffert, wobei 75 % dieses Betrages als Fördermittel aus dem EFRE-Programm stammen. Durchgeführt wurde das Projekt von der Bauplanung Bautzen GmbH gemeinsam mit dem BZL Bauzentrum Leipzig. Quelle: www.borna.de

Brandenburg (Brandenburg)
Ins Marienbad soll weiter investiert werden. Das Freizeitbad, das im März 2000 eröffnet wurde, mußte in den vergangenen Jahren einen herben Besucherrückgang verzeichnen. Vor allem im Spaßbad müsste die Konkurrenzfähigkeit verbessert wer-den. Dort schrumpfte die Gästezahl binnen zehn Jahren um gut ein Drittel. Werkleiter Fred Ostermann drängt nun - wie auch verschiedene Stadtverordnete - auf die Schaffung neuer Attraktionen. So soll die Saunalandschaft u. a. um ein Blockhaus im Garten erweitert werden. Die Arbeiten im Saunaland sollen noch in 2012 in Angriff genommen werden. Quelle: www.preussenspiegel-online.de

Burg / Fehmarn (Schleswig-Holstein)
Dass Fremdbetreiber-Modelle nicht immer problemlos sind, zeigt das Beispiel des FehMare, eines im Jahre 2009 neu eröffne-ten Freizeitbades. Eine Betreibergesellschaft aus Bad Segeberg und Wahlstedt hatte das Erlebnis- und Saunabad geführt, war damit aber baden gegangen. Rund 12 Mio. € hatte der Bau des schönen Bades gekostet, worin die Sanierung des angeschlossenen, denkmalgeschützten Meerwasser-Wellenhallenbades inkludiert war. Die prognostizierte Gästezahl von 100.000 pro Jahr wurde dennoch von Beginn an kräftig unterschritten, so dass aus dem ursprünglich erhofften Überschuß ein hoher sechsstelliger Zuschußbetrag pro Jahr erwuchs. Laut Presseberichten soll dieser im Jahre 2010 bei mindestens 600.000 € gelegen haben. Die Kommune Fehmarn als Eigentümerin beteiligte sich daran mit fast 100.000 € jährlich, der Rest war vertragsgemäß von den Städten Wahlstedt und Bad Segeberg zu tragen. Dazu war der Segeberger Bürgermeister aber Ende 2011 nicht mehr bereit.
Es kam daraufhin zu großen Turbulenzen, in deren Folge zunächst der Geschäftsführer und der Prokurist der Betreibergesell-schaft gehen mussten und dann auch der Bürgermeister von Wahlstedt abgewählt wurde. Das Bürgervotum fiel mit nur noch 16,6 % Zustimmung überraschend deutlich aus. Auf Fehmarn war man zwar zu Zugeständnissen bereit und hätte künftig sogar über 300.000 € jährlich an den Betreiber gezahlt, doch selbst das war den Segebergern zu wenig. Als Folge wurde der Vertrag mit dem FehMare aufgelöst und die Betreibergesellschaft musste Insolvenz anmelden. Die Holding zahlte eine Abfindung in Höhe einer halben Mio. € an Fehmarn, außerdem wurde das von ihr finanzierte Inventar im Anschaffungswert von etwa 600.000 € kostenfrei im FehMare belassen. Im Anschluß wurde von der Stadt Fehmarn eine Betriebs-GmbH gegründet, die sich nun um die Belange des Bades kümmert. Fehmarns Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt ist zuversichtlich, dass es mit dem FehMare unter eigener Regie wieder aufwärts geht. Das Bad ist auch weiterhin geöffnet und sieht mit einer neuen Leitung deutlichen Umstrukturierungs-Maßnahmen entgegen. Quellen: www.ln-online.de, www.fehmarn24.de

Deutschland
Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher. Doch anstatt der von vielen erhofften, heißen Sommer wird es eher kühler und regnerischer. Nun gibt es in vielen deutschen Regionen bereits den dritten total verregneten Sommer in Folge, nachdem auch die Vorjahre seit 2004 nicht gerade sonnenverwöhnt waren. In Süddeutschland wurde der Sommer bereits Mitte Juli 2012 von vielen Freibad-Betreibern als der schlechteste seit Menschengedenken bezeichnet. Es scheint nun an der Zeit zu sein, über eine Verkleinerung der Sommerbäder zugunsten von Ganzjahres-Angeboten nachzudenken. Quelle: www.familand.de

Dillingen (Saarland)
Nach fast 40 Jahren Betrieb stand im Hallen- und Freibad der Stahlkocher-Stadt eine umfassene Erneuerung an. In einem ersten Bauabschnitt war bereits im Jahre 2008 für zwei Mio. € das Freibad saniert worden. Weitere 800.000 € hatte man in die Erneuerung der Hallenbad-Technik gesteckt. Ab dem Sommer 2009 war die Gebäude-Hülle an der Reihe. Hier traten jedoch einige Schwierigkeiten auf, die schließlich eine Umbauzeit von über zwei Jahren verursachten. Die Wiedereröffnung konnte erst im November 2011 gefeiert werden. Probleme gab es vor allem mit der Dachkonstruktion. Das Stahl-Schiebedach war marode und konnte selbst in geschlossenem Zustand nicht erhalten werden. Da auch keine zuverlässigen Skizzen aus der Entstehungszeit vorhanden waren, konnte das neue Dach erst nach dem Abriß des alten neu geplant werden. Auch bei den beiden Becken gab es während der Bauphase eine Komplett-Umplanung. Die bereits begonnenen Fliesen-Arbeiten wurden ge-stoppt, um zwei pflegeleichte Edelstahl-Becken einzubauen. Dabei hat man die Beckentiefe von bis zu 380 cm beibehalten, um die 5-m-Sprunganlage weiter nutzen zu können. Die Sanierungs-Kosten stiegen indes von einstmals veranschlagten 3 Mio. € auf letztlich 4,8 Mio €. Damit wurden in den letzten fünf Jahren nun insgesamt 7,6 Mio. € in die Erneuerung des Kombibades investiert. Viel Geld, doch das Resultat kann sich sehen lassen. Das 20.000-Einwohner-Städtchen hat nun wieder ein Vorzeige-Bad, das sich vor denen großer Städte nicht verstecken muss. Die Planung für die Bauarbeiten stammt von der Fa. Famis aus Saarbrücken. Quellen: www.dillingen-saar.de, www.saarbruecker-zeitung.de

Ditzingen (Baden-Württemberg)
Das 50 Jahre alte Hallenbad des Städtchens bei Stuttgart wurde in 16-monatiger Arbeit generalsaniert. Erneuert wurden die ge-samte Technik sowie Sanitärräume, Fassade, Dach und Innenausstattung. Neu ist das Planschbecken. Im Obergeschoß wurde außerdem Platz für eine Saunalandschaft geschaffen. Drei Innensaunas sowie eine Blockhaussauna im Garten stehen nun zur Verfügung. Für die Baumaßnahme in zwei Bauabschnitten investierte man insgesamt 4,5 Mio. €. Die Wiedereröffnung fand im September 2011 statt. Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de

Erding (Bayern)
Rund 100 Mio. € wurden bereits in die Therme Erding mit dem Rutschenparadies, der Thermenlandschaft und der Saunenwelt sowie die Infrastruktur - wie z. B. dem Parkhaus - investiert. Mehr als 1,5 Mio. Besucher strömen nun jährlich aus aller Welt hierher. Als nahezu unmöglich erscheint es, die 23 Thermalbecken, 35 Schwitzräume und 15 Riesenrutschen an einem Tag zu erkunden. Es ist das größte Bade-Areal Europas. Mehr geht wirklich nicht. Oder vielleicht doch?
Im Herbst 2011 stellten die Eigentümer Josef und Jörg Wund, die als Architekten einige der schönsten Thermen Deutschlands entworfen haben und auch mehrere davon selbst betreiben, ihre neuen Pläne für die Weiterentwicklung vor. Demnach soll sich das Thermen-Areal in absehbarer Zeit nochmals verdoppeln. Die Spaßbad-Thermen-Saunalandschaft wird zum Mega-Ferienpark. Und zwar nicht zu irgendeinem. Ein luxuriöser Hotelkomplex mit integrierter Südsee-Lagune ist geplant. Das ist in etwa so, als ob ein Mega-Kreuzfahrtschiff direkt neben der Therme anlegen würde - und die Karibik gleich mitbringt. Nach ei-nem entspannten oder auch aufregenden Thermentag ins weiche Kuschelbett sinken und am Morgen dann unter Palmen mit Blick auf exotische Fische frühstücken - wer wünscht sich das nicht?
Der Aufwand dafür ist gigantisch: weitere 100 Mio. € an Investitionssumme stehen auf dem Wunschzettel der Architekten. Wie weit die Planung für die von vielen Gästen lang ersehnte Hotel-Erweiterung bereits gediehen ist, erkennt man am avisierten Eröffnungstermin: bereits im Jahre 2014 soll der neue Komplex bezugsbereit sein. Und wer die ambitionierten Projekte der Wund-Gruppe analysiert, der weiß, dass hier kein Luftschloß geplant wird. Ganz im Gegenteil, das Potential wird damit sicher-lich noch längst nicht ausgeschöpft. Es dürfte so sicher sein wie das Amen in der Kirche, dass die vorgesehenen 250 Zimmer so schnell weggehen werden wie die frisch gebackenen Semmeln in der Backofensauna. Das Hotel könnte sich nahtlos in die lange Liste der Alleinstellungs-Merkmale des Thermenkomplexes einreihen. Was Disney, CenterParks, Tropical Islands und Europapark bereits gelungen ist, wird wohl auch hier Erfolg haben. Die riesige Zielgruppe der erlebnishungrigen und gleichzeitig Wellness-orientierten, jungen Familien sollte in Erding ihr neues Traumziel entdecken. Quelle: www.sueddeutsche.de

Erlensee (Hessen)
Nach 20-monatiger Durststrecke konnte das Hallenbad Erlensee Ende November 2011 wiedereröffnet werden. Eigentlich soll-te in dem 1974 eröffneten Bad nur die Wassertechnik erneuert werden. Hinzu kamen dann aber auch neue sanitäre Anlagen, eine effektivere Lüftungs-Technik, ein Behinderten-Aufzug sowie eine komplett barrierefreie Gestaltung. Auch den Auflagen des Brandschutzes wurde Tribut gezollt. Weiterhin mußte die ehemalige Cafeteria einem Eltern-Kind-Bereich mit Planschbe-cken weichen. Das Lehrschwimmbecken wurde mit einem Wasserpilz und einer Kurzrutsche aufgewertet. Erhalten konnte man das fünfbahnige Sportbecken mit 25 m Länge samt den originalen Fliesen. Generalsaniert wurde auch das Saunastübchen im Untergeschoß. Hier gibt es nun u. a. Dampfbad, Bio-Sauna, Erlebnisduschen, Tauchbecken, eine Massage-Abteilung sowie eine Blockhaussauna im Garten. Betriebsleiter Ralf Schäfer, Bürgermeister Stefan Erb und die leitende Bauingenieurin Dorothee Minnameyer zeigten sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Von den letztlich rund 6,7 Mio. € Umbaukosten trägt die Gemeinde rund fünf Millionen. Der Restbetrag stammt überwiegend aus Mitteln des Konjunkturprogramms II. Der Zuschußbedarf, der bei 75.000 Jahresgästen bislang bei etwa einer halben Million € jährlich lag, soll durch eine bessere Energiebilanz und mehr Besucher künftig deutlich verringert werden. Für die Architektur zeichnet Jörg Himmler verantwortlich. Quellen: www.erlensee.de, www.fr-online.de

Eschen (Liechtenstein)
Zwischenzeitlich hat das Hallenbad Eschen mehr als 30 Betriebsjahre absolviert. Zeit für eine umfassende Sanierung. Darum werden seit Februar 2012 die kompletten technischen Anlagen einer energetischen Optimierung unterzogen. Im gleichen Zuge soll auch die Behinderten-Freundlichkeit verbessert werden. An der Ausstattung des 25-m-Sportbades soll sich wenig ändern, jedoch wird die Optik aktualisiert und es wird auch neue Fenster und einen neuen Boden geben. Die Renovierungskosten wur-den vom Hochbauamt mit 11,9 Mio. CHF beziffert. Quelle: www.vaterland.li

Essen (Nordrhein-Westfalen)
Auf dem Modernisierungs-Wunschzettel der Essener Bäderverwaltung stand das 1969 eröffnete Stadtbad Nordost ganz oben. 2,4 Mio. € waren dafür eingeplant, doch einige nicht erwartete Schwierigkeiten trieben die Kosten in die Höhe. So wurden nicht nur die Fassade und die Fensterfront erneuert und die Inneneinrichtung samt Kachelung neu gestaltet, sondern auch eine neue Lüftungstechnik installiert und gefährliche Baustoffe wie Asbest und PCB entsorgt. Eine Herausforderung stellte auch der durch die alten Kohlestollen labile Untergrund dar, der in den ersten Jahren stellenweise um 50 cm abgesackt war. Mit Hilfe von Hydraulikpressen mußten die Bassins in der Waagerechten gehalten werden. Die Schwimmbecken blieben im Wesent-lichen unverändert, doch ein neues Planschbecken verbessert nun die Familienfreundlichkeit. Auch das ins Haus integrierte Fitness- und Gesundheitszentrum Espo wurde modernisiert.
Die Baumaßnahmen wurden binnen nur eines Jahres abgeschlossen, die Wiedereröffnung konnte im September 2011 gefeiert werden. 4,8 Mio. € kostete die Renovierung schließlich, wobei ein Großteil der Kosten aus Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert werden konnte. Die Planung wurde vom Büro GSF aus Hamm übernommen (Architekt Christoph Keinemann), das in der Sanierung von Bäder-Altbauten zwischenzeitlich sehr erfahren ist.
In Sachen Familienbad tut sich in Essen indes wenig. Das interessante Erlebnisbad Oase ist immer noch geschlossen, ein adä-quater Ersatz-Neubau, der von Tausenden jungen Familien in der Riesenstadt vehement gefordert wird, ist offenbar nicht ge-plant. Dabei wäre die immer noch intakte Oase mit relativ geringen Mitteln wieder ins Laufen zu bringen. Quellen: www.derwesten.de, www.rp-online.de

Eupen (Belgien)
Das Wetzlarbad in der deutschsprachigen Eifelstadt stammt aus den 1930er Jahren. Vor allem das Eingangsgebäude weist noch viele Details des Art Deco auf. Im Frühjahr 2013 soll das sehenswerte Freibad mit 50-m-Becken der Abrißbirne weichen. Geplant ist ein Kombi-Hallenbad an gleicher Stelle. Nun regt sich allerdings der Denkmalschutz, der den Abriß trotz laufender Vorbereitungen möglichst noch verhindern möchte. Zwischenzeitlich läuft die letzte Freibad-Saison. Quelle: www.grenzecho.net

Fichtelberg (Bayern)
Noch vor ein paar Wochen wurde die Kristall-Radon-Sole-Therme als "heißestes Erlebnis im Fichtelgebirge" beworben. Viel-leicht war das der falsche Slogan, denn Mitte Mai 2012 verwandelte ein flammendes Inferno das komplette Badehaus in Schutt und Asche. Lediglich die Blockhaus-Saunas im Garten überstanden den Feuersturm relativ unbeschadet. Mehr oder weniger mit dem Schrecken davon kamen auch die etwa 300 Gäste, die sich bei Ausbruch des Feuers in der Bade- und Sauna-landschaft aufhielten. Sie konnten zwar ihre Spinde nicht mehr räumen, doch es waren keine Toten oder ernsthafte Verletzungen zu beklagen. Der Dank dafür gebührt den schnell eingetroffenen Rettungskräften und der unbürokratischen Hilfe der einheimischen Bevölkerung. So konnten die meisten Badegäste in umliegenden Hotels und Pensionen übernachten. Die Spinde wurden ein paar Tage später geräumt und der Inhalt den Eigentümern zurückgegeben.
Die Brand-Ursache konnte noch nicht eindeutig ermittelt werden. Die Spurensucher schlossen jedoch Brandstiftung weitge-hend aus und vermuten einen technischen Defekt oder Fahrlässigkeit. Der Schaden wird vom Betreiber auf bis zu 20 Mio. Euro geschätzt. Der Konflikt zwischen dem Bürgermeister von Fichtelberg, José Ricardo Castro-Riemenschneider, und der Betreibergesellschaft Kristall-Thermen ist indes durch den Brand nicht beendet worden. In den letzten drei Jahren hatte man um den Ausbau zum Kangalfisch-Therapiezentrum und um einen eventuellen Verkauf des Bades gestritten. Der Betreiber hatte laut Presseberichten vereinbarte Zahlungen an die Gemeinde verweigert, um seinen Wünschen Nachdruck zu verleihen. Das hatte zu einer Gerichtsverhandlung geführt und schließlich zur Ankündigung, das Bad zum Ende Mai 2012 zu schließen und abzureißen. Dem ist das Feuer nun zuvorgekommen.
Unklar ist nun die Zukunft des Bades. Für den Betreiber gehört der Standort Fichtelberg durch die schöne Lage und das heil-same Radon-Wasser zu den fünf besten Standorten in Deutschland. Sowohl Betreiber Heinz Steinhart als auch die Gemeinde sind am Aufbau einer neuen Therme interessiert. Ob das allerdings gemeinsam erfolgen kann, ist derzeit noch fraglich. Ebenso steht noch nicht fest, wann wieviel Schadensersatz gezahlt werden wird und an wen. Sicher ist jedenfalls, dass die Therme ein sehr wichtiger Baustein im Tourismus-Konzept der Fichtelgebirgs-Region ist, auf den niemand verzichten kann. Mit einer Wiedereröffnung ist allerdings nicht vor Ende 2014 zu rechnen. Quellen: www.frankenpost.de, www.oberpfalznet.de

Flaach (Schweiz)
Im Rahmen der Renaturierung des Unterlaufs der Thur wurde auch das Schwimmbad auf dem Campingplatz Flaach saniert. Das Freibad mit 25-m-Becken und 20-m-Rutsche erhielt u. a. ein neues Betriebs- und Garderobengebäude. Ende August 2011 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden. Die Bauarbeiten wurden von der Brandenberger AG durchgeführt. Quelle: www.naturzentrumthurauen.ch

Freigericht-Somborn (Hessen)
Von Juli bis voraussichtlich Dezember 2012 wird das Hallenbad Platsch runderneuert. Auf der To-Do-Liste stehen die Schwimmbad-Technik, der Beckenkopf des Schwimmerbeckens sowie das Planschbecken. Auch die Personalräume werden renoviert. Dafür wird etwa eine Mio. € investiert. In zwei weiteren, späteren Bauabschnitten sollen dann die energetische Op-timierung inkl. Heiztechnik und die Innenausstattung in Angriff genommen werden. Der Gesamt-Umfang der Arbeiten soll bei rund 3 Mio. € liegen. Da die Bau-Unterlagen aus den 1970er Jahren leider nicht mehr auffindbar sind, müssen zuvor allerdings noch umfangreiche Prüfungen stattfinden. Als Planungsbüro wurde die Fa. Balnea beauftragt. Quelle: www.main-netz.de

Gemünden / Main (Bayern)
Wegen Bauschäden mußte das Ozon-Hallenbad der Dreiflüssestadt im April 2011 geschlossen werden. Schon kurz darauf formierte sich eine Interessengemeinschaft, die binnen kürzester Zeit 3.000 Unterschriften zum Erhalt des Bades sammelte. Als Alternative stand ein Neubau bis spätestens 2016 im Raum. Trotz möglicher Fördermittel stellen sich beide Alternativen für die finanzschwache Kleinstadt (10.000 Einwohner) als schwer finanzierbar dar. Zwischenzeitlich hat eine Planungsfirma verschiedene Varianten für einen zukünftigen Betrieb geprüft. Dabei wurde ein kompletter Neubau für 6,8 Mio. € vom Stadtrat als zu teuer befunden. Nicht signifikant billiger wäre eine Komplett-Sanierung des Bestandes, die mit etwa 5,2 Mio. € zu Buche schlagen soll - falls es keine Überraschungen gibt. Baupläne aus dieser Zeit stimmen ja oftmals nicht mit der Realität überein und es wurden auch stellenweise Baustoffe verwendet, die heute als krebserregend eingestuft werden und Sondermüll darstellen. Zunächst soll es aber eine umfangreiche Prüfung des Bauwerks aus den 1970er Jahren geben, um teure Fehleinschätzungen möglichst auszuschließen. Der Landkreis Main-Spessart soll sich im Falle einer Sanierung mit etwa 750.000 € an den Baukosten beteiligen. Sollte es dazu kommen, ist nach der Planungszeit noch eine etwa 18-monatige Umbauphase zu erwarten. Eine mögliche Wiedereröffnung ist also kaum vor 2015 zu erwarten. Bis Juli 2012 war noch keine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen. Quelle: www.mainpost.de

Gütersloh (Nordrhein-Westfalen)
Seit über 50 Jahren tut das Hallenbad in der Herzebrocker Straße seine Dienste, doch nun ist das Ende absehbar. Nachdem die voraussichtlichen Sanierungs-Kosten auf mindestens 5,2 Mio. € geschätzt wurden, hat der SWG-Aufsichtsrat im Juli 2012 ei-nen Ersatz-Neubau beschlossen. Das neue Hallenbad soll auf dem Gelände des Nordbades entstehen, wo seit den 1970er Jah-ren ein Freibad mit 50-m-Sportbecken und 10-m-Sprungturm betrieben wird. Die Ausstattung wird in etwa dem des alten Hal-lenbades entsprechen. Geplant sind ein 25-m-Becken mit fünf Bahnen und 3-m-Sprunganlage sowie ein Lehrbecken mit Hub-boden. Dabei wird von einem Investitionsvolumen von 6,7 Mio. € ausgegangen. Der Baubeginn soll Anfang 2014 erfolgen, so dass die Eröffnung Ende 2015 stattfinden kann. Quelle: www.schwimmen-in-guetersloh.de

Halle / Saale (Sachsen-Anhalt)
Die Schwimmhalle an der Robert-Koch-Straße stammte aus dem Jahre 1970 und wurde als Olympia-Stützpunkt und Medail-len-Schmiede bekannt. Welt- und Europameister Paul Biedermann trainierte hier. Im Herbst 2009 schlug jedoch die letzte Stunde des Wettkampfbades, denn das Gebäude war nicht mehr sanierungsfähig. Seit November 2011 steht jedoch ein hoch-moderner Ersatz-Neubau an fast gleicher Stelle. Die Bauzeit betrug etwa 16 Monate. Die komplette Anlage wurde gehbehin-derten- und blindengerecht ausgeführt. Das wettkampfgerechte 50-m-Becken mit acht Bahnen besteht nun aus Edelstahl. Die Ausstattung umfaßt unter anderem Startbrücke, Fehlstarteinrichtung, Reaktionszeitmessung, Elektronische Zeitmessung, Beo-bachtungsfenster mit Möglichkeit von Videoaufnahmen, Unterwasserscheinwerfer sowie ein Wasserballspielfeld. Außerdem hat man an eine ballwurfsichere Verglasung, Entmüdungsbecken, Gegenstrombecken (bis 2,5 m/s) mit Unterwasserfenstern und Videoaufnahme, Behindertenlift, Athletikraum, Gymnastikraum sowie Ergometerraum inkl. Trainingsgeräten gedacht. Die Baukosten sollen rund 16 Mio. € betragen haben. Die Stadt Halle und der Bund beteiligten sich mit jeweils 20 % an der Bausumme, mindestens 7,4 Mio. € kamen vom Land Sachsen-Anhalt. Quellen: www.halle.de, www.mz-web.de

Hamburg
Dass sich Hotels ausgezeichnet an Freizeit-Einrichtungen anbinden lassen und für Synergie-Effekte sorgen, zeigt das Mitte 2009 eröffnete Lindner Parkhotel Hagenbeck. Das 158-Zimmer-Haus mit direkter Anbindung an den Tierpark ist durchgehend mit Motiven aus der Tierwelt Afrikas und Asiens thematisiert. Die sieben Suiten verfügen meist über eine eigene Sauna und es ist auch ein großer Wellness-Bereich mit dem Thema Arktis vorhanden. Auch die Speisen-Auswahl der hervorragenden Küche ist den Reisen Carl Hagenbecks angepaßt. Die 4-Sterne-Anlage kostete rund 31 Mio. €. Der Erfolg gibt dem Konzept Recht. Eine Weiter-Empfehlungsrate von 99 % sowie der Holiday-Check-Award 2012 für das beliebteste Hotel sprechen für sich. Quellen: www.lindner.de, www.abendblatt.de

Hammelburg (Bayern)
Nach gut zweijähriger Umbauzeit konnte Mitte Januar 2012 das Hallen- und Freibad des idyllischen Weinstädtchens an der fränkischen Saale wiedereröffnet werden. Zum bereits vorhandenen 25-m-Sportbecken, das nun in Edelstahl ausgekleidet ist, entstand eine interessante Saunalandschaft. Die drei Schwitzräume wurden mit Weinbau-Elementen thematisiert, wobei vor allem die individuell gestalteten, handgeten Kacheln der Fa. Hilpert aus Fulda sehr sehenswert sind. Das ebenfalls zum Saaletalbad gehörende Freibad bietet unter anderem ein 50-m-Sportbecken und einen sehenswerten 10-m-Sprungturm aus dem Jahre 1969. Laut Presseberichten soll die Komplett-Sanierung rund 5,4 Mio. € gekostet haben. Quelle: www.stadtwerke-hammelburg.de

Hassfurt (Bayern)
Nach über zehnjähriger Planungsphase konnte im Juli 2011 das neue Schul- und Vereinshallenbad eingeweiht werden. Das Hallenbad im Schulzentrum verfügt über ein Wettkampfbecken mit 6 Bahnen je 25 m Länge und Hubboden. Tagsüber ist das Bad für die Nutzung durch die 2.500 Schüler der fünf angeschlossenen Schulen reserviert, die Restzeiten wurden an Vereine vergeben. Die Baukosten wurden mit 3,7 Mio. € beziffert. Zuschüsse kamen vom Freistaat Bayern (1,1 Mio. €), von der Stadt Haßfurt (250.000 €) und vom Landes-Sportverband (130.000 €). Der Rest wurde vom Zweckverband Schulzentrum Haßfurt getragen. Die Planung stammt vom Büro Baur Consult. Quelle: wwwhassfurt.de

Hechingen (Baden-Württemberg)
Seit über 13 Jahren zieht sich die notwendige Sanierung und Erweiterung des Hechinger Hallen-Freibades nunmehr schon hin. Zunächst war der Weiterbetrieb als ÖPP-Modell angedacht, doch nachdem bereits im Jahre 2009 ein Bürgerentscheid dagegen knapp gescheitert war, untersagte die Kommunalaufsicht dies schließlich Anfang 2011 wegen der damals unzureichenden Fi-nanzlage der Stadt. Nun soll das Projekt in eigener Regie weitergeführt werden. Der noch ausstehende Sanierungsbedarf für die reine Bestandssicherung sowie den Anbau eines Lehrschwimmbeckens wurde letztlich vom Ingenieurbüro fritz aus Bad Urach mit 8,2 Mio. € beziffert, wobei wünschenswerte Optionen wie der Neubau von Riesenrutsche und Saunalandschaft darin noch nicht enthalten sind. Ob und wann das Projekt weitergeführt wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Zwischenzeitlich hat jedoch der vormalige ÖPP-Partner, der nun nicht mehr zum Zuge kommen soll, Schadenersatz für seine Planungsaufwen-dungen angemeldet. Der strittige Betrag soll dabei laut Presseberichten etwa 1,5 Mio. € betragen. Im März 2012 signalisierte die ÖPP-Firma allerdings, an einer Weiterführung des Projekts interessiert zu sein. Eine ÖPP-Realisierung erscheint jedoch trotz zwischenzeitlich besserer Finanzierungs-Prognosen für die Stadt eher unwahrscheinlich. Quellen: www.hechingen.de, www.swp.de

Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern)
Das Grand Hotel an der Ostseeküste gehört zu den schönsten Wellness-Destinationen weltweit. Es erfreut die Gäste durch eine traumhafte Lage direkt am Strand, das klassizistische Gebäude-Ensemble aus dem 18. Jahrhundert („weiße Stadt am Meer“) und eine luxuriöse Ausstattung inklusive großer Spa-Landschaft und Pool. In 1996 wurde die Anlage von der Fundus-Gruppe für 15 Mio. € gekauft. Nachfolgend investierte man 220 Mio. € in die Renovierung des Hotel-Komplexes mit 440 Betten. In strahlendem Ambiente wurde im Juli 2007 hier der werbeträchtige G8-Gipfel abgehalten. Allerdings ließ die Auslastung zuletzt vor allem im Winter stark zu wünschen übrig, so dass der Eigentümer im Februar 2012 schließlich Insolvenz anmelden mußte. Der Betrieb läuft aber weiter und man ist um neue Konzepte bemüht. Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum ist zuversichtlich, das traditionsreiche Hotel aus der Krise führen zu können. So läuft seit Juni 2012 eine groß angelegte, selbstironische Werbe-Kampagne. Außerdem sollen demnächst 40 Zimmer aus dem Angebot genommen und teilweise in Wohnungen für Mitarbeiter umgewandelt werden. Ein gleichzeitiger Abbau des Aushilfs-Personals soll zudem zu Kosten-Reduzierungen füh-ren. Quellen: www.grandhotel-heiligendamm.de, www.welt.de

Hemmoor (Niedersachsen)
Das Städtchen Hemmoor ist vor allem wegen der Schwebebrücke über die Oste sowie bei Tauchsportfreunden wegen des ein-zigartigen Kreidesees bekannt. Nach rund zehnmonatiger Renovierung erstrahlt nun auch das Hallenbad aus den 1970er Jahren in neuem Glanz. Das Modernisierungs-Konzept „Sonne, Wind und Erdwärme“ wurde aus dem EFRE-Topf mit 1,25 Mio. € gefördert. Eine Solaranlage wurde ebenso installiert wie eine gasbetriebene Wärmepumpe. Künftig wird auch ein Windrad für Energie sorgen. Im gleichen Aufwasch wurden nicht nur die Barrierefreiheit hergestellt und der Brandschutz verbessert, sondern auch der Hubboden repariert, das Dach erneuert und die Elektrotechnik auf den neuesten Stand gebracht. Insgesamt wurden ca. zwei Mio. € investiert. Geld spart man künftig nicht nur bei den Energiekosten, sondern auch beim Betrieb des bisher angeschlossenen Heidestrandbades, einem Natursee in einer ehemaligen Tongrube hinter dem Bad. Der Teich wird künftig frei zugänglich sein und nicht mehr überwacht werden. Es werden dort dann keine Aufsichtskräfte mehr benötigt. Die Umbau-Maßnahmen sollen noch im Juli 2012 abgeschlossen sein. Quelle: www.cn-online.de

Hettstedt (Sachsen-Anhalt)
Das Freibad des Städtchens im Harzvorland ist mittlerweile 80 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Derzeit wird über einen Neubau diskutiert, jedoch ist die Finanzierung nicht gesichert. Es droht daher eine Schließung. Quelle: www.hettstedt-online.eu

Jay Peak (Vermont / USA)
Das beliebte Ferien-Resort in den Green Mountains hat sein umfangreiches Angebot um ein Ganzjahres-Erlebnisbad erweitert. Im Dezember 2011 eröffnete der Pump-House-Waterpark. Für 25 Mio. USD (umgerechnet 19 Mio. €) entstand ein Familien-Spaßbad mit vier Riesenrutschen, Lazy-River, Doppel-Surfpool und Kletterwand. Die Wasserfläche beträgt rund 300 m². Haupt-Attraktionen sind eine Looping-Rutsche sowie eine Reifenrutsche. Quelle: www.jaypeakresort.com

Jena (Thüringen)
Bis Ende Dezember 2012 muss die Badelandschaft des „Galaxsea“ voraussichtlich noch geschlossen bleiben. Bei einer Routi-ne-Untersuchung im September 2011 hatte man gravierende statische Mängel erkannt und den Badebetrieb aus Sicherheits-gründen vorläufig eingestellt. In einer daraufhin beauftragten Expertise wurde festgestellt, dass 80 Prozent der geprüften Schweißnähte im Dach fehlerhaft sind. Dabei war das Bad zu diesem Zeitpunkt noch keine zehn Jahre in Betrieb. Die öffentli-che Ausschreibung zur Sanierung des Daches verlief ergebnislos, da sich kein Interessent meldete. Nun werden die Aufträge für eine komplette Erneuerung der Stahlkonstruktion freihändig vergeben. Die Wiedereröffnung kann nach neuester Planung allerdings frühestens Ende Dezember 2012 erfolgen. Die Reparaturkosten werden auf 600.000 € geschätzt, wobei noch Ein-nahme-Ausfälle in Millionenhöhe hinzukommen. Quellen: www.galaxsea.de, www.mdr.de

Jena (Thüringen)
Das Jenaer Ostbad, ein Freibad mit 50-m-Schwimmbecken und 65-m-Halfpipe-Rutsche, wird nach Saisonende 2012 komplett saniert. Es entstehen ein neues Funktions- und Sanitärgebäude sowie eine neue Wassertechnik. Außerdem werden Sportbecken und Kinderbecken in Edelstahl ausgekleidet. Neu im Angebot ist eine Breit-Wellenrutsche. Bis zum Mai 2013 sollen die Arbeiten beendet sein. Als Wermutstropfen ist allerdings zu werten, dass im Zuge des Umbaus die Riesenrutsche weichen muss. Die Umbaukosten wurden mit 2,4 Mio. € beziffert. Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Jena (Thüringen)
Im Wohngebiet Jena-Nord entstehen derzeit zahlreiche neue Wohnhäuser. Ab Herbst 2012 baut hier ein schwäbischer Investor auch das generationenübergreifende Wohnquartier „Health Garden“ mit 150 Wohnungen sowie Kindergarten, Bioladen, Apotheke, Arztpraxen, Sanitätshaus, Physio- und Psychotherapie und weiteren Infrastruktur-Einrichtungen. Fitness-Studio und ein Hallenbad stehen ebenfalls auf dem Wunschzettel, jedoch ist dafür die Finanzierung noch nicht gesichert. So sucht man noch nach einem Partner, der das Bad nach Möglichkeit bauen und längerfristig betreiben möchte. Eine Konfliktsituation mit den anderen Jenaer Bädern sieht man aufgrund der relativ weiten Wege nicht. Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz)
Mit fast 7.500 m² gefaßter Wasserfläche (Beckenlänge 165 m) ist das Freibad Waschmühle im Hagelgrundtal eines der größten Bäder Deutschlands. Nun wurde die Technik des über 100 Jahre alten, sehr beliebten Bades modernisiert. Die Sanierung kostete rund 2 Mio. €. Die Wiedereröffnung fand im Juni 2012 statt. Quelle: www.waschmuehle.de

Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen)
Das Spaßbad Pappelsee ist Vergangenheit. Das Freizeit-Hallenbad mit angeschlossenem Freibad wurde im Februar 2012 nach über 40-jährigem Betrieb geschlossen. Die Trauer in der Bevölkerung hielt sich aber in Grenzen. Nur zwei Monate später konnte nämlich im neuen Panoramabad Pappelsee Eröffnung gefeiert werden. Die Baumaßnahmen wurden parallel zum lau-fenden Betrieb durchgeführt. Rund 8,6 Mio. € kostete der Bau des neuen Sport-Hallenbades. Dafür entstand eine Schwimmhalle mit 25-m-Becken und Sprungbereich mit Ein-Meter-Brett sowie Drei-Meter-Plattform. Durch eine Glaswand davon getrennt befindet sich das Variobecken, dessen Tiefe stufenlos von 0 bis 170 cm verstellt werden kann. Hier finden Wassergymnastik, Schwimmkurse und Aqua-Cycling statt. Bei schönem Wetter kann die Glasfront zum See hin großflächig geöffnet werden, so dass fast Freibad-Feeling entsteht.
Im Sommer steht weiterhin das angeschlossene, neu gestaltete Freibad zur Verfügung, das im Mai 2012 eröffnet wurde. Die beiden Halfpipe-Riesenrutschen (116 und 118 m) sowie die Röhrenrutsche des Hallenbades (63 m) gehören der Vergangenheit an. Als Ersatz gibt es dafür nun eine 20 m lange Breitrutsche aus blauem Kunststoff, die von mehreren Personen gleichzeitig benutzt werden kann. Auch das 50-m-Sportbecken des Freibades existiert nun nicht mehr. Erhalten blieb allerdings das belieb-te Sprungbecken mit Absprunghöhen von bis zu fünf Metern, das samt Turm generalsaniert wurde. Außerdem sind ein großes Spaßbecken mit Strömungskanal, Wasserpilz, Massagedüsen und Nackenduschen sowie ein neues Planschbecken im Angebot. Damit bleibt auch das Panoramabad Pappelsee ein Bad für die ganze Familie. Die Betriebskosten sollen künftig aber wesentlich niedriger liegen als beim alten Spaßbad. Bislang mußte ein Jahres-Defizit von 1,3 Mio. € hingenommen werden. Für den Neubau zeichnet das Büro Dr. Krieger aus Velbert verantwortlich. Quellen: www.spassbad-pappelsee.de, www.derwesten.de

Kappeln (Schleswig-Holstein)
Auf dem Gelände des 2006 geschlossenen Marinestützpunkts Olpenitz sollte als Folgenutzung der Ferienpark Port Olpenitz entstehen. Geplant waren u. a. ein Erlebnisbad, Ferienwohnungen, Hotels und Yachthafen. Das Investitionsvolumen sollte bei mindestens 500 Mio. € liegen. Der erste Spatenstich erfolgte im Oktober 2009. Bis Herbst 2011 liefen die Baumaßnahmen an-scheinend problemlos, doch dann zog sich der amerikanische Investor zurück und die Anlage mußte Insolvenz anmelden. Pro-jektentwickler Jaska Harm hat sich nach eigenen Angaben unter großen finanziellen Verlusten zurückgezogen. Das traumhaft gelegene Areal könnte nun in kleineren Abschnitten weiter vermarktet werden. Quellen: www.wikipedia.org, www.moz.de

Kassel (Hessen)
Weiterhin strittig ist die Zukunft des historischen Freibades Wilhelmshöhe aus dem Jahre 1935. Die Bausubstanz des 50-m-Sportbeckens und des zugehörigen Cafés werden als sehr schlecht eingestuft. In 2008 war noch ein Sanierungsbedarf von 3,15 Mio. € (exklusive Parkplatz und Café) errechnet worden. Da diese Prognose nach genaueren Untersuchungen nicht haltbar war, wurde die ursprünglich schon für 2011 geplante Sanierung aufgeschoben. Mit Stand vom Juni 2012 stehen nun drei Vari-anten zur Debatte. Die erste Möglichkeit sieht einen kompletten Neubau unter Aufgabe des 50-m-Beckens vor. Die Wasserflä-che würde von jetzt 1.088 m² auf dann etwa 700 m² schrumpfen. Die Baukosten hierfür sollen 4,85 Mio. € betragen. Dem ste-hen allerdings Bürgerbegehren zum Erhalt des 50-m-Beckens sowie des historischen Cafés entgegen.
Ein zweiter Entwurf sieht den Neubau des 50-m-Beckens und die Sanierung des Cafés vor. Das soll mit 6 Mio. € Baukosten zu Buche schlagen. Schließlich ist auch noch ein Neubau mit zwei miteinander verbundenen 25-m-Becken (Schwimmer und Nichtschwimmer), Springerbecken und Planschbecken in der Diskussion. Dafür wären voraussichtlich 6,1 Mio. € nötig.
Wann die Entscheidung über den Neubau des Wilhelmshöher Freibades fallen wird, ist noch unklar. Fest damit gerechnet wird aber, dass das neue Sport- und Freizeitbad am Auedamm, das neue Flaggschiff der Kasseler Bäder, im Mai 2013 eröffnet wird. Im Gegenzug soll dafür bereits im März 2013 das alte Stadtbad Mitte geschlossen werden. Quelle: www.hna.de

Kempen (Nordrhein-Westfalen)
Über 40 Jahre ist das Freizeitbad „aqua-sol“ nun in Betrieb. Jetzt ist es an der Zeit, Veränderungen vorzunehmen. Die Kempener Stadtwerke investieren daher 1,9 Mio. €. Vor kurzem wurde begonnen, ein neues Licht- und Farbkonzept umzuset-zen. Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Ferling läßt als nächstes den Eingangsbereich freundlicher gestalten und einen Ba-deshop einrichten. Auch der Gastronomiebereich wird umgestaltet, so dass man nun auch von außerhalb bei einer Tasse Kaffee das Badegeschehen verfolgen kann. Die größten Veränderungen wird es jedoch im Saunaland geben. Hier entstehen ein Sole-Dampfbad, ein Sole-Außenbecken, eine neue Gastronomie und zusätzliche Massageräume. Weiterhin wird der Saunagarten mit verschiedenen Saunas aufgewertet. Quellen: www.rp-online.de

Kopenhagen (Dänemark)
Mitte März 2012 eröffnete im Südwesten der Hauptstadt das Niedrigenergie-Hallenbad Vandkulturhus Valby. Es wurde nach neuesten Standards erstellt und soll 25 % weniger Energie verbrauchen als vergleichbare Schwimmhallen. Das Bad verfügt ne-ben einem Sportbecken auch über verschiedene Wasser-Attraktionen sowie eine Sauna- und Wellnesslandschaft mit vier Schwitzräumen. Entworfen wurde das Bad vom Architekturbüro Nøhr og Sigsgaard gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Ramboll. Quelle: www.kulturogfritid.kk.dk

Korbach (Hessen)
Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung des Korbacher Hallenbades im März 2012 mußte dieses wieder schließen. Grund dafür ist ein Befall mit Keimen der Art Pseudomonas aeruginosa. Die Hoffnung, des Problemes binnen weniger Tage Herr zu werden, erfüllte sich nicht. Zwischenzeitlich sind weitere, gravierende Mängel aufgetaucht, deren Beseitigung eine Schließung bis mindestens zum Herbst 2012 erfordert. In Rohren wuchern Pilze, der Edelstahl hat an vielen Stellen bereits Rost angesetzt und die neue Rutsche ist nicht gegen Blitzschlag geschützt. Laut Presseberichten ist mit zusätzlichen Kosten in Höhe von etwa zwei Mio. € zu rechnen, bis das Bad wieder betriebsfähig ist. Quelle: www.hna.de

Krausnick (Brandenburg)
Seit der Eröffnung im Dezember 2004 hat der malaysische Konzern Tanjong etwa 200 Mio. € in das Projekt Tropical Islands investiert. Laut Geschäftsführer Ole Bested Hensing schreibt man im operativen Geschäft zwischenzeitlich keine roten Zahlen mehr. Um in die Gewinnzone zu kommen, muss aber noch weiter investiert werden. Momentan wird das TI von etwa 900.000 Gästen pro Jahr aufgesucht. Um den Gewinn zu steigern, müssen allerdings vor allem Übernachtungsgäste hinzugewonnen werden, da diese den dreifachen Umsatz eines Tagesgastes generieren. Darum hat man zwischenzeitlich etwa 1.000 Übernach-tungsmöglichkeiten in der Halle sowie 48 Ferienhäuser im Freien errichtet. In nächster Zeit soll nun ein Konferenz-Hotel neben der Erlebniswelt gebaut werden. Das 124-Zimmer-Haus soll für eine bessere Auslastung an den schwächeren Werktagen sorgen. Auch das Rollfeld des ehemaligen Militärflughafens soll revitalisiert werden. Es läuft ein Genehmigungs-Verfahren, um die Piste künftig als Verkehrs-Landeplatz nutzen zu können. Später soll dann auch eine gläserne Flugzeug-Manufaktur auf dem weitläufigen Gelände entstehen. Insgesamt seien Investitionen in Höhe von 32 Mio. € geplant. Quellen: www.morgenpost.de, www.moz.de

Krumbach (Bayern)
Das Krumbacher Freibad feiert im August 2012 sein 50-jähriges Bestehen. Drei Becken mit insgesamt 2.060 m² Wasserfläche stehen den zwischen 60.000 und 120.000 Jahresgästen (je nach Witterung) zur Verfügung. Als richtungsweisend darf hier die neue Anlage zur Wasser-Erwärmung bezeichnet werden. Vor zwei Jahren wurde eine Wärmepumpe installiert, die das Fluß-wasser der vorbeifließenden Kammel nutzt. Damit wird das Beckenwasser an 800 Stunden pro Jahr auf 24 °C aufgeheizt, während dem Fluß die Wärme entzogen wird. Das ist eine in vielerlei Hinsicht ideale Lösung. Zum einen kann das Beckenwasser binnen kürzester Zeit sehr preisgünstig aufgewärmt werden, zum anderen ist das dadurch kühlere Flußwasser gut für die Lebewesen in der Natur. Ganz nebenbei spart die Stadt dadurch jährlich 40.000 € an Energiekosten ein und es werden 100 Tonnen weniger Kohlendioxyd erzeugt. Somit wird der CO2-Ausstoß um zwei Drittel verringert. Außerdem ist eine Verlängerung der Badesaison möglich. Dieses Beispiel einer intelligenten Wärme-Gewinnung könnte bei der großen Mehrzahl aller Hallen- und Freibäder Schule machen, denn die meisten Bäder liegen traditionell in der Nähe von Flüssen oder Seen. Quelle: www.stadtwerke-krumbach.de

Lebach (Saar)
Für das Städtchen Lebach mit seinen vielen Schulen und der großen Kaserne sind Sport-Einrichtungen von besonderer Bedeu-tung. Nach rund 35 Jahren Betrieb wurde daher eine umfassende Sanierung des Hallenbades durchgeführt. In zwei Bauab-schnitten investierte man zunächst in Maßnahmen zur energetischen Optimierung (neue Scheiben, Wärmedämmung, Fassade und Außenbereich), um anschließend auch die Innenausstattung und die Haustechnik zu erneuern. Das sechsbahnige Sportbe-cken wurde in Edelstahl ausgekleidet und auch neue Umkleiden und sanitäre Einrichtungen vermitteln den Gästen den Ein-druck eines neuen Bauwerks. Insgesamt wurden rund sieben Mio. € in die Komplett-Erneuerung investiert. Wie schon bei mehreren anderen Projekten der Stadt war auch diesmal die Fa. FAMIS ein verlässlicher Partner. Die Wiedereröffnung fand Ende April 2010 statt. Quellen: www.lebach.de, www.famis-gmbh.de

Leverkusen (Nordrhein-Westfalen)
Im September 2011 wurde die neue Lehr-Schwimmhalle im Gesundheitspark Schlebusch eröffnet. Im 32 °C warmen Becken mit Hubboden werden vorwiegend Schwimmkurse und Reha-Programme durchgeführt. Im Gegenzug wurde das Hallenbad am Küppersteig aus dem Jahre 1975 geschlossen. Quelle: www.leverkusen.de

Mannheim (Baden)
Die Modernisierung der Mannheimer Bäder schreitet voran. Bereits seit mehreren Jahren wird das historische Herschelbad schrittweise erneuert. Ende Mai 2012 konnte nun das generalsanierte Hallenbad Neckarau nach 14-monatiger Umbauzeit wie-der seiner Bestimmung übergeben werden. Die Neugestaltung wurde von der Planungsgesellschaft Bauconzept durchgeführt. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz begleitete den Eröffnungsakt und erklärte, das Mannheimer Bäderkonzept umfasse künftig fünf Kernbäder, in die weiter investiert werden solle. Für die Umgestaltung des Gartenhallenbades Neckarau wurden dabei 7,55 Mio. € investiert. Das Hallenbad bietet ein Sportbecken mit fünf Bahnen und 3-m-Sprunganlage, ein Nichtschwimmerbe-cken sowie ganz neu auch ein Planschbecken. Eine funkelnagelneue Saunalandschaft mit Finnischer Sauna, Sanarium, Dampfbad und Saunagarten mit Blockhaussauna gehört ebenfalls zum Angebot. Die Cafeteria sorgt in allen Bereichen für das leibliche Wohl der Gäste. Komplett erneuert wurde natürlich auch die Technik. Trotz erweiterter Öffnungszeiten sollen die Betriebskosten künftig deutlich niedriger ausfallen. Steigen sollen hingegen die Besucherzahlen. Der Durchschnitt lag in den 35 Jahren seit der Eröffnung bei rund 94.000 Jahresgästen. Künftig sollen es inklusive Saunaland etwa 136.000 werden. Quellen: www.mannheim.de, www.morgenweb.de

Marburg (Hessen)
Vom Februar 2010 bis Ende November 2011 wurde das Hallenbad Wehrda renoviert. Der Schwerpunkt lag dabei auf einer energetischen Sanierung. Damit soll der Energieverbrauch um die Hälfte reduziert werden. Die CO2-Emissionen sollen sogar um mehr als zwei Drittel sinken. Außerdem wurde ein zusätzliches Lehr- und Gesundheitsbecken mit 135 m² Wasserfläche er-baut. Die Baukosten sollen rund 4,7 Mio. € betragen haben. Aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Sanierung Hallenbäder“ des Landes Hessen kam ein Zuschuß über eine halbe Mio. €. Weitere 3 Millionen € flossen aus dem Konjunkturprogramm II der Universitätsstadt Marburg und des Landes Hessen. Der Umbau wurde von der Planungsgruppe Hildesheim durchgeführt. Quelle: Stadt Marburg

Mistelgau (Bayern / Franken)
Die Therme Obernsees darf wohl mit Fug und Recht als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Das Thermal- und Erlebnisbad, ab-seits der großen Verkehrswege in der Fränkischen Schweiz gelegen, konnte in den ersten 13 Betriebsjahren mehr als dreieinhalb Millionen Besucher begrüßen. Zwischenzeitlich hat sich die Konkurrenz-Situation aber drastisch verschärft. Nach der Lo-hengrin-Therme im nächstgelegenen Mittelzentrum Bayreuth kamen u. a. noch Hersbruck, Fürth, Forchheim, Pegnitz und Bamberg als ernstzunehmende Mitbewerber hinzu. Angesichts dieser Tatsache konnte sich das Bad mit nur geringen Verlusten sehr gut behaupten, was der kontinuierlichen Fortentwicklung und der vorbildlichen Führung durch den Betreiber GMF zuzu-schreiben ist. Dass Thermenleiter Ulrich Gesell vor allem die wichtige Zielgruppe der jungen Familien fördern möchte, zeigte er mit der Einführung des freien Eintritts für Kinder bis 15 Jahre (in Begleitung eines Vollzahlers) ins Erlebnisbad.
Dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht (z. B. „Traumsauna“-Auszeichnung durch insauna.com), sieht man an den momentan stattfindenden Aktivitäten. So wurden beispielsweise eine Erlebnisaufguß-Weltmeisterschaft organisiert, die eigene Thermalwasser-Bohrung aus dem Jahre 1983 (über 42 °C Quelltemperatur) für 230.000 € saniert und es können jetzt auch E-Bikes ausgeliehen werden. Auch der Wohnmobil-Stellplatz wird für 300.000 € aufgewertet und um 20 Plätze erweitert. Richtig viel Geld will man aber bis Ende 2013 in die Hand nehmen. Gemäß Ankündigung des rührigen Landrats Gernot Geyer erhält die Saunalandschaft eine weitere Attraktivierung. Geplant sind ein neues, großes Saunahaus für Event-Aufgüsse, ein weiteres Ruhehaus, Natur-Badeteich und vergrößerte Terrasse. Das soll zwischen 1,2 und 1,5 Mio. € kosten. Ob auch die zunächst an-gekündigte Kellersauna im Hang sowie ein weiterer Hot-Whirlpool im Saunagarten kommen werden, ist noch unklar.
Im nächsten Jahr soll dann - sofern erwartete Fördermittel in Höhe von 1,5 Mio. € zugesagt werden - in den Kinder- und Er-lebnisbereich investiert werden. Etwa 3,5 Mio. € sind dafür veranschlagt. Dafür soll eine 300 m² große Erlebniswelt für größere Kinder bis 12 Jahre angebaut werden. Auch ein 120 m² großer Ruheraum soll neu entstehen. Umbauten gibt es im Bereich des jetzigen Planschbeckens, das zwei Textil-Schwitzräumen weichen soll. Insgesamt sind dann drei Wärmeräume im Badeland vorhanden, die in Badekleidung zu nutzen sind. Im oberen Außenbecken sollen ein Strömungskanal und zwei Sprudelbuchten entstehen. Bereits von außerhalb auffällig wird der Neubau einer 60 m langen Doppel-Röhrenrutsche sein, die auch Wettrutschen ermöglicht. Der Wunsch, die Therme durch ein angrenzendes Feriendorf mit 4-Sterne-Hotel zu komplettieren und damit ein für die Region einzigartiges Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, bleibt aber weiterhin in der Warteschleife. Da-für müsste wohl ein Investor als Partner gefunden werden, zumindest aber die interkommunale Zusammenarbeit eine starke Verbesserung erfahren. Quellen: www.therme-obernsees.de, www.nordbayern.de

Monschau (Rheinland-Pfalz)
Fast dreieinhalb Jahre mußten die Bürger und vor allem die Schüler des Eifelstädtchens auf ihr Schwimmbad verzichten. Das Schulschwimmen mußte nämlich in dieser Zeit in den Nachbargemeinden, teilweise im benachbarten Belgien stattfinden. Im Dezember 2008 war das Vennbad geschlossen worden, da die Tragfähigkeit der Betonpfeiler nicht mehr ausreichend war. Das Bad mußte daraufhin abgerissen werden, eine Sanierung lohnte nicht mehr. Seit Anfang Juni 2012 darf im Vennbad nun wie-der geschwommen werden. Freilich nicht im gleichen Bad, sondern im Nachfolgebau an gleicher Stelle. Vom 40 Jahre alten Vorgängerbad wurden nur noch die Grundmauern weiterverwendet. Für rund 6 Mio. € (brutto) entstand ein geradliniger Bau ohne Schnörkel, der konsequent auf das Schul- und Vereinsschwimmen abgestimmt ist, aber auch von der restlichen Bevölke-rung genutzt werden darf. Das Angebot umfaßt nun ein vierbahniges Sportbecken (25 m) mit 3-m-Sprunganlage, ein Lehrbe-cken und ein Planschbecken. Die Architektur stammt vom Büro Höhler + Partner, Generalübernehmer war die Derichs & Konerz GmbH & Co. KG. Quellen: www.monschau.de, www.aachener-zeitung.de

Mücke (Hessen)
Die Vogelsberg-Gemeinde Mücke leistete sich bereits in den 1970er Jahren ein Hallenbad mit Sauna. Dieses mußte Mitte 2007 wegen dringendem Sanierungsbedarf geschlossen werden. Durch das starke Engagement eines Fördervereins ist es jedoch ge-lungen, das Bad zu erhalten und nach einer umfassenden Sanierung im August 2010 wiederzueröffnen. Der Whirlpool und ein neues Saunaland konnten wegen des eng gesteckten Kostenrahmens zwar noch nicht realisiert werden, doch sind die Vorberei-tungen dazu getroffen. Das neue Saunakonzept sieht zwei Innensaunas, ein Dampfbad sowie ein Bistro im Innenbereich vor. Der Saunagarten soll eine Maa-Erdsauna sowie eine Eventsauna und einen Schwimmteich erhalten. Die Planung für die Saunalandschaft stammt von der Fa. B+S Saunabau aus Dülmen. Vom ortsansässigen Architekturbüro Manfred Triebert wurde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung durchgeführt. Quellen: www.aquariohm.de, Alsfelder Allgemeine

Münster (Nordrhein-Westfalen)
Im Rahmen des neuen Bäderkonzepts der Hauptstadt des Münsterlandes unterzog sich auch das Hallenbad Ost einer Frischzellenkur. Nach rund zweijähriger Bauzeit konnte das Bad im Juli 2011 wiedereröffnet werden. Die Technik und die Innenbecken wurden komplett saniert, wobei einige unvorhersehbare Probleme zu bewältigen waren. Ebenfalls vollständig neu gestaltet wurden der Eingangsbereich, die Umkleiden und sanitären Anlagen. Es gibt auch weiterhin ein Sportbecken mit fünf Bahnen je 25 m Länge, ein separates Sprungbecken (3-m-Sprunganlage), ein großes Nichtschwimmerbecken sowie ein Lehrbecken. Neu hinzugekommen sind ein Textil-Dampfbad sowie ein Gesundheitsbereich und eine Saunalandschaft. Ein halbmondförmiges Sole-Außenbecken dient der Entspannung, im Sommer kann außerdem die neue Gartenanlage mit großem Kneipp-Tretbecken und taktilem Barfußpfad genutzt werden. In einem zweistöckigen Anbau wurde die neue Saunalandschaft nebst Physio-Therapie untergebracht. Drei Saunas im finnischen Stil wurden eingerichtet, wobei vor allem die Timber-Sauna im Garten sehr einladend wirkt. Die Gesamtfläche beträgt 6.300 m², wovon rund 700 m² auf die Wasserflächen entfallen. Die Kosten für Sanierung und Erweiterung betrugen etwa 6,5 Mio € (netto). Die Planung für das Projekt stammt vom Büro GSF aus Hamm, Architekt war Dipl.-Ing. Christoph Keinemann. Quellen: www.gsf-plan.de, www.muenster.de

Neu-Isenburg (Hessen)
Über 40 Jahre lange war das Hallenbad der Hugenottenstadt in Betrieb, doch Mitte April 2012 wurde hier der letzte Wellen-gang eingeläutet. Bei der Eröffnung im Jahre 1971 war das Wellenbecken noch eine große Attraktion und die Gäste strömten aus einem weiten Umkreis hierher. Rund 200.000 Gäste zählte man damals jährlich, womit die Kapazitätsgrenze erreicht war. Zwischenzeitlich sind ringsum viele Freizeitbäder entstanden, so dass im letzten Jahr nur noch rund 40.000 Besucher ins Wel-lenhallenbad kamen. Für die nun anstehende Sanierung ist eine Dauer von 16 Monaten vorgesehen, beginnend ab Mitte Juli 2012. Das Bad wird komplett entkernt und von Grund auf neu geordnet. Ein Wellenbecken wird es künftig nicht mehr geben. Stadtwerke-Chef und Bäder-Betreiber Eberhard Röder stellte zusammen mit Bürgermeister Herbert Hunkel die Planungen wie folgt vor: ein wettkampffähiges Sportbecken mit 3-m-Sprungturm, ein Lehr- und Nichtschwimmerbecken, ein Eltern-Kind-Bereich mit Planschbecken, Kletterwand, Gastronomie und eine kleine Saunalandschaft. Solar-Absorber, neueste Technik und umfassende Wärmedämmung sollen künftig für mindestens 30 % niedrigere Betriebskosten sorgen. Die Baukosten sollen etwa 8,125 Mio. € betragen. Vom Land Hessen kommt ein Zuschuß in Höhe von 1,2 Mio. €, den Restbetrag bringen Stadt und Stadtwerke auf. Zur Komplettierung des neuen Sportparks soll gleichzeitig eine neue 3-Feld-Turnhalle für etwa 4,5 Mio. € ge-baut werden. Der Betrieb des angrenzenden Waldschwimmbades soll ohne größere Beeinträchtigungen auch während der Bauphase aufrecht erhalten werden. Quellen: www.neu-isenburg.de, www.op-online.de

Nidderau (Hessen)
Rund 22 Monate dauerte die Sanierung des 40 Jahre alten Hallen- und Freibades - geplant war eigentlich ein dreiviertel Jahr weniger. Auch die Baukosten erhöhten sich dementsprechend von ehemals angedachten 4,8 auf nunmehr 6,4 Mio. €. Schuld daran war unter anderem ein zu schwacher Baugrund, der eine Gründung auf 54 Betonpfählen nötig machte. Außerdem stellte sich heraus, dass die alten Baupläne oftmals nicht mit der gebauten Realität übereinstimmten. Seit Juli 2012 erstrahlt das Freizeitbad, das nun den Namen Nidderbad trägt, jedoch in neuem Glanz. Das Empfangsgebäude wurde komplett neu gebaut, auch die Technik wurde komplett erneuert. Zusätzlich entstanden Eltern-Kind-Bereiche mit Planschbecken sowohl im Hallenbad als auch im Freibad. Bereits vor ein paar Jahren wurden in mehreren Bauabschnitten Edelstahlbecken zunächst im Freibad und dann auch im Hallenbad installiert, eine Riesenrutsche aus Edelstahl angeschafft sowie eine neue Saunalandschaft gebaut. Jene wurde nun um eine Blockhaus-Sauna erweitert. Von der Bausumme trägt die Stadt Nidderau selbst rund 2,3 Mio. € netto. Vom Land kam ein Zuschuß über eine Mio. €. Weitere 2,1 Mio. € tragen die Mitglieder des ehemaligen Zweckverbandes, der nunmehr aufgelöst ist. Die Stadt Nidderau als jetzt alleiniger Eigentümer wird allerdings künftig auch selbst für den jährlichen Zuschußbedarf in Höhe von voraussichtlich 500.000 bis 700.000 € plus Abschreibungen aufkommen müssen. Quellen: www.nidderbad.de, www.wetterauer-zeitung.de

Nohfelden (Saarland)
Der Bostalsee gehört zu den schönsten Feriengebieten in Südwest-Deutschland. Bereits im Jahre 1979 wurde direkt am See-Ufer mit dem Bosaarium ein architektonisch anspruchsvolles und interessantes Wellenhallenbad errichtet. Leider mußte dieses im Jahr 2001 geschlossen werden, was eine klaffende Lücke im touristischen Angebot der Region hinterließ. Nun wird aller-dings für mehr als vollwertigen Ersatz gesorgt. Die französische Immobilien-Gruppe Pierre & Vacances errichtet derzeit am Bostalsee ihren 21. Ferienpark unter dem Label CenterParcs. Die Bauarbeiten kommen gut voran, so dass der geplante Eröff-nungstermin im August 2013 voraussichtlich eingehalten werden kann. Das Projekt umfaßt ein großes Spaßbad, ein Einkaufs-zentrum, einen Market-Dome mit Restaurants sowie 500 Ferienhäuser auf einem Gebiet von 900.000 m² am Ufer des Stausees.
Anders als bei anderen Ferienparks sollen alle Einrichtungen auch für externe Besucher frei zugänglich sein. Die Baukosten wurden mit etwa 130 Mio. € beziffert. Davon werden 86 Mio. € von Kreditinstituten aus dem Saarland und dem benachbarten Rheinland-Pfalz bereitgestellt. Auch die Landes-Entwicklungsgesellschaft des Saarlandes ist an dem Projekt maßgeblich beteiligt. Die Ferienhäuser werden nach einem neuen Finanzierungs-Modell erstellt. Private Investoren sollen die Häuser kaufen und mit einer guten Rendite für die Laufzeit von mindestens 15 Jahren an CenterParcs weitervermieten. Im Park sollen bis zu 350 neue Arbeitsplätze entstehen, was der strukturschwachen Region sehr zugute kommen wird. Die jährliche Übernachtungszahl des Landkreises soll von bislang 300.000 auf bis zu eine Million gesteigert werden. Quellen: www.ferienpark-bostalsee.de, www.lessentiel.lu

Oldenburg (Niedersachsen)
Mit rund 550.000 Jahresgästen gehört das Huntebad „OLantis“ seit der Eröffnung im Jahre 2005 zu den erfolgreichsten Bädern Norddeutschlands. Allerdings mußte man schnell feststellen, dass an Spitzentagen die Kapazitätsgrenzen schnell erreicht wurden. Darum ließ Bäderchef Carl-Stephan Matti bereits Erweiterungen der Rutschenlandschaft sowie des Saunalandes vornehmen. Seit Oktober 2011 ist nun auch ein größerer Wellness-Bereich in Betrieb, wobei gleichzeitig die Saunalandschaft weitere Angebote erhielt. Es gibt nun weit über einhundert neue Liegeplätze, eine Kamin-Lounge, größere Umkleiden und eine zusätzliche, separierbare und universell nutzbare Sauna. Auf dem Dach wurde ein Sonnendeck errichtet. Hier könnte bei Bedarf noch eine weitere Sauna gebaut werden, der dann neunte Schwitzraum. Die barrierefreie Behinderten-Umkleide befindet sich jetzt im Obergeschoß und wird mit einem Aufzug erschlossen. Ins Erdgeschoß umgezogen ist die Wellness-Landschaft. Es gibt hier nun einen eigenen Eingang für externe Gäste und neun Anwendungs-Räume. Jetzt können auch Verwöhnbäder, Packungen und kosmetische Anwendungen angeboten werden. Schließlich steht der OLantis-Sportwelt künftig ein zusätzlicher Kurs-Raum mit eigenen Umkleiden zur Verfügung. Die Investitionssumme betrug 1,7 Mio. €. Quellen: www.olantis.com, www.oldenburg.de

Peine (Niedersachsen)
Die Planungen für ein neues Hallenbad am Neustadtmühlendamm werden konkreter. Der aktuelle Stand sieht den Baustart für Ende 2013 vor, die Eröffnung soll im Frühjahr 2015 erfolgen. Anschließend soll das Hallenbad an der Gunzelinstraße ge-schlossen und abgerissen werden. Das neue Hallenbad soll an das bestehende Freibad-Gebäude angedockt werden. Somit könnte der Eingangsbereich für beide Bäder genutzt werden und im jetzt noch leerstehdenen Obergeschoß des Freibad-Gebäudes eine Sauna entstehen. Auch ein Kleinkinder-Bereich könnte im Freibad-Bau noch Platz finden. Der Neubau soll über ein Sportbecken mit 25 m Länge und 6 Bahnen sowie ein Aktivbecken mit Hubboden verfügen. Das ergibt eine Wasser-fläche von rund 500 m² bei 1.400 m² Nutzfläche. Im Freibad mit seinem 50-m-Becken soll es hingegen außer der notwendigen Reduzierung der Liegeflächen kaum Änderungen geben. Für das Hallenbad steht ein Kosten-Volumen von 5,8 Mio. € im Raum. Quelle: www.paz-online.de

Pinneberg (Schleswig-Holstein)
Über dem Pinneberger Hallen- und Freibad kreist der Pleitegeier. Nach fast 40 Jahren Betrieb wird geprüft, ob man das stark defizitäre Bad noch weiter betreiben kann. Laut Stadtwerkechef Henning Fuchs liegt der jährliche Zuschuß-Bedarf bei rund ei-ner Million €. Dabei ist das Hallenbad am Fahlt eigentlich recht erfolgreich, denn immerhin 190.000 Jahresgäste kann man hier verbuchen. Schlecht wäre eine Schließung vor allem für die Schulen und Vereine. Die beiden Pinneberger Schulschwimmbecken wurden nämlich bereits im letzten Jahr wegen fehlendem Geld für Sanierungen geschlossen. Für den Fall, daß nun das große Hallenbad dicht gemacht wird, wäre eine Sanierung dieser beiden kleinen Bäder sinnvoll. Das würde voraussichtlich zwei Mio. € kosten. Allerdings müßte zusätzlich etwa noch einmal die gleiche Summe aufgebracht werden, um das Hallenbad an der Burmeisterallee abzureißen und den Sozialplan für die dortigen 16 Mitarbeiter zu finanzieren. Quelle: www.pinneberger-tageblatt.de

Potsdam (Brandenburg)
Das Kiezbad am Stern wurde als „Wiederverwendungsprojekt Schwimmhalle 83 - Typ Berlin“ kurz vorm Ende des DDR-Regimes Ende Dezember 1988 eröffnet. In den Jahren 2006 bis 2009 erfolgte eine schrittweise Komplett-Sanierung, wobei auch eine neue Saunalandschaft angelegt wurde. Diese erfuhr bereits nach drei Jahren Betrieb eine Erweiterung. Aus finnischer Moorkiefer errichtete die Saunabau-Firma Müther aus Haltern am See eine große Blockhaus-Sauna im Garten. Rund 40 Freunde der finnischen Schwitzkunst finden hier gleichzeitig Platz, wobei vor allem bei den Aufgüssen diese Plätze heiß begehrt sind. Die Eröffnung fand im April 2012 statt. Quellen: www.swp-potsdam.de, www.muether.de

Rapovce (Slowakei)
Das Projekt Novolandia mit Hotels, Sportplätzen, Wasserpark, Ganzjahres-Thermalbad und einigen weiteren touristischen At-traktionen zu errichten, wurde durch die Wirtschaftskrise gestoppt. Ursprünglich sollten hier bis zu 480 Mio. Dollar verbaut werden. Die EU hatte bereits 6,6 Mio. € an Fördergeldern für den Bau einer 25-Mio.-Therme zugesagt, die in 2008 hätte eröff-nen sollen. Um das hier aus 1.500 m Tiefe sprudelnde, sehr stark mineralisierte Sole-Heilwasser dennoch zu nutzen, wurde zu-nächst ein Freibad errichtet. Es besteht aus Sportbecken, Planschbecken sowie einem 38 °C heißen Attraktionsbecken in Freiform. Das Thermal-Sommerbad kostete eine Mio. € und wurde im Juli 2012 eröffnet. Nun hofft man, Investoren für die Weiterführung des Projektes interessieren zu können. Quellen: novohrad.sme.sk, www.asb.sk

Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen)
Gut neun Monate dauerte die energetische Sanierung des 55 Jahre alten Hallenbades an der Herner Straße. Durch die Umbau-Maßnahmen an Lüftung, Dach und Fassade sollen künftig bei den Heizkosten bis zu 80 % eingespart werden. Weiterhin mußte in den Brandschutz und in das Leitungsnetz investiert werden. Nun stehen die sechs Bahnen des 25-m-Beckens mit 3-m-Sprunganlage und Tribüne wieder für Breitensport und Wettkämpfe zur Verfügung. Die Sanierung kostete etwa 2,25 Mio. €, wovon 470.000 € aus Mitteln des Konjunkturpaketes II zugeschossen wurden. Quelle: www.hallenbad-recklinghausen.de

Rheinsberg (Brandenburg)
Investor Herbert Harm hat das Projekt Prinzentherme noch nicht abgeschrieben. Die Nutzung der schon vor Jahren erbohrten Thermalquelle ist noch bis 2013 genehmigt, danach müsste ein Neuantrag erfolgen. Eine Thermalbad- und Wellness-Ergänzung für das Hafendorf wäre sinnvoll, die Planungen waren auch schon mal in einem fortgeschrittenen Stadium, doch die Finanzierung scheiterte letztlich. Nachdem Initiator Harm aus dem insolventen Projekt in Port Olpenitz ausgeschieden ist, hat er nun wieder mehr Zeit und will sich wieder um die vernachlässigten Pläne kümmern. Quellen: www.maerkische-allgemeine.de, www.moz.de

Rhumspringe (Niedersachsen)
Mit der Rhumequelle, einer der größten Karstquellen Europas, hat Rhumspringe ein echtes touristisches Highlight zu bieten. Weniger gut sieht es mit der touristischen Infrastruktur aus. Das Rhumehotel wurde bereits vor Jahren geschlossen und wartet auf einen Retter. Ende März 2012 ist nun auch die benachbarte Schwimmhalle mit Sauna dem Rotstift zum Opfer gefallen. Trotz heftiger Bürgerproteste sah sich die Gemeinde nicht mehr in der Lage, den jährlichen Zuschußbedarf von 90.000 € zu tragen. Quelle: www.rhumspringe.de

Rietberg (Nordrhein-Westfalen)
Im April 2012 wurde das neue Schul- und Vereinsbad in Rietberg eröffnet. Die Lehrschwimmhalle im Rietberger Ortsteil Neuenkirchen stammt aus dem Jahre 1967 und ist stark sanierungsbedürftig. In Hinblick auf den Mehrbedarf durch die Eröff-nung von zwei Förderschulen entschloß man sich für einen Ersatz-Neubau an anderer Stelle. Die Finanzierung sollte zu 75 % von der Stadt und zu einem Viertel vom Kreis übernommen werden. Es fand sich jedoch mit der Baufirma Fechtelkord & Eggersmann Betriebsmanagement & Umwelttechnik GmbH aus Marienfeld ein Privat-Investor, der das Bad auf eigene Kosten errichtete und nun langfristig an die Stadt vermietet. Das 25 x 10 m große Schwimmbecken mit vier Bahnen ist 180 cm tief und kann mittels Hubboden bis auf 60 cm Tiefe verstellt werden. Damit steht nun eine mehr als doppelt so große Wasserfläche wie bislang zur Verfügung. Die Bauzeit betrug rund ein Jahr. Quellen: www.rietberg.de, www.f-e.de

Sankt Leon-Rot (Baden-Württemberg)
Da die beiden Lehrschwimmhallen an der Mönchsbergschule und der Parkringschule nach über 40 Jahren Betrieb stark sanie-rungsbedürftig waren und eine Sanierung nicht lohnenswert erschien, mußte Ersatz geschaffen werden. Im Januar 2012 konnte nach zweijähriger Bauzeit das neue Schul- und Familien-Hallenbad „Badespaß“ eröffnet werden. Die Schwimmhalle verfügt über ein Sportbecken (25 m Länge, 5 Bahnen) und ein Lehrbecken (100 m²), die beide in Edelstahl ausgeführt wurden. Zusätzlich steht ein rundes Planschbecken (5 m Durchmesser) zur Verfügung. Im Hinblick auf eine spätere Erweiterung durch eine Großrutsche wurde zudem ein 20 m² großes Landebecken angelegt, das zunächst als zweites Kinderbecken genutzt wird. Somit stehen nun 451 m² Wasserfläche in vier Becken zur Verfügung. Die Nutzfläche beträgt 1.529 m², die Grundstücksfläche 8.188 m². Neben der Nutzung durch Schulen und Vereine werden an vier Tagen in der Woche auch öffentliche Schwimmzeiten angeboten. Der künftige jährliche Zuschußbedarf wurde mit 640.000 € beziffert. Für die Architektur zeichnet das Büro Peter Dietz verantwortlich. Die beiden Lehrbäder wurden Ende 2011 geschlossen. An der Parkringschule soll nun für 6 Mio. € ersatzweise eine Zweifeld-Turnhalle entstehen. Quelle: www.st-leon-rot.de

Sokobanja (Serbien)
Im Juni 2012 eröffnete nach nur einjähriger Bauzeit der neue Wasserpark Podina. Der Komplex kann bis zu 2.000 Besucher gleichzeitig aufnehmen. Im Angebot sind ein 25-m-Sportbecken, Erlebnisbecken sowie ein Tower mit drei Röhrenrutschen. Die Wasserfläche beträgt 1.380 m². Der Bau soll rund 1,3 Mio. € gekostet haben. Quelle: www.sokobanja.org

Süßen (Baden-Württemberg)
Das Hallenbad des Städtchens im Filstal stammt aus dem Jahre 1973 und ist nach rund 40 Jahren Betrieb - ebenso wie die da-mit verbundene Bizethalle - sanierungsbedürftig. Laut Kostenermittlung des Ingenieurbüros fritz Planung aus Bad Urach müs-sen für die Bestands-Sicherung der beiden Gebäude etwa 3,3 Mio. € aufgewendet werden. Derzeit plant man eine Sanierung von Technik, Gebäudehüllen und Inneneinrichtung in drei Bauabschnitten. Baubeginn könnte im Jahre 2014 sein. Es wird al-lerdings auch darüber nachgedacht, evtl. ein interkommunales Hallen- und Freibad neu zu bauen. Dafür wäre jedoch ein Betrag von mindestens 10 Mio. € nötig, was die finanzielle Situation momentan nicht zuläßt. Quelle: www.swp.de

Villach (Kärnten)
Das neue touristische Leuchtturm-Projekt Kärntens ist . Seit der Schließung der Erlebnistherme Karawankenhof im Februar 2010 klaffte eine große Lücke im Bäder-Angebot in Österreichs Süden. Mit der Eröffnung des Nachfolge-Baus KärntenTherme an gleicher Stelle ist jedoch ein sehr hochwertiger Ersatz entstanden. Der traditionsreiche Standort Warmbad mit seinen 2.000 Gästebetten reiht sich mit dem Thermalbad-Komplex in den vorderen Teil der langen Liste hochwertiger Thermalbäder in der Alpenrepublik ein und steigt sozusagen in den Thermen-Olymp auf. Der monolithische Baukörper wirkt von weitem wie ein riesiger Felsbrocken vom benachbarten Dobratsch-Karstberg. Diese Verbindung zur heimischen Bergwelt ist durchaus gewollt und setzt sich im Innenbereich fort. Man fühlt sich wie in eine riesige Grotte versetzt. Rechte Winkel sind eher die Ausnahme, dafür gibt es viele, teilweise skurril schräg wirkende Vorsprünge aus Sichtbeton.
Zum Raumgewinn wuchs die KärntenTherme übrigens nicht in die Breite, sondern in die Höhe. Vier Etagen sind für die Gäste zugänglich, wobei das 25-m-Sportbecken (6 Bahnen) in der dritten Etage schwebt. Die Mehrzahl der Wasser-Angebote findet man allerdings im Erdgeschoß. Hier breitet sich das große Erlebnisbecken aus, das sich über eine Ausschwimmschleuse auch ins Freie fortsetzt. In eine Ecke schmiegt sich die geheimnisvolle Wassergrotte, die den Badenden ins mystische Innere des Berges entführen möchte. Auch das Planschbecken und der geheimnisvolle Wetterturm sind hier zu finden. Nicht zu vergessen der Crazy-River. Dabei handelt es sich um einen Strömungskanal mit Einzel- und Doppelreifen, jedoch um keinen gewöhnli-chen. Ein Teil der 75-m-Strecke legt man nämlich von Wasserkanonen getrieben bergauf zurück.
Der Spaß ist damit aber längst nicht zu Ende. Zwei Riesenrutschen aus Edelstahl erwarten die Abenteuerlustigen. Die Zeitmes-sung ist auf die Hundertstel Sekunde genau und fordert so den Kampfgeist heraus. Zwischendurch kann man noch auf zehn Metern Länge frei über dem Abgrund schweben, nämlich in einer Crystal-Passage. Und auch der Rutschen-Auslauf ist alles andere als normal. Hier münden die beiden Rutschen nämlich in einer dritten, der Breit-Wellenrutsche. Das sind Spaß-Angebote mit Sucht-Faktor, auf jeden Fall aber mit Wiederholungsgarantie.
Für Sportliche und solche die es werden wollen gibt es die Fitness-Etage. Modernste Geräte bringen auch Couch-Potatoes wie-der in Schwung. Dazu gehören auch Spinning-Deck und Fitness-Terrasse. Und weil Bewegung bekanntlich hungrig und durstig macht, gibt es auch noch insgesamt vier gastronomische Anlauf-Stationen in allen Bereichen. Eine wichtige Säule im Konzept der KärntenTherme ist auch die Erholung. Auf den beiden oberen Etagen befindet sich der Spa- und Wellnessbereich. Er ist unterteilt in eine gemischte und eine Damen-Sektion, beide mit je zwei Schwitzräumen. Zusätzlich gibt es noch eine Block-haus-Sauna, ein Warm- und ein Kaltbecken auf der Dachterrasse.
Mittels Bademantelgang in der ersten Etage ist das Erlebnisbad mit dem ebenfalls neu gebauten Thermen-Hotel verbunden. Der Entwurf dazu stammt, wie auch beim Bad, vom Studio Titus Pernthaler aus Graz. Das komfortable Vier-Sterne-Haus zeigt ebenfalls Geradlinigkeit, allerdings hier stets im rechten Winkel. Das Ensemble kostete nach Presseberichten insgesamt rund 60 Mio. €. Dabei gilt die Therme als gelungenes Beispiel für ein ÖPP-Projekt. 54 % der Investitionen trägt die Stadt Villach als Mehrheits-Eigentümer, weitere 34 % kommen von der Tourismus-Holding. Die restlichen 12 % hält die Betreiberin, das ThermenResort Warmbad Villach. Weitere 12,5 Mio. hat das ThermenResort in den Bau der Hotelanlage investiert. Trotz dieser hohen Investitionen sind sich alle sicher, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Es wird mit einer enormen Belebung des Tourismus gerechnet. Die Besucherzahl der Therme soll mit geplanten 280.000 Jahresgästen um 40 % höher liegen als zuletzt beim Vorgängerbau. Quellen: www.kaerntentherme.com, www.villach.at, www.kleinezeitung.at

Wachtberg (Nordrhein-Westfalen)
Das Hallenbad in der Wasserburgenstadt im Rheinland wurde im Juli 2012 wiedereröffnet. Korrosionsschäden am Dach hatten im Frühjahr 2011 die Schließung notwendig gemacht. Die neue, interessante Dachkonstruktion verleiht dem Sportbad wieder frischen Glanz. Gleichzeitig wurde auch die Glasfront erneuert, so dass nun Energie-Einsparungen von etwa 20 % erwartet werden. Die Planungs-Arbeiten wurden von Architekt Alfons Tamburro durchgeführt. Quelle: www.wachtenberg.de

Wachtendonk (Nordrhein-Westfalen)
Dass Sauna und Kunst eine sehr schöne Symbiose eingehen können, erfährt man im Art-Spa. Das im Januar 2010 eröffnete Sauna- und Wellnessparadies liegt am Niederrhein nahe der Grenze zu den Niederlanden. Auf über 800 m² Nutzfläche, verteilt auf zwei Etagen, wird hier nicht nur der Körper rundum verwöhnt, sondern auch das Auge. Man fühlt sich fast wie in ein Mu-seum für moderne Kunst versetzt. Dazu tragen auch die schönen, handgeten Keramiken der Fa. Hilpert aus Fulda bei. Insge-samt fünf Schwitzräume stehen zur Verfügung, einer davon im 200 m² großen Private-Spa, das extra gebucht werden kann. Hamam und eine große Auswahl an Wellness-Behandlungen gehören ebenfalls zum Angebot. Hinzu kommt ein rund 500 m² großer Saunagarten. Quellen: www.art-spa.eu, www.hilpert-fulda.de

Waltrop (Nordrhein-Westfalen)
Nachdem die Stadt das neue Schul- und Sport-Hallenbad bereits im Januar 2012 eröffnet hatte, ist zum Juni 2012 nun auch das Freibad geworden. Neu sind der Eingangsbereich, die Umkleiden und ein 100 m² großes Planschbecken, das durch den Erlöse der Aktion „Steine für Kleine“ finanziert wurde. Das angrenzende Gebäude des alten Allwetterbades soll demnächst abgerissen werden. Quelle: www.waltroper-zeitung.de

Wien (Landeshauptstadt)
Zunächst hatte es viele skeptische Stimmen gegeben, ob sich der 115-Mio.-€-Umbau der Therme Oberlaa wohl jemals rechnen könne. Gut eineinhalb Jahre nach der Eröffnung der Therme Wien sind die Kritiker jedoch verstummt. Laut Geschäftsführer Edmund Friedl liegt die Einrichtung auf Erfolgskurs, sogar noch über den prognostizierten Zahlen. Bereits nach 16 Monaten Betrieb konnte der millionste Besucher begrüßt werden. Bis zum Jahre 2015 rechnet Friedl mit rund 900.000 Jahresgästen. Das wäre dann eine Steigerung von gut 50 % gegenüber den Zahlen vor dem Umbau. Auch die anderen Bereiche melden Erfolge. So kann das Med-Zentrum rund 300.000 Behandlungen pro Jahr verbuchen. Das Fitness-Center läuft ebenfalls überdurch-schnittlich gut, hier hatte man im Januar 2012 bereits 1.700 eingeschriebene Mitglieder. Quelle: www.meinbezirk.at

Winterberg (Nordrhein-Westfalen)
Nicht nur als Wintersport-Hochburg ist das Städtchen im Hochsauerland bekannt, sondern auch als ganzjährig beliebte Tou-rismus-Destination. Da sowohl die Eishalle, als auch Hallen- und Freibad und Stadthalle abgängig waren, war es wichtig, einen hochwertigen Ersatz zu schaffen. Etwa 17 Mio. € waren für den Neubau von Hallenbad, Sauna und Stadthalle veranschlagt worden. Aber auch ein Ersatz für das geschlossene Hotel Claassen stand auf dem Wunschzettel der Kommune. Mit eigenen fi-nanziellen Mitteln war das alles nicht machbar, so dass man sich für ein ÖPP-Modell entschied. Partner wurde die Fa. s.a.b. aus Friedrichshafen, die bereits verschiedene andere Bäder auf ähnlicher Basis verwirklichte. Die Abrißarbeiten begannen im April 2010 und im Mai 2012 konnte die langersehnte Eröffnung des neuen Tourismus-Zentrums gefeiert werden.
Das Ei als Ursprung des Lebens steht als Symbol für den Neubeginn in Winterberg. Schon von weitem ist der Hotelturm des „Oversum“ (eine Verschmelzung der lateinischen Begriffe ovum und universus) zu sehen, der durch eine umlaufende Hart-holz-Galerie in Ei-Form gebracht wurde. Das ist weltweit einmalig und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Das 4-Sterne-Superior-Haus bietet auf neun Etagen nicht nur 77 komfortable Zimmer, sondern auch ein Spa mit mehreren Saunas, Fitneßbereich sowie Innen- und Außenbecken. Teile des Komplexes, zu dem auch eine neue Tourist-Info, ein Medical-Wellness-Center und ein Kongreßzentrum gehören, wurden in den Berg hinein gebaut und begrünt. Nun steht noch die Umgestaltung des anschließenden Kurparks in einen Aktiv-Vitalpark an, dann präsentiert sich Winterberg wieder wie aus dem Ei gepellt.
Die Architektur des Oversums stammt vom Büro Form A aus Köln (Architekt Helmut Rübsamen). Generalunternehmer war die erfahrene Fa. Pellikaan, die zwischenzeitlich bereits über 900 Freizeit-Bauprojekte in ganz Europa erfolgreich durchgeführt hat. Als Betreiber wählte man das Unternehmen Concordia Wellness & SPA Hotel aus Oberstaufen, das auch bereits das s.a.b.-Projekt Oktopus in Siegburg betreut. Die Baukosten wurden mit etwa 30 Mio. € (netto) beziffert, wobei die Stadt Winterberg 4,5 Mio. € als Baukosten-Zuschuß leistete und künftig jährlich 700.000 € für den Betrieb zahlt. Quellen: www.oversum.de, www.winterberg.de

Winter Haven (Florida, USA)
Als Ergänzung des im Oktober 2011 eröffneten Freizeitparks Legoland Florida öffnete Ende Mai 2012 der Legoland Waterpark seine Pforten. Das in den Sommermonaten betriebene Outdoor-Spaßbad bietet als Attraktionen unter anderem ein Lagunen-Wellenbecken, einen Rafting-River, die Wasser-Spiellandschaft „Joker Soaker“ mit Rutschen und Duschkübel, die offene Doppel-Halfpipe „Twin-Chasers“ sowie den Rutschentower „Splash Out“ mit drei steilen Röhrenrutschen. Quelle: www.insidethemagic.net

Wuppertal (NordrheinWestfalen)
Vor zwanzig Jahren ging die „Waterworld Bergische Sonne“ als Vorzeige-Spaßbad des Ruhrgebiets an den Start. In den ersten Betriebsjahren zog das Wellenhallenbad mit 1.600 m² Wasserfläche, Fitness-Center und großer Saunalandschaft rund eine halbe Million Gäste jährlich an. Nachdem in den ersten Jahren noch investiert wurde, z. B. in eine Rutschenlandschaft und einen großen Kinderbereich, ließ die Qualität schließlich immer mehr nach. Ende 2009 mußte schließlich Insolvenz angemeldet werden. Seit April 2010 ist die „Bergische Sonne“ nun unter neuer Leitung. Die neuen Eigentümer haben nach eigenen Angaben in den letzten beiden Jahren mehr als fünf Mio. € investiert. Im Saunaland konnte man wieder Besucher-Zuwächse verbuchen. In der Felslandschaft des Spaßbades ging die Gästezahl aber weiter zurück. Strömten zu besten Zeiten noch bis zu 2.000 Gäste täglich ins Erlebnisbad, waren es zuletzt nur noch etwa 1.000 Besucher im Monat. Darum wurde die Badelandschaft zum Jahresbeginn 2012 geschlossen. Seitdem werden nur noch Saunaland und Fitness-Center betrieben. Das Badeland soll nun zum textilfreien Bereich mit weiteren Sauna-, Dampfbad- und Wellnessangeboten umgestaltet werden. Damit will die „Bergische Sonne“ zum „Oberzentrum für Saunaliebhaber“ avancieren. Auch der Sporting-Club soll mit neuesten Geräten ausgestattet werden. Vorbild dafür sind die ehemaligen Aquadrome in Bremen und Bochum, die vor einigen Jahren ebenfalls zu reinen Sauna- und Fitneßlandschaften umgebaut worden waren und seither erfolgreich am Markt bestehen. Der Umbau des Lichtscheider Bades soll bis zum Jahresende 2012 abgeschlossen sein. Quellen: www.wz-newsline.de, www.openpr.de
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© Text & Fotos: 2012 ff by wellSPAss Unternehmensberatung
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