Neuigkeiten aus der Welt der Bäder und Saunen

- Bäder-News 03/2012 -

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== Frankreich... ==
Bei der Mineralwasser-Schüttung steht Frankreich weltweit auf Platz drei hinter Island und Ungarn. Die Heilwasser von Vichy, Contrex, Vittel oder Evian werden weltweit exportiert. Es existieren über einhundert Heilbäder und mehr als 1.200 Heilquellen, wobei viele davon schon seit Tausenden von Jahren genutzt werden. Derzeit stehen in Frankreich etwa 2.900 öffentliche Schwimmbäder zur Verfügung, davon über 1.400 Hallenbäder und rund 100 Thermen. Weltweit führend ist Frankreich bei den Allwetter-Bädern, also Hallenbädern, die im Sommer komplett geöffnet werden können. Davon sind derzeit über 200 Stück in Betrieb, die meisten vom Typ Tournesol. In den letzten Jahren sind in Frankreich vorwiegend Freizeitbäder entstan-den, die sowohl über ein Sportbecken (meist 6 Bahnen je 25 m) als auch über einen Erlebnisbereich verfügen. So kann man hier zwischenzeitlich über 700 Erlebnisbäder mit Riesenrutsche nutzen, davon fast 400 Freizeit-Hallenbäder. Einige davon sind architektonisch und konzeptionell sehr interessant. Darum möchten wir in diesen News einige der neueren Bäder kurz vorstellen. Quellen: www.familand.de, www.guide-piscine.fr

Agde (Frankreich)
Die Mittelmeerstadt Agde ist vor allem durch seine pittoreske Altstadt sowie das riesige Naturisten-Camp am Cap d´Agde be-kannt. Im Oktober 2011 eröffnete hier mit dem Archipel auch ein architektonisch sehr reizvolles Freizeitbad. Eine filigrane, runde Leimholzkuppel mit TFE-Folien-Einsätzen schwebt über dem 6.200 m² großen Innenbereich. Man findet hier u. a. ein Edelstahl-Sportbecken mit sechs Bahnen und Tribüne mit 276 Plätzen und einen Fitness-Bereich mit drei Sälen und 150 m² großem Aktivbecken. Für Abenteuerlustige stehen ein 1.000 m² großer Erlebnisbereich mit vielen Attraktionen, Kinderbecken, Whirlpools und vier Rutschen zur Verfügung. Der Entspannungsbereich schließlich erfreut mit römischen Bädern, finnischen Saunas, orientalischen Dampfbädern und einem Massage-Zentrum. Die Baukosten betrugen rund 12,5 Mio. € zuzüglich Ne-benkosten. Etwa 31 % der Kosten sollen durch Zuschüsse abgedeckt werden. Die Architektur stammt von Jean Nouvel. Quel-len: www.agglo-heraultmediterranee.net, www.centre-larchipel.com

Alfortville (Frankreich)
Im Februar 2011 konnte das neue Centre Aquatique am Quai Blanqui eröffnet werden. Die Badelandschaft verfügt über ein 25-m-Sportbecken mit sechs Bahnen, Erlebnisbecken, Kinderbecken, drei Schwitzräume und ein Fitness-Center. Die Wasserfläche beträgt 740 m². An der Stirnseite des hellen Gebäudes mit gewölbter Glasfront zum Fluß hin windet sich die 60 m lange Röhrenrutsche aus GFK. Quelle: www.carilis.fr

Amrum (Schleswig-Holstein)
Der Versuch, das Thalasso-Zentrum Wittdün zu privatisieren, ist fehlgeschlagen. Nachdem bei einer Ausschreibung im April 2011 kein Übernahme-Interessent gefunden wurde, wurde das Kurzentrum zum Jahresende 2011 wegen hoher Betriebs-Defizite geschlossen. Allerdings meldeten sich bei der Ausschreibung zur Nachnutzung der Liegenschaften zwei Bewerber, von denen Holger Junge, Geschäftsführer der medico concept Unternehmensgruppe aus Rosenheim, den Zuschlag erhielt. medico concept will am bisherigen Standort bis zum Sommer 2012 ein neues Therapieangebot etablieren. Quellen: www.amrum-wetter.de, www.amrum-news.de

Andernach (Rheinland-Pfalz)
Seit über 25 Jahren baut und betreibt monte mare Bäder, Saunas und Wellnesslandschaften. Ende April 2012 ist nun die elfte Anlage eröffnet worden. Aus dem ehemaligen Revita-Studio entstand in nur sieben Monaten ein mediterran anmutendes Fit-ness- und Wellness-Center der Spitzenklasse. Betriebsleiterin Kristina Isabel Doll und Unternehmenssprecher Jörg Zimmer se-hen die neue Anlage nicht als typisches Fitneßcenter, sondern als Weiterentwicklung des monte-mare-Konzepts. Sauna, Well-ness, Gesundheit und Sport werden unter einem Dach angeboten - wobei man in Andernach bewußt auf die Spaßbad-Komponente verzichtet hat. Den Gästen soll ein entspannender Kurz-Urlaub geboten werden. Die Schwerpunkte liegen bei Saunaangeboten mit Alleinstellungs-Merkmalen sowie den Kursen, von denen täglich bis zu einem Dutzend angeboten werden.

Die Saunalandschaft verfügt über sieben Schwitzräume. Besonders interessant ist die Geysir-Sauna, wo aus alten Basalt-Bodenplatten jede halbe Stunde eine drei Meter hohe Fontäne hervorspringt. Damit hat man ein Pendant zum Andernacher Geysir geschaffen, dem mit bis zu 60 m Auswurfhöhe weltweit höchsten Kaltwasser-Sprudel. Im 6.000 m² großen Saunagarten findet man außerdem eine Feuer-Sauna mit offenem Kaminofen sowie eine gläserne Panorama-Sauna. Die Schwitzräume im 2.500 m² umfassenden Innenbereich sind wie die Parkanlage nach spanischem Vorbild thematisiert. Hier findet man mit dem Andalusischen Aromabad und dem Catalanischen Kräuterbad zwei wohlduftende Dampfbäder. Heißer geht es in der Finca-Sauna und in der Ceremonia-Sauna zu die mit 80 bis 85 °C betrieben werden. Bemerkenswert sind auch die Wellness-Angebote im Day-Spa, die von Aromaöl-Massagen über Hot Stone und Ayurveda bis zur hawaiianischen Tempelmassage Lomi Lomi Nui reichen. Die Baumaßnahmen kosteten rund fünf Mio. €. Quellen: www.rhein-zeitung.de, www.monte-mare.de

Angers (Frankreich)
In der ehemaligen Hauptstadt von Anjou im Loire-Tal sind die fünf Hallenbäder alle nicht mehr auf dem neuesten Stand. Da-rum wird ab Frühjahr 2012 im Stadtteil Capucins, nicht weit von der Autobahn und Terra Botanica ein neues „Centre Aqualudique“ gebaut. Architekt Jean Guervilly ist mit der Planung des 27,5 Mio. € (netto) teuren Projektes beauftragt. Der Bauplan sieht eine Wasserfläche von 1.600 m² bei 5.000 m² Nutzfläche vor. Größtes Becken ist das Olympische Bassin mit 50 m Länge und sechs Bahnen, das sich im Freien befindet, aber ganzjährig betrieben werden soll. Weiterhin soll es ein 25-m-Becken drinnen (5 Bahnen), ein Erlebnisbecken und mehrere Kinderbecken geben. Als Spaß-Komponenten sind neben der 80-m-Röhrenrutsche auch ein Wildwasserfluß (teilweise draußen) und eine vierbahnige Wellenrutsche mit 20 m Länge vorgesehen. Fitneßraum, Day-Spa und Restaurant runden das Angebot ab. Damit sollen jährlich mindestens 250.000 Besucher ange-lockt werden. Die Eröffnung ist für September 2013 geplant. Das Piscine de la Baumette aus dem Jahr 1959 soll im Gegenzug im Sommer 2013 aufgegeben werden. Quellen: www.angers.fr, www.angersmag.info

Ans (Belgien)
Das alte Hallenbad des Städtchens Ans bei Lüttich ist nicht mehr reparabel. Nach über 40 Jahren Betrieb wird nun ein Ersatz-Neubau errichtet. Am Stadtrand entsteht bis Mitte 2013 ein Sport-Hallenbad, das sich harmonisch in die Landschaft einfügt und wesentlich günstiger im Unterhalt sein soll. Dafür werden 6,5 Mio. € investiert, wobei das Land Wallonien rund ein Drittel der Kosten übernimmt. Das Projekt umfaßt ein sechsbahniges Hallenbecken mit 25 m Länge sowie ein Lehrbecken. Beide Bassins werden mit Edelstahl ausgekleidet. Generalunternehmer ist die Arbeitsgemeinschaft Galère-Duchene. Quelle: www.ans-commune.be

Arpajon (Frankreich)
Das Piscine Intercommunale, ein Sport-Hallenbad mit fünf Bahnen, wird derzeit umfassend saniert. Die Wiedereröffnung als Bassin Nautique de l'Arpajonnais ist für den September 2012 vorgesehen.

Aubervilliers (Frankreich)
Seit 2004 ist der Neubau eines Centre International Aquatique in der Nähe von Paris geplant. Ende März 2012 wurde nun grünes Licht für die Finanzierung gegeben. Ganze 68 Mio. € soll der neue Sportkomplex der Städte Aubervilliers und Saint Denis auf 35.000 m² Fläche kosten. Die Lokalität befindet sich in der Nachbarschaft des Stade de France. Erbracht werden die enor-men Baukosten zu etwa gleichen Teilen von fünf verschiedenen Geldgebern. Der französische Staat zahlt 15,9 Mio. €, die Re-gion Ile de France und die Stadt Paris jeweils rund 14,1 Mio. €, die Agglomeration von Plaine Commune mehr als 13 Mio. € und die Landesentwicklungsgesellschaft schließlich noch etwa 10 Mio. €. Das Bauvorhaben umfaßt vier Hallenbecken und ein Außenbecken in olympischen Dimensionen. Darunter befinden sich ein Wettkampfbassin mit 10 Bahnen je 50 m Länge und ein großes Sprungbecken mit 10-m-Sprunganlage. Um große internationale Wettbewerbe veranstalten zu können, gibt es Tribünen mit 5.000 festen Sitzplätzen, wobei weitere 17.000 Plätze temporär im Freien installiert werden können. Weiterhin stehen Fitness-Center, Spa-Bereich und Restaurant im Pflichtenheft. Geplant wird der Komplex vom Architektenbüro Chaix & Morel. Die Einweihung soll noch vor den französischen Schwimm-Meisterschaften im Jahr 2016 erfolgen. Mit Olympiasieger Alain Bernard und Weltmeister Camille Lacourt gehört Frankreich derzeit zu den erfolgreichsten Schwimm-Nationen. Mit dem neuen Wettkampfbad will man sich auch für die Bewerbung als Ausrichter von künftigen Olympischen Sommerspielen besser positionieren. Quellen: www.liberation.fr, www.iledefrance.fr

Aubusson (Frankreich)
Das mittelalterliche Städtchen an der Creuse ist bekannt für seine kunstvollen Wandteppich-Manufakturen. Direkt neben dem Tapisserie-Museum soll nun ein neues Centre aqua-récréatif entstehen. Das renommierte Architekturbüro Luc Demolombe hat dafür eine atemberaubende Projektstudie erstellt, die mit ihrer phantastisch gestalteten Kuppelhalle Elemente des Art Déco zitiert. Die Planung sieht ein Hallen-Sportbecken mit 5 Bahnen, ein Lehr- und Erlebnisbecken, eine Großrutsche und ein Well-ness-Center mit Schwitzräumen vor. Jedoch ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Für das 4.000-Einwohner-Städtchen (Einzugsgebiet ca. 40.000 Einwohner) ist das Projekt sehr ehrgeizig und nicht ohne externe Unterstützung durchführbar. Aller-dings wäre es sehr schade, die Planung aufzugeben, zumal das jetzige, 35 Jahre alte kommunale Hallenbad als abgängig zu betrachten ist. Quelle: www.architectes.org

Bad Belzig (Brandenburg)
In der Steintherme, einem der schönsten Thermalbäder im Osten Deutschlands, geht es weiterhin turbulent zu. Das vor genau zehn Jahren neu errichtete Bad hat zwischenzeitlich eine Komplett-Sanierung sowie den sechsten Geschäftsführer-Wechsel hinter sich. Den letzten Leiter der KuF hielt es - wie bereits seinen Vorgänger - nicht mal ein Jahr in dem historischen, brandenburgischen Städtchen. Dabei hatte er mit vielen neuen Ideen und Konzepten für frischen Wind gesorgt. Zwar konnte auch der engagierte Marketing-Experte Timo Neumann die Gästezahl nicht signifikant steigern, doch der Zuschußbedarf sank wäh-rend seiner Tätigkeit um mehr als 30 %.

Schuld an Neumanns Weggang dürfte vor allem die nicht enden wollende Diskussion um Gästezahlen und Betreibermodell sein. Landrat Wolfgang Blasig strebt nämlich an, die Therme zu privatisieren. Damit soll der hohe Zuschußbedarf, der 2011 immer noch bei rund einer Mio. € lag, langfristig gesenkt werden. Blasig hat einen in der Bäderbranche nicht unbekannten Be-rater engagiert, der seit vielen Jahren eng mit einem großen, privaten Bäderbetreiber zusammenarbeitet. Auch sechs weitere Unternehmen sollen bereits ihr Interesse an einer Übernahme bekundet haben. Dabei könnte auch die Planung für einen Hotel-Neubau bei der Therme wieder aufleben. Der Berliner Investor Norbert-Jörg Wolff hatte das Projekt bereits 2010 angekündigt, konnte jedoch die Finanzierung nicht sicherstellen. Quellen: www.steintherme.de, www.pnn.de

Bailly-Romainvilliers (Frankreich)
Im Val d´Europe bei Paris entsteht derzeit ein neues Freizeit-Hallenbad. Herzstück der Anlage ist ein Sportbecken mit 8 Bah-nen je 25 m Länge. Weiterhin gibt es ein Erlebnis- und Massagebecken, ein Kinderbecken und 200 Sitzgelegenheiten. Für Spaß sorgt eine 30 m lange Rutsche mit eigenem Auslaufbecken. Die Wasserfläche beträgt rund 900 m². Im Entspannungsbereich stehen Sauna, Hamam, Erlebnisduschen und Whirlpool zur Verfügung. Besonderen Wert hat man auf ein effektives Energie-Management sowie umweltschonende Desinfektion gelegt. Die Baukosten wurden mit 9 Mio. € beziffert. Die Eröffnung ist für den Sommer 2012 vorgesehen. Quelle: www.bailly-romainvilliers.fr

Bayonne (Frankreich)
Zu Jahresbeginn 2011 wurde ein neues Schwimmsport-Zentrum an der südlichen Atlantik-Küste eröffnet, nicht weit vom mondänen Badeort Biarritz entfernt. Das Wettkampfbecken des Centre aquatique des Hauts-de-Bayonne verfügt über acht Bahnen je 25 m Länge und Zuschauer-Tribünen. Das Lehr- und Erlebnisbecken ist 150 m² groß. Außerdem gibt es noch ein El-tern-Kind-Becken von 60 m². In dem Richtung Süden mit Blick auf die Pyrenäen ausgerichteten Bad wurde Wert auf höchste Umwelt-Verträglichkeit gelegt. Verbaut wurden vorwiegend wiederverwertbare Materialen wie Holz und Edelstahl. Die Reali-sierung schlug mit rund 12 Mio. € zu Buche. Architekt war Marcel Breuer, der auch das komplette Stadtviertel konzipierte. Quelle: www.leshautsde.bayonne.fr

Budapest (Ungarn)
Ungarn ist das Land mit der größten Thermalwasser-Schüttung der Erde. Alleine im heutigen Staatsgebiet sind über 1.300 warme Quellen bekannt, wovon etwa 350 eine heilende Wirkung zugeschrieben wird. Diesen natürlichen Reichtum wußten be-reits die Römer zu nutzen. Während der 160-jährigen Belagerungszeit der Osmanen im 16. und 17. Jahrhundert errichteten auch jene zahlreiche Thermen in Form von Ilicas und Hamams. Davon sind auch heute noch einige in Betrieb, die meisten in der Hauptstadt Budapest.
Vor kurzem wurde als „neuestes“ der alten Badehäuser das Veli Bej wiedereröffnet. Die bereits im Jahre 1571 eröffnete Ilica wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom Architekten Jozsef Hild erweitert. Sein Außenschwimmbecken von 1860 galt bis Ende der 1920er Jahre als das größte Mineralschwimmbad des Kontinents. Hier wurden 1926 auch die ersten Europa-Meisterschaften im Schwimmen ausgetragen. In den 1980er Jahren verfiel das Bad zusehends, Teile davon wurden sogar abgerissen.

Nach über 7-jähriger Restaurierung durch den Orden der Barmherzigen Brüder erfolgte im Mai 2011 die teilweise Wiederer-öffnung. Um das große, oktogonale Thermalbecken gruppieren sich vier Bassins mit unterschiedlichen Temperaturen. Der mit-telalterliche Kuppelbau ist nun durch eine gläserne Überdachung mit einer neuen Dampfbad- und Saunalandschaft verbunden. Eine Besonderheit ist auch die Wasser-Qualität. Das Thermalwasser aus eigener Quelle erneuert den Beckeninhalt viermal täglich und muss darum nicht gechlort werden. Quelle: www.ungarn-netz.de

Douvres-la-Délivrande (Frankreich)
Seit Ende April 2012 ist die Normandie um eine Attraktion reicher. Das aquanacre hält Angebote für die ganze Familie bereit. Die 1.400 m² umfassende Badelandschaft bietet ein 25-m-Sportbecken mit fünf Bahnen, Erlebnisbecken, Planschbereich und eine vierspurige Breitrutsche. Im Außenbereich befindet sich ein Ganzjahresbecken. Im Fitneßbereich werden eine Vielzahl von Kursen angeboten. Dampfbad, Sauna und ein Lumino-Therapiebereich runden das Angebot ab. Es wird mit 150.000 Jah-resbesuchern gerechnet, davon 30.000 aus Schulen und Vereinen. Quelle: www.aquanacre.fr

Ecommoy (Frankreich)
Ende Mai 2011 konnte das Hallenbad Les Bains d'Orée im Tal der Loire eröffnet werden Es verfügt über 4 Schwimmbahnen je 25 m Länge, ein 117 m² großes Erlebnisbecken sowie einen Mutter-Kind-Bereich mit Planschbecken. Quelle: piscine-lesbainsdoree.com

Elbeuf-sur-Seine (Frankreich)
Das Piscine de la Cerisaie wurde im Jahr 1962 als kleines Hallenbad mit angeschlossenem 50-m-Freibad (6 Bahnen) eröffnet. Bereits im Jahre 1972 wurde das Freibecken mittels Traglufthalle überdacht, um im Winter ein besseres Angebot vorzuhalten. Diese Lösung hielt 20 Jahre, bis man das Becken mit einem festen Dach überspannte und auch eine Cafeteria einrichtete. Im Jahre 2007 fand eine Renovierung des Wettkampfbeckens statt, doch das zwischenzeitlich rund 50 Jahre alte Bad benötigt nun eine Komplett-Sanierung. Derzeit laufen die Ausschreibungen, so dass frühestens Ende 2013 mit der Wiedereröffnung des Bades gerechnet werden kann. Quelle: www.vert-marine.com

Erkelenz (Nordrhein-Westfahlen)
Das Hallen- und Freibad an der Westpromenade aus dem Jahre 1971 wurde im Februar 2012 geschlossen. Der Abriß wird noch in diesem Jahr erfolgen. Als Ersatz dafür wurde Mitte März 2012 das neugebaute Erka-Bad eröffnet. Nur wenige Hundert Meter entfernt gelegen, am gegenüberliegenden Grundstücksende, bietet das neue Sport-Hallenbad nun wesentlich bessere Bedingungen. Es verfügt über ein Wettkampfbecken mit sechs Bahnen je 25 m Länge sowie eine Sprunganlage mit 3-m-Brett. Weiterhin gibt es nun ein großes Erlebnisbecken mit Strömungskreisel und mehreren anderen Attraktionen sowie ein ovales Aktivitäten- und Kinderbecken. Eine 65 m lange Großrutsche macht den Freizeitspaß perfekt. Für den Sommer gibt es außerdem noch ein abwechslungsreiches Freibecken mit abgerundeten Formen. Die Projektsteuerung erfolgte durch die Fa. Constrata aus Bielefeld, die Architektur stammt vom Büro Geising + Böker aus Hamburg und Vechta. Die Baukosten wurden mit insgesamt 9,5 Mio. € beziffert. Quelle: www.rp-online.de

Ganderkesee (Niedersachsen)
In den letzten Jahren sind vor allem durchgestylte, hippe Saunalandschaften entstanden - schön anzusehen, aber teilweise et-was unterkühlt. Diesem Trend hat man im Oldenburger Land das neue SaunaHuus entgegengesetzt. Hier setzt man auf die gu-ten alten Werte Gemütlichkeit und Heimatverbundenheit. Konsequent wurde die Saunalandschaft im norddeutschen Landhausstil umgesetzt. Das zeigt sich nicht nur in der sorgfältigen und liebevollen Auswahl der Dekoration, sondern auch in der Namensgebung aller Räumlichkeiten. So heißt beispielsweise die Panorama-Sauna ins Plattdeutsche übersetzt Utkieck-Sauna, die Kräutersauna Krüderköök oder der Ruheraum Versnuuv-Stuuv. Highlights sind die Backhuussauna, die den Duft frischgebackener Brötchen verströmt und die Immenhuus-Sauna im Garten, wo regelmäßig Honig-Aufgüsse durchgeführt werden. Insgesamt gibt es im Saunahuus fünf Schwitzräume nach finnischer Art und ein orientalisches Dampfbad sowie vielfältige Möglichkeiten zum Abkühlen und Entspannen.
Die Gäste-Reaktionen auf die neue alte Gemütlichkeit sind einstimmig: man fühlt sich hier wohler als zuhause. Geplant wurde das Saunaland vom Büro Geising + Böker aus Vechta und Hamburg, das u. a. auch bereits die Cottage-Sauna in Ahrensburg und die Badebucht in Wedel stimmungsvoll in Szene setzte. Im März 2012 konnte die Eröffnung gefeiert werden. Die Baukos-ten für das Saunahuus betrugen rund 2,3 Mio. €. Gleichzeitig wurde das direkt angrenzende Freibad renoviert, das nun über ei-nen eigenen Gastronomiebereich und neue Umkleide- und Duschräume verfügt. Dafür wurden weitere zwei Mio. € aufgewen-det, die vorwiegend in eine neue Technik flossen. Vorangegangen war im Jahre 2010 eine energetische Sanierung des ebenfalls zum Ensemble gehörenden, kleinen Hallenbades. Hier wurden inklusive neuer sanitärer Anlagen 800.000 € investiert. Das Management für die Sauna und Bäder der Gemeinde Ganderkesee wurde Anfang 2012 an die Fa. APM aus Münster überge-ben, die u. a. auch das nahegelegene, neue Soestebad in Cloppenburg betreibt. Quellen: www.nwzonline.de, www.aquapark.de

Gennevilliers (Frankreich)
Nachdem das Hallenbad aus dem Jahre 1959 nicht mehr reparabel war, erbaute man ein neues Centre Aquatique. Eröffnung war im September 2009. Für 16,4 Mio. € entstanden ein Sportbecken mit 6 Bahnen und Tribüne, Lehrbecken, Erlebnisbecken und Planschbecken. Das Obergeschoß beherbergt ein Fitness-Center sowie zwei Dampfbäder und zwei Finnsaunas. Quelle: www.hauts-de-seine.net

Gröden (Südtirol / Italien)
Das Anfang 2011 vieldiskutierte Projekt eines 7-Sterne-Hotels des Star-Architekten Norman Foster in der Grödener Bergwelt scheint endgültig vom Tisch zu sein. Auf dem Fundament des Hotels Sochers in Wolkenstein sollte bis Ende 2013 ein 50-Mio.-€-Palast entstehen. Die Architektur des neuen Hotelbunkers in den Dolomiten war aber sehr umstritten. Es war wohl eher fraglich, ob man die Superreichen der Welt wirklich für die 360-m²-Suiten im Plattenbau-Stil (allerdings aus Holz) hätte be-geistern können. Normalverdiener hätten sich die geplanten 5.500 € pro Übernachtung wohl eher nicht geleistet. Bauherr Clau-dio Riffeser zog sein Projekt jedenfalls im Juli 2011 wieder zurück. Der erwartete Relaunch mit einem neuen Design fand bis-lang nicht statt, so dass die Studie wohl als erledigt angesehen werden kann. Quellen: www.diewerkbank.com, www.stol.it

Hessisch Lichtenau (Hessen)
Das Familien-Hallenbad HeLi stammt aus dem Jahre 1974. Mit Hilfe eines Zuschusses in Höhe von 550.000 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm Hallenbäder des hessischen Innenministeriums war es der Stadt möglich, rund zwei Mio. € für eine technische und energetische Erneuerung aufzubringen. Nach der Sanierung in drei Bauabschnitten, die im Januar 2012 abgeschlossen wurde, sollen nun 30 % der Energieaufwendungen eingespart werden. Quelle: www.hna.de

Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Zusätzlich zum Freizeit-Hallenbad erft-Lagune und dem Freibad Türnich verfügte die Rennfahrer-Stadt Kerpen bislang auch über zwei Schul- und Vereins-Hallenbäder. Das Hallenbad Jahnplatz aus dem Jahre 1969 war jedoch ebenso wie das Manheimer Bad von 1971 technisch veraltet und sanierungsbedürftig. Zudem muss das Bad im Stadtteil Manheim dem Braunkohle-Abbau weichen. Als Ersatz für die beiden alten Bäder nahm man in 2009 den Bau eines neuen Bades in Angriff. Die Finanzierung wurde durch Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II ermöglicht. Mit Hilfe eines externen Projekt-Steuerers gelang es, das neue Hallenbad an der Europaschule im Oktober 2011 in Betrieb zu nehmen. Das Angebot umfaßt neben dem sechsbahnigen Sportbecken (25 m) auch ein 100 m² großes Lehr- und Aktivbecken. Für die Architektur zeichnet das Büro Blass aus Euskirchen verantwortlich. Quellen: www.stadt-kerpen.de, www.rhein-erft-online.ksta.de

Kirchen / Sieg (Nordrhein-Westfalen)
Lange klaffte eine große Lücke im Freizeit-Angebot des Siegerlandes. Nachdem das alte Freizeithallenbad auf dem Molzberg Anfang November 2005 wegen Baumängeln geschlossen werden mußte, konnte erst sechs Jahre später der Nachfolgebau er-öffnet werden, der wie schon der Vorgängerbau interkommunal verwirklicht wurde. Auf eine vierjährige Vorbereitungsphase folgte ein kompletter Neubau, der 22 Monate in Anspruch nahm. Die Eröffnung erfolgte im November 2011. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das neue Molzbergbad verfügt über ein fünfbahniges Sportbecken (25 x 12,50 m) mit 1- und 3-m-Sprunganlage, einem Zuschauerrang für 85 Gäste sowie ein 100 m² großes Mehrzweckbecken mit Hubboden. Hier werden die beliebten Wassergymnastik-Kurse angeboten. Für Kleinkinder steht außerdem ein Planschbecken zur Verfügung.
In der Sommersaison entfaltet das Bad zudem Freibad-Qualitäten. Das Hallenbad-Dach wurde variabel gestaltet, so dass es bei Sonnenschein aufgefahren werden kann. Auch die große Glasfassade zur Liegewiese hin kann komplett geöffnet werden. Auf der 4.000 m² großen Liegewiese kann man sich beim Beach-Volleyball sportlich austoben oder den Kindern beim Planschen, Spritzen und Matschen in der Strandzone zusehen. Somit ist ein vollwertiges Allwetterbad entstanden, das bei jeder Witterung das Optimum an Badefreuden bietet.
Auch für die Naturisten wurde wieder ein umfangreiches Angebot geschaffen. Die moderne, lichtdurchflutete Saunalandschaft bietet vier Schwitzräume, wobei vor allem die Panorama-Aufgußsauna erwähnenswert ist. Im Saunagarten wurde außerdem ein Naturteich angelegt. Dem vielfach geäußerten Wunsch nach textilfreiem Schwimmen wurde ebenfalls nachgekommen. Je-den Freitag ab 20 Uhr steht den FKK-Freunden das Hallenbad für dieses Vergnügen zur Verfügung.
Die Baukosten fielen dank guter Vorplanung relativ moderat aus. Sie betrugen ohne Nebenkosten rund 8,8 Mio. €, wobei 3,437 Mio. € an Zuschüssen durch das Land und den Kreis bezahlt wurden. Der jährliche Zuschußbedarf für den Betrieb des Bades wird auf 400.000 € geschätzt, wobei sich die benachbarten Kommunen Betzdorf und Kirchen die Kosten teilen. Man rechnet mit etwa 100.000 Jahresgästen, wobei jeder fünfte Gast die Sauna nutzen soll. Christoph Weber, Geschäftsführer der Freizeitbad Molzberg GmbH, ist nach den ersten Betriebsmonaten optimistisch, diese Zahl erreichen zu können. Die Architektur-Planung erfolgte durch das Büro Dr. Krieger in Velbert. Quellen: www.freizeitbad-molzberg.com, www.siegerlandkurier.de

Mayen (Rheinland-Pfalz)
Nicht nur für Jugendliche ist der jederzeitige Zugang zum Internet zwischenzeitlich unverzichtbar geworden. Dem kommt das Anfang 2012 neu eröffnete Nettebad der Eifelstadt Mayen in vollem Maße entgegen. So ermöglichen nicht nur zwei PCs in Foyer des Bades den kostenfreien Internet-Zugang für Gäste, sondern es gibt auch einen Multimedia-Bereich mit Info-Angeboten der Stadtwerke, Museums- und Veranstaltungs-Tipps. Außerdem wurde ein Hot-Spot eingerichtet. Damit ist die kostenlose WLAN-Nutzung mit eigenem iPad oder Notebook möglich. So kann man beispielsweise im Bistro, im Foyer oder auf der Terrasse jederzeit bequem seine emails abrufen, mit Freunden chatten, bei ebay mitsteigern oder surfen. Dieses Ange-bot ermöglicht es auch Freiberuflern, Handlungsreisenden und Selbständigen, zwischen Schwimmen und Relaxen mal kurz nach dem Geschäft zu sehen und wichtige Termine wahrzunehmen. Ein Angebot, das zur Kundenbindung beiträgt und hoffentlich bald in vielen Freizeit-Einrichtungen zu finden sein wird. Quelle: www.stwmy.de

Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen)
Das Pahlkebad aus dem Jahre 1969 ist für die Bürger des Stadtteils Rheydt eine Institution. Die denkmalgeschützte Schwimm-halle, einst von Architekt Ernst Roddewig erbaut, lockt vor allem wegen des 10-m-Sprungturms Sportbegeisterte aus einem weiten Umkreis an. Nachdem das Bad im Jahre 2008 wegen Betonschäden geschlossen werden mußte, konnte Ende März 2012 die Wiedereröffnung nach einer grundhaften Sanierung gefeiert werden.
Das Pahlke-Bad bietet auch weiterhin ein sechsbahniges Sportbecken mit 10-m-Sprunganlage sowie ein großes Lehrbecken. Die Bassins wurden jedoch komplett mit Edelstahl ausgekleidet. Komplett erneuert wurden Decke und Fassade sowie die Technik. Die Tribüne mit den schönen Mosaiken konnte erhalten werden, doch die Saunalandschaft im ersten Geschoß mußte weichen. Da eine Sauna nach Ansicht des Bauherrn nicht rentabel betrieben werden könne, baute man diesen Bereich mit ei-nem Aufwand von 800.000 € zur Kindertagesstätte um. Insgesamt kostete die Sanierung rund 8 Mio. €. Es werden künftig rund 150.000 Jahresgäste erwartet. Quelle: www.rp-online.de

Mons (Belgien)
Das neue Piscine du Grande Large Montoise wurde im März 2011 eingeweiht. Nach einem Jahr Betriebszeit konnten 275.000 Badegäste gezählt werden. Die Schwimmhalle wurde im Rahmen eines PPP-Modells von der Fa. S&R errichtet, die das Bad auch 20 Jahre lang betreiben soll. Dafür erhält S&R über die gesamte Laufzeit jeweils 1 Mio. € jährlich von der Kommune, die ihrerseits Zuschüsse von der Region Wallonien und der IDEA bekommt. Nach Ablauf der Vertragsdauer geht das Bad ins Ei-gentum der Stadt über. Das Hallenbad bietet ein rund 700 m² großes Schwimmbecken mit 8 Bahnen. Mittels 160 cm breiter Schwimmbrücke kann das 33,33 m lange Bassin auf wettkampftaugliche 25 m Länge verkürzt werden. Das dadurch entstehende zweite Becken ist mittels Hubboden zwischen 0 und 200 cm in der Höhe variierbar. Spaß bringt ein 66 m langer Wildwasserkanal. Für die Kleinen gibt es ein 70 m² großes und 34 °C warmes Spielbecken, das von einem großen, lustigen Drachen bewacht wird. Während die Kinder gefahrlos spielen, können sich die Eltern gleich nebenan im ebenso wohltemperierten Massagebecken aufhalten. Für das tiefergehende Wohlfühlen stehen zwei finnische Saunas und ein Dampfbad zur Verfügung. Besonders schön gelungen ist die Wärmebank mit Fußbecken, die in schwarzem Granit gehalten ist und rückseitig von einer halbrunden, orangefarben marmorierten Achatscheibe illuminiert wird. Für den Sommer steht außerdem ein Außenbereich mit großem Lagunenbecken zur Verfügung. Weiterhin gibt es eine Tribüne für 250 Zuschauer sowie ein Restaurant-Café, das alle Bereiche bedient. Quellen: www.sr-mons.be, www.rtbf.be

Monthey (Schweiz)
Das neue Kurzentrum im walliser Val d´Illiez öffnete im Oktober 2010 seine Tore. Nur zehn Minuten von Monthey und eine Stunde von Genf entfernt, befindet man sich hier im Portes du Soleil, einem der größten Skigebiete der Alpen mit über 600 Pisten-Kilometern. Der Thermenpark umfaßt ein 4-Sterne-Hotel, 220 Ferienwohnungen, Restaurants und ein Thermalbad. Die Becken werden mit stark mineralisiertem Heilwasser aus eigener Thermalquelle gespeist. Außer dem ganzjährig nutzbaren In-nen- und Außenbecken sind auch ein warmes Flußbad, ein Thermal-Wasserfall, Sprudelbecken, Natur-Thermalbecken, Was-sergrotte sowie ein Spa mit kleinem Saunaland zu nutzen. Quelle: www.thermes-parc.com

Schrobenhausen (Bayern)
Der zweite Bauabschnitt für die Generalsanierung des Schrobenhausener Kreishallenbades aus dem Jahre 1974 läuft noch bis voraussichtlich September 2012. Im ersten BA wurden u. a. die Becken in Edelstahl ausgekleidet, Wasser-Attraktionen instal-liert (z. B. Sprudelliegen und Massagedüsen) und neue Fliesen verlegt. Nun wird noch ein neuer Kinderbereich angelegt. Dann werden rund 380 m² Wasserfläche zur Verfügung stehen. Außerdem wird die Saunalandschaft aufgewertet und erweitert. Die Baumaßnahmen wurden vom Büro Rainer Eckert geplant. Insgesamt sind für die Modernisierungs-Maßnahmen rund 6,2 Mio. € veranschlagt. Quelle: Schrobenhausener Zeitung.

Schwetzingen (Baden-Württemberg)
Im August 2011 wurde vor dem Freizeitbad bellamar eine Elektro-Tankstelle für Zweiräder (E-Bikes) in Betrieb genommen. Diese wird mit Naturstrom betrieben und ist derzeit kostenlos zu nutzen. Ein rasant wachsender Zuspruch zeugt von der hohen Akzeptanz dieser Fortbewegungs-Art. Offensichtlich wirkt die Einrichtung des Strom-Anschlusses für E-Bikes als ausgezeich-nete Kundenbindungs-Maßnahme. Quelle: www.stadtwerke-schwetzingen.de

Schwieberdingen (Baden-Württemberg)
Wegen hohen Sanierungsbedarfs wurde das Hallenbad der Strohgäugemeinde bei Stuttgart zum Jahresende 2010 geschlossen. Die eigentliche Planung, das Bad grundlegend zu sanieren und rund zwei Jahre später wieder zu eröffnen, wurde nach genaue-rer Untersuchung der Bausubstanz fallen gelassen. Nach letzten Schätzungen von Planer Dieter Bühl aus dem Büro Drees & Sommer hätte die Renovierung rund 8,65 Mio. € gekostet. Architekt Wolfram Völlger vom Büro Geier Völlger aus Stuttgart präsentierte im April 2012 die Planung für ein weitgehend neues Bad, wobei Bodenplatte und mehrere Außenwände für den Neubau weitergenutzt werden könnten. Zum bestehenden Sportbecken mit fünf Bahnen je 25 m Länge und dem Lehrbecken soll ein Eltern-Kind-Bereich mit Plansche hinzukommen. Die Gesamtkosten sollen rund zehn Mio. € betragen. Weitere Wün-sche von einzelnen Gemeinderats-Mitgliedern, die in Richtung Saunalandschaft und Großrutsche gehen, werden aus Kosten-gründen wohl nicht erfüllt werden können. Die jetzige Bauzeiten-Planung sieht den Abriß des alten Bades bis Mitte 2013 vor. Nach einer rund einjährigen Bauphase könnte die Wiedereröffnung dann im Sommer 2014 erfolgen. Quellen: Stuttgarter Zei-tung, www.lkz.de

Solingen (Nordrhein-Westfalen)
Die Bäderdiskussion in der Klingenstadt ist in eine neue Phase getreten. Nachdem das Sportbad in der Klingenhalle nach Er-weiterung Mitte 2011 wieder in Betrieb gegangen war, wurden die beiden historischen Hallenbäder der Stadt endgültig zuge-sperrt. Für die Schwimmhalle Ohligs aus dem Jahre 1928 und für das Birkerbad (eröffnet 1903) sucht man nun nach einem neuen Konzept. Dafür sollen private Investoren gewonnen werden. Das Freibad Schellbergtal von 1925 ist bereits seit fünf Jahren geschlossen. Es ist sehr schade, dass gerade mit dem Birkerbad wieder ein Badetempel verloren geht, denn hier gab es auch ein schönes türkisches Dampfbad aus der Zeit des Art Deco. Dabei sollen 3,3 Mio. € für den Denkmalschutz zur Verfügung gestanden haben. Derweil wird immer noch über die Zukunft des Hallenbades Vogelsang beraten. Die reine Bestands-Erhaltung soll 2,3 Mio. € kosten. Ob man darüber hinaus auch eine Angebots-Verbesserung (neues Planschbecken, größerer Ruhebereich, Röhrenrutsche) für weitere 2,8 Mio. € finanzieren kann, ist noch fraglich. Vom Tisch ist jedenfalls der große Umbau mit zusätzlichem Solebad, Badehaus und Saunaland (11,1 Mio. €) oder gar ein Neubau (ab 11,8 Mio. €). Quelle: Solinger Tageblatt

Sundsvall (Schweden)
Schweden hat eine reiche Auswahl an Erlebnisbädern zu bieten. Im Sommer 2010 ist ein neues Glanzstück hinzugekommen. Mit dem Himlabadet eröffnete ein wahrhaft himmlisch anmutendes Freizeitbad. Hier findet sich vieles, was nicht nur Kinder-augen zum Leuchten bringt: drei Riesenrutschen, Surfwelle, Abenteuerbecken, Planschbereich, Whirlpools, vier Textilsaunas, Kamin-Lounge und eine abwechslungsreiche Gastronomie sorgen für Spaß und Entspannung. Außerdem gibt es ein vierbahniges Sportbecken (25 m) drinnen sowie drei Sommerbecken, darunter ein 50-m-Wettkampfbecken mit Tribüne. Im ersten Betriebsjahr lockte das Freizeitbad bereits rund 400.000 Gäste an. Allerdings entwickelten sich die Baukosten anders als geplant. Anstatt berechneter 203 Mio. schwedischer Kronen (ca. 23 Mio. €) kostete der Bau inklusive Vorleistungen und Ne-benkosten schließlich ganze 437 Mio. SEK (ca. 49 Mio. €). Betrieben wird die Badelandschaft von der Sundsvall Arena AB. Quellen: www.himlabadet.se, www.dagbladet.se

Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg)
Die Prämisse der Wund-Gruppe, ihre Bäder-Standorte stets weiter zu entwickeln, trifft auch auf das Badeparadies Schwarz-wald zu. Das Thermal- und Erlebnisbad, das erst im Dezember 2010 Eröffnung feierte, ist zwischenzeitlich bereits erweitert worden. Nun sind nicht nur die Dachterrasse der Saunalandschaft mit Außen-Tauchbecken sowie der Natursee mit Liege-Stegen fertiggestellt, sondern es quasi als Weihnachtsgeschenk 2011 auch vier neue Gesundheitsbecken. Die in einem Anbau untergebrachten Bassins sind mit 4-prozentiger Natursole, Starksole und Lithium-Wasser befüllt. Die angenehm warmen Bas-sins mit jeweils 14 Sitzplätzen sind mit grünem Marmor ausgekleidet und von echten Pflanzen eingerahmt. Ebenso wie das große Thermalbecken, die Saunalandschaft und das Rutschenparadies wird auch dieser Bereich sehr gut angenommen. Die in 2011 erreichte Gästezahl von 540.000 wird damit zukünftig wohl noch übertroffen werden. In Planung befindet sich derzeit der Saunagarten, wo zusätzlich zu den bereits bestehenden vier großen Innensaunas noch acht Blockhaus-Saunas errichtet werden sollen. Der Abschluß dieses wohl vorerst letzten Bauabschnittes ist für Ende 2013 avisiert. Quelle: www.badische-zeitung.de

Tourcoing (Frankreich)
Ins urbane Umfeld perfekt eingepaßt eröffnete im Juni 2008 das Espace Loisirs Tourcoing-les-Bains. Architekt Jean-Michel Ruols hat damit ein städtebauliches Glanzstück gesetzt. Futuristische Glasfassaden wechseln sich mit historischen Bauten auf der Ilot des Pompiers im Herzen der Altstadt ab. Es fand sich Platz für ein 25-m-Wettkampfbecken mit acht Bahnen, ein gro-ßes Erlebnisbecken und einen Kinderbereich. Für den Thrill sorgen zwei Riesen-Röhrenrutschen aus GFK, die aus Wärme-schutzgründen in den Innenraum eingepaßt wurden. Perfekte Entspannung erfährt man im Univers Balnéo, das mehrere Gesundheitsbecken in verschiedenen Temperaturstufen, einen Whirlpool sowie vier Sauna- und drei Hammam-Räume vorhält. Mit weit über 1.000 m² Hallen-Wasserfläche ist das Touroing-les-Bains die größte französische Schwimmhalle nördlich von Paris. Vielfältige Aktivitätsprogramme sowie ein Fitness-Studio runden das Angebot ab. Quelle: www.tourcoinglesbains.fr

Troisdorf (Nordrhein-Westfalen)
Seit seiner Eröffnung im Jahre 1999 gehört das Aggua zu den beliebtesten Bädern am Mittelrhein. Über 450.000 Gäste besu-chen das Kombi-Freizeitbad jährlich, wobei bislang rund 37.000 Besucher auch die Saunalandschaft nutzen. Diese Zahl sollte sich im laufenden Jahr allerdings deutlich auf etwa 50.000 erhöhen. Seit Ende Oktober 2011 ist nämlich das Pfahlbau-Saunadorf in Betrieb. Es handelt sich dabei - nach dem Aqua-Sole in Kitzingen - um erst die zweite Anlage dieser Art in Euro-pa. Die Sauna-Erweiterung im Garten wurde als breiter, ovaler Holzsteg in zwei Metern Höhe ausgeführt. Neu sind eine Pano-rama-Sauna mit tollem Blick in die Aggerauen sowie eine Baumhaus-Sauna, die in einer Baumkrone positioniert wurde. Ein neues Ruhehaus mit Kamin-Lounge sowie ein großer Hot-Whirlpool im Freien laden nach dem Schwitzen zur Entspannung ein. Die Bauzeit betrug rund ein Jahr, wobei 1,9 Mio. € ausgegeben wurden. Diese Investition wird sich aber voraussichtlich schon in weniger als zehn Jahren amortisiert haben, da sich die Gästezahl im Saunaland um etwa ein Drittel erhöht hat. Die Pfahlsauna wurde vom erfahrenen Büro Krieger-Architekten aus Velbert geplant, das auch bereits alle vorherigen Bau- und Umbaumaßnahmen im Aggua durchführte. Quellen: www.aggua.de, www.architekt-krieger.de

Überlingen (Baden-Württemberg)
Die Überlinger Bodensee-Therme eröffnete im Jahre 2003 und wird von Anfang an von der Aquapark Management GmbH aus Münster betrieben. Das wird auch für die nächsten Jahre so bleiben, denn aus der erneuten EU-Ausschreibung von 2011 ging die APM wiederum als Sieger hervor. Für 2012 ist nun eine erste optische und technische Sanierung des erfolgreichen Bades geplant. Auch der Saunagarten soll in diesem Jahr noch erweitert werden. Hier wird eine neue Banja-Sauna mit Platz für 80 Gäste entstehen, die für Erlebnis-Aufgüsse genutzt werden soll. Die Investitionen in Höhe von bis zu 700.000 € sollen aus Rücklagen kommen, die bislang erwirtschaftet wurden. Quellen: www.bodenseetherme.de, www.see-online.info

Uslar (Niedersachsen)
Das Uslarer Badeland aus dem Jahre 1986 mußte zum 01. Juni 2011 aus Kostengründen geschlossen werden. Rund 100.000 Besucher im Jahre 2010 sorgten damals für einen notwendigen Betriebskosten-Zuschuß in Höhe von 700.000 € jährlich. Hinzu kamen errechnete Sanierungskosten in Höhe von 1,2 Mio. €. Das konnte die Stadt nicht leisten. Im Mai 2012 hat sich nun nach einjähriger Vorbereitungszeit eine Betriebs-Genossenschaft gegründet, die eine Wiedereröffnung des Bades in abgespeckter Form anstrebt. Der Förderverein nach Vorbild von Nörten-Hardenberg hat einen jährlichen Zuschußbedarf von 200.000 € errechnet, wobei weitere 250.000 € zur Sanierung notwendig seien. Die Stadt Uslar als Eigentümerin hat bereits ihre Unterstützung zugesagt, wobei jedoch eine Obergrenze von 175.000 € an möglichen Zuschüssen pro Jahr festgeschrieben ist. Der Förderverein bemüht sich nun darum, Sponsoren zu finden, um die Finanzierungslücke zu schließen. Sollte dies gelingen, wäre ein Neustart noch im Jahre 2012 möglich. Quelle: www.hna.de

Utrecht (Niederlande)
Wie ein riesiger, karminroter Backstein setzt das Zwembad Fletiomare städtebauliche Akzente in der flachen Umgebung im Stadtteil Leidsche Rijn. Die Wettkampf-Schwimmhalle mit 25-m-Becken wurde in 2008 neu errichtet. Ganz anders wird sich die neue Schwimmhalle beim Freibad De krumme Rijn präsentieren. Hier befand sich bis letztes Jahr ein 50-m-Freibecken, das seit gut 20 Jahren im Winter stets mit einer Traglufthalle überdacht wurde. Nun wird an gleicher Stelle eine luftig-leicht anmu-tende Allwetter-Schwimmhalle errichtet. Das Becken wird von einem zweistöckigen Säulengang mit Glas-Einsätzen umrahmt. Im Sommer kann das Dach komplett geöffnet werden. Die Planung stammt vom Büro Wehrung Architekten / Jeanne Dekkers. Fertigstellung soll Anfang 2013 sein. Quellen: www.zwembaddekrommerijn.nl, www.utrecht.nl

Val d´Oise (Frankreich)
In Zusammenarbeit der Kommunen Soisy-sous-Montmorency und Andilly nordöstlich von Paris konnte Ende Juni 2011 das Sport- und Freizeitbad La Vague eröffnet werden. Das Indoor-Wettkampfbecken bietet acht Bahnen je 25 m Länge und eine 3-m-Sprunganlage. Erlebnisbecken, Fitneßcenter, Saunaland und Sommerbereich stehen ebenfalls zur Verfügung. In Sachen Nachhaltigkeit setzt man auf ein begrüntes Dach, Sonnenkollektoren, Edelstahlbecken und ozoniertes Wasser. Für eine erhöhte Sicherheit der Gäste sorgt das System Poseidon, das mit 22 Kameras (davon sechs unter Wasser) die Becken überwacht und Gefahrensituationen erkennt. Quelle: journaldefrancois.fr

Vincennes (Frankreich)
Eine architektonisch anspruchsvolle Konstruktion wurde für das neue Centre Aquatique le Dôme à Vincennes gewählt. Der Hauptteil des Gebäudes, das mitten in einem Wohngebiet gelegen ist, wird von einem ovalen Kuppeldach überspannt, das ei-nen schönen Ausblick in den Himmel erlaubt. Im Innenbereich findet man ein sechsbahniges Sportbecken mit 25 m Länge so-wie Lehr- und Erlebnisbecken. Die Architektur stammt vom Atelier Boudry & Boudry. Ende September 2011 konnte Eröff-nung gefeiert werden. Quelle: www.vincennes.fr

Wavre (Belgien)
Das subtropische Badeparadies Aqualibi in Wallonien hat auch nach 25 Jahren Betrieb den Anspruch, der beste Wasserpark Belgiens zu sein. Dafür investierte man bis Frühjahr 2011 ganze 11 Mio. Euro in die Sanierung der Anlage. Unter anderem baute man einen neuen Wasserspielplatz für Kleinkinder und ein größeres Restaurant. Weiterhin wurde in nachhaltige Energie-spar-Technik, neue Umkleiden und verbesserte Sicherheits-Systeme investiert. Park-Manager Fernando Medroa rechnet künf-tig wieder mit mindestens einer halben Million Besucher jährlich. Quellen: www.walibi.com, www.iaapa.org

Wien (Bundeshauptstadt)
Die Sanierung des größten Sportbades in Österreich scheint sich zu einer unendlichen Geschichte zu entwickeln. Eigentlich sollte das Stadthallenbad nach umfangreicher Renovierung bereits im August 2011 wiedereröffnet werden. Nachdem aber schwere Mängel festgestellt wurden, herrscht seit Anfang 2012 ein Baustopp. Der Architekt zeigte sich davon sehr überrascht, denn nach seiner Meinung stand die Fertigstellung kurz bevor. Probleme soll es nach Presseberichten bei der Beckendurchströmung, der Hubboden-Mechanik sowie der Dichtigkeit des 50-m-Schwimmbeckens. Dort soll zwar pro Tag nur ein halber Liter Wasser austreten, doch die Ursache dafür scheint unklar zu sein. Momentan sind Fachleute vom Kontroll-amt und gerichtliche Sachverständige mit der Beweissicherung und Fehlersuche beschäftigt. Das soll noch bis zum Herbst 2012 dauern. Möglicherweise könnte danach ein zumindest teilweiser Austausch des Edelstahlbeckens angeordnet werden. Ein Eröffnungstermin noch im Jahre 2012 ist momentan wohl eher unwahrscheinlich. Sicher dürfte aber sein, dass der anfangs gesteckte Kostenrahmen von 17 Mio. € weit überschritten wird. Quellen: www.derstandart.at, www.diepresse.com

Zürich (Schweiz)
Die orientalische Bade- und Wellnesskultur erlebt in der Schweiz seit ein paar Jahren einen Aufschwung. Im Gegensatz zu den Minaretten droht den Hamams auch kein Verbot. So sprießen diese nun allenthalben wie Pilze aus dem Boden. Im Jahre 1910 im Jugendstil erbaut, war das Stadtbad im Volkshaus Zürich zunächst als Brause- und Wannenbad sehr beliebt. Dem Wandel der Badegewohnheiten folgend war der altehrwürdige Badetempel vor einigen Jahren zum Saunaland am Helvetiaplatz umge-baut worden. Wegen dringendem Sanierungsbedarf musste auch diese Nutzung schließlich aufgegeben werden. Zum Jahresbe-ginn 2012 wurde Badetempel nach einer Komplett-Sanierung als Hamam wiedereröffnet. Das Projekt wurde vom Zürcher Ar-chitekten Tobias Rihs durchgeführt, der über eine eigens dafür gegründete AG mehrere Millionen Franken aufbrachte. Der zentrale Nabelstein und die umgebenden Waschnischen werden durch eine raffinierte Beleuchtung in eine mystische Bade-landschaft verwandelt. Dampfbad und Sole-Nebelbad ergänzen das Angebot. Quellen: www.nzz.ch, www.stadtbadzuerich.ch

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